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Hundeforum Der Hund
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Sterbebegleitung

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Ich musste meine Hündin ganz tragisch gehen lassen. Sie war 14 Jahre alt und sah aus wie 5. Sie lief noch wie eine Biene, sie schlief mehr, das war es auch schon. Sie war die Lebensfreude schlechthin. Leider hatte sie aber schon sei einigen Jahren einen inoperablen Leistenbruch, der ihr aber niemals Probleme bereitete. Einmal wurde sie daran operiert, leider ohne Erfolg.

Wenige Tage vor Weihnachten vor 5 Jahren, sind wir abends zum Gassi raus und Hutzelchen konnte nicht pieseln. Ich guckte und habe mich voll erschrocken. Ihre Scham sah komisch aus, so nach innen gezogen.

Ihre Blase hatte sich im Leistenbruch verklemmt. Wir beide gleich zur ambulanten TK in der Nähe - aber ich wusste irgendwie, das wars. Hutzelchen hat was gegen Schmerzen bekommen, sie hat was krampflösendes bekommen. Mit der Hoffnung, dass sich diese Verknotung löst wurden wir Heim geschickt. Unter dem großen Leistenbruch hatte sich wohl auch ein Tumor gebildet (ob gut oder bösartig habe ich nicht mehr erfahren), die Tierärztin weinte selbst auch und meinte, wenn sich nicht alles von selbst löst, soll ich sie morgen gehen lassen und nicht warten bis sie vergiftet oder ein Organversagen bekommt. Katheter ging nicht (Schnalle war weg), Punktion für den kleinen Körper ein wahnsinnige Belastung.

Am nächsten Morgen, als noch alle geschlafen haben, sind Hutzelchen und ich dann alleine in die TK gelaufen. Ich hätte nicht ertragen, noch jemanden dabei zu haben.

Was das Abwarten bei Einschläfern im Endstadium von Krebs angeht kann ich nur mal einen Arzt zitieren, den ich als junges Mädchen mal gefragt habe, wie man sich diese Schmerzen vorstellen kann. Ich bin gelernte Arzthelferin und habe damals viele BTM Rezepte für Krebspationen auschreiben müssen. Irgendwie fand ich es ethisch nicht okay, dass sie Morphiumpräparate bekamen.

Die Antwort werde ich nie vergessen. Er sagte, ich kann mir das vorstellen, als wenn ich mir ganz doll auf die Zungenspitze beiße. So ein Schmerz - nur dass der eben nicht aufhört - auch nicht ganz mit den Morphium.

Für mich war seit dem klar, keines meiner Tiere sollte jemals unter Schmerzen sterben müssen.

Immer hatte ich mir vorgestellt, wenn es denn mal sein muss, dann ist sie alt und krank und bekommt kaum noch was mit. So war es nicht. Sie war aufmerksam, ruhig und ich konnte nichts - aber auch wirklich gar nichts mehr für sie tun. Die Vorstellung wie sie langsam vergiftet war zu schrecklich. Dazu ihre Panik vor Tierärzten nach doch einigen Op´s in ihrem Leben. Die Entscheidung war klar - obwohl ich sonst eher eine Kämpferin bin und auch schon mal mit wenig Erfolg päpple.

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Ich werde alle meine Tiere begleiten, wenn sie erlöst werden müssen.

Nur bei meiner ersten Hündin war ich entsetzt.

Das war 1987. Sie bekam damals die Spritze direkt ins Herz ohne vorherige Betäubung. Das Schreien werde ich nie mehr vergessen.

GsD ist das heute verboten, wobei es immer noch gemacht wird, wenn der Besitzer nicht anwesend ist. Und wie viele Menschen gibt es , die geben ihre Tiere einfach ab und sagen, das kann ich nicht sehen.

So was kann ich nicht verstehen.

Liebe Grüße

Rosalie

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Also für mich steht fest, daß ich auf Eutha77 betehen werde wenns mal notwendig wird und nicht dieses schei... T61

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Rosalie, diese Tierärztin war wirklich klasse. Wir haben es jetzt auf dem Tisch gemacht - aber ich hätte auch die Wahl gehabt mit ihrer Decke am Boden. Aber ich war wie ferngesteuert. Ich hatte nicht mal was mit.

Sie bekam natürlich eine Narkose und das Licht wurde bisserl gedämpft und als später alles vorbei war, durfte ich so lange ich wollte bei ihr bleiben und sie streicheln und weinen und mich irgendwie sammeln.

Ich kenne auch die Hauruck Äthermethode ins Herz. Lange verboten, aber ich kenne Tierärzte in Brandenburg, die so Katzen am Auto ins Jenseits befördern. Ich hab es leider mit eigenen Augen gesehen. Tier war allerdings sofort tot.

