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polar-chat.de  Der Hund
wautzi

Ständiges Fiepen

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Ich werde hier noch verrückt!!!!

Mein Gast-Border war heute morgen ca. 10 Uhr mit mir und Arni ca. 20 Minuten draußen. Danach gab es Futter. Um 12:30 Uhr bis 13 Uhr waren die Beiden nochmal im Garten Kau-Kram fressen.

Da Herr Border ja letzte Woche nur auf drei Beinen lief hat mir der Tierarzt geraten ihn vorerst bis zu einer vollständigen Abklärung nicht ohne Leine laufen zu lassen und auch nicht zu lange am Stück rauszugehen (es besteht der Verdacht auf OCD :( ). Aber unabhängig davon hat er die Angewohnheit nach ca. 2 Stunden nach dem letzten raus gehen zu fiepen. Das ist extrem nervig, da ich mich eigentlich auf meine Diplomarbeit konzentrieren müsste und er die ganze Zeit Terror macht.

Gestern war ich an der Uni und beide Hunde waren ca. 1 h mit mir ne Runde im Wald. Arni schläft ja immer wie tot, sowie ich mich hinsetzte und zu Arbeiten beginne. Nun durfte Herr Border meinen Betreuer nicht begrüssen (war angebunden unterm Tisch), da er dreckig war und immer extrem durchdreht, wenn er begrüsst wird. Wir haben uns ca. 20 Minuten unterhalten und er fiepte in einer Tour, das man kaum reden konnte :wall: Ich war so genervt, das ich ihm eine 100ml Plastikflasche vor die Pfoten geknallt habe :motz:

Plötzlich war Ruhe und er hat bis 20:30 Uhr durch geschlafen und sogar geschnarcht. Das Problem ist halt, das er durch seine Unruhe auch Arni ansteckt und Arni dann anfängt leise vor sich hin zu winseln. Ganz toll! Ein Duett!!!

Ich weiß wirklich grad nicht, was ich machen soll, um das Tier runter zu kriegen :??? Er liegt auch da und schaut mich die ganze Zeit an und hechelt.

Soll ich ihm jetzt etwa immer irgendwas "um die Ohren hauen", damit ich Ruhe habe?

Verzweifelte und leicht genervte Grüße!

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Ach du fuehl dich gedrueckt. Der Arni ist so ein cooler Bursche, ich kann gar nicht glauben das du dich dem Gaestling nicht verstaendlich machen kannst.

Sicherlich ist er ein nervoeserer Charakter als Arni. Da ist es wichtig das du seinen Zustand nicht mit deiner Aufregung, Aerger oder Nervositaet 'fuetterst'.

Was du beschreibst ist nicht unbedingt ein Ruheproblem, sondern Aufmerksamkeitserheischendes Verhalten. Ruhen koennte er bestimmt, aber er wird es nicht wollen. In seinem Zuhause wird er es aehnlich tun und damit das eine oder andere Mal Erfolg haben.

Du solltest darueber nachdenken in wie weit du auf sein Verhalten eingehst. Wenn du mit ihm diskutierst, wer gewinnt und wie?

Wie oft benutzt du deine Leine um ihn zur Ruhe zu 'zwingen'? Wie oft geht es ohne?

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Meinst du mit diskutieren die gestern geworfene Plastikflasche? Er war augenblicklich ruhig und hat sich unter seinen Tisch verkrümelt. Dieses Verhalten ignorieren funktioniert leider nicht immer.

Die Leine brauche ich zu Hause gar nicht mehr, nicht mal bei Besuch. Der Besuch hat auch ein striktes Hundebegrüßungsverbot.

In der Arbeit/ Uni ist sie nur zur Sicherheit unserer Umwelt. Ich glaube ihn nicht im Zimmer halten zu können, wenn auf dem Flur ein Hund entlang läuft oder wenn Kollegen ins Zimmer kommen würden sie begrüßt werden, danach hat man weiße Haare an der Kleidung (mag nicht jeder und manche wollen ihn nicht streicheln) und wenn man die Begrüßung erwidert, kann es passieren, das man einen Border Collie im Gesicht hängen hat.

