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your dog ...  Der Hund
lotterlieschen

Tötungsstationen in Spanien (aber wahrscheinlich läuft es überall so...)

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Hallo an alle Forum-Mitglieder und -Leser,

ich bin neu hier, beschäftige mich aber schon seit längerer Zeit mit "Tierschutz" im weitesten Sinne.

Ich hätte eine Bitte: könnt Ihr nachfolgenden Brief an Freunde und Bekannte geben?

Es wäre so wichtig zu wissen, was mit Hunden in den Tötungsstationen dieser Welt passiert, damit Besitzer (als Menschen kann man das kaum bezeichnen) nicht einfach so Ihre Famielienmitglieder abgeben, weil ihnen gerade mal danach ist!

Lieben Dank !!!

Hier der Brief bzw. der Link dazu :

http://www.tierschutzverein-europa.de/berichteausspanien.php?lang=

Brief von einem Arbeitnehmer aus einer Perrera in Spanien (kann aber sicherlich auch auf Perreras in Ungarn, der Slowakei, Frankreich, Belgien, Portugal, Russland usw. übertragen werden)

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera werde ich was mit Euch teilen ... ein Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.

Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes Hundebaby ist. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine 90%ige Chance besteht, dass dieser Hund nie mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal hier landet? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt rum laufen sind reinrassige Tiere.

Hier die häufigsten Ausreden die ich höre, sind:

"Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen." Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus in dem sie mit ihrem Tier leben können?

"Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn wie große ein deutscher Schäferhund wird????

"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier". Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.

"Er zerstört meinen ganzen Garten " Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?

Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund. Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:

Dein Tier hat 72 Stunden Zeit eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.

Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.

Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.

Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die ihn verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Essen welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.

Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" er ist.

Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist wird er sterben.

Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.

Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.

Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von 150,-- zu bezahlen.

Und nun möchte ich Euch was über die Euthanasie schreiben für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:

Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz.

Bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.

Dein Hund oder deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen haben und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.

Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?

Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.

Ich hasse meinen Job, ich hasse es dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert.

Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und nur Du kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere die rein kommen als die die raus dürfen.

Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben.

Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.

Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.

Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.

Jazz M. Onster

(Übersetzung ins Deutsche von Constanze Schöttler)

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Auch ohne diesen Bericht,

wir haben einen Hund aus Südeuropa (Ungarn), der über das bmt nach Deutschland kam.

Paul ist natürlich ersteinmal der beste Hund der Welt (naja, sagt jeder von seinem Hund).

Ok, also anders: Wir lieben ihn über alles...

...und wir würden es jederzeit und immer wieder genauso machen.

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Schon mal einen Gedanken daran verschwendet, was mit den Tierchen passiert in den Ländern, wo es weder Tierheime noch Perreras gibt?

Gruß Iris

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All die gut gemeinten Tierimporte aus solchen Ländern sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein :(

Es muß aufgeklärt und die Meinung der Menschen dort, gerade bezüglich Kastration etc. muß sich verändern.

Ich verstehe nicht, warum das im Zeichen von "Europäischer Union" nicht besser wird.

Von mir wandert kein Touri - Euro in solche Länder.

Traurige Grüße, Nessie

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Natürlich sind sie nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Aber "steter Tropfen höhlt den Stein".

Durch diese Importe der Hunde und Katzen aus Spanien, Italien, Frankreich z. B. ist uns Deutschen doch erst klar geworden, dass da in unseren direkten Nachbarländern täglicher Tiermord geschieht!!!

Und durch deutsche Tierschützer z. B. in Spanien werden doch erst Einheimische sensibilisiert für das Thema, es entstehen private örtliche Einrichtungen, die mit Tierärzten zusammenarbeiten, mit den Menschen sprechen, Kastrationen kostenlos oder sehr günstig durchführen.

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Ich kenne diesen Brief, und ich muss immer wieder weinen wenn ich ihn lese.

Mein Lindo ist aus einer Perrera in Lanzarote. Er hatte grosses Glück, es war sein letzter Tag. Ich werde denn Blick, denn er auf den Fotos die die Orga noch in der Perrera für die Notfall-Seite gemacht hat nie mehr vergessen, ein Gemisch aus Verzweiflung, Bitten und Resignation.

Fast alle Hunde haben diesen Blick, wenn sie erst mal eine Woche dort sind :( Es ist schrecklich, und ja die Menschen müssen sich ändern, leider sehe ich dafür schwarz :(

Aber auch von mir, fliesst nur Geld für Orgas in diese Länder, Urlaub mache ich dort nicht mehr.

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(bearbeitet)

Das Töten an sich ist für mich nicht das Schlimmste. Ich finde es nicht richtig, es macht mich auch wütend (s. meine Signatur) und es kann nicht die Lösung der Probleme sein.

Aber - was mich rasend macht, ist die Art und Weise, wie diese Tiere getötet werden, unter welchen Umständen sie bis dahin gehalten werden* und wie sie in Ländern wie Italien aus Profitgier weggesperrt und ihrem Schicksal überlassen werden.

Und wenn die Alternative zum Töten eine Haltung unter schrecklichsten Bedingungen ist, dann finde ich es humaner, die Tiere einzuschläfern. Aber nur dann - und das ist traurig.

*Damit meine ich die Haltung in den Perreras, nicht unbedingt die Haltung der Hunde allgemein in Spanien etc. Da haben´s weiß Gott nicht alle Hunde schlecht.

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Seh ich genauso wie Kerstin...dieses WIE ist das Schlimmste...;o(

Ich habe seit genau 4 Wochen eine Maus hier die direkt aus der Tötung kam, sie ging nicht erst in eine Orga und wurde gepäppelt und tierärztlich betreut...

Ich kaufte sie Frei...und seitdem 22.1.2011 ist sie hier und ich habe es nicht bereut...diese Liebe die sie mir, meinen Hunden und vorallem auch meinem Kind entgegenbringt ist unwahrscheinlich....jeden Tag endeckt sie mehr und lernt mehr...

Ich würde jederzeit wieder so Handeln...

Nubia in der Tötung Etxauri und bei mir in Deutschland...

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Nadine,

ich habe den Weg deines "Nubselchen" mit verfolgt. Einfach wunderbar!!!!!!

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Man muss bedenken, dass Nubsi auf den Bilden noch vergleichsweise gut aussieht, da ihr Wuschelfell so einiges verdeckt.

Viele Hunde sehen weitaus schlimmer aus, wenn sie ein paar Tage in der Perrera waren.

Und es lohnt sich für jeden einzelnen Hund - natürlich kann man nicht allen helfen, aber Nubsi zum Beispiel hat es geschafft.

Aufklärungsaktionen gibt es in Spanien nicht gerade selten, viele Orgas gehen in Kindergärten und Grundschulen, um bei der neuen Generation etwas zu verändern. Den Tierhaltern werden kostenlose Kastrationen ihrer Hunde und Katzen angeboten, damit sie die Welpen nicht immer in den Müll werfen müssen. Manche nehmen es an, andere nicht ...

Bis sich da wirklich etwas ändert, wird es noch ein paar Jahre dauern, und warum sollte man bis dahin alle Hunde elendig verrecken lassen? Diese Einstellung kann ich absolut nicht nachvollziehen.

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