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polar-chat.de  Der Hund
Cora86

Pauls Tagebuch

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(bearbeitet)

Hallo,

da mein Hund bei Hundebegegnungen immer Theater macht habe ich jetzt überlegt eine Art Tagebuch über die Fortschritte des Trainings aufzuschreiben. So kann ich vielleicht noch Tipps erhalten, was ich besser machen könnte.

Erstmal Hintergrundinformationen:

Paul ist ein 16 Monate alter Labrador Rüde. Seitdem er ein Welpe war machte er immer terz, da er zum anderen hund wollte. Dieser terz sah so aus, dass er anfing zu ziehen, fixierte und wenn der andere Hund parallel war, sprang er rüber, hatte aber nie erfolg. An der Leine ist bei uns Hundekontaktverbot. Nur ohne leine, muss aber sagen das dies sich sehr in grenzen hält, wir treffen kaum Hunde im Freilauf. (Aber umso mehr Hunde er auch trifft umso mehr wird sein Theater).

Als Paul 5 - 6 Monate alt war, wog er ca. 27kg und war schon kaum noch zu halten und einem tat alles weh, wenn fremde Hunde passiert waren. Daraufhin entschloss ich mich gegen dieses Verhalten was zu tuen. Ich fragte im Internet nach und bekam gute Tipps. Daraufhin begann ich dieses Training:

Wenn uns ein Hund entgegen kam und Paul schaute zum Hund, machte ich Richtungswechsel, guckte er mich an bekam er was aus seiner Futtertube die gefüllt mit Leberwurst war. Dann ging es wieder zum Hund. Dann das gleich spiel von vorne. Guckte er zum Hund --> Richtungswechsel. Guckte er mich an --> Futtertube.

Dies klappte recht gut und er kapierte es sehr schnell. Nach wenigen Hundebegegnungen guckte er mich direkt an wenn uns ein Hund entgegen kam und bekam dafür seine Futtertube. Dies klappte hinterher sehr gut. Ihm war egal wenn ein anderer hund entgegen kam, ob dieser kläffte, terz machte oder in seine Richtung sprang. Mit ca. 10Monaten sprang er auf dieses Training nicht mehr richtig an, was ich auf seine Pupertät schiebe. Mit 12 Monaten hob er das erste mal das Beinchen.

Er guckte mich zwar immer noch schön an wenn ein Hund kam, war der Hund dann aber sehr nah guckte er lieber zum Hund, fixierte, zog etc.

Na ja ich habe dann den fehler gemacht und habe das training abgebrochen. Jetzt im nachhinein denk ich es wäre besser gewesen, dann wieder richtungswechsel einzubauen wenn er zum Hund guckte.

Ich habe daraufhin ihn meist absitzen lassen wenn Hunde kam und die möglichkeit bestand oder andere Sachen ausprobiert, wie zb ihn hinter mich zu schicken. Was aber alles nur Mittelmäßig funktioniert.

Leider wurde sein Theater machen immer schlimmer, er zieht richtig, so das er schon quasi in der Leine steht, springt rüber, fiept etc.

Daher habe ich jetzt beschlossen, da dieses bisher am besten klappte, das allererste Training mit Richtungswechsel + Futtertube (diesmal gefüllt mit Katzennassfutter) nochmal von vorne zu beginnen.

Die Trainingsergebnisse würde ich gerne hier auflisten. Sind auch schon einige.

Hab bei fast jeder Hundebegegnung geschrieben was ich meinens Erachtens nach gut bzw. schlecht fand, wie ich mich verhalten habe

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06.02.2011

1. Hund

Auf einer Bank saßen eine Familie mit Hund. Paul sah diese und wurde steif bzw. Fixierte. Als wir näher kamen fing der Hund an zu Bellen.

Flo nahm Paul kurz. Paul guckte ihn an und bekam daraufhin seine Futtertube mit Katzenfutter. Daraufhin war der andere Hund vergessen.

Gut: Wir gingen nicht groß auf den anderen Hund ein und blieben ruhig. Ich ging vor Paul und signalisierte ihm dadurch das wir es regeln

Schlecht:

2. Hund

Freilaufender Hund ca. 5m vor uns an einem Bauernhof. Paul guckte aber reagierte nicht auffällig.

