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polar-chat.de  Der Hund
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Warum hält man sich eigentlich überhaupt Hunde unter diesen Umständen?

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Okay also Hunde dürfen nie und nirgends allein gelassen werden...weil es könnte ihnen etwas schlimmes passieren. Ausserdem brauchen Hunde zwingend 24 Std am Tag menschliche Gesellschaft, hündische reicht nicht...

Ist so das Resümee das ich hieraus schliessen kann.

Einzig was ich mich schon seit 5 Seiten frage... was tun wir nun eigentlich mit den geschlitzten Pferden, den vergewaltigten Kühen und Schafen? Ich meine nur so um diese vor irgendwelchen Irren zu schützen?

Stellen wir uns die nun auch ins Wohnzimmer? Sind auch Herdentiere und leben sicher auch gern in direkter und ewiger menschlicher Nähe...

Gruß Iris

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Kage kennst du den betroffenen Hundehalter?

Weißt du, was er tagsüber mit den Hunden getan hat?

Ich nicht und von daher hat er einfach ersteinmal mein tiefstes Mitgefühl.

Mir ist vor einigen Jahren mein Hund vergiftet worden. Draußen beim Spaziergang, wo er Freilauf hatte - ohne Zwingerhaltung - ohne das ich ihn länger alleine gelassen habe. Und nun? Wo lag da der Fehler?

Zeitgleich wurden zwei andere Hunde hier in ihrem Garten vergiftet. Nein, nicht in Zwingerhaltung, sondern beim kurzen Durchlauf in ihrem eigenen Garten. Sie wohnten nämlich im Haus und nicht fernab von ihren Menschen. Was haben nun diese Halter falsch gemacht?

Es gibt einfach perverse Menschen, die Freude am quälen von Lebewesen haben. Sich an dieser Stelle über die Haltung aufzuregen ohne wirklich was näheres zu wissen, außer Stickwort "Zwinger" und "Garten/Hundeplatz" halte ich für sehr überheblich.

Aber schön Kage, dass du der (anscheinend einzige) Perfekte Mensch und Hundehalter bist, hast du ja öfter schon kundgetan.

Mein Beileid an den Hundehalter und seine Familie und gute Reise für die getöteten Hunde

sabine

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(bearbeitet)

Ich finde es geschmacklos, ein solches Thema für eine Grundsatzdiskussion als Basis zu nehmen.

Denn wir wissen doch wirklich nicht, was der Halter wann mit seinen Hunden unternommen hat,

die nicht alleine, sondern als Rudel in einer Zwingeranlage gehalten wurden. *mal anmerk*

Was ich persönlich von dieser Art der Hundehaltung halte lasse ich mal zur Seite.

Denn Fakt ist: wenn dieser traumatisierte Hundehalter, der das schlimmste mit seinen Hunden durchgemacht hat,

was wir alle hier uns vorstellen können, auf dieses Thema stößt, dann wird ihm das sicher nicht helfen. :Oo

Edit: Herzliches Beileid an den betroffenen Hundehalter.

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Ich würde mir wirklich wünschen, Karges Themen würden etwas wohlwollender betrachtet. Sie stellt in Frage und sie stellt Fragen. Es biete sich hier die Möglichkeit eigene Gewohnheiten und Einsichten neu zu überdenken und zu betrachten, vielleicht auch mit dem Ergebnis, daß man bei seiner bisherigen Praxis bleiben wird, weil man sie bei genauer Betrachtung immer noch für gut befindet. Oder man gewinnt neue Erkenntnisse.

Ich erlebe es hier immer wieder, daß bei jeglicher Infragestellung diverse User (fast wartet man schon auf sie) sich gleich selbst angegriffen fühlen und dann heftig reagieren, wodurch jede nutzbringende Diskussion im Keim erstickt wird. Schade drum.

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@Angelika: ich finde sie stellt nicht in Frage, sondern an den Pranger, ohne Hintergründe zu kennen.

Wenn es um die Haltung geht, dann gehört das in einen eigenen Thread.

