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Einzelkind

Übergewicht, die alltägliche Tierquälerei, die unter den Tisch gekehrt wird!

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(bearbeitet)

Nachdem das Thema Tierschutz im Hausgebrauch zur Zeit rege diskutiert wird... Warum nicht auch das übergreifende Thema "Übergewicht"?

"Da draußen" laufen tausende Hunde herum, die schlichtweg zu fett sind. Übergewicht ist genauso Tierquälerei, wie Hilfsmittel zur Erziehung (Hundebox, Sprühhalsband, Halti...) zu missbrauchen. Nur selten wird über Übergewicht gesprochen. Warum nicht? Aus welchem Grund wird Übergewicht - und zwar insbesondere die starken Übergewichtsfälle beim Hund - nicht genauso als Qual und Misshandlung angesehen? Weil es alltäglich ist? Weil man es liebevoll "Wohlstandskrankheit" nennt? Oder vielleicht auch, weil die Menschheit selbst immer fetter wird und aus allen Nähten platzt? Egal warum. Auch Übergewicht ist tierschutzrelevant.

Nehmen wir uns jetzt mal den Grundsatz des Tierschutzgesetzes:

[ALIGN=center]§ 1

"Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."[/ALIGN]

[ALIGN=center]§ 2

"Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen."[/ALIGN]

Und weiterführend, was auch auf die Menge und nicht nur die Art des Futters umlegbar ist:

[ALIGN=center]§ 3

"Es ist verboten...

...10. einem Tier Futter darzureichen, das dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bereitet."[/ALIGN]

Das sagt doch schon alles, oder?

Übergewicht bereitet dem Hund Leid, Schmerzen und langfristige Folgeschäden, die wieder mit Leid und Schmerz verbunden sind. Diabetes, Kurzatmigkeit, Verlust von Lebensqualität, höherer Gelenkverschleiß, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Deformationen,... und trotz, dass die meisten Menschen um die Folgen wissen, mästen sie ihre Hunde weiterhin. Eine Diät ist oftmals mit dem schlechten Gewissen des Zweibeiners geprägt, der nicht möchte, dass sein Hund hungern muss, nur, weil er nun eine reduzierte Menge Futter oder gar ein Diätfuttermittel bekommt. Und das, obwohl der "arme Hund" sich ja zusätzlich noch mehr bewegen muss, um das Übergewicht los zu werden.

Warum hat der Mensch ein schlechtes Gewissen, wenn ein -immerhungriger- Hund weniger Futter/kalorienarmeres Futter bekommt und vielleicht hungern könnte, aber nicht, weil sein Hund zu fett ist und das Übergewicht ihm nachhaltig mehr schadet als das kurzfristige Hungerfühl, trotz ausreichender Mahlzeiten?

Leider geht die Liebe ja bekanntlich durch den (Hunde-)magen.

Übergewicht ist präsent. Jeden Tag. Doch nicht präsent genug in den menschlichen Köpfen? Wo beginnt Tierquälerei? Erst bei "greifbaren" und "sichtbaren" Spuren? Nein, viel früher. Und für mich gehört auch (hohes) Übergewicht dazu...

Der Mensch kann für sich selbst bestimmen - der Hund ist auf uns angewiesen. Er kann nicht selbst entscheiden, wie er sein Leben leben möchte. Daher ist der Mensch in der Pflicht dem treuen Freund Hund eine gute Basis zu schaffen. Und dazu gehört auch ein angemessenes Gewicht im Verhältnis zur Größe und des Körperbaues.

Nun - was ist eure Meinung? Wie ernst wird hier der Tierschutz genommen?

PS: Liebe Foris, ich weiß, dass sich einige jetzt sicher auf den Schlips getreten fühlen. Trotzdem bitte ich euch einen Moment inne zu halten, bevor ihr lospoltert. Ich spreche hier niemanden persönlich an und es muss sich keiner verletzt/beleidigt/oder sonstwas vorkommen. Übergewicht ist ein allgemeines Problem in der Tierwelt. Und keines dieser Worte ist auf jemanden bestimmten oder persönlich auf euch gemünzt. Danke.