Flo machte Richtungswechsel ich blieb stehen, der andere Hund wurde abgerufen, daraufhin kam Flo mit Paul wieder zurück.

Paul ging ruhig und gut weiter, guckte mal, blieb aber eher mit der Aufmerksamkeit bei Flo

Gut: Wir blieben relativ ruhig. Flo reagierte gut mit dem Richtungswechsel, so das Paul keine Anspannung aufbauen konnte

Schlecht: Ich blieb stehen und hätte es damit Paul schwer machen können mit der Aufmerksamkeit bei Flo zu bleiben. Ich wurde was nervös da der andere Hund freilaufend war und nicht freundlich aussah

3. Hund

Ein Schäferhund ca. 50 100m hinter uns. Paul guckte hin und wieder mal, interessierte sich aber nicht weiter an ihn

4. Hund

Freilaufender bellender Hund an einem Bauernhof. Paul guckte was interessierter und fing an zu winseln, woraufhin er von mir eine Ansage bekam es zu lassen. Er guckte aber immer wieder zum Bauernhof, da der Hund immernoch bellte, was ich mit einem "nein" untersagte.

Gut:

Schlecht: Wir gingen auf den anderen Hund ein. Ich masregelte mehrmals Paul, hinsichtlich winseln und hingucken, was die Situation wahrscheinlich für ihn besonders gemacht hat

5. Hund

An einem kleinem Weg kam uns ein kleiner Cocker Spanier entgegen. Paul wurde schon steif als der Hund ca. 20m von uns entfernt war.

Umso näher der Hund kam umso mehr fing er an zu ziehen und sich in die Leine zu stemmen. Als der andere Hund auf unserer Höhe war, sprang Paul zu ihm rüber (aber ohne Erfolg)

Hier haben wir aber auch recht starkt auf den anderen Hund reagiert.

Gut:

Schlecht: Wir gingen auf den anderen Hund ein. Ich mischte mich ein, da Paul fixierte. Dadurch wurde es evtl. schlimmer.

07.02.11

1. Hund

In ca. 7m Entfernung kam von rechts ein Hund. Paul sah ihn und guckte mich direkt an, woraufhin er die Futtertube bekam und der andere Hund vergessen war.

2. Hund

Ein mittelgroßer Schwarzer Hund kam uns entgegen. Ich sah ihn nicht und machte aufgrund von Leinenführigkeitstraining Richtungswechsel.

Als ich mich wieder umdrehte sah ich und Paul denn Hund. Hund war ca. 2m rechts von Paul. Paul zog hin. Ich machte Richtungswechsel.

Da der Hund aber leider parallel war, versuchte Paul vor mich zu kommen was ich aber mit Richtungswechsel und ihm zurück drängen verhinderte. Er war danach total kirre.

Gut:

Schlecht: Ich habe beim ersten Richtungswechsel zu spät reagiert, Paul baute dadurch schon Anspannung auf. Ich selbst war auch nicht ruhig, da der Hund so plötzlich kam. Habe Richtungswechsel gemacht obwohl der Hund parallel war hätte besser erstmal versucht durch Zungenschnalzen Pauls Aufmerksamkeit zu bekommen

3. Hund

Uns kam ihm Park ein mittelgroßer Hund entgegen. Paul sah ihn, reagierte aber nicht mit großem Interesse, ich machte aber da er zum Hund guckte direkt Richtungswechsel. Er blieb ruhig und guckte mich an Futtertube.

Daraufhin ging ich wieder auf den anderen Hund zu. Paul guckte kurz zum Hund, aber dann direkt mich an Futtertube. Mit der Futtertube bin ich dann mit ihm am anderen Hund vorbei. Er interessierte sich dann auch kaum noch für den Hund.

Gut: Ich war anfangs ruhig. Timing vom Richtungswechsel war gut.

Schlecht: Hab Paul noch mit Futtertube am Hund vorbeigelotzt. Wurde da innerlich leicht etwas nervös, da die Futtertube leer war und ich den Deckel abmachen musste

4. Hund

Ein mittelgroßer Hund ging vor uns. Paul guckte etwas interessierter hin, ich Richtungswechsel, Paul blieb interessiert bei mir Futtertube.. Das dann noch 1x, dann war der Hund abgebogen. .