Im Garten ist er leider auch angebunden, da er a) IMMER in den Garten kackt, B) irgendwann anfängt wie ein Angestochener rum zu rennen und c) der Zaun nicht mal Hüfthoch ist und mein Nachbar auch 2 Hunde hat, ich denke er würde rüber springen. Das würde wahrscheinlich in einer Klopperei des Nachbarrüden und Hernn Border führen.

Beim Gassiegehen läuft er zu 90% an der Leine, in Freilaufgebieten an seiner 8m-Flexi. Ist leider auch nicht anders möglich aus verschiedenen Gründen.

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Mir scheint der Border hat im Allgemeinen ein kleines Trieb- und Ansprechbarkeitsproblem oder? Wenn er so viel an der Leine ist und so schnell ein aufgeregtes/gestresstes Verhalten zeigt. Ich würde das keinesfalls ignorieren, sondern ihm immer, sofort, klar Kommunizieren was du willst (bsp. die Flasche). Das ist ja für alle Beteiligten angenehmer.

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Mir scheint der Border hat im Allgemeinen ein kleines Trieb- und Ansprechbarkeitsproblem oder?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67035&goto=1406494

Kannst du das mal näher erläutern, was du damit meinst?

Viele Sachen mach ich bei ihm aus dem Gefühl heraus. Bis jetzt hat sich immer gezeigt, das ich mit meinem Gefühl richtig lag. Vielleicht kann ich deine Vermutung ja irgendwie einordnen und im Alltag umsetzten ;)

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Naja, ein Hund, der nicht ohne Leine laufen kann, weil es sein kann, dass er nicht ansprechbar ist und dann abhaut oder sich und seine Umwelt gefährdet, hat ja schon das Problem, dass er sehr schnell erregt ist, unter Stress steht und somit im Trieb ist.

Ein Hund, der im Trieb ist, der ist nicht mehr ansprechbar. Konditioniertes ist somit fast nicht mehr abrufbar. Er denkt nach vorn (wie Anita so schön sagt) und handelt auch nach vorn.

Für mich ist da irgendwo der Anfang, wo angesetzt werden muss und diese Ansprechbarkeit eingefordert werden muss.

Verstehst du was ich meine?

Dieses Janken/Fiepen ist ja auch eine Form von Stress und nach vorn denken, also auch Trieb. Der Hund will etwas einfordern, was ihm in dem Moment wichtig erscheint und was ja anscheinend auch meistens klappt, bzw. ignoriert statt unterbunden wird.

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Diese Fieperei kann wirklich nervtötend sein...

Wenn du z.b. ein Flasche wirfst und er hört mit dem Fiepen auf und das für längere Zeit, dann würde ich ihm allerdings auch zeigen, dass dieses Verhalten nun das ist, welches richtig ist. Also quasi die Ruhe belohnen (und wenn es nur ein Kopfnicken ist, um ihn nicht wieder hochzupushen)

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Ich würde die Flasche auf jeden Fall "körperlich" ersetzten, denn ich find es immer unpraktisch mit Hilfsmitteln auf längere Sicht hin zu kommunizieren. Auch ein stückweit unglaubwürdig.

Belohnen würde ich das ruhige Verhalten nur durch die eigene entspannte Ausstrahlung, denn Belohnung kann wieder hochpushen und beendet auch "die Übung".

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Ah, ok Simone. Selbst sieht man sowas ja immer nicht so umfassend. Aber ja, das kann schon stimmen, was du da schreibst. Überhaupt nicht mehr ansprechbar ist er bei Katzen (würde sie jagen) und anderen Hunden (schleicht sich an und schießt dann knurrend zu den anderen Hunden). Dieses Verhalten lässt sich total schwer unterbrechen. Ohne Leine könnte ich das vergessen. Das Einzige was hilft, ist ihn so lange zurück zu drängen, bis er es lässt. Und das kann echt dauern. Zum Glück ist Arni sehr pflegeleicht und ich muss mich in so Situationen um ihn nicht kümmern.