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Sicher, es ist schlimm, was manche aus gut gemeinten, aber falschen Motiven heraus, in ihren Hund an Futter stopfen.

Aber wie willst Du das ändern?

Sprich doch mal die Leute mit dem Dackel, der seinen Bauch über den Boden schleift, an. Der hat Wohlfühlgewicht, der war schon immer so, der frisst so gern, das sind die Antworten.

Selbst die Tierärzte - meine jedenfalls - resignieren schon.

Wer sich so intensiv, wie in den einschlägigen Foren, mit dem Hund beschäftigt, hat in der Regel keinen übergewichtigen Hund.

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Wer seinen hund fett-füttert und zu wenig bewegt, ist definitiv ein tierquäler! daß die leute immer noch nicht verstanden, daß fett-füttern nichts mit liebe zu tun hat, ist unbegreiflich.

mittlerweile hängen schon infos beim Tierarzt aus, weil fast JEDER ZWEITE hund in deutscland zu dick ist. (auch kinder, aber anderes thema)

Aufklärung tut Not, nur wird diese in den Ohren der verliebt-blinden hundehalter leider nicht ankommen

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vielleicht irre ich mich,

aber meine Beobachtung in dem Fall ist

Wie der Herr so das Gescherr

Wer sich selber dick füttert und somit sich selber quält,

wer sich selber zu wenig bewegt,

der wird das warscheinlich doch auch nicht bei seinem Hund besser machen.

Ausnahmen bestätigen die Regel, is mir auch klar.

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Ich stimme dir 100% zu.

Wenn sogar Tierärzte nicht offen aussprechen, dass der Patient zu dick ist (erst wenn es wirklich dramatisch wird), weil sonst die Halter weglaufen und nie wieder kommen - und der Hund trotzdem dick bleibt - dann sollte uns das zu denken geben.

ich kenne so viele FETTE Hunde. Und ich rede nicht von moppelig oder leich dick, sondern FETT.

Einer davon wird jetzt tageweise vom Mieter(!) des Besitzers betreut, der hat extrem abgenommen seit er Bewegung bekommt und weniger Futter.

Ein anderer war inzwischen so fett, dass die Besitzer es nicht mehr mit "viel Fell" und "schwere Knochen" schönreden konnten. Nun bekommt er Diät-Futter. Mehr Bewegung? Weiß ich nicht.

Auch die alten Damen mit ihren Hundeomis täten gut daran, wenigstens Diätfutter als Leckerli mitzunehmen, wenn sie den Hund schon füttern müssen ;)

Was bitte ist so schwer daran, den Hund auf Diät zu setzen?

Das ICH das nicht so leicht hinbekomme, ist eine Sache. Ich kann den Kühlschrank selber aufmachen und meinen Frust in Essen ersticken.

Mein Hund ist komplett darauf angewiesen, dass ich ihn füttere - wo bitte ist das Problem, weniger zu geben?

Und kommt nicht mit den Ausreden: "Der nimmt Medikamente" oder "der ist kastriert".

Bullshit!

Ausnahmen gibt es sicher bei den Medikamenten, aber auch da sind längst nicht alle dafür verantwortlich, dass der Hund aufgeht wie ein Klops.

Und kastriert?

Mein Hund ist auch kastriert. Der bekommt weit weniger als seine unkastrierten Rudelkumpels, und er hat eine gute Figur. Wird die Speckschicht etwas mehr, dann bekommt er mal ne Woche noch weniger.

Ich liebe Naschzeug. Und mein Hund auch.