Gut: Ich war relativ ruhig

Schlecht: Timing vom Richtungswechsel war ein paar sekunden zu spät

09.02.11

1. Hund

Wir gingen an einer kleinen Wiese entlang, ca. 2 3m an der Straße entfernt. An der Straße kam eine Familie mit kleinem Dackel (Junghund) entgegen. Paul guckte zu ihnen, man sah den Hund aber noch nicht und guckte mich an.

Ich belohnte dies mit Trockenfutter. Als ich den Hund sah, Paul mich wieder anguckte, belohnte ich dies mit der Futtertube. Paul guckte daraufhin auch kaum noch zu den Leuten sondern nur noch auf die Futtertube.

Einmal guckte er rüber, ca. 1sec. Und guckte dann einfach nach vorne. Ich habe dann das guck Kommando gegeben.

Als die Mutter was sagte, als sie ca. 5m hinter uns waren drehte sich Paul leicht um, aber ohne Theater zu machen, er guckte nur. Konnte ihn aber mit nem guck Kommando wieder ablenken.

Gut: Ich blieb ruhig und bin auf den anderen Hund nicht eingegangen

Schlecht: Er guckte teils was länger ca. 2 sec zum Hund, da wäre evtl. ein Richtungswechsel angebracht gewesen. Und als er mal rüber guckte, und er hätte den Hund sehen müssen, und daraufhin uninteressiert nach vorne guckte, hätte ich dies clickern müssen und nicht das guck Kommando geben sollen.

13.02.2011

1. Hund

An unserer Straße kam ein kleiner Jack Russel entgegen. Paul guckte hin und im letzten Moment zu mir bevor ich Richtungswechsel gemacht hätte. Bekam dann seine Futtertube.

Dann guckte er zum Hund und zu lang bzw. ging zum fixieren über. Ich Richtungswechsel, er kam ruhig hinterher. Da ich mich noch nicht traute an dem anderem Hund vorbei zu gehen, da dieser an einer langen leine war

ließ ich Paul bei den nachbarn auf dem Grundstück absitzen. Und lenkte seine Aufmerksamkeit mit "guck" auf mich. Als der Hund hinter Paul herging, guckte Paul 2x nach hinten, ließ sich aber mit guck wieder auf mich lenken.

Als ich wieder losging, drehte er sich aber noch etwas zum anderen Hund um.

Gut: Ich war etwas unruhig wurde aber trotzdem nicht hektisch

Schlecht:[/b] Ich war mit dem Timing vom Richtungswechsel etwas zu spät. Hätte eher umdrehen sollen. War selbst ganz leicht nervös, als ich ihn absitzen ließ hät ich ihn vielleicht so absitzen lassen sollen das er hätte zum Hund gucken können, so hätte ich auch noch mal belohnen können wenn er mich angeguckt hätte

2. Hund

Am Anfang von einem Schotterweg der rechts abging kam uns ein kleiner Pudel entgegen. Paul sah ihn, reagierte aber ohne größeres Interesse und guckte mich direkt an Futtertube. Da der Besitzer am ende des weges stehen blieb und ich nicht wußte was er macht und ich Paul so nicht vorbei bekommen hätte und ich weiß das der Hund bellt, habe ich einen kleinen Bogen gemacht Paul absitzen lassen und den Dummy geschmissen, den Paul dann holen durfte. Das dann 2x. Zum anderen Hund guckte er daraufhin auch nicht mehr.

Erst als es weiter ging schien er mir hektisch die Umgebung abzusuchen. Ich bin dann einfach stehen geblieben, er kam dann neben mich und dann ging es ruhig weiter.

Gut: Ich war relativ ruhig, lobte gut

Schlecht: als ich sah das der Herr weiterging, hätte ich vielleicht auch weitergehen sollen.

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Ich frag einfach mal spontan:

Was machst du, wenn du keine Futtertube hast?

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Dann mit Leckerlies, Spielzeug. Also irgendwas habe ich immer dabei, da wir immer recht viel machen. Ist jetzt am Anfang vor allem die Futtertube da dies bei ihm von allem am besten hilft. Er sich auch generell 2/3 des Futters draußen erarbeiten muss, zb über Dummy etc.

Alles andere bringt bei ihm nichts, hab schon vieles ausprobiert:

Vorbei laufen ohne den anderen und den eigenen Hund zu beachten --> Bringt nix, fixiert, wird steif, springt rüber

Ihn wenn er fixiert zurück drängen, also auf ihn zu gehen --> bringt nix, geht schön rückwärts, guckt ein schön an, dreht man sich um, schießt er wieder nach vorne, und das dann bis der Hund vorbei ist.

