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Hundeforum Der Hund
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Sterbebegleitung

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Hallo,

aus aktuellem Anlass interessiert mich eure Meinung.

Es war für mich eigentlich immer klar, dass ich meinen Hund einschläfern lasse, wenn er unheilbar leidet.

Ich erlebe gerade bei einer Freundin, dass sie bewusst die Entscheidung trifft, es nicht zu tun. Sie will, dass ihr Hund einen natürlichen Tod stirbt. Er hat Krebs im Endstadium und hatte die letzten Tage unsägliche Schmerzen. Seit gestern ist Ruhe. Er hat sich hingelegt zum Sterben und zeigt keinerlein Anzeichen mehr von Schmerz, keine Krämpfe, kein Zittern. Sie liegt neben ihm, hat alle seine Stofftiere um ihn versammelt, streichelt ihn und redet mit ihm. Sie nimmt Abschied und geleitet ihn hinüber.

Und ich sitze hier und frage mich, ob das nicht einer ehrlichere Art ist, mit dem Tod umzugehen, auch wenn es eine Kraft erfordert, die mir wahrscheinlich fehlen würde.

Wie seht ihr das?

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hallöchen

Ich würde mein Tier nich leiden lassen. Bei meinen beiden Hunden habe ich mir einen natürlichen Tod gewünscht - aber den Leidesweg für das Tier dorthin wollte ich nicht.

Ich bin froh darum, dass man dem Leben ein Ende machen kann, wenn es nicht mehr lebenswert ist.

Ich bin es doch meinem Hund schuldig ihn zu erlösen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe. Mann muss nicht unbedingt bei einer Diagnose gleich den Hund einschläfern. Wir haben unseren noch 9 wundervolle Monate gehabt - mit vernichtender Diagnose - und es war eine lebenswerte Zeit für ihn. Sobald er nicht mehr wollte, musste er auch nicht mehr und wir haben ihn gehen lassen.

liebe Grüsse

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Ich seh das wohl ähnlich...leiden lassen würde ich meine Hunde niemals!!

Wenn sie schmerzfrei sind, dann dürfen sie einen natürlichen Tod sterben und ansonsten werde ich sie reichtzeitig von ihrem Leiden erlösen!

Gott sei Dank hat man bei Tieren die Möglichkeit "Sterbehilfe" zu leisen, was bei Menschen starfbar ist!!

Aber irgendwie muss das wohl jeder Mensch für sich entscheiden...

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Hallo,

also ich kann die Einstellung von Deiner Freundin absolut nicht verstehen.

Wie Du sagtest hat der Hund gelitten, wie kann ich als Hunde-und Tierfreund mit ansehen wie mein geliebtes Haustier leiden muss???

Als meine Hündin vor 6 Jahren eingeschläfert werden musste, sie war schon 17 und hatte auch keinen Spaß mehr am leben, hab ich sie schweren Herzens erlösen lassen.

Ich hab auch immer gehofft, das ich morgens aufwache und sie in der Nacht für immer eingeschlafen ist.

Dem war aber leider nicht so. Also hab ich sie einschläfern lassen, bevor sie leiden musste.

Sprich doch nochmal mit Deiner Freundin, vielleicht überdenkt sie ja ihre Entscheidung und erlöst den Hund.

Viele liebe Grüße Muck und Pepples

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Hallo,

ich sehe das genauso, solange der Hund keine Schmerzen

hat, OK, aber ansonsten, Sorry, ich möchte meinen Hund nicht

leiden lassen.

Bei unserem Skipper wußten wir morgens sofort, das es soweit

ist, wäre ich nicht zum Tierarzt gefahren wäre er mit Sicherheit

auch so gestorben, aber er konnte sich kaum auf den Beinen halten,

war einfach zu schwach, da wußten wir, es ist soweit.

Wir sind sofort zum Tierarzt (mein Mann auch, weil es uns wohl klar

war, das wir ihn nicht lebend wieder mitnehmen )und der sagte sofort, sein Herz ist zu schwach.

Eine winzige Narkose hat schon gereicht und er ist sofort in unseren Armen

eingeschlafen. Wir haben ihn dann mit nach Hause genommen und somit

auch nochmal richtig Abschied genommen. Er liegt jetzt im Garten begraben.

Ich weiß er hatte ein langes und erfülltes Leben (hoffe ich zumindest, er war 17).

