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polar-chat.de  Der Hund
Claudy

Fritz kann nicht alleine bleiben :(

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hallo

erstmal möchte ich mich natürlich vorstellen.

ich bin claudi und erst seit letzten donnerstag hundehalterin :)

kommen wir zu meinen Fritz :) er ist drei jahre alt hat es bis er zu mir kam nicht leicht gehabt.

sein herrchen war ein alkoholiker und hatte krebs.... fritz altag war...aber ans fahrrad und sechs stunden vor der kneipe warten bei wind und wetter...und futter hat er auch nicht regelmäßig bekomm.

als ich donnerstag vor der kneipe mit mein freundinnen stand sah ich diesen süßen hund klitsch nass.

er wollte sein geschäft machen aber aus sein hintern kam nur blut.

er tat mir so leid und da überwindete ich mich einfach und sprach sein herrchen an...

nach langen reden konnte ich den süßen kleinen schatz mit nehmen.

natürlich bin i gleich mit ihn zum tierarzt...er hatte würmer...der darm war leer. den ganzen tag schon nichts zum essen bekommen.

ja hab dann zwei tabletten gegén würmmer bekomm usw ihr kennt das ja.

so seitdem hat er sich als echht tollen und treuen hund bewiesen.

jetz zum eigentlich problem:

bin also gestern mit ihn in die stadt , bin kurz zum schlecker rein und hab ihn draußen angebunden und merke drinnen wie er draußen total jault und bellt... i hab gedacht das kann doch nich sein.

als ich zu hause war und mein freund und ich später noch schnell was besorgen wollten haben wir ihn zu hause gelassen haben aber nen moment im flur gewartet

und gehorcht....tja wieder das selbe...jaulen und bellen... so haben wir uns erweichen lassen ihn mit zu nehmen....

wie kann ich mein hund beibringen alleine zu lassen. i versteh das auch nich er hat damals auch jeden tag ganz lieb vor der kneipe gewartet ohne bellen und jaulen. aber bei mir tut er das nicht. hat er so angst das ich nicht wieder komme???

mfg Claudi

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Hallo,

schön, dass ihr den Hund aufgenommen habt. Der Gesundheitszustand sagt genug über die miesen Haltungsbedingungen vorher aus. Wer bei dem kalten Wetter einen kranken Hund stundenlang vor einer Kneipe anbindet, na ja, da sag ich jetzt nichts dazu.....

Wenn ihr den Hund seit letzten Donnerstag habt, ist das natürlich keine lange Zeit. Ihr seid fremd, die Umgebung ist fremd.

Am besten fangt ihr an wie bei einem Welpen.

Erst nur kurz in ein anderes Zimmer gehen. Ist er ruhig, lobt ihr ihn.

Dann könnt ihr auch kurz die Wohnung verlassen, aber wirklich nur kurz und gleich wieder zurückkommen. Es soll etwas ganz normales sein, dass ihr die Wohnung verlasst und wieder kommt. Dann könnt ihr die Zeitspannen langsam verlängern.

Ein Tipp wäre noch, dass der Hund euch auch in der Wohnung nicht auf Schritt und Tritt verfolgt. Lasst ihn ruhig mal im Wohnzimmer, wenn ihr in die Küche geht oder so ähnlich.

Beim Anbinden vor Geschäften würd ich es genauso machen. Erst mal kurz in den Laden und gleich wieder raus, bevor der Hund anfängt zu jaulen. (Wobei ich ehrlich gesagt kein Freund davon bin, Hunde vor Geschäften anzubinden - ich machs mit meinen nicht, außer vielleicht beim Bäcker, wo ich sie immer durch die Glasscheibe im Blick habe. Es gibt leider nicht nur nette Menschen...)

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also in der wohnung verfolgt er uns auch nicht. er bleibt halt liegen aber denke mal das liegt daran das er uns dann hören kann.

naja das mit vorm laden anbinden waren ja nich mal zwei min ...

aber er ist schon sehr auf mich fixsiert.

aber i denke mal das kriegen wir schon irgendwie hin

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ich finds grandios von dir,

daß du diesen armen Hund zu dir genommen hast,

daß du einfach sein Herrchen angesprochen hast, dem wahrscheinlich sowieso egal war,

wie es dem Hund geht.

der Hund hat wahrscheinlich kein so tolles Leben bei dem Herrn gehabt.....

...und jetzt sie das mal:

da kommst du in das Leben dieses Hundes.

wie ein rettender engel.

und plötzlich geschieht dem Hund Gutes....

Du, der ihn liebt, der ihn Pflegt, füttert, sich ihm zuwendet.....

....da hätte ich an des Hundes Stelle aber RIESIGE Angst,

daß du genauso plötzlich wieder verschwinden könntest....!!!!!

Der Hund KANN ja nicht wissen, da du ihn jetzt für immer behälst und er dich für immer hat.

das musst du ihm langsam beibringen.

Ich würde ihn zu Geschäften garnicht mitnehmen.

Denn das draußen angebunden sein muß ja der Horror für ihn sein.

Bring ihm bei, daß er allein zuhause bleiben kann und dort wartet.

