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Hundeforum Der Hund
Appolonia

Kontrollfreak oder Anhänglichkeit?

Empfohlene Beiträge

Ganz ehrlich, bevor ich dieses Forum kannte, wusste ich nicht, dass Hunde "Kontrollfreaks" sein können.

Wenn mir Polly im Haus folgt und sich dort niederlässt wo ich auch bin, habe ich das immer als Anhänglichkeit gedeutet. In anderen Beiträgen zum Thema Erziehung etc. lese ich hier aber so oft von "der Hund kontrolliert dich" oder der Hund ist ein "Kontrollfreak". Was kontrolliert der Hund denn, wenn er einem hinterherläuft ?

Immer wenn ich das Zimmer wechsele kommt sie mit und ist bei mir. Egal wo und was ich tue. Aber sie stört mich nie sondern ist einfach nur da und sucht sich ein ruhiges Plätzchen. Ist sie ein Kontrollfreak ?

Wenn ich ins Bügelzimmer gehe und Polly mitkommt und sich dort hinlegt, kontrolliert sie ob ich auch keine Falten in die Hemden bügele? Wenn ich im Garten Unkraut zupfe, kontrolliert sie, ob ich auch ordentlich arbeite ? Wenn ich koche und sie in ihrem Körbchen liegt, kontrolliert sie, ob ich auch die richtigen Zutaten nehme? Wenn ich am PC sitze und sie liegt hinter mir auf dem Sofa, kontrolliert sie ob die Seiten jugendfrei sind? Usw.

Also was bitte kontrolliert ein Hund der ein Kontrollfreak ist oder wann ist ein Hund ein Kontrollfreak ?

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Wie ist denn Eure Beziehung sonst? Respektiert sie Deine Wünsche drinnen wie draußen? Ist sie unter Reizen abrufbar? Sofort?

Man kann nie nur das eine sehen, man muss immer das Gesamte sehen.

Es gibt auch sehr enge Bindungen, es gibt zu enge Bindungen, es gibt schlechte Bindungen mit Kontrollwahn, es gibt Verlustängste, Kontrollverlust und und und...

Wenn sie tatsächlich kontrolliert, dann DICH und Deine Aktionen. Die meisten Hunde, die das tun, sind aufgrund des Verhaltens des Menschen, den sie Kontrollieren, der Ansicht, dass dieser ohne ihren Schutz besser nirgendwo hin geht, da er unsicher und unsouverän auf sie wirkt.

Die meisten Hunde, die kontrollieren, tun das nicht gerne, sondern weil sie meinen, es tun zu müssen. Viele sind damit total überfordert und gestresst.

Mein Hund liegt auch öfter in meiner Nähe, er wechselt mit der Zeit auch die Räume, wenn er merkt, wo ich mich nieder lasse oder beschäftige, aber er kann sich auch zurück ziehen. Er kann alleine bleiben, er kann woanders bleiben, und zwar problemlos und ohne Theater.

Kann Polly das auch?

LG Anja

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Das hat Anja gut geschrieben!

Manchmal ist die Grenze etwas verschwommen, ich unterteile aber auch in "Hunde, die nur gern dabei sind" und "Hunde, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen" und das z.T. massiv einfordern!

Letztere sind die, die winseln, wenn ich ins Bad gehe oder sie nicht als erste aus dem Auto hole und einen Schreikrampf kriegen, wenn ich den Müll runterbringen gehe...

Das eine ist für mich ein soziales "Rudeltier", welches nicht allein sein MÖCHTE, daß andere ein Hund, der es nie gelernt hat. Diese wiederum haben auch sonst eher eine geringe Frustrationstoleranz und sind ein bißchen aufdringlich und fordrnt.

Eher selten begegnet mir unter meinen Gasthunden ein Hund mit "echter Trennungsangst", meist würde das allein bleiben nur nicht richtig aufgebaut.

Letztere sind bei uns dann Hunde, denen die Gesellschaft meiner Hündin reicht, um alleinbleiben zu können...

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Ich dachte anfangs auch: Oh mein ott, mein Hund kontrolliert mich....gaaaanz schlechtes Verhalten... allerdings hab ich auch eine Panikmaus, die das erste Jahr mir andaurend hinterher ist. Das war für mich aber nicht die wichtigste Baustelle. Sie bleib gut alleine (verkrochen unterm Schreibtisch, scheint der sicherste Ort im Haus zu sein) Inzwischen ist sie selbstsicher genug auch mal im Wohnzimmer zu warten, wenn ich in Badewanne liege und wechselt früh sogar erstmal aufs Sofa, statt bei mir unter Schreibtisch zu liegen um auf dem Sofa aus dem Fenster zu schauen.

Es gibt Kontrollfreaks, aber man muss auch differenzieren, ob das Problem nicht vielleicht ein anderes ist. Unseres hat sich mit der Zeit fast von selbst gelöst, zwar hab ich Hiro in entspannten Momenten immer mal wieder auf ihren Platz im Wohnzimmer geschickt (vor allem wenn ich Koche ist glaube ich weniger die Ängsltlickeit das Problem, sie kann mich bequem von Sofa aus beobachten), aber bei Zimmerwechseln hab ich das einfach zugelassen. Im gleichen Raum aber habe ich ihr hin und wieder einen weiter entfernten Platz zugewiesen.

