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Hundeforum Der Hund
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Sterbebegleitung

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vor 25 Minuten schrieb Zenta:

Wenn ich gesundheitlich in einer der Situationen wäre wie es meine Tiere waren als ich sie eingeschläfert habe, ja dann wünsche ich mir auch eingeschläfert zu werden und nicht weiter leiden zu ,müssen ohne Aussicht auf Heilung.

Geht mir genauso. Ich sehe auch keinen höheren Sinn in finalem Leiden. 

vor 2 Stunden schrieb Newton23:

Das ist absolut unangebracht, vorallem in so einer extremen Situation. Solche Aussagen beeinflussen die Entscheidungsfindung, auch wenn diese nicht an den TE gerichtet sind, sondern die eigene Handlung beschreiben. Aber diese Behauptungen könnte die prospektive Handlung des TE dermaßen verändern. 

Genau das beabsichtigst du doch mit der Äußerung deiner gegenteiligen Ansicht auch: den Betroffenen dahingehend zu beeinflussen, den natürlichen Tod abzuwarten. Wenn die eine "Beeinflussung" illegitim ist, ist es die andere auch. 

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vor 2 Stunden schrieb Newton23:

Angebracht sind Trostspendende Antworten wie "Genießt die Zeit die euch noch bleibt"

Wenn das Tier noch in der Lage ist, eine verbleibende Zeit zu genießen. Wenn es sich nur noch auf den Tod hin quält, kannst DU diese Zeit dann noch genießen? Ich nicht!

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vor 59 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

So etwas ist eine gemeine Aussage.

Dazu kenne ich leider zuviele, die behauptet hatten, dass das Tier leidet, weil ihnen die Pflege zu lästig oder teuer wurde. Das ist dann auch keine mutige Entscheidung. Schmerzen oder Luftnot und keine Aussicht auf Heilung sind natürlich eine andere Sache, aber es gibt auch Leute, die treffen die entscheidung anhand eines Röntgenbildes ohne dass der Hund Symptomatik zeigt- nur mies so etwas.

Solange man nur raten kann, wie sehr ein Tier leidet und ob es noch gerne lebt, weiss man es einfach nicht und dann gibt es keine richtige Entscheidung.

 

Hier geht es doch nur um die Hunde die Schmerzen und keine Aussicht auf Heilung haben. Dass ein krankes Tier, bei entsprechender Pflege, noch lange ein gutes, lebenswertes Leben haben kann steht doch außer Frage. Und dass man diese Tiere nicht einschläfert natürlich auch.  

 

Ich bekomme leider, durch die Cushing- und die Bauchspeicheldrüsengruppe, aber viel mehr Hunde mit denen es total schlecht geht und der Besitzer, obwohl er (wenn er ehrlich zu sich wäre) genau weiß es wird nicht mehr besser, ewig mit der Entscheidung wartet. Und jeder der starke Schmerzen kennt weiß wie lange da Stunden, Tage und Wochen sein können. 

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vor 6 Stunden schrieb Zenta:

Wenn ich gesundheitlich in einer der Situationen wäre wie es meine Tiere waren als ich sie eingeschläfert habe, ja dann wünsche ich mir auch eingeschläfert zu werden und nicht weiter leiden zu ,müssen ohne Aussicht auf Heilung.

 

Das macht vermutlich letzten Endes jeder so und das ist ja (leider) immer abhängig vom Halter und der jeweiligen Weltsicht. Ist aber natürlich jedermanns Recht.

 

Ich schreibe "leider" denn ich habe da sogar von einem jungen Mann gelesen, der seinen 13-jährigen Hund einschläfern ließ, nur weil der plötzlich anfing zu humpeln. Bis dahin war der Hund fit und hatte viel Spaß. Der junge Halter argumentierte: Ich hasse das Altsein und diesen schleichenden Verfall. Ich selber möchte mein gesamtes Leben lang Spaß und Bewegung haben und möchte nicht mehr leben, sobald die ganzen Alterszipperlein anfangen. Deshalb soll auch mein Hund das nicht mitmachen müssen. Also wurde der Hund getötet. Man wird nie erfahren, ob der junge Mann sich dann konsequenterweise auch so zeitig verabschiedet, wenn sein eigenes Leben im Alter mal weniger spaßig wird. Bis dahin wird er wohl anders drüber denken.

