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polar-chat.de  Der Hund
Sabine65

Die boomende Hundeszene - Trainer - Seminare - Workshops etc.

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ging mir heute beim Spaziergang so durch den Kopf - wie oft habe ich hier oder auch in anderen Foren gelesen "früher habe ich mir nie einen Kopp um die Hundeerziehung gemacht und es gab kein Problem, heute aber..."

Mir viel ein, das es, auch in unseren "Hard-Core-Zeiten" geklappt hat, das wir fremde oder mehr oder weniger bekannte Leuts mit ihren Hunden zu Besuch hatten ohne das die Fetzen flogen, es gab keine Keilereien hier. In meinem Kopf, ja da flogen die Fetzen, da habe ich mir ausgemalt, wie das Gekläffe meines Rudels gleich jeden Moment darin enden würde, das Mensch oder Hund "zerfleischt" würden. Ich habe gemanagt bis der Arzt kam, Hunde auf ihren Platz oder mal in einem Raum oder in eine andere Etage und eben einfach alle im selben Raum. Auf Spaziergängen habe ich später vermieden, gemanagt, umgelenkt, abgelenkt, gesplittet etc. Wenn sie dann mal auf Spaziergängen beim Anblick eines anderen Hundes aus meiner Sicht, schier ausgerastet sind und ich den Kaffee auf hatte, nahm ich die innere Haltung an "Moooment meine Freunde, so nicht, jetzt nix mit meiden, managen oder sonst wie, sondern einfach dadurch, weil ich es will, weil es mir gerade völlig wurscht ist, ob Leute die mich jetzt beobachten, heimlich die Nummer des Tierschutzbundes anrufen (Scherz) und oh Wunder es ging." Durch die simple Änderung der inneren Haltung.

Auch heute noch erlebe ich Spaziergänge, auf denen meine Dackel mal in die Leine springen, selten, aber es kommt vor und in den meisten Fällen, hab ich es dann kurz vorher im Bauch gespürt.

Klar kann nicht jeder Mensch, je nach eigenen Erfahrungen, die erforderliche innere Haltung annehmen - aber Viele könnten es, anders ist es nicht zu erklären, warum manchen Menschen ein einziger Termin bei zB HTS reicht, damit es fluppt. Denn wir wissen doch alle, wie lange es braucht um liebgewordene Gewohnheiten abzustellen oder sich neue "Techniken" anzueignen. Oder wie könnt Ihr Euch das erklären?

Ich behaupte, das viele Menschen im Grunde genau wissen, wie sie agieren müssten, sich aber zT einfach nicht mehr trauen, weil von allen Seiten schallt "Ihr solltet mal in eine Hundeschule gehen". Einfach nur so mit dem Hund leben, geht das? Oder brauchts da nicht ein straffes Management, DD, Agility, Hundesport, Fährten etc. Nicht falsch verstehen, ich mache selbst mit einer meiner Dackelinen DD und mit 3en Agility. Trotzdem möchte ich immer öfter Leuten davon abraten, mit einem "normalen" Hund in eine Hundeschule zu gehen.

Manchmal denke ich, das ganze Drum und Dran ist mehr und mehr zum Selbstzweck geworden, ein Problem schaffen um es dann lösen zu können - versteht Ihr was ich meine?

Daher kommt mir die Art von HTS - welche Trainer arbeiten noch so? - entgegen, kein Kundenklammern, sondern 1 Termin, schauen, Rat geben, vielleicht noch mal ein zweiter Termin zur Kontrolle und fertig. Wem es gefällt, wer gerne in Kontakt bleibt, Gleichgesinnte trifft, es sich leisten kann oder will, kann dies auf dem ein oder anderen Seminar tun.

Das ist sicherlich nicht für jeden Hundemenschen, manche brauchen es, dass sie quasi stetig an die geistige Hand genommen werden, wobei ich die Behauptung wage, das in diesen Fällen, die Aussicht auf langfristigen Erfolg geringer ist - bei wirklichen Problemen.

