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Hundeforum Der Hund
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Warum hält man sich eigentlich überhaupt Hunde unter diesen Umständen?

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Also ich lege für Mich und meinen Hund schon Grenzen fest.

Lindo kann nicht alleine bleiben, ihn packt nach einer Stunde die reine Zerstörungswut. Länger will ich ihn aber auch gar net allein lassen ;) Also die Alleinsein-Grenze liegt bei uns bei einer Stunde.

Lindo darf im Bett oder in einem seiner 5 Körbchen oder auf dem Sofa oder wo auch immer schlafen.

Beim Gassigehen schaue ich, das mein Hund nie mehr als 15 des Spaziergangs an der Leine sein muss, den für ihn bringt Leine laufen einfach nix ( und hier kann ich das auch problemlos ;) )..

Diese Regeln sind aber für mich und Lindo so ok, für andere sind sie übertrieben..

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Ich kenne viele Hofhunde, die ein sehr ausgefülltes Leben leben (im Reitstall, ständig Menschen um einen rum, wenn man keinen Bock mehr drauf hat trollt man sich, den ganzen Tag draußen, keine stickige Heizungsluft, viele Leckerlis von allen), die aber im ganzen Leben nicht ein einziges Mal "Gassi gehen", kein Rundum Bespaßungsprogram von Seiten der Halter haben und auch bestenfalls einmal im Jahr gebürstet werden.

Ist das jetzt eine problematische Haltung?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67349&goto=1412800

:??? ich glaube ihr wollt nicht verstehen........

nennt man das verletzten Kennelstolz?

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Wieso "IHR"?

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Ich denke Kage hat eigendlich auf ein Problem aufmerksam gemacht. Diese Haltung ist nicht artgerecht! Unsere Hunde sind soziale Wesen. Sie suchen und brauchen unsere Gesellschaft. Weit weg von Arbeit oder Haus ist es kaum einem Besitzer möglich den Bedürfnissen des Tieres gerecht zu werden.

Selbst unser Gesetz verlangt das Tieren die in einem Zwinger gehalten werden, mehrmals tgl. außerhalb der Kontakt zu der Betreuungsperson geboten werden muß.

Ich denke das trifft auf die wenigsten dieser Haltungen zu. Die Realität sieht einfach mal so aus: schnell hinfahren Kot raus räumen, Futter hinschmeißen und das war es dann auch. Selten das wirklich diese Hunde auch bewegt werden.

Von Beaufsichtigen und Schützen mal ganz zu schweigen.

Wir weden die Zwingerhaltungen nicht komplett abschaffen können aber was fehlt ist zumindest eine klare Regelung wie weit entfernt Tiere vom gewöhnlichen Aufenthaltsort des Halters untergebracht werden dürfen.

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Muck genau das meine ich aber, ich hatte nur Hunde mit Vorgeschichte und anhand deren Lebensläufe konnte ich mit der Zeit ein Gerüst entwickeln für eine dauerhafte Abschaffung der reingekommenen Probleme durch das entwickeln von Haltungsrichtlinien, was für mich gar nicht mehr in Frage kommt, weil es Auswirkungen gibt.

Diese Erfahrungen von anderen Hundehaltern in Bezug auf die extremen täglichen Vorkommnisse die noch alle innerhalb der Tierschutzgesetze liegen, aber eventuell auch von anderen Hundehaltern aufgrund ihrer Erfahrungen zu eigenen Grenzpositionen geführt hat, finde ich diskussionswürdig. Anderen Hundehalter damit die Möglichkeiten aufzuzeigen, dass man manchmal durch einfache Haltungsveränderungen sehr viel mehr erreichen kann, als mit Erziehung.

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Na dann berichte uns doch mal von deinen Haltungsrichtlinien.

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(bearbeitet)
Ich kenne viele Hofhunde' die ein sehr ausgefülltes Leben leben (im Reitstall, ständig Menschen um einen rum, wenn man keinen Bock mehr drauf hat trollt man sich, den ganzen Tag draußen, keine stickige Heizungsluft, viele Leckerlis von allen), die aber im ganzen Leben nicht ein einziges Mal "Gassi gehen", kein Rundum Bespaßungsprogram von Seiten der Halter haben und auch bestenfalls einmal im Jahr gebürstet werden.

Ist das jetzt eine problematische Haltung?

:??? ich glaube ihr wollt nicht verstehen........

nennt man das verletzten Kennelstolz?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67349&goto=1412813

Sah das jetzt so aus als wollte ich das kritisieren, wenn ich von einem ausgefülltem Leben spreche? Ich verstehe da grad nicht.... :???

Edit: von einem sehr ausgefülltem Leben

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Kage, dann erzählt doch mal, wie du mit Verhaltensauffälligen Hunden umgehst. Wie sehen diese Haltungsveränderungen genau aus?