Es nimmt inzwischen sogar immer mehr zu, dass sie freiwillig in einem anderen Zimmer ist als ich, weil es dort bequemer oder schöner ist. Hiro ist aber eben eine ängstliche Klette und die Führungsrollen sind woas von klar verteilt, da gibts keine Diskussion, sie hing eher aus Unsicherjeit an meinem Rockzipfel.

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Was kontrolliert der Hund denn, wenn er einem hinterherläuft ?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66873&goto=1403823

Nix. Der folgt dir lediglich.

Anders sieht es aus, wenn er sich dir in den Weg stellt/legt. Kontrollfreaks liegen parat, bereit jederzeit sich um alles zu kümmern. Die kommen in deiner Nähe auch nicht zur Ruhe.

Gruß Iris

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Wie ist denn Eure Beziehung sonst? Respektiert sie Deine Wünsche drinnen wie draußen? Ist sie unter Reizen abrufbar? Sofort? ....


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66873&goto=1403833

Wir haben eine sehr gute Beziehung und meine Wünsche werden nahezu immer respektiert. Abrufbar ist sie sehr gut und auch sofort. Selbst unter schwierigen Bedingungen, z.B. wenn sie zum Jagen ansetzen will oder beim Spiel mit anderen Hunden.

Sie ist immer sehr aufmerksam, ehrgeizig und super konzentriert.

Das einzige "Problem" das wir haben, ist die Leinenführigkeit wenn sie morgens das erste Mal raus kommt. Da werden die Ohren nach hinten geklappt und sie ist sehr zappelig und möchte am liebsten sofort losstürmen. Da geht es ihr alles nicht schnell genug. Auch wenn sie sich vorher schon lösen konnte.

Mein Hund liegt auch öfter in meiner Nähe, er wechselt mit der Zeit auch die Räume, wenn er merkt, wo ich mich nieder lasse oder beschäftige, aber er kann sich auch zurück ziehen. Er kann alleine bleiben, er kann woanders bleiben, und zwar problemlos und ohne Theater.

Kann Polly das auch?

LG Anjazitieren

Wenn ich sie aus dem Raum schicke liegt sie lautlos vor der Tür und wartet. Alleine bleiben ist kein Problem, dann liegt sie die ganze Zeit in ihrem Körbchen und pennt. Im Auto alleine bleiben ist auch kein Problem, da schläft sie auch.

Was jedoch nicht gut funktioniert, ist sie woanders unterzubringen und sie dort bei anderen zurückzulassen, z.B. bei meiner Mutter in deren Wohnung. Da kommt sie so gut wie nicht zur Ruhe und ist sehr unruhig.

Wenn wir mal länger weg sind oder in den Urlaub fahren, haben wir das daher so geregelt, dass jemand für die Zeit zu uns nach Hause kommt. Das klappt dann auch prima.

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Ich habe im ganzen Kundenstamm genau EINEN Gasthund, der ein "Kontrollfreak" ist:

Dieser Hund ist kaum in der Lage, sich zu entspannen, wenn er hier ist.

Nur wenn ich einer sitzenden Tätigkeit z.B. PC oder TV, fröne, ruht er überhaupt mal.

Ansonsten ist er permanent in auf der Lauer und ja, er versucht auch, mich aktiv zu begrenzen. Er springt auf und stellt sich quasi wild wedelnd und meine Hände abschlabbernd halb-schräg in den Weg, bevorzugt im Türrahmen.

Das sieht niedlich und freundlich aus, ist es aber nicht!

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Nun... ich finde, dass das alles recht positiv klingt. Weshalb machst Du Dir dann einen Kopf? Der Punkt, dass Dein Hund sich woanders nicht so wohl fühlt, kann auch an externen Faktoren liegen. Also vielleicht an der Atmosphäre bei Deiner Mutter oder an der Wohnung, oder oder oder.

Vielleicht habt Ihr eine minimal "zu" enge Bindung, also aus meiner fachlichen Sicht gesehen, kenne einige, bei denen das so ist, da würde ich aber nichts dran machen, da es für beide noch "gesund" ist.

Denke, Du hast eine tolle Beziehung, warum also groß über Diagnosen anderer nachdenken?

Entscheidend ist ja, WENN es Dich mal nervt, dass Du einen "Schatten" hast, dann kannst Du ihn fort schicken. Wäre sie ein Kontrollfreak, dann hättest Du Mühe, dies durchzusetzen. So what?

LG Anja

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Danke für deine Einschätzung. Ich habe mir ja nicht wirklich einen "Kopf" gemacht. Ich bin hier nur so oft schon darüber gestoßen und konnte mir das nicht so wirklich vorstellen.

Mit der minimal zu engen Bindung wirst du Recht haben. Manchmal ertappe ich mich auch dabei, dass ich die Bedürfnisse des Hundes vor meine stelle. Aber da "arbeite" ich dran. ;)

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:) Du weißt ja, wie das ist mit der Erkenntnis ... und dem ersten Weg zur Besserung...

LG Anja

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