Achso und dann ist ja noch das Thema Bücher, wenn man seine Chancen verschlechtern will, jemals den roten Faden zu finden, dann möglichst viele Bücher lesen und DVD's schauen.

So, dass ist, was mir heute beim Spaziergang so durch den Kopf ging, natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit - möchte nur die Leute ermuntern, die sich fragen, ob Hundeerziehung nicht auch ganz einfach sein kann, ich denke ja, das kann sie. Und manchmal ist es gut, wenn man sich gar nicht erst fragt, warum.

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So, dass ist, was mir heute beim Spaziergang so durch den Kopf ging, natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit - möchte nur die Leute ermuntern, die sich fragen, ob Hundeerziehung nicht auch ganz einfach sein kann, ich denke ja, das kann sie. Und manchmal ist es gut, wenn man sich gar nicht erst fragt, warum.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66940&goto=1404856

Dieser Gedanke hat mich schon sehr oft beschäftigt! Zuerst, als ich über meinen Großvater nachdachte, der einen Riesenschnautzer, völlig ohne Hundeschule, Bücher etc "erzogen" hat.

Dieser Hund folgte ihm bedingungslos. Gut das war dann ewig her, aber hier in dem Ort begeistert mich ein Bauer mit seinen Beaucerons, die kennen überhaupt keine Leine, kein Kommando, sie folgen ihm wie an einer unsichtbaren Leine. Ich kann mit meinen Rudel an ihnen vorbeigehen, kein Kommentar ihrerseits ( meine auch nicht- =) ) Sie laufen hinter dem Traktor her und treiben selbständig die Kuhherde in den Stall, kein Befehl etc von ihrem Bauern. Dieser Bauer hat niemals eine Hundeschule besucht und ich möchte wetten auch nie ein Buch gelesen( ausser vieleicht die Bibel ;) ) geschweige denn DVDs über Erziehung geschaut. Nein er führt seine Hunde mit seiner Ausstrahlung , seiner Ruhe , er ist einfach ihr Herr!

Für ihn sind seine Hunde wirklich Hunde , kein Kindersatz, kein Schmusetier oder Trainingsgerät( was oft auch zu Selbstzweck mutiert!) Trotz allem, kann er abends vor dem Hof sitzen, die Hunde zu seinen Füssen und ich sehe , wie sein Hand ab und zu nach unten geht um zu streicheln.

Wir nehmen heute Hunde nicht mehr als Hunde wahr, sondern projezieren zu viel Menschliches in sie hinein, jedes "Fehlverhalten" wird sofort hinterfragt, bestes Beispiel: Mein Welpe beisst!

oder "ab wann MUSS(?) mein Hund stubenrein sein" alleine damit fängt Mensch schon an.

Wir erzählen unseren Hunden Romane und behaupten allen Ernstes " Mein Hund versteht das alles!" Nur das genau dieser Hund jede Bewegung von uns versteht für sich interpretiert , das sehen wir nicht , wir verstehen nicht mehr, einfach Regeln zu erstellen und auch OHNE Worte

darauf zu bestehen, wir lesen Bücher über Ausdrucksverhalten vom Hund und merken nicht, dass wir unseren Hund in den meisten Situationen sich selbst überlassen, statt sein Führer zu sein.

Was dann auch für mich sehr schlimm erscheint, sehr oft missbrauchen wir unsere Hunde um unser eigenes Ego aufzupolieren, mit Prüfungen, Turnieren etc .

Nicht falsch verstehen, ich lege meinen Hunden auch Fährten, ich mache auch Agility, allerdings alles nicht im Verein, da ist mir der Druck und der anomale Drill zu groß, es soll sie auslasten , aber vor allem soll es ihnen Spaß machen, weil ich eben keine Kuhherde habe um sie auszulasten.