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Vier-Schaeferhunde-bestialisch-getoetet-id4282260.html

Kann mir kaum vorstellen, dass jemand der mit seinem Hund auch auf ner WM war, sich um seine Hunde nicht gekümmert haben und sie im Zwinger verotten haben lassen soll. Keiner kennt die Umstände,weshalb sie da untergebracht waren.

Was mich immer wieder wundert, dass manche das fatal finden, aber ein Hund der sein Leben lang im Tierheim im Zwinger sitzt, dem geht's gut oder was? Und es braucht mir keiner erzählen, dass diese Hunde täglich ihr Programm haben. Aber DAS ist ja Tierschutz,da geht das in Ordnung.

Mein Mitgefühl für den Halter

Grüßle

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Das ist wie überall , jeder liest so einen Artikel anders. Je nach persönlichen Erfahrungen.

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Manch einer liest den Artikel nicht anders,sondern nur die Sätze, die er lesen möchte. Da hat ein Mensch auf brutalste und widerlichste Art und Weise alle Hunde auf einen Schwupps verloren und manch einem fällt nichts besseres ein, als die Haltung zu diskutieren?

In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, wenn es keine Gesetze überschreitet. Manch einer hält sein Pferd im Offenstall,der nächste in der Box. Mir sagt der Offenstall nicht zu,dafür dem anderen schon. Jeder soll machen, wie er es für richtig hält,solange er sich an die vorgegebenen Gesetze hält. Für den einen ist diese Haltung unvorstellbar (für mich auch), für den anderen ist sie richtig.Leben und leben lassen.....

Manchmal frag ich mich, warum mir die Hundehalter in Perfektion aus dem Internet wie es sie hier in Hülle und Fülle gibt, nie auf der Strasse begegnen :???

edit: ach ja, auch ich hab einen Hund an einer Vergiftung verloren. Sie muss es in meinem Beisein erwischt haben und ich habs noch nicht mal gemerkt. Erst als sie zusammen gebrochen ist. War das schlimmste in meinem Leben....vielleicht sollte ich mir jetzt auch ein Hundehaltungsverbot auferlegen, wegen meiner Unfähigkeit

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Danke Angelika,

anscheinend hat sich einfach außer mir beim Lesen solcher Haltungsberichte (und leider erfährt man Realitäten meistens nur aus solchen traurigen Schauergeschichten) niemand die Frage gestellt, gibt es für mich eigene Grenzen zur Hundehaltung und auf welche Hundeverhaltenserfahrungen gründen sich meine Grenzen.

Sonst würden ja nicht solche überhaupt nicht zum Thema passenden Beiträge hier eingestellt.

Aber im Umkehrschluss bedeutet dies für die meisten gibt es anscheinend einfach keine Grenzen, da Hunde Anpassungsweltmeister sind. So lange das Tier für den Menschen händelbare Abläufe zeigt ist alles in Ordnung. Geht es gut für mich als Halter, ist meine Hundewelt in Ordnung.

Erziehung ersetzt natürliche Bedürfnisse und der Grad der Erziehung ist so lange ausbaubar, bis das Tier ausgereizt ist und gegensteuert, bei den meisten Tieren durch Krankheit weil sie gar keine Kraft mehr oder Veranlagung haben durch Verhaltensauffälligkeiten auf sich aufmerksam zu machen.

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Hallo Angelika,

prinzipiell finde ich es völlig in Ordnung, wenn jemand (auch) unbequeme Frage aufbringt. Manchmal bringt es Menschen wirklich dazu, ihren Standpunkt nochmal zu überdenken.

ABER: warum die Holzhammermethode?

Erreicht man damit irgendwas?

Kage polarisiert nicht nur, sie stellt sich als Richter auf.

SIE weiß, wie man (alle) Hunde halten muss.

SIE macht es richtig.

Jemand, der es anders macht KANN es gar nicht richtig machen

- und sollte sich besser keinen Hund halten.

Das schlimmste, sie fragt nicht nach Gründen. Werden welche genannt, kommen keine Antworten, oder sie *windet* sich (Boxendiskussion).

Man kann das Wort "Tierschutz" auch überstrapazieren und damit ad absurdum führen.

