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polar-chat.de  Der Hund
A.J

Hilfe, mein Hund kann keine Grundkommandos

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Hallo zusammen

ich habe eine achtjährige Aussie Hündin aus dem Tierheim bekommen.

Mein Problem ist - sie kann gar nichts.

Nun ja. Sie kommt wenn ich sie rufe (und mit dem Lecker winke) und in der Regel hat sie mich immer im Auge. Aber weder Sitz, Platz, Bleib, also die Grundkommandos sind ihr beizubringen.

Beim Sitz z.B. bin ich, wie man es mit Junghunden macht, von ihrer Nase zum Rücken gefahren...

Das klappt auch bei Junghunden. Was tut sie? Sie schaut dem Lecker nach geht vor und stupst meine Tasche an :wall: Nach dem Motto was immer du da blödes mit dem Leckerli treibst, gib mir solang eins aus deiner Jackentasche. Spiele? wozu? Nicht mal Leckerlies suchen geht sie...

Soll ich sie einfach in Ruhe lassen oder gibts andre Möglichkeiten?

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Wie lange hast Du sie denn schon?

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(bearbeitet)

Herzlich Willkommen und schön, dass Du die Kleine aus dem Tierheim geholt hast. Sie wird Dir es danken. Nur:

Was erwartest Du von einem Hund der mit 8Jahren seine Heimat verloren hat, im Tierheim einsaß und jetzt das Problem hat sich neu zu orientieren?

Sie hat wahrscheinlich nichts kennen gelernt, oder ist zurzeit gar nicht Aufnahmefähig, weil sie die Umstellung erst einmal verkraften muss. Geduld - ist hier das Zauberwort!

Lass sie erst einmal bei Dir ankommen und mache ihr den Aufenthalt in der Nähe von Dir sehr angenehm (bestätigen mit Leckerleien) und vorerst einmal dankbar sein, dass sie Vertrauen zu Dir aufbaut.

Die Kommandos lassen sich später auch noch einüben!

Gruß Christa

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ok. ihr habt recht.. ich bin zu ungeduldig... ich hab sie erst ein paar wochen. sie war nur eine woche im tierheim und sie macht sich sonst sehr gut..

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Hm is doch erstma nich schlimm wennn sie keine Grundkommandos kann. Gibt wichtigeres: Herkommen , an der Leine laufen , sich an dir orientieren....

Ich hab vor drei Jahren einen Angsthund aufgenommen, der um sich geschnappt hat , wenn man ihn angefasst hat, jetzt isser ein richtiger Clown , kommt angedüst wenn man ihn ruft, geht von sich aus auf fremde Leute zu....das Einzige was er kann ist Sitz...

Wie lang hast du sie denn schon?

Ansonsten bringt man alten Hunden die Kommandos genauso bei wie bei einem Welpen... und auch da gibt es ja viele verschiedene Möglichkeiten.

Leckerchen übern Kopf halten,etwas nach hinten führen, so dass Hund sich setzt....

Mit dem Clicker einfangen....

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wo kommst du den her

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na das ist ja schon mal was man kann icht in 20 min hinbigen was jahrelang versaut wurde.

Aber das mit dem Sitz und platz sollte sie schnell lernen vor allem mit dem platz.

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Wenn ich einen Pflegehund bekomme, dann läuft das Schema immer ähnlich ab. Würde ich mir einen Gebrauchthund zulegen, käme das auch zur Anwendung.

Das erste ist, dass der Hund im Haus einen Platz zugewiesen bekommt, auf dem er sich wohl fühlen kann. Also an einem Ort, an dem Ruhe herrscht, ohne ausgeschlosen zu sein. Dabei, aber nicht mittendrin.

Der Hund lernt dann in den ersten Minuten, dass es ihm auf diesem Platz einfach nur gut geht. Dort bekommt er Aufmerksamkeit aber auch Ruhe, dort bekommt er Futter aus der Hand, aber wenn ich ihn dort hin geschickt habe, darf er dort erst wieder weg, wenn ich das erlaube.