So , entschuldigung, das war jetzt ein Roman, aber der TS hat mir aus dem Herzen gesprochen

lg Hilde

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@Asterix

dem kann ich nur zustimmen. Früher war ein Hund zum arbeiten da. Die Menschen habe gezüchtet um Unterstützung/Hilfe in bestimmten Lebensbereichen von den Hunden zu bekommen. Ein Hund hatte sein Platz irgendwo draußen, im Vorsaal zum Beispiel oder auf dem Hof und nie direkt in der guten Stube. Und trotzdem war der Hund glücklich, er war ausgelastet, er durfte arbeiten und bekam dafür sein Fressen. Der Mensch hatte mit seinen Hund ein "Abkommen". Und Heute??? Heute ist er Familienhund, Modeaccessoir. Hin zu kommt, das der Mensch sich den Umgang mit Hunden selber Schwer macht. Früher liefen Hunde im Dorf mit spielenden Kinder um die Wette, heute darfste, je nach Gemeinde nicht mal dein Hund im Wald frei laufen lassen. Ja ich weiß. Es war eine andere Zeit. Um so mehr müssen die Menschen heute für eine artgerechte Auslastung sorgen und dem Hund mit Spaß erziehen und nicht unter Zwang um unser Ego zu befriedigen (Pokale und erste Plätze). So sehe ich das wenigstens...

LG

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(bearbeitet)

Früher wurde nicht so ein Brimborium um die Hunde gemacht und deswegen ging es ihnen auch deutlich besser (finde ich). Die Hundehalter sollten sich viel mehr drauf besinnen, dass Hund Hund ist und dabei trotzdem ein toller Kumpel sein kann... es aber auch niemanden schadet, wenn man dem Hund mal ne klare Ansage macht. Dies ist sogar fairer als alles monatelange umzulenken, abzulenken, usw.

Kann man doch wunderbar mit Kindern vergleichen ... motivierte Eltern schicken sie von einem Kurs zum nächsten, dass Kind sein komplett wegfällt. Auf der anderen Seite wird modern, sprich antiautoritär erzogen und was haben wir davon ... viele kleine Klugscheißer. Auch ein Kind muss sich manchmal einfach unterordnen und man muss nicht alles mit ihm ausdiskutierten. Auf der anderen Seite hat es aber auch ein Recht auf seine Kindheit und muss nicht zu sportlichen Höchstleistungen in diversen Trainingskursen gebracht werden.

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Wir nehmen heute Hunde nicht mehr als Hunde wahr, sondern projezieren zu viel Menschliches in sie hinein, jedes "Fehlverhalten" wird sofort hinterfragt, bestes Beispiel: Mein Welpe beisst!

oder "ab wann MUSS(?) mein Hund stubenrein sein" alleine damit fängt Mensch schon an.

Wir erzählen unseren Hunden Romane und behaupten allen Ernstes " Mein Hund versteht das alles!" Nur das genau dieser Hund jede Bewegung von uns versteht für sich interpretiert , das sehen wir nicht , wir verstehen nicht mehr, einfach Regeln zu erstellen und auch OHNE Worte

darauf zu bestehen, wir lesen Bücher über Ausdrucksverhalten vom Hund und merken nicht, dass wir unseren Hund in den meisten Situationen sich selbst überlassen, statt sein Führer zu sein.

Was dann auch für mich sehr schlimm erscheint, sehr oft missbrauchen wir unsere Hunde um unser eigenes Ego aufzupolieren, mit Prüfungen, Turnieren etc .

In diesem Absatz steckt viel drin, was ich ebenso sehe und empfinde.

Nur worin liegt die Ursache? Warum sind wir nicht mehr in der Lage, klare Regeln und Grenzen zu kommunizieren? Das gleiche gilt übrigens auch für Kinder. Welche Kinder kennen denn noch ein klares Nein ohne sofort eine spaßige Alternative geboten zu bekommen?

Das Angebot in meiner Hundeschule ist vielschichtig.