Ich verwehre ihm das nicht, aber wie gesagt, er bekommt dafür auch weniger Futter. Das ist doch prima umzusetzen. Nehmt einfach die Hälfte des Futters weg und gebt es als Leckerli - die verfressenen Hunde dieser Welt interessiert es nun wahrlich nicht, was sie da bekommen - und mischt meinetwegen Gemüse unter das Futter, wenn der Napf so leer erscheint.

oder kauft nen kleineren Napf ;)

Und ja, ich gehöre zu den frechen Menschen, die den Hundebesitzer auch gerne mal darauf hinweisen, dass der Hund zu dick ist.

"Ui, du bist aber ein Moppelchen" oder "Och wie hübsch. Könnte aber auch noch etwas weniger wiegen, oder?" sind da sehr beliebt :D

Umgekehrt erhalten HH mit schlanken (oder schlank-gewordenen) Hunden ein dickes Lob von mir.

Was glaubt ihr, wie die strahlen!

Edit:

@ calua: ich bin dann die Ausnahme :) Alle unsere Hunde sind und waren schlank. Ich WEISS, wie scheisse Diäten sind, und schon alleine deswegen will ich meinem Hund nicht auch noch diese Quälerei zumuten.

So muss man das den Leuten klarmachen :D

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Meine Beobachtung ist eine andere. Viele, auch stark übergewichtige HH haben oftmals schlanke, sehr sportliche und agile Hunde, andersherum viele schlanke und dürre HH "dicke" Moppelchen an der Leine.

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Ists nicht egal, ob der dürre oder der selbst gewichtige Hundehalter nun einen dürren oder übergewichtigen Hund an der Leine hält? :)

Fetter Hund ist fetter Hund. Egal wie das andere Ende der Leine aussieht.

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Ich finde das Thema soll schon angesprochen werden.

Meine Tierarzt ist Gott sei dank jemand, die was sagt und nicht erst wenn es zu spät ist.

Gott sei Dank. Sie meinte Lanya hätte ganz schön zugelegt. Es wäre grenzwertig. Wir haben sie auf die Waage gepackt und siehe da 42 kg statt der gewohnten 37 kg.

Ich habe dann mal überlegt warum. Klar im Dezember arbeite ich viel und man geht nicht ganz so viel mit den Hunden. Immer wenn ich arbeiten gegangen bin gab es als "Trost" ein Rinderohr oder Kopfhaut. Tja, das waren dann in der Summer 5 kg.

Wir haben sie aber gut wieder runter bekommen. Die Leckerchen wurden reduziert und da ich auch Diät machen will kommen die Hunde jetzt in den Genuss, weit mehr als sonst spazieren zu gehen.

Aber wenn ich von einen cockergrossem Mix mit 30 kg höre, dann wird mir echt anders. Ich darf da gar nicht an die Gelenke des Hundes denken.

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Natürlich, ich wollte den Beobachtungen von calua nur meine in diesen Bereich hinzufügen. Den nur weil ein Mensch selber übergewichtig ist oder sehr dürr, bedeutet dies nicht das er unfähig ist andere Lebewesen verantwortungsbewußt zu halten. ;)

Natas neigt im übrigen auch dazu schnell ein Moppelchen zu werden. Dabei liegt es nicht an mangelnder Bewegung noch an zuviel Futter (was bei 200 gr. Fleisch am Tag doch auch etwas schwierig werden würde). Klar rennen wir auch nicht jeden Tag 5 Stunden durch die Weltgeschichte (2 - 3 Std. sind wir täglich im normalfall unterwegs), aber auch bei normaler Ausslastung muss ich gut aufpassen das er nicht sofort wieder zulegt.

Edit:// zum satt werden bekommt er eben Gemüse und zum Knabbern statt Pansen und co. Karotten.

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Arthos, mein schwarzer, neigt auch zum Moppelchen.

Wenn ich dann beim Kämmen merke, ups, hast es mal wieder zu gut mit dem Futter gemeint, gibt es halt ein Weilchen mehr Gemüse als Kohlehydrate.

Ihm schmeckts, Hauptsache seine Schüssel ist schön voll :D

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