Langsam die Zeit steigern!

wenns sein muß, dann fang mit einer Minute an.

und die Zeit hilft dir da sicherlich!

Er wird schon merken, daß er jetzt zu dir gehört für immer, daß du immer da bist.

Lass ihm mal ein paar Wochen,

daß er sich an alles neue gewöhnen kann.

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i hoffe ja das i das bis mai schaffe weil ab da meine therapie anfange.

aber wenn es halt nich klappt oder i bis dahin noch nich soweit bin muss i ihn halt jeden tag mit zur klinik nehmen und mit meiner ärztin sprechen die hat ihren hund ja auch immer da....

naja hab halt nen viel zu großes herz für diese armen seelen :Oo

und er ist wirklich ein toller hund.

nur wieso bespringt er mich immer??

wenn i mit mein freund kuschel will der mich immer i sags mal frech "poppen"

was muss i darunter verstehen???

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Das "Poppen" oder Aufsteigen ist eine Art Dominanzgehabe und der Hund will damit zeigen, dass er Dir im Rang höher steht.

Frech und Respektlos! Du musst ihm Grenzen setzen. Sobald er Aufreiten will, stehst Du wortlos ohne Beachtung des Hundes auf. Oder, gibt ihm eine klare Ansage: "Aus", "Nein", "Pfui" oder was auch immer.

Dein Hund will Konsequenzen und Regeln. Gib ihm diese!

Gruß Christa

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ich stoß ihn immer weg wenn er das macht

schon ziemlich frech der kleine ^^

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Claudy, Du machst vermutlich grad den Fehler, den die meisten Menschen machen würden, wenn sie so eine "arme Socke" retten würden. Du hast ganz viel Mitleid und möchtest jetzt alles gut machen, was sein bisheriger Besitzer verbockt hat.

Sieh es mal anders herum. Der Hund hat einen Sechser mit Zusatzzahl im Lotto gehabt, seit er bei Dir ist. Es geht ihm wie Gott in Frankreich. Hunde sind nicht glücklich, wenn sie alles dürfen. Kinder übrigens auch nicht. Hunde brauche Regeln, Menschen, die sich Respekt verschaffen, Menschen, die ihnen deutlich zeigen, was richtig und was falsch ist, dann fühlen sie sich sicher.

Aufreiten und anspringen würde ich sehr deutlich korrigieren. Springt mich ein Hund an, gehe ich in dem Moment einen deutlichen Schritt auf ihn zu, so dass er quasi nach hinten weg kippt. Dabei beuge ich mich mit dem Oberkörper vor und starre ihn böse an. Wenn er sich danach respektvoll mit allen 4 Beinen auf der Erde nähert, DANN bekommt er Aufmerksamkeit. Springt er wieder, war ich beim ersten Mal mit der Körpersprache nicht deutlich genug.

Poppen gibt es mal GAR nicht. Das hat bei mir und den Hunden, die sich hier bewegen, einen sofortigen Freiflug ins Körbchen zur Folge und da wird dann erst mal geblieben.

Zum Alleinebleiben. Das sollte langsam aufgebaut werden. Und dabei gibt es im Prinzip auch keine Aktionen zwischen Dir und dem Hund. Du gehst einfach und Du kommst einfach. Ohne Begrüßung, ohne Abschied. Je mehr Du machst, lobst, streichelst beim Gehen und beim Kommen, desto mehr Bedeutung gibst Du der jeweiligen Situation. Damit denkt Dein Hund, oh je, jetzt passiert etwas Wichtiges, ich muss aufpassen.

Fangt, wie die anderen beschrieben haben, in kleinen Einheiten an. Geht bitte NIEMALS in die Wohnung zurück oder aus dem Laden wieder raus, so lange er ruft. Denn damit hat das Rufen, Kläffen, Schreien Erfolg und Aktionen, die zum Erfolg führen, werden gerne wiederholt.

Passt auf, dass er nicht "zu süß" ist und Euch bald auf der Nase herum tanzt. Denkt immer daran, er ist glücklich, wenn er Grenzen und klare Strukturen bekommt.

LG Anja

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Ich kann nur sagen, Respekt für deinen Mut den Besitzer einfach an zu sprechen und das Seelchen mit zu nehmen.

Zu deinem Problem kann ich auch nur raten: immer mal kurz raus gehen und wieder rein kommen und dann langsam die Zeitabstände vergrößern. Was auch gut hilft wenn du gehst gib ihm ein Schweineohr oder so was, ein Leckerli was ihn ne weile beschäftigt.

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Ich finde es auch super von Dir das Du den Fritz mitgenommen hast =) =) =)

Zum üben des alleinseins hast Du schon alle guten Tipps bekommen, ich würde es nur wiederholen :D .

Nur eine Bitte hab ich: binde ihn nicht vor Geschäften an. Wie schon jemand geschrieben hat, es gibt leider nicht nur nette Menschen, und was ist wenn dem Vorbesitzer plötzlich einfällt, dass er den Hund eigentlich doch behalten wollte und ihn dann mitnimmt? Das würde ich nicht riskieren.

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