LG

Jasmin

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sie hat mich eben angerufen. Er hat wieder heftige Krämpfe bekommen und war nicht mehr ansprechbar. Sie hat den Tierarzt kommen lassen. Wir werden ihn heute abend beerdigen.

Es freut mich, dass sein Leiden zuende ist.

Insgesamt neige ich der Meinung zu, den Hund wesentlich früher zu erlösen. Aber ich bewundere ihre Stärke, das so durchzustehen. Heute morgen hat sie ihn an den See getragen und mit ihm nochmal die Stille und Ruhe genossen - wohl auch in der Hoffnung, dass er dort friedlich entschläft. Aber es kommt eben nicht immer wie gehofft.

Der Krebs kam sehr, sehr schnell. Sie hatte bis vor wenigen Tagen noch Hoffnung. Die hoffnungslose Diagnose ist erst wenige Tage alt. Dann kam rasch das Stadium des friedlichen Dahindämmerns und wäre es so weiter gegangen, wäre es auch für mich in Ordnung gewesen. Doch die erneuten Krämpfe hat auch sie nicht mehr hingenommen.

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Hi,

also stark finde ich das nicht, mein Tier leiden zu lassen, sorry,

da könnte ich weinen.

Aber so wie es jetzt aussieht, gut so.

LG

Jasmin

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Ich finde es strak, wenn man sein Tier zum gegebenen Zeitpunkt erlösen kann.

Schwach finde ich es hingegen, wenn man sein Tier aus egoismus weiter leiden lässt.

Wenn es meinem Tier leid ersparen würde, würde ich es sogar selber einschläfern. Es ist mein bester Freund und es hat auch das Recht so behandelt zu werden.

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Ich kann Deinen Gedankengang in gewisser Weise nachvollziehen, Rosa.

Beispielsweise begründen ja die Christen ihre Verurteilung der Sterbehilfe damit, dass man nicht das Recht hat, Gott ins Handwerk zu pfuschen. Das kann man bezogen auf das Tier genauso sehen. Insbesondere stellen wir uns doch sicher alle wenn es so weit ist, die Frage, ob es denn auch wirklich jetzt soweit ist.

Ein natürlicher Tod ist allerdings in den seltensten Fällen ein schöner Tod (soweit der Tod überhaupt als "schön" bezeichnet werden kann).

Ich habe erst vor Kurzem das Sterben meiner Oma hautnah miterlebt. Das zog sich über ca. eine Woche. Und ich habe mir zwischendurch schon gewünscht, dass man das einfach beenden könnte, denn sie hat wirklich gelitten und es war ja klar, dass sie auf jeden Fall sterben würde.

Von daher würde ich wohl auch immer wieder ein Tier, welches Schmerzen hat und unheilbar krank ist, erlösen lassen. Aber gerade die Beurteilung von Schmerzen fällt beim Tier ja auch schwer. Katzen z.B. ziehen sich zurück und sind ganz ruhig. Wie kann ich da wissen, ob sie Schmerzen haben oder nicht?

Zumal es da auch noch den tierschutzrechtlichen Aspekt gibt, es handelt sich dann schließlich um unnötiges Leiden.

Ich weiß auch nicht, für welche Entscheidung man tatsächlich mehr Kraft benötigt...

Nun ist es ja letztendlich bei Deiner Freundin doch auch anders gekommen. Da stellt sich mir dann schon die Frage, ob es das wert war, diese letzten Tage, mein ich.

LG!

Anja

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Wie Du sagtest hat der Hund gelitten, wie kann ich als Hunde-und Tierfreund mit ansehen wie mein geliebtes Haustier leiden muss???

Gegenfrage: Wie kannst du als Hunde- und Tierfreund dein geliebtes Haustier töten???

Ich finde keiner hier hat das Recht über Rosa's Freundin zu urteilen. Ich habe keine Ahnung ob ich Betty einschläfern lassen würde oder nicht, ich mag mir darüber auch noch keine Gedanken machen. Aber wie Rosa sagt, hat der Hund jetz keine Schmerzen mehr. Also ein Tot in einer schmerzlosen Zeit würde ich persönlich für mich (auch mit vorangegangenen Schmerzen) einem Tot "während" den Schmerzen vorziehen. Ich bin sicher dass Rosa's Freundin im Interesse ihres Hundes handelt, denn auch er kann jetzt noch mit seinem Leben abschliessen und sich von ihr verabschieden.

Edit: oke... ich sollte nächstes mal erst das Thema zu Ende lesen...

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