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Hundeforum Der Hund
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Sterbebegleitung

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ja, so war es auch.

Diagnose am Dienstag, ruhiger Dämmerzustand am Donnerstag, schlimme Krämpfe wieder ab Samstag, Einschläferung.

Dass sie ihn in diesem friedlichen Zustand nicht einschläfern ließ, kann ich verstehen. Da sah es aus, als könnte sie ihn ruhig hinübergeleiten.

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Hallo

Der Umgang mit dem Tod - mit der Sterbebegleitung ist geprägt von der Summe der Erfahrungen die jeder im Laufe seines Lebens mit dem Thema Tod gesammelt hat.

Aus dieser Erfahrung heraus sollte jeder für sich DEN Weg finden und gehen den er auch gehen kann - nicht den andere gehen würden.

Allerdings werden wir beeinflusst in unserer Meinung und Haltung zum Thema Tod.

Die moralischen Fingerzeige drücken tief in die schon vorhandenen Wunden und machen eine Entscheidung nicht leichter.

Wenn ich nach dem "Finale" sagen kann >Ja, es war so wie es war gut!< dann war es auch gut.

Ich habe Respekt vor jedem der eine Entscheidung getroffen hat, egal wie sie ausgefallen ist.

Jeder Schritt ist eine Entscheidung - egal wohin.

Leider weiß ich erst am Ende ob es "Richtig" war. ..... wenn davon überhaupt gesprochen werden kann/darf.

Die Handlungen von Rosa´s Freundin verdienen Respekt. Es ist ihr Hund, ihr Leiden, ihre Verantwortung / Entscheidung (wobei es oft viele kleine Entscheidungen sind - die ihr keiner abnehmen kann), ihre Verzweiflung, ihre Zweifel und ihr Gewissen.

Niemand weiß wie die gegenseitigen Gefühle füreinander waren..... nein - immer noch sind.

LG

Andreas

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hallo

Natürlich wünscht man sich einen natürlichen Tot für sein geliebtes Tier, denn dann blagt einem nicht das große gefühl ob es zufrüh war oder so.

Auch wir haben gehofft, dass mona einfach einschläft und nicht mehr aufwacht.

Aber dieser wunsch wunder uns nicht erfüllt und wir mussten sie einschläfern lassen auserdem finde ich dass wir das unsreren Tieren echt schuldig sind. Unsere Hunde waren immer für uns da warum sollten wir sie dann leiden lassen????????????????

Grüße Sternchen

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Ich finde dieses Thema sehr interessant, obwohl ich eigentlich noch gar nicht über den Tod unserer Hündin nachdenken möchte. Sie ist 2 Jahre jung, topfit und es ist zumindest für mich das erste Haustier, für das ich wirklich etwas empfinde. Okay, wenn die Meerschweinchen meiner Töchter früher eingeschläfert werden mussten, fand ich das auch ein wenig traurig, aber weinen musste ich da nicht. Wenn ich hingegen die Diskussion hier verfolge und dann über unsere Beany nachdenke,bekomme ich schon bei der Vorstellung feuchte Augen. Aber wir hoffen dann doch jetzt mal auf noch viele schöne Jahre.....

Es ist aber eben leider auch so, dass man wissen muss, dass durch Krankheit/Unfall e.t.c. die Frage dann doch viel schneller im Raum stehen kann, als man befürchtet hat. Dann ist es sicher nicht schlecht, wenn man irgendwann zumindest schon einmal darüber nachgedacht hat, wie man wann welche Entscheidung treffen würde, auch wenn die aktuelle Situation dann wieder völlig neu überdacht werden muss.

Ich wünsche allen Tieren hier ein gesundes, langes Leben!

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eigentlich ist der Zeitpunkt der Einmischung immer falsch.

Erlöse ich das Tier, sobald es leidet, hat es vielleicht noch nicht aufgegeben und will noch leben. Warte ich, bis das Tier keinen Lebenswillen mehr hat, hat es bis dahin schon sehr viel gelitten.

Ich glaube nicht an die richtige Lösung. Deshalb kann ich auch niemanden für seine Entscheidung kritisieren. Auch nicht die, die diese Entscheidung komplett der Natur überlassen und einfach nur beistehen.

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Also, ich denke auch daß jeder für sich selbst die Entscheidung zu treffen hat wie er mit dem Sterben oder dem Erlösen des Hundes umzugehen hat.

Habe mich damals, als meine Beverly schon recht alt war, mit einer Tierheilpraktikerin unterhalten, es ging auch um Sterbebegleitung beim Hund.

Sie hatte mir einige Seiten aus einem Magazin kopiert in der die Sterbebegleitung, wie man es machen kann, ziemlich exakt beschrieben stand. Es wurde dort mit Licht (verschiedene Farbtöne), den Unterlagen des Hundes (auch dessen Farben) zum jeweiligen Zustand des Hundes *gearbeitet*. Das ist allerdings noch das einzige woran ich mich erinnern kann. :(

Es wurden noch einige andere begleitende Dinge erwähnt, Musik war glaube ich auch noch dabei. Es stand dort daß sich diese Sterbebegleitung schon einige Zeit hinziehen kann, eine Zeit in der möglichst immer jemand bei dem Hund sein sollte.