 

Jemand aus eher ländlicher Gegend erzählte, seine Hunde werden eingeschläfert, wenn der "Glanz in den Augen weg ist". Was auch immer das heißt.

 

Ich habe auch mal bei einem alten Hund von mir total verunsichert in meinem realen Umfeld rumgefragt, ob der Hund nun gehen sollte. Ich bekam von wirklich jedem eine andere Einschätzung. Das reichte von: "Der hätte schon vor 2 Jahren dringend eingeschläfert gehört, Sie Tierquäler!" bis zu "Schon wieder einer, der seinen alten Hund schnell loswerden möchte! Nein, denn der Hund ist nur steinalt und wird ganz sicher nicht in meiner Klinik eingeschläfert!" Das bezog sich alles auf den gleichen Zustand des gleichen Hundes.

 

So verschieden sind die Ansichten, die übrigens auch im Laufe der Jahre bei den gleichen Menschen auch wechseln können. Deshalb interessieren mich die Kriterien meiner Mitmenschen zum Einschläfern von Haustieren nicht mehr für mein eigenes Handeln. Aber es war hilfreich, diese Extreme mal mitzubekommen, um das so zu beschließen.

 

vor 7 Stunden schrieb Annali:

Ich sehe das ein bisschen anders, für mich wäre so ein Austausch im Rahmen der Entscheidungsfindung wichtig und ja, natürlich wird meine Entscheidungsfindung dadurch auch beeinflusst - das ist ja auch Sinn der Sache.

 

Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du lieber so vorgehen, wie es aktuell die meisten Leute machen (reduziert auf die, von denen du etwas hältst, vermutlich)? Also im Konsens bleiben? Geht natürlich auch, wäre aber nicht meins. Wo ich dir zustimme, das ist der Trost, mit diesem Leid und der quälenden Frage nicht allein zu sein und deshalb Berichte einzuholen.

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vor 9 Minuten schrieb Laikas:

Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du lieber so vorgehen, wie es aktuell die meisten Leute machen (reduziert auf die, von denen du etwas hältst, vermutlich)? Also im Konsens bleiben?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass du „mich richtig verstanden hast“ - ich weiß nämlich noch gar nicht, wie „ich mal vorgehen werde“. Ich hatte die Situation noch nicht und hoffe sehr, dass ich irgendwann einmal, sollte es nötig werden, die richtige Entscheidung im Sinne meines Hundes treffen werde. Dazu, also zu meinem Hund, werde ich dann ganz sicher keine anderen Meinungen einholen - ausgenommen die des Tierarztes und meines Mannes. Erfahrungsberichte anderer über ihre Hunde finde ich dennoch hilfreich. Ich bin übrigens in der Lage mir meine eigene Meinung zu bilden und muss nicht unreflektiert das nachmachen, was andere Leute machen, „von denen ich etwas halte“. Vielleicht nicht so viel reininterpretieren in meine Aussage, das fände ich toll!

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Das Einschläfern lassen ist etwas das Außenstehende vielleicht auch gar nicht einschätzen können. Ich bin da immer sehr vorsichtig mich zu einem Hund zu äußern.

Ich weiß nicht wie aktiv der Hund im gesunden Zustand war. Ich bin kein TA und die Heilungschancen kann ich daher nicht abschätzen.

Man kann auch gar nicht immer wissen wie groß die Schmerzen sind, die der Hund hat. Zeigt ja nicht jeder Hund sofort an. Und meiner Erfahrung nach sind die Schmerzen besonders Abends ziemlich deutlich und da sehe ich nur meinen Hund andere höchst selten. 

 

Ich finde allgemein wird bei dem Thema sehr schnell verurteilt und den Haltern gegenüber Kritik geäußert, das ist auch nicht der richtige Weg. 

 

Ich habe mich noch nie dazu geäußert ob ein Hund jetzt eingeschläfert gehört oder nicht. Das muss der Halter mit sich und seinem Gewissen ausmachen. 

Gerade hier im Internet würde ich mich wage halten, immerhin sieht man das Tier überhaupt nicht. 

 

Ich verstehe auch ein Stück weit das manche das Recht auf Leben so hoch stellen, das sie sich nicht als Götter Aufmangeln wollen und ein Leben beenden lassen würden.