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Die aus meinen Erfahrungen für mich aufgestellten Richtlinien sind banal:

Am Anfang soviel wie möglich räumliche Freiheit mit keinerlei Forderungsansprüche von meiner Seite. Alles was das Tier mir von sich aus anbietet, kommentiere ich mit positiven oder abbrechenden Verhalten meinerseits.

Später soviel wie möglich einfaches Zusammenleben und Einhaltung weniger Eckdaten für die Hunde.

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Woher kommt diese Einstellung von mir:

Ich merkte einfach von Problemhund zu Problemhund, das räumliche Großzügigkeit und Forderungsunterbrechung Hunde von sich aus schnell heilen lassen.

Tiere die räumlich und erziehungsmäßig nur Eingrenzungen erlebt hatten und mit angeblicher Zerstörungswut, Aggression, Dauerbellen oder Personenanbiederung alle möglichen Verhaltenauffälligkeiten hatten unterbrachen schlagartig ihre problemhaften Verhaltensabläufe.

Dann habe ich die Tiere ohne jede Forderung von mir egal wann, den Kontaktaufbau mit mir erlauben lassen. Wenn der Kontaktaufbau beginnt - und das Tier verfällt in alte Muster - schicke ich das Tier wieder weg in seine räumliche Freiheit. Lasse es wieder in Ruhe bis das Tier von sich anfängt wieder mit mir Kontakt aufzunehmen, schon beim zweiten Mal, fällt diese Kontaktaufnahme absolut Hunde gerecht aus.

Da ich im Endeffekt grundsätzlich harmlose ruhende Hunde hatte, die alles und überall mitgehen konnten und kein Tier mir etwas zerstört oder demoliert hat oder auch nur im Ansatz alte Verhaltensmuster wieder aufleben ließen, und auch gut mal abgelegt werden konnte, habe ich für mich den Grenzpfosten gesetzt.

Habe ich keine Zeit und keinen Platz Tieren einen oben geschilderten täglichen Mensch-Hundablauf zu gewährleisten, der sie dauerhaft ruhig und problemfrei läßt und die auch ohne dauernde Erziehungsbefehle einfach sich meinem Verhalten anpassen können, dann halte ich für mich keine Hunde.

Und nun beginnt meine Frage, dies ist mein individuelles Resümmee von 21 Hunden und hat nun mal keine Allgemeingültigkeit.

Wo würdet ihr nach Eueren Erfahrungen, die Grenze setzen. Wo würdet ihr sagen, ich liebe Hunde aber unter den Haltungsbedingungen XXX würde ich keinen Hund halten.

Und da kommt die Schilderung des Vorfalles in Dortmund zum Tragen als Extrembeispiel. Ist ja so gesetzgeberisch erlaubt Hunde zu halten, aber sicher hat sich jeder von sich eine Grenze selber gesetzt wo er sagen würde, kann ich X oder Y nicht gewährleisten, dann verzichte ich auf einen Hund.

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Also dann mache ich wohl irgendwas falsch...

denn ich bin alleinlebend und vollzeitbeschäftigt - außer Haus... und der Hund ist dann in der Wohnung ja auch noch räumlich eingeschrängt... von der fehlenden Erziehgung in dieser Zeit mal ganz abgesehen..

Mein Hund ist dann ebenso auch mal 8 Stunden alleine, nur was ich jetzt seltsam finde.. es zeigt sich bei ihm weder Bellen, noch zerstörungswut oder ein asoziales Verhalten Hunden/Menschen gegenüber.. komisch... denn das dürfte (so lese ich das zumindest raus) doch dann eigentlich gar nicht sein wenn er so lange auf kleinem Raum, ohne Menschenkontakt (Katzen lasse ich mal außen vor) alleine ist... :???

Auch das er sich von einem anfänglichen "Problemwelpen" zu so einen Junghund entwickelt hat, kann ich dann nicht verstehen... und er ist auch noch mein Ersthund..

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mir die Konsequenz aus Liebe zum ihm gesetzt habe, den Rest des Tages für ihn da zu sein und mit ihm Dinge zu unternehmen - sei es 3x wöchentlich die Hundeschule besuchen, stundenlange Spaziergänge mit Spiel- und Denkaufgaben und der Kontakt zu Menschen/Artgenossen (übrigens Problemlos und ohne jegliche Aggressionsandeutungen ;) )

Auch ist er wenn ich da bin immer sehr ausgeglichen und ruhig für einen Junghund von 10,5 Monaten.. :)

Ich kann meinen Tieren zwar nicht den "Luxus" bieten 26Std/7Tage da zu sein, aber ich kann sie ernähren, beschäftigen und auslasten.. und ich denke sie wissen was sie an mit haben, sonst wäre das Zusammenleben nicht so harmonisch wie es ist :)

Ich denke, das sehr viel HH hier aus dem Forum, die Arbeiten, mehr mit ihren Hunden unternehmen, als welche die keiner geregelten Arbeit nachgehen....

Durfte ich auch schon feststellen :winken:

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