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Hundekindergarten - Stress oder Segen?

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Also das sollte man wirklich differenziert sehen.

Diego war für eine Weile auch in einer Hundetagesstätte. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass es ihm da gut geht und dass es ihm da Spaß macht. Er ist gerne hingegangen und kam auch freudig wieder raus. Allerdings haben sich mit der Zeit meine negativen Beobachtungen gehäuft.

1. Diego hatte oft Kratzer. Anfangs dachte ich noch "Naja, das passiert eben, wenn man so heftig spielt wie Diego es gerne tut."

2. Ich konnte einmal beobachten wie Diego zu den anderen Hunden im hinteren Bereich geführt wurde. Da wurde er reingeschoben, weil er nicht wollte. Kurz nachdem die Tür zu war, wurde es sehr laut und man hörte Knurren und Bellen.

3. Diego hat echt negative Verhaltensweisen entwickelt. Er wurde aufdringlicher anderen Hunden gegenüber und wurde zum Mobber beim Spielen. Er hat sich nicht mehr unterworfen, was er früher bei stärkeren und souveräneren Hunden getan hätte. Er wurde generell wilder gegenüber anderen Tieren und Menschen und war zu Hause immer unruhig.

Als ich die Besitzerin der HuTa darauf angesprochen habe, sagte sie mir, dass Diego den anderen Hunden einfach zu stürmisch wäre und dass er deshalb immer schon zu Beginn des Tages vorab schonmal "eine Packung bekommt", wenn er den Raum betritt. Daher stammten die Kratzer. Nach ihren Angaben war Diego immer unruhig und hat nie geschlafen. Logisch dass er dann aufgedreht ist. Diego musste immer damit rechnen, Ärger zu bekommen - auch wenn er nichts getan hat. Die HuTa-Besitzerin hat einfach alle Hunde zusammen in einen Auslauf gesteckt, egal ob sie sich vertragen haben oder nicht. Einige Hunde, die sie dort hatte, hatten echt große Verhaltensprobleme. Auch hat die HuTa-Besitzerin die Hunde ab und zu kurz alleine gelassen, wenn sie kurz einkaufen musste und eben niemand aufpassen konnte. Auch das ist erst später rausgekommen.

Diego hat dort gelernt, nicht klein beizugeben und sich zu wehren. Und ihn wieder ruhig zu bekommen, war ein hartes Stück Arbeit. Seitdem er jetzt tagsüber bei meiner Mutter ist oder mich eben ins Büro begleitet, hat sich sein Verhalten um Welten verbessert. Aber ganz weg sind seine Verhaltensveränderungen noch nicht. Da arbeiten wir jetzt schon lange dran und es wird auch noch ein ganzes Stück Arbeit sein. Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit dieser Tagesstätte würde ich Diego nie wieder in eine solche geben.

Aber es hätte auch anders laufen können. Eine Bekannte von mir gibt ihren Hund täglich in eine andere HuTa in unserer Umgebung. Sie ist begeistert. Da trennt man die Hunde aber auch in verschiedene Ausläuft - so wie sie zusammenpassen und sich verstehen. Für jeden Auslauf ist 24 Stunden am Tag ein Betreuer zuständig, der sich auch mit den Hunden beschäftigt - also mit ihnen Spazieren geht, mit ihren spielt und sie geistig auslastet. Er ist immer anwesend. Das finde ich wiederum gut und es scheint auch sehr gut zu funktionieren. Aber wegen unserer schlechten Erfahrungen habe ich leider jetzt absolute Vorurteile und gebe meinen Hund nicht mehr aus der Hand.

Es gibt also sowohl gute als auch schlechte HuTas.

Du musst für dich entscheiden, ob du deinen Hund dort abgeben möchtest oder nicht. So wie sich deine Beschreibungen anhören, hast du dabei aber kein gutes Gewissen mehr, oder? Dann würde ich es auch nicht tun.

Gibt es denn noch andere HuTas bei euch in der Umgebung? Oder kann eine Verwandte oder Bekannte den Hund tagsüber nehmen? Wenn sie gut alleine bleiben kann, würde ich auch die Gassigeherin in Betracht ziehen. Allerdings würde ich meinen Hund nur ungerne so lange alleine lassen. Aber das ist ja jedem selbst überlassen und kommt auch auf den Hund an. Das scheint bei euch ja kein Problem darzustellen.

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Danke für Eure Erfahrungen und Anregungen!

Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen und Eure Statements gelesen habe, werde ich diese Hundetagesstätte nicht mehr in Betracht ziehen. Ich höre da lieber auf mein Bauchgefühl. Irgendwas an der Atmosphäre dort war nicht ganz koscher.

Ich denke die Tiere werden unter strengem Kadavergehorsam dort gehalten. Damit kann man so etwas durchziehen, da man jede aufkommende Aggression sicherlich nicht zimperlich unterdrückt.

Der Gedanke kam mir auch. Natürlich kann ich das nicht wissen, aber vorstellbar wäre es.

"Hundekindergarten" (mir stößt ja schon das Wort ansich auf)

Dito. Klingt ziemlich verzerrt, verniedlicht und vermenschlicht.

In der aktuellen DOGS war gerade das Thema, Gassiservice und Hunde"Hort". Vielleicht findest du ja was passendes da, oder Tipps für dich.

Danke für den Tipp!

Diego hat echt negative Verhaltensweisen entwickelt. Er wurde aufdringlicher anderen Hunden gegenüber und wurde zum Mobber beim Spielen.

Genau diese Skepsis habe ich auch. Dota ist wirklich souverän und sozialkompetent anderen Hunden gegenüber. Sollte es auf Hundewiesen zu Mobbing kommen (und ich nicht sowieso schon vorher gegangen sein, weil ich es habe kommen sehen), dann macht sie da nicht mit, sondern splittet das Ganze, wenn ich sie lasse. Und so soll es auch bleiben!

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