P.S. Meine Hunde sind auch in Frühschichtwochen 9 h (Spätschicht ca. 5 h) alleine (nein, eigentlich zu ZWEIT).

Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit.

Sie können sich mittags kurz lösen.

Ist doch prima, dann haben wir ausgeschlafene, ausgeruhte Hunde, wenn wir kommen und können gleich loslegen.

Kage, ich las eben, Du bis (nun) in Rente, darfst Du Dir denn noch Hunde halten? Ich meine ja nur, in Deinem Alter, was da alles passieren kann...

(IronieOFF).

LG, Nessie

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Habe ich keine Zeit und keinen Platz Tieren einen oben geschilderten täglichen Mensch-Hundablauf zu gewährleisten, der sie dauerhaft ruhig und problemfrei läßt und die auch ohne dauernde Erziehungsbefehle einfach sich meinem Verhalten anpassen können, dann halte ich für mich keine Hunde.

Und nun beginnt meine Frage, dies ist mein individuelles Resümmee von 21 Hunden und hat nun mal keine Allgemeingültigkeit.

Wo würdet ihr nach Eueren Erfahrungen, die Grenze setzen. Wo würdet ihr sagen, ich liebe Hunde aber unter den Haltungsbedingungen XXX würde ich keinen Hund halten.

Und da kommt die Schilderung des Vorfalles in Dortmund zum Tragen als Extrembeispiel. Ist ja so gesetzgeberisch erlaubt Hunde zu halten, aber sicher hat sich jeder von sich eine Grenze selber gesetzt wo er sagen würde, kann ich X oder Y nicht gewährleisten, dann verzichte ich auf einen Hund.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67349&goto=1412882

Bei aller (wie ich finde berechtigter) Kritik an den Methoden, wie wir von einem Thema mit ermordeten Hunden auf die eigenen Haltungsrichtlinien kommen, so stimme ich kage hier zumindest zu:

Wer sich einen Hund holt, ob nun aus dem Tierschutz oder vom Züchter oder von privat, sollte sich vorher genau überlegen, ob man dem Tier gerecht werden kann.

Chirurgen zB, die ständig auf Abruf sind, sollten sicherlich keinen Hund halten, wenn sie nicht einen Partner (oder sonstigen Helfer) haben, der sich die Aufgaben mit ihm/ihr teilt, die uns der Hund stellt.

Was meine persönlichen Grenzen der Hundehaltung angeht:

Ich habe im Studium keinen Hund gehabt. Nicht, weil ich nicht wollte - sicher nicht. Aber ich wusste nicht, was ich später mal mache, wo es mich hinschlägt und ob ich nicht ins Ausland gehe - da wollte ich mir keinen Hund "ans Bein" binden.

Auch im Referendariat, mit vielen Reisen und Touren und viel Gewusel wollte ich keinen extra-Ballast, auch wenn ich gerne einen Hund dabei gehabt hätte.

Erst danach, als ich mir ein wenig sicherer war, was ich nun mache und wo ich wohl so in etwa bin und bleibe, hab ich mir Lemmy aus dem TH ausgesucht. Wohlweislich weil ich einen Welpen mit meinem Tagesablauf nicht vernünftig stubenrein bekommen hätte.

Andere, besonders aus meiner Fachrichtung, haben das anders gesehen, und das ist auch vollkommen ok. Und hier sehe ich den Unterschied zu so manchem in diesem Thema:

Ich schreibe niemandem vor, wie sein Tagesablauf auszusehen hat, damit der Hund es "perfekt" hat.

kage, deine Beschreibung wie du die Hunde handhabst ist toll, und ich finde das klingt sehr nach dem Optimum der Hundehaltung, vor allem von Problemhunden. Wirklich, Hut ab.

Dennoch, so manche imperfekte Hundehaltung ist immer noch besser - für den Hund! - als weiterer Verbleib im Tierheim.

Nicht jeder hat die Möglichkeiten die du hast, und nicht jeder hat es so gut, dass er sich seinen Arbeitsplatz so frei wählen kann. Gerade in der heutigen Zeit nicht. Das, hab ich den Eindruck, vergessen gerade diejenigen, die bereits in Rente/Pension sind und ihren Part geleistet haben.