Auf der anderen Seite ist es irgendwann für mich kein Leben mehr sondern eine Existenz, wenn außer Schmerz nichts mehr zu erwarten ist. 

Naja. Es ist absolut keine leichte Entscheidung und man kann sie auch keinem abnehmen. 

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vor 15 Stunden schrieb Laikas:

Das macht vermutlich letzten Endes jeder so und das ist ja (leider) immer abhängig vom Halter und der jeweiligen Weltsicht. Ist aber natürlich jedermanns Recht.

Richtig. Und ich habe bisher noch keinem ungefragt - oder überhaupt - gesagt, er solle seinen Hund gefälligst einschläfern lassen. Aber ich habe schon Hunde gesehen, bei denen ich dachte: bei mir würde der nicht mehr leben. Mag sein, dass ich da falsch lag, und mag auch sein, dass ich das anders gesehen hätte, wenn es jeweils mein Hund gewesen wäre und ich somit einen umfassenderen Blick auf seine psychische Verfassung gehabt hätte. Von der körperlichen Verfassung hatten diese Hunde, von denen ich jetzt rede, in meinen Augen keine Lebensqualität mehr. Aber das war nur ein Blick von außen.

In so einer speziellen Frage wäre es für mich auch das Letzte, das mir einfiele, im Netz um Entscheidungshilfe zu fragen. So was mache ich mit mir, meinem Mann und dem TA aus.

Aber wenn jemand diese Frage anspricht, sehe ich nicht, wieso man nicht auf der Basis des Geschriebenen seine Meinung dazu äußern sollte. Und die geäußerten Meinungen werden im Zweifel ja nicht so einhellig sein, dass der Fragende in eine bestimmte Richtung gedrängt wird, vermute ich. Überwiegend ist in solchen konkreten Fällen doch auch zu lesen "du wirst den richtigen Zeitpunkt erkennen, wenn es so weit ist" oder etwas in der Art.

Und ich gebe zu, ich habe auch in solchen Fällen schon mehr als ein Mal gedacht 'für mich wäre es nach der Schilderung absolut schon so weit bzw. schon drüber', aber ich hüte mich, so was zu schreiben, nur auf einen gelesenen Text hin. Ich halte mich dann meist ganz raus.

 

edit: Auf der anderen Seite habe ich es tatsächlich auch schon erlebt, dass mir eine völlig fremde Passantin angesichts meines alten Hundes unversehens sagte, für den wäre es aber auch an der Zeit, eingeschläfert zu werden. Und der war zu dem Zeitpunkt nur alt, nicht gebrechlich oder sonst was. Die lachte ich nur aus, sagte ihr, dass es dem gut geht, und ging mit einem fröhlichen "Komm, Alter!" weiter. Und interessanter Weise lachte sie dann selbst. 

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Erinnert mich an eine Begegnung die ich mal hatte - der Mann ging mit seinem alten Hund nur noch im Dunkeln und möglichst ohne Menschenkontakte weil er schon mehrfach angepöbelt worden war, er solle seinen Hund endlich einschläfern. Manche sind einfach extrem übergriffig. 

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Ich kann mich da nur Nahttante anschließen, allein der Tierarzt, der Hundebesitzer und ganz enge Angehörige, Freunde haben das zu entscheiden.
Ich für meinen Teil, bin so froh, dass es die Möglichkeit gibt, Haustiere euthanasieren zu lassen. Der Tod kann sehr lange dauern und sehr grausam und leidvoll sein, das möchte ich nicht für meine Tiere, auf gar keinen Fall!

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vor 57 Minuten schrieb benno0815:

Ich kann mich da nur Nahttante anschließen, allein der Tierarzt, der Hundebesitzer und ganz enge Angehörige, Freunde haben das zu entscheiden.
Ich für meinen Teil, bin so froh, dass es die Möglichkeit gibt, Haustiere euthanasieren zu lassen. Der Tod kann sehr lange dauern und sehr grausam und leidvoll sein, das möchte ich nicht für meine Tiere, auf gar keinen Fall!

 

unterschreib

...und  für mich  selbst  würde ich das  übrigens auch nicht wollen  und  habe  mich da  auch schonmal  Richtung "Dignitas" informiert.

 

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