Es gibt den preislich sehr günstigen Gruppenunterricht, in dem ich Impulse in alle möglichen Richtungen gebe. Die Stunden werden von uns so gestaltet, dass sich die Teams immer mal wieder mit neuen Aufgaben auseinander setzen müssen, die aus Kommunikation, Ausbildung und Erziehung bestehen. Jeder KANN daraus etwas für sich mit nehmen, muss es aber nicht.

Viele kommen zu uns seit Jahren auch mit ihrem erzogenen Hund in den wöchtentlichen Unterricht, um Ideen zu bekommen, um sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen, um unter hoher Ablenkung zu arbeiten, um sich einschleichende Fehler gesagt zu bekommen.

Dann gibt es die reinen Beschäftigungsangebote, die von Menschen wahr genommen werden, die gerne aktiv sind und Gleichgesinnte treffen, es gibt aber bei mir keine Turnierausrichtungen.

Und dann gibt es die Einzelstunden, in denen ich mich immer mehr als Übersetzerin fühle. Ich sage den Menschen, was sie kommunizieren und was ihr Hund versteht. Ich sage umgekehrt, was ich für Bedürfnisse beim Hund sehe und warum er sich so verhält, wie er es tut.

Wenn ich die richtige Argumentation treffe, kann sich der Mensch gemäß seiner persönlichen Veranlagung auf einen Weg begeben, mit dem Hund auf eine Kommunikationsebene zu kommen. Er kann lernen, die Interpretationsebene zu verlassen und hin zu sehen und zu verstehen. Das setzt aber Bereitschaft voraus.

Viele Kolleginnen und Kollegen, so unterstelle ich jetzt einfach mal, können die individuellen Bedürfnisse der Hunde gar nicht mehr wirklich erkennen. Verklärt von den modernen und aus meiner Sicht schädlichen, antiautoritäten Erziehungsmethoden, in denen der Mensch zum Futterspender degradiert wird, verlieren Begriffe wie Respekt und Führung jeglichen praktischen Bezug.

Sehr oft komme ich zu einem vermeintlichen Problemfall und habe nach 3 Terminen strahlende Teams, die auf einem sehr guten Weg sind. Oft habe ich aber auch nur einen Termin, bei dem ich sage, was ich sehe, und werde nie wieder angerufen, da man die Fakten selbst nicht sehen kann und möchte. Diese Menschen rennen dann meist von einem Kollegen zum nächsten, füttern den Boom und finden nur sehr selten tatsächliche Hilfe.

LG Anja

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Ich glaube wir denken zu viel.

Kaum jemand verlässt sich auf seine Gefühle bzw kann sich sich noch auf seine Gefühle einlassen.

Früher ging ein Kind in die Schule, es war wichtig das es lernt und gute Zensuren hat, dann macht es eine Lehre und verdiente Geld.

Ich sehe es heute bei meiner Tochter. Jeder möchte das sein Kind auf jeden Fall aufs Gymnasium kommt und Abitur macht, Nachmittags gibts den Sportverein, die Musikschule, Reiten, Mal und Bastelkurse etc...

Der Ehrgeiz der Eltern ist oft enorm.

Ähnlich ist es in der Hundeerziehung. Man möchte alles richtig machen. Liest Bücher, schaut DVDs, besucht Seminare.

Der verantwortungsbewusste Hundehalter versucht dann alles umzusetzen. Nicht weil er das möchte, sondern weil der Trainer (oder das Buch...die DVD) genau das gesagt haben.

Vielleicht würde das Gefühl etwas anderes sagen, aber der Verstand sagt: Das ist besser.

Vielleicht liegt es auch am sinkenden Selbstvertrauen? Oder warum sonst legt man die Verantwortung so gerne in die Hände von Trainer oder Buch? Dort steht es ja schwarz auf weiß...wenns nicht klappt, liegts an der Qualität des Buches...oder eben am Trainer der die Vorschläge machte.