Ihn absitzen lassen --> klappt ganz gut, wenn die entfernung groß genug ist bleibt er auch sitzen. Nur gibt es von 5 Hundebegegnungen vielleicht 2 - 3mal die Möglichkeit den Hund absitzen zu lassen. Also auch nicht so gut. Er aber mittlerweile wenn er abgesetzt wird spannung aufbaut. Er fiept etc.

Ihn hinter mich schicken --> Klappte teils gut wenn ich leckerlies hinter den rücken hielt, ansonsten fixierte er halt von hinten und wenn der Hund nah ist, tischt er rüber und baut sich auf

Da ich aber in ca. 4 Monaten als Tagesmutter arbeite und dann mit Hund + Kinderwagen unterwegs bin, habe ich mich entschlossen dieses Training noch einmal neu aufzubauen, da dies bisher am besten lief, da hatte er ja zeitweise kaum noch interesse an den anderen Hunden.

Aber auch weil ich ihn einfach nicht mehr gehalten bekomme, und mittlerweile mich kaum noch getraut habe mit ihm Spazieren zu gehen.

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Naja...und ohne Leckerlies und Spielzeug?

Ich verstehe was du da vorhast und einen Labi kann man mit Futter sicher gut ablenken, denn nichts anderes ist es in meinen Augen.

Im Moment ist ihm das Futter wichtiger als der andere Hund....aber eigentlich solltest du doch wichtiger sein?

So hat er immer die Wahl sich zwischen Futter und Streß machen zu entscheiden...was ist wenn er sich dann für Streß entscheidet?

Ich hoffe du verstehst was ich meine. :)

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Ja klar ich kann das schon verstehen, deswegen habe ich häufig was anderes versucht.

Ich lotze aber im grunde nicht mit der futtertube dran vorbei, sonder wenn er michalso ins gesicht) anguckt, clicker ich und er bekommt etwas aus der futtertube. Danach wandert sie erstmal in die tasche zurück. Guckt er mich weiterhin an, wieder clicker + futtertube, guckt er aber zum hund (was dann zum fixieren wird) mach ich Richtungswechsel, drehe mich dabei in seine Richtung und schneide ihm dabei den Weg ab. Ich habe die Hoffnung das er lernt, dass es nichts bringt zum Hund zu gucken und terz zu machen, da er eh nicht hinkommt, dass es sich aber lohnt mich anzugucken dabei, das so auch was aus der Futtertube gibt. Das ich es aber versuche irgendwann auszuschleichen, also irgendwann nur noch bei jedem 2. Hund Futtertube. Dann wieder bei jedem Hund. Dann nur Leckerlies. Dann mal Spielzeug. Und evtl. irgendwann nur noch ein wenig Leckerlies oder sogar gar nichts. Ich aber im moment sage, lieber renn ich die nächsten 15 Jahre mit der Futtertube, Leckerlies etc. rum, als ein hund der mir Horrorspaziergänge bereitet. :-)

Aber das es schwer wird fals man mal eine zeitlang nichts hat, kann ich mir vorstellen, aber bei mir ist im moment so ein zeitpunkt wo ich sage ich kann nicht mehr, ich trau mich nicht mehr mit ihm zu gehen. Und da die anderen sachen leider einfach nicht geholfen haben, seh ich im moment nur noch darin eine chance.

Ich bin aber auch was ruhiger geworden, weil ich wieder häufig gut an Hunden vorbei gekommen bin und da ich ruhig bin ist Paul auch ruhig und bleibt bei mir.

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17.02.11

1. Hund

Nachbarshund Elvis am Zaun getroffen. Ich sah ihn schon am Parkplatz und wurde leider sehr nervös, habe aber versucht cool zu wirken. Elvis kam bellend an den Zaun geschossen. Paul guckte interessiert rüber, dabei sehr nervös, und guckte mich dann aber an, ich clicker + Futtertube. Er guckte immer nervös rüber zum Elvis, aber dann auch wieder zu mir.

Gut:

Schlecht: Ich war sehr nervös, was sich auf Paul übertrug. Daher generell etwas zittrig und habe nicht so aufs Timing geachtet.

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