Nicht nur das, die Lebensumstände können sich tatsächlich ändern, manchmal Schlag auf Schlag.

Ich kann das aus eigener Erfahrung berichten, und gerade deswegen regt mich hier so einiges auf. Nicht, weil ich kage nicht Recht gebe, dass dauerhafte, reine Zwingerhaltung falsch ist (mit einigen Ausnahmen), sondern weil sie einfach stur darauf beharrt, dass es NUR diesen einen Weg gibt, und keinen Mittelweg.

Ich habe damals den Job gewechselt - wieder mit der Möglichkeit, den Hund mitzunehmen. Das war toll, aber nach einer Weile wurde ich gegangen - und nu?

Klar, für den Hund super: ich hab viel mehr Zeit für ihn gehabt. Jobsuche war und ist frustrierend, und ich musste auch überlegen, ob ich mir die große Wohnung noch leisten kann.

Dann kam Umzug, Umwälzung, durch meine Ausbildung arbeite ich tendenziell eh im Freien, mein Hund ist also THEORETISCH in der Lage, mitzukommen.

Leider aber habe ich einen bellenden Hund. Bin ich alleine mit ihm im Wald, ist kein Problem - stört ja niemanden.

Aber mit einer Horde Kinder kann ich nicht einen Hund dabeihaben, der bei jeder Aufregung - sei es die Kinder machen ein Laufspiel oder sei es, wir bewegen uns nach kurzem Stehenbleiben weiter - bellt. Das geht einfach nicht, das sind meine KUNDEN. Ich kann doch nicht diesen kläffenden Hund mitnehmen, der so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn es doch um den Wald gehen soll, wo es doch um meine Kunden gehen soll.

Und deswegen bleibt der Hund bei meinen Eltern.

Schön. Ich habe tatsächlich genau die Voraussetzungen, die kage anscheinend auch an die Haltung hat, erfüllt. Immer jemand da, Gassigang und Betreuung garantiert.

Zusätzlich sogar noch Artgenossen.

Aber das bin ICH. Das sind nicht alle.

Wenn ich keine so netten Eltern hätte, hätte ich mir was überlegen müssen, möglicherweise (sehr wahrscheinlich) eine Tagesbetreuung. Was ja nun wirklich auch nicht optimal ist, oder? Und wäre mein Hund in der Lage, allein zu bleiben, würde ich sicher eher den Hund zu Hause lassen.

Was wäre denn die Alternative, für so viele Hunde, deren Halter zunächst optimale Bedingungen hatten, nun aber nicht mehr?

Abgabe, oder?

Ich habe eine 6-jährigen schwarzen Hund aus dem Tierheim genommen, der leicht überdreht, der so seine Eigenarten hat und der, ja, wenn er unter Stress steht schnell SERH heftig zupackt. Nicht weil er böse ist, aber eben weil er ein Stressproblem hat. Ich kann damit umgehen. Sollte er zurück ins Tierheim, kann ich garantieren, dass er da nicht wieder lebend rauskommt.

Und das ist kein Einzelfall. Es gibt noch weit mehr solche Hunde/Halter-Paarungen.

Ist es denn nun besser, den Hund abzugeben, als wenn er 6 Stunden alleine zu Hause wäre? Das mag mit einem süßen Junghund eventuell noch gehen, vielleicht auch mit einem lieben Senior. Mit einem jagenden, raufenden, leicht übererregten 10-jährigen Hund wird das mehr als schwer.

Und was mache ich in der Zwischenzeit, bevor ich ihn vermitteln kann?

Versteht mich nicht falsch, bitte. Ich bin nicht einverstanden damit, einen Hund dauerhaft einzusperren, ohne Sozial- oder Menschenkontakt.

Aber ich bin auch absolut nicht einverstanden damit, seine eigenen hohen Grundsätze an ALLE Hundehalter übertragen zu wollen, ganz unabhängig von deren Lebensumständen.

Edit: :kuss: an Nessie

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