Auf der Suche nach dem besten Weg, wird das "eigene Selbst" einfach überhört... es werden Clicker ausgepackt und Wurfketten, Dummys und Apportierhölzer...einfach weil man es gesehen hat und weil es richtig ist, das so zu machen.

Unabhängig davon was man fühlt, verlässt man sich auf die Meinung anderer.

Leider liegt es in der Natur des Menschen immer alles zu hinterfragen und aus allem eine Wissenschaft zu machen.

Dinge können nicht einfach "sein". Also wird analysiert, bespaßt, Sport betrieben, informiert usw.

Jeder möchte das beste für seinen Hund und manche möchten den besten Hund.

Dann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...Trainer X sagt das eine, in Seminar Y wird was anderes erzählt...dann müssen Bücher her die das ein oder andere widerlegen oder untermalen...

Das Kopf-Chaos ist perfekt.

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Da ist viel Wahres dran.

In der Kindererziehung ist es übrigens nicht viel anders! Es gibt Erziehungswissenschaftler, die empfehlen den Eltern inzwischen eine "Erziehung ohne Bücher".

Man soll lieber seine Mutter/Schwiegermutter fragen.

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(bearbeitet)

Wir nehmen heute Hunde nicht mehr als Hunde wahr, sondern projezieren zu viel Menschliches in sie hinein, jedes "Fehlverhalten" wird sofort hinterfragt,

So , entschuldigung, das war jetzt ein Roman, aber der TS hat mir aus dem Herzen gesprochen

lg Hilde
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=66940&goto=1404974

@Hilde,

du sprichst mir aus der Seele.

Meines Oma hatte Fox-Terrier. Die haben nie ne Hundschule besucht, Oma war nie mit einem Erziehungsbuch unterwegs (gabs das schon in den 50iger Jahren l.J.??) und haben aufs Wort gehört. Sie wurden "privat" gehalten und nicht jagdlich geführt.

Meines Mamas Pekinese - Hundeschule??? Nääääää :D - in dem Dorf war es einee riesige Ausnahme überhaußt eine Rasehund zu haben und Mama musste weit zur nächsten "Kleintierpraxis" fahren. Hundetrainig gabs nur für den DSH.

Mein erster Hund.

Hundeschule?? Nein, wozu. Blacky war 24 Stunden um mich herum (auch mit im Office). Man nahm ihn meistens gar nicht war, weil er von sich aus so "unauffällig" war.

Rusty, mein Chowie?

Da war schon Hundeschule angesagt. Wir haben ein paar Kurse mitgemacht.

Smilla, mein Hütehund?

Ohje, da war ich dann schon auf allen möglichen und unmöglichen Seminaren, weil man ja seinen HUnd richtig beschäftigen muss.

Sie hat mir dann aber gelehrt, dass Seminare, Hundeschulen, WS zwar nicht schlecht sind, aber nicht auf jeden Hund anwendbar sind. Sie war und ist der Meinung, dass man sich als Mensch solches Wissen gerne aneignen kann, aber nicht an ihr anwendbar ist.

Seit ca. 4 Jahren habe ich alles was zum Thema "Trainer, Seminar, WS" an den Nagel gehängt und habe etwas dabei heraus gefunden.

Seit dem wir nicht mehr 2x die Woche auf den Hundeplatz fahren, das und jenes Seminar oder WS besuchen, ist Smilla wesentlich ausgeglichener geworden.

Mag sein, dass die Überflutung von Trainern, WS oder Seminare bei einigen Hunden sogar ins Gegenteil umschlägt, weil der HF selber an sich und seinen Hund eine Erwartungshaltung hat, die duch dieses viel zuhoch aufgelegt ist.

Ich für mich bin froh, dass ich einen Chowie habe, der absolut zuverlässig in jeder Alltagssituation ist. Auf ihn kann ich mich in jeder Situation 100%ig verlassen.

Und dieser Hund hat wie gesagt, außer dem Welpenkurs, noch ein Junghundekurs über 12 Wochen mitgemacht. Das wars.