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Sterbebegleitung find ich schon wichtig.Abernur solange derHund nicht zu sehr leidet.Wir mußten uns auch vor 2 Monaten dazu entschliesen unseren alten Wuff einzuschläfern.Besonders wichtig fand ich,das wir bis zum Schluss bei ihr geblieben sind .Sie begamm auch erst ne Narkose,und dann die erlösene Spritze.

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Also persönlich habe ich Angst vor diesem Zeitpunkt. Ich musste noch niemals entscheiden, ein Tier gehen zu lassen.

Ich hatte mal vor Jahren einen Kater, der wurde vergiftet und ich habe ihn zufällig im Garten gefunden. Bis dorthin hatte er sich noch geschleppt. Ich war im Nachhinein froh, dass ich bei ihm sein konnte, als er ging (waren nur noch 2-3 Minuten). Ich glaube, das war leichter für ihn -zumindest tröstet mich der Gedanke.

Meine Hunde möchte ich auch nicht leiden sehen. Aber wie gesagt, ich musste es noch nie durchmachen und weiß daher nicht, wo die Hoffnung aufhört und ab wann man loslassen muss. Auf keinen Fall würde ich aber einen meiner Hunde einfach abgeben, weil ich das nicht sehen kann. Ich meine, ich habe die Pflicht, auch diesen Weg mit ihnen zu gehen.

LG

Ticonderoga

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Hallo alle zusammen,

leider ist das Thema schon etwas älter hier im Forum aber bei mir sehr aktuell.

Meine Gina (8) leidet an Lungenkrebs im Endstadium ich weiss es seit letzte Woche Dienstag und seitdem geht es sehr schnell sehr schlecht. Ich habe für mich und für sie heute die Entscheidung getroffen sie nicht einschläfern zu lassen. Die Tierärztin war schon da, ich konnte es nicht. Gina hat keine Schmerzen ( ich weiss nicht wie aber ich weiss es) sie kann nur nicht loslassen, was ich sehr gut verstehen kann. Wenn man von 100 auf 0 runtergerissen wird. Wer versteht das schon? Wir Menschen ja auch nicht.

Meine Meinung zu diesem Thema ist oder besser gesagt meine Gedankengänge dabei, der Tod ist genauso schwierig wie die Geburt, nur bei dem einem geht man und beim anderem kommt man aber leicht und einfach ist beides nicht! Was ich eigentlich damit zum Ausdruck bringen möchte ist das ich mich heute bewusst dafür entschieden habe sie bis zum Ende zu begleiten egal wie schwer es wird.

Es war keine Herzentscheidung sondern eine Bauchentscheidung wo ich vor der Wahl stande. Ich sah ihre Augen und ich wusste das es die richtige Entscheidung ist. Ich weiss das ich mit dieser Entscheidung viel Zorn und Unmut auf mich ziehe aber meine Gina hat mir soviele wunderschöne Jahre geschenkt, das bin ich Ihr schuldig ihrem Leben nicht einfach durch eine Spritze ein Ende zu setzten.

Sie ist wie mein Kind und deren Leben würd ich auch nie aber wirklich nie ein Ende setzten, selbst wenn ich es dürfte, bei diesem Krankheitsbild.

P.S: Seit nicht zu hart mit mir! ;)

lg

Bastet0811

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Hallo alle zusammen,

leider ist das Thema schon etwas älter hier im Forum aber bei mir sehr aktuell.

Meine Gina (8) leidet an Lungenkrebs im Endstadium

Hallo, ich hatte vor einigen Wochen genau diese Situation. Als die wöchentlichen Cortisonspritzen nicht mehr halfen und ich Angst hatte das Lenchen erstickt, habe ich sie einschläfern lassen. Es war für mich ganz schrecklich, aber meine Tierärztin hat, als wir die Praxis betraten, gesagt:" Ja, es ist soweit, wir sollten ihr helfen bevor sie leidet." Und so haben wir diesen Schritt getan, jetzt geht es Lenchen gut, ich vermisse sie schrecklich, aber ich durfte nicht egoistisch sein, ich mußte loslassen. Das wirst Du auch müssen!

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Also wenn der Hund sich quält, würde ich das nicht hinauszögern aber klar ist es besser für den Hund in gewohnter Umgebung einzuschlafen als auf dem kalten Tierarzttisch... :(

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Also wenn der Hund sich quält, würde ich das nicht hinauszögern aber klar ist es besser für den Hund in gewohnter Umgebung einzuschlafen als auf dem kalten Tierarzttisch... :(
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=7558&goto=912690

Lenchen hatte keine Angst vorm Tierarzt, sie war ja wöchentlich dort und alle waren nett zu ihr. Sie hatte eine Decke und lag nicht im Kalten! Sie bekam erst eine Narkose und schlief friedlich ein. Hier mit allen anderen Hunden wäre das viel aufregender gewesen. Sechs Hunde, die am Tierarzt hochspringen, bellen, dazwischendrängeln...nein, so war es besser! Wenn ein Hund Panik beim Tierarzt hat ist das was anderes!

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