Wenn er zu sehr hoch puscht (ist schon viel besser geworden) muss er hinter mir gehen. Das ist bei Arni auch so. Ich hasse es, wenn ich die Hunde freigebe und alles rasst wild kläffend (Arni) oder total irre in die Luft schnappend (Herr Border) los. Deshalb müssen beide solange hinter mir bleiben, bis die Erregung des Spaziergangs sich gelegt hat.

Das Unterbinden gelingt nicht immer stimmlich und ich empfinde es auch als falsch, da es ja auch Aufmerksamkeit ist. Deshalb hab ich halt was geworfen. Meinen Betreuer habe ich vorher während des Gesprächs vorgewarnt und er soll einfach weiter reden. Sonst hätte er vielleicht gestockt und den Hund bedauert.

Bestätigen würde alles noch schlimmer machen. Würde ich nur ein Wort sagen, wäre er wieder voll dabei. Nicht unbedingt mit Fiepen, aber er würde zumindest aufspringen. Ich versuche immer indirekt zu bestätigen (wenn man das so sagen kann), das ich z.B. wenn die Hunde im Tiefschlaf sind zur Tür gehe und noch bevor sie aufschauen sage "Gehen wir raus?". Alles schön leise und ja nicht auffordernd. Es ist dadurch für mich total schwer morgens weg zu kommen. Ich räume meine Tasche ein --> Errgung steigt, alles steht vor der Tür und rennt mir hinterher (ich hasse das!!!). Dann wasche ich mich, ziehe mich an, checke nochmals die Mails. Und erst, wenn alles friedlich daliegen geht es los. Das ist sooo anstrengend.

Ab nächster Woche wird es schwer das so einzuhalten, da ich jeden morgen schon vor acht Uhr mit der S-Bahn nach Mchn rein fahren muss. Aber etwas gutes hat es, Herr Border bleibt eh bei meinem Freund und er kann sich aufregen wie er will, er kommt sowieso nicht mit mir mit ;)

Noch was anderes ist mir aufgefallen. Herr Border ist irgendwie komisch. Er macht Sachen, bei denen er genau weiß, dafür bekommt er Mecker. Warum macht er das??? Er darf nicht unaufgefordert aus dem Auto springen. Er macht es hin und wieder trotzdem. Ich tu ihn dann wieder rein. Und schwupp, schon wieder draußen. Dann bin ich ne kleine Runde mit Arni alleine gegangen, bei sowas könnte ich ausrasten!!! Gerade eben verboten und gleich nochmal gemacht. Auch darf er nicht auf den Teppich im Wohnzimmer (kleiner abgegrenzter Bereich, kein Durchgangsbereich), er macht es aber immer wieder. Natürlich nur wenn ich nicht mit im Raum bin. Dafür gibt es ein sofortiges, fettes Rot!

Ich bin sehr konsequent, jedes Kommando wird aufgelöst. Und trotzdem kann es sein, ich sage sitz (muss es erst mit Drohung durchsetzen), ich dreh mich um, um den Haufen wegzuräumen, da steht er schon wieder auf und will weggehen. Keine drei Sekunden.

Woran liegt das? Fehlende Erziehung/ Konsequenz durch die Besitzer? Oder ist er einfach ein extrem anderer Hund als Arni und ich hatte riesen Glück mit Arni?

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Noch was anderes ist mir aufgefallen. Herr Border ist irgendwie komisch. Er macht Sachen, bei denen er genau weiß, dafür bekommt er Mecker. Warum macht er das???

Vielleicht ist ihm negative Aufmerksamkeit von dir wertvoller, als KEINE Aufmerksamkeit...

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