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Aber liegt es letztendlich nicht an unserem System???? Ich will nicht politisch werden, aber wenn ich sehe, was auf Arbeit für ein Druck auf einen Lastet, na Hallo. Arbeitslosigkeit, Geldnot. Das alles sind doch die wahren Probleme. Wisst Ihr, ich bin ein Ostkind (ich mag übrigens diese Ossi/Wessi Kacke nicht, jeder hatte sein Ranzen damals zu schleppen gehabt) aber ich bin glücklich und ohne Zukunftsängste aufgewachsen. Bei uns war vieles Scheisse (allen Voran die Stasi) aber wie gesagt, ich hatte meine Arbeit, jeder hatte seine Arbeit. Ich brauchte mir um so manche Not keine Gedanken machen. Geld, hatte ich genügend (war aber nichts Wert und man konnte damit kaum etwas anfangen). Aber ich hatte welches. Ich weiß, es ist viel tiefgründiger, warum das so war. Es ist viel tiefgründiger, das es so auch nicht gehen konnte. Am Ende ist dieses System genau daran zerbrochen. Aber der Grundgedanke war nicht schlecht. Oh sorry ich schweife ab.

Ich will damit sagen, das heute doch gar keine Zeit mehr da ist seine Kinder und Hunde richtig zu erziehen( wenn beide Partner arbeiten gehen). Es sind tausende Probleme wichtiger als ein unerzogenes Kind oder ein unerzogener Hund.

Oder wem dieser Vergleich nicht passt. Dann ein anderer. Nehmen wir die südlichen Länder und deren Kultur. Die haben sicher auch Ängste. Aber irgendwie herrscht bei denen eine andere Mentalität. Die gehen es ruhiger an. Stress??? Fehlanzeige. Vielleicht sollten wir uns, wenn wir mit dem unsrigen System zufrieden sind, mal umschauen und von anderen lernen. Aber leider geht das bei uns nicht. Made in Germany.

LG

Und 'tschuldigung für die schlimmen Ausdrücke

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Ich verfolge dieses Thema sehr gespannt. Da ich auch der Meinung war das Hundeschulen nicht notwendig sind.

Das sind sie auch nicht sofern es sich um Hunde handelt die sich dem Menschen anpassen können. Warum bestimmte Hunde damit Probleme haben steht auf einem anderen Blatt.

Als ich angefangen habe anderen Menschen zu helfen war es ja nicht so das ich gesagt habe "He schaut mal wie ich meinen Hund hinbekommen habe" sondern das ich ich von Menschen angesprochen wurde: Kannst Du helfen? Du hast deinen eigenen Hund ja so toll hinbekommen.

Und nun kamen immer andere Hunde und Menschen und anders geartete Probleme auf mich zu. Es gab Fortbildungen und es gab Erkenntnisse.

Dazu gehören auch die Erfahrung und durch den Austausch mit anderen Trainer bestätigt das zum Beispiel: Handaufzuchten im späteren Leben mit Defiziten glänzten. (Das gilt nicht für jede Handaufzucht)

Teilweise Hunde aus dem Tierschutz kommen die arge Defizite aufweisen. usw.

Hier sind meiner Meinung nach Hundeschulen schon angebracht.

Ich will damit sagen, das heute doch gar keine Zeit mehr da ist seine Kinder und Hunde richtig zu erziehen( wenn beide Partner arbeiten gehen). Es sind tausende Probleme wichtiger als ein unerzogenes Kind oder ein unerzogener Hund.

Hierzu möchte ich eigentlich nur sagen das es in meinen Augen ein schwaches Argument ist. Entweder ich habe die Zeit für einen Hund oder habe sie nicht. Und dann ist mir mein Hund wichtig.

Das sich Lebensumstände gerade in heutigen Zeiten sehr schnell ändern können ist die Krux an der Geschichte. Niemand von uns hat heute Planungssicherheit. Man bekommt heute keinen Job mehr in einer Firma und bleibt dort sein Berufslebenlang.

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