Also, ich sehe das so: Wenn mein Hund unheilbar krank ist und auch sehr große Schmerzen hat, würde ich den Tierarzt kommen lassen und meinen Hund von ihm erlösen lassen. Denke oft daß es gut ist daß man Tiere erlösen kann. Das ist meine Einstellung zu der Sache.

LG Elke ;)

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Geburt nd Tod

beides gehört zum Leben

Welche Entscheidung man auch immer trifft,man hat hinterher oft das Gefühl es verkehrt gemacht zu haben.

Wir hatten im vergangenen Jahr einen sechsWochen alten kerngesunden Welpen;er verschluckte sich an einem Futterbröckchen.

Erstickungsanfall ,Tierarzt.

Als wir in der Prxis waren hatte ich ihn Unterwegs bereits beatmet.

Es ging ihm schlecht aber erelebte noch.

Es bestand der Verdacht das er Futter in die Lunge bekommen hat.

Meine Tieraerztin gab ihm Spritzen zur Entkrampfung und sagte mir das wenn er Futterreste in der Lunge ,hat er keine Chance. zusaetzlich wurde ein Beruhigungsmittel gespritzt.

Ich entschied mich fuer die Hoffnung das er es packen koennen und klammerte mich an den Gedanken das er einfach nur erschoepft sei von der Atemnot.

Eine ganze Nacht lang hielt ich ihn in meinen Armen . gegen drei Uhr Morgens als die Wirkung der Medikamente nachliess fing er wieder an zu krampfen.

Er starb drei Stunden spaeter unter Schmerzen in meinen Armen.

Ich hatte falsch entschieden und die Bilder ds unter Schmerzen sterbenden Hundes werden mich nie mehr verlassen.

Ich habe mich in meinem Leben schon ein paar mal von einem meiner geliebten Hunde verabschieden wuessen. Nach einiger Trauerzeit blieben immer nur die schoenen Erinnerungen zurueck.

Den kleinen Mann aber und sein Leid ,diese Bilder werde ich immer bei mir haben.

L.G. Wotan

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Wotan

das hab ich als Erstes eben gelesen und schon springen mir die Tränen waagerecht aus den Augen ..das ist ja furchtbar :(

Ansonsten empfinde ich es auch so - ein Tier, dass im Alter stirbt , hinterlässt eine riesige Lücke im Herzen - aber irgendwie kann ich dann auch meinen Friede damit machen ...

Martina

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@Martina - das ist beim Menschen doch ganz genauso. Stirbt ein alter Mensch der sein Leben gelebt hat, kann man eher damit fertig werden "weil das Leben nun mal so ist" - stirbt ein junger Mensch durch Unfall oder Krankheit fragt man sich immer nach dem "warum????"

Es ist immer zu früh wenn die Zeit gekommen ist.

LG Karen mit Bonny + Isa

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Der Tod trägt seltsame Früchte.

Ich habe in meiner Familie inzwischen 6 Menschen sterben sehen. Zuletzt gestorben ist mein Vater mit 64, zuletzt gesehn habe ich meine Tante die an Krebs erkrankt und gestorben war. Ich wünschte mir mehr als einmal, dass man sie erlöse von den Höllenqualen.

Wenn einem so viele geliebte Menschen durch die Finger gleiten, entwickelt man sowas wie Verlustangst.

Meine letzte Hündin Cindy erkrankte mit 12 an Gesäugekrebs. Die OP verlief gut. Aber nach ca nem viertel Jahr gings rapide bergab. Metastasen überall. Ich klammerte mich an jeden Strohhalm. Jedes Hundegrinsen, jeder gefressene Futterbrocken, jedes Aufstehen, jedes schnellere gassi gehen lies mich hoffen. Meist lag sie aber und focht einen stillen Kampf mit sich aus. Ich heulte Rotz und Wasser, und wusste nicht ob weil es Cindy so schlecht ging, oder weil ich zu allem jetzt noch meinen über alles geliebten Hund verliere. Ich denke es war ne Mischung aus beidem. Ich glaubte zu spüren, dass Cindy schwer mit sich kämpfte weil ich sie noch nicht loslassen konnte. Nach 8 Tagen verloren wir aber den Kampf. Sie konnte ihren Kopf nur noch einmal heben, und die Augen verrieten mir: "Ich kann nicht mehr". Daraufhin rief ich den Tierarzt und Cindy schlief ganz schnell in meinem Armen ein.

An dieser Situation habe ich mehr als deutlich gespürt, wenn die Entscheidung über Leben und Tod bei dir selber liegt ist der schwerste Weg das loslassen. Den geliebten Mensch oder Tier für immer zu verlieren. Den Kampf mit sich selber nimmt einem keiner ab und die Menschen reagieren unterschiedlich. Einerseits wie Rosas Freundin, andererseits überlassen sie die Entscheidung anderen Familienmitgliedern weil sie sich selber dazu unfähig sehen, oder so wie ich, erst im letzten Moment aufwachen wenn ersichtlich ist, dass wirklich gar nix mehr geht. Ich hätte Cindy damals auch schon eher schlafen lassen sollen. Aber ich war zu benebelt jedes nur so kleine Zeichen als Heilung zu deuten, dass ich die anderen Zeichen schlichtweg übersah. Das weiss ich heute.

Sein eigenes Ego aussen vor lassen ist vor lauter Trauer sehr schwer. Nicht aus Tierquälerei, sondern Verlustangst.

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