Ich bringe dem Hund damit gleich bei, dass ich ihn ihn seiner Bewegungsfreiheit eingrenzen kann und werde. Das bedeutet nicht, dass er den ganzen Tag auf dieser Decke wohnen muss, er muss dort auch nicht liegen, zu Anfang reicht mir, wenn er dort IST, also alle Pfoten drauf/drin. Legt oder setzt er sich, merke ich, dass er sich entspannen kann, und meine Einschränkung annimmt. Bewegt er sich davon runter, schiebe ich ihn deutlich mit Körpersprache wieder zurück, oder verwende eine Hausleine, um ihn zackig wieder auf das Bettchen zu befördern. Gelobt und gefüttert wird dann erst wieder, wenn er dort wieder einen Moment ausgehalten hat, ich mich weg drehen konnte, ohne dass er nach läuft etc.

Dann erhöhe ich die Reize. Ich laufe weitere Strecken weg vom Bettche, ich gehe zur Tür, öffne/schließe diese, lobe, wenn er bleibt, korrigiere DEUTLICH, wenn er aufsteht. Dann löse ich immer wieder das dort sein auf und beachte den Hund nicht weiter.

Draußen bewege ich mich entweder mit einer Schleppleine (ca. 8m) oder mit einer normalen 1,5 m Leine. Es gilt 1) an mir wird nicht rum gezerrt, niemals und zu keiner Zeit. Ich mache Richtungswechsel, bis ich Aufmerksamkeit habe, bleibe stehen, bis sich der Hund mir wieder zuwendet, oder gehe dabei rückwärts, bis der Hund die Leine entspannt.

2) In Gebieten, wo ich sonst frei lassen würde, geht der Hund an der Schleppleine und hat den Radius einzuhalten, nicht an der langen Leine zu ziehen, und ich trainiere den Rückruf.

Den Rückruf trainiere ich, in dem ich den Hundenamen und hiiiier rufe, dabei SOFORT füttere, streichele (bitte nicht den Kopf wuscheln, das mag kein Hund gerne) oder spiele. Je nach Geschmack des Hundes. Danach schicke ich wieder fort. Damit beginne ich, wenn der Hund eh schon bei mir ist. Hiiiier, Futter, lauf. Hiiiier, Futter, lauf. Optimal ist, eine leichte Rückwärtsbewegung mit dem Oberkörper. Dann vergrößere ich die Distanz, aus der ich Rufe, dann die Reize, aus denen ich rufe.

Reagiert der Hund nicht auf mein ERSTES Hiiier, renne ich mit der Schleppleine in der Hand in die entgegengesetzte Richtung rücksichtlos und ignorant fort. Das gibt einen Ruck (bitte am Geschirr), der als Korrektur auf Entfernung wirkt. Kommt der Hund dann zu mir, bin ich freundlich, gebe aber kein Schnitzel mehr. Ich gebe jedoch nach dem fortschicken relativ fix wieder eine neue Chance, auf ein neues Hiiier zu hören.

Dies ist mein Programm für die ersten Tage, bevor ich ohne Leine arbeite und bevor ich draußen auf relativ unwichtige Dinge wie sitz, steh oder platz komme. Diese Hörzeichen starte ich auch in der Wohnung, gemütlich ohne Reize, mit Futter oder Spielmotivation.

Was ich ebenfalls in den ersten Tagen mache, in der Wohnung viel spielen. Nah beim Körper, nah am Boden, mit Geräuschen, mit Knurren, mit hoch fahren, mit runter fahren.

Auch das NEIN oder ein anderes Abbruchsignal konditioniere ich, in dem ich lobe, wenn auf mein Signal vom Tun abgelassen wurde, und korrigiere, wenn der Hund sein Tun fortsetzt.

Muss nun los, beantworte aber gerne später Fragen, wenn welche auftauchen sollten.

LG Anja

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