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Hallo,

also ich hatte ja schonmal einen Thread zu unseren beiden Hunden eröffnet

(hier nachzulesen Probleme bei der Vergesellschaftung ) und bräuchte nun mal wieder Rat.

Heute hatten wir also einen Termin bei einer Hundetrainerin. In der Stunde selbst ist gar nicht mal soviel vorgefallen, direkt zu Beginn der Stunde wurden beide Hunde abgeleint und erkundeten erst einmal das Gelände, während wir mit der Trainerin sprachen bzw. und dem Trainer, es waren nämlich zwei anwesend. ;)

Die Trainerin war auch der Meinung, dass sie grundsätzlich überhaupt kein Problem miteinander hätten (liefen zusammen das Gelände ab, hintereinander her usw.) und es wohl nur eine Sache der Eingewöhnung sei und diese sich-in-die-Wolle-kriegen, was ich ihr beschrieb, das sei Teil der Rangordnungsklärung.

Es lief wirklich gut, bis (ich nenne ihn mal Trainer A zur besseren Unterscheidung) Trainer A Chila zu sich rief und sie streichelte etc. Nelli kam dann ziemlich schnell auch dazu und Chila begann zu knurren, was Nelli mal wieder ignorierte und so kam es wieder, dass die Beiden sich in die Wolle bekamen. Trainer A ging dann dazwischen und nahm Nelli hoch, um die Situation zu entschärfen.

Nachdem sich beide Hunde wieder beruhigt hatten, ließen wir sie wieder zusammen laufen: klappte wunderbar.

Dann das selbe Spiel, Trainer B rief Chila zu sich und Nelli war auch schon wieder auf dem Weg zu ihr, doch als sie zu nah kam, drängte sie (Trainer A) sie mit dem Fuß/Bein weg, daraufhin hielt sie etwas mehr Abstand, aber offensichtlich immer noch nicht soviel wie sie sollte.

Trainer B packte sie sich daraufhin (schon etwas gröber, so empfand ich das jedenfalls) und machte ihr nochmal deutlich, dass sie Chila in Ruhe zu lassen hat, wenn sie gerade Aufmerksamkeit erfährt.

Ab da hielt sie dann den nötigen Abstand zu Chila ein, als sie gestreichelt wurde.

So, und nun zu meinen Fragen:

1. muss man zwischendurch wirklich so 'hart' durchgreifen? Mir tut das irgendwie immer weh, wenn ich sehe, dass man Tiere etwas fester anpackt (so dass sie kurz aufjaulen, war aber kein (!) Schlag) , aber andererseits sind Hunde untereinander ja auch nicht gerade zimperlich. :(

2. Uns wurde geraten, falls sich Zuhause nochmal so eine Situation ereignen sollte, eine Blechbüchse mit Steinen befüllt auf den Boden zu werfen, durch den Schockeffekt sollen die Hunde dann von einander abkommen.

Habe noch mehr Fragen, aber da es jetzt schon spät ist, schreibe ich den Rest morgen (heute) dazu, würde mich aber trotzdem schonmal über Antworten & Meinungen freuen. :)

Liebe Grüße

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Was ich ehrlich gesagt die Bohne njcht verstehe... wie kommt eure neue Hündin auf den Trichter, den alt eingesessenen Hund an zu maulen? Anders herum... ja okay könnte ich nach vollziehen.

Aber ein völlig fremder Hund knurrt den Althund an, beim ersten betreten , des neuen zuhause? Und dann braucht das arme sensibelchen Rescue Tropfen? Hallo? Fällt da nur mir etwas auf?

Dann packst den Althund auch noch weit weg und "das sensibelchen" darf bei euch bleiben? Ja Herrgott, was soll die denken , ausser das SIE gerade der neue Star bei euch Zuhause ist und den Alten mal fleissig weg pöbelt?

Und ja ...

1. muss man zwischendurch wirklich so 'hart' durchgreifen?
muß der Trainer wohl, denn du verhätschelst ein völlig unangebrachtes verhalten, das der neue an den Tag legt. Die benimmt sich , wie übergeschnappter Teenie und du unterstützt das ganze auch noch...

Ganz ehrlich von mir bekäme die so eine breitseite, würde die sich erlauben ALS NEULING auch noch meine Alten von mir weg zu knurren, die würde das nie wieder versuchen.

Gruß Iris

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Huhu,

mit den Rescue-Tropfen das interpretiere ich so, dass die Hündin so wohl nach dem anstrengenden Tag und von dem Stress beruhigt werden sollte.

Das mit dem "Sensibelchen" würde ich allerdings auch anders sehen.

So "sensibel" kann das Mädel gar nicht sein, wenn sie von Anfang an die Althündin in Frage stellt und anknurrt.

Was die Methode angeht, wie euer/eure Trainer/-in vorgegangen sind.

Beim ersten Mal wurde die Situation durch Herausnehmen entschäft.

Beim zweiten Mal durch Körpersprache (Wegdrängen) reagiert und

beim dritten Mal kam dann das gröbere Zufassen.

Es gibt Hunde, die reagieren schon auf eine verbale Ansprache und bei anderen Hunden muss man deutlicher werden, so wie es euer Trainer auch getan hat.

Hier geht es ja auch um die eigene Glaubwürdigkeit, die ich dann durchsetzen muss (Ich dulde nicht, dass du den Althund anknurrst und das setze ich durch.)

Ergebnis war dann ja auch, dass die Althündin in Ruhe gelassen wurde, was deine neue Hündin vorher wohl (noch) nicht verstanden hat.

Ich selber bin bestimmt nicht der Typ der seine Hunde gerne fester anpackt, aber wenn es die Situation erfordert und ein Durchgreifen nötig ist, damit das was ich durchsetzen will und muss verstanden wird, dann klappt es manchmal auch nicht mehr mit Wattebäuschen.

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Dann packst den Althund auch noch weit weg und "das sensibelchen" darf bei euch bleiben? Ja Herrgott, was soll die denken , ausser das SIE gerade der neue Star bei euch Zuhause ist und den Alten mal fleissig weg pöbelt?

Ja, jetzt im Nachhinein ist mir auch klar geworden, dass das absolut kontraproduktiv war.

Mir war das zwar schon bewusst, aber ich dachte mir halt, lieber erstmal weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden, nachher 'prägen' die sich das dann so ein, dass man eine Zusammenführung ganz vergessen kann. Dass wir einen HT kommen lassen bzw. zu einem gehen, das stand schon von Anfang an fest, es galt halt nur die Zeit bis zu diesem Termin zu überbrücken.

Seit gestern sind die Beiden ja nun auch zusammen im Haus und das klappt bisher ganz gut, sie sind jetzt nicht besonders dicke, tolerieren sich aber. Die neue Hündin ist jetzt auch nicht mehr so aufdringlich und lässt die Althündin in Ruhe.

Was ich gestern z.B auch erfahren habe ist, dass es völlig in Ordnung ist, dass Chila mit auf die Couch darf, während Nelli (neu) im Köbrchen zu liegen/schlafen hat.

Vorher dachte ich nämlich, dass sie entweder beide auf die Couch dürfen, oder halt eben beide nicht. Dass die Neue so aber merkt, dass Chila mehr zusteht als ihr und dass sie sich zurück zu nehmen hat, wenn Chila auf die Couch darf und sie nicht, darauf wäre ich anfangs nicht gekommen. Dachte, man würde so die Eifersucht schüren und die Dinge unnötig verkomplizieren, was ich ja aber ironischerweise dennoch irgendwie getan habe bzw. in Zukunft wohl auch noch das ein oder andere Mal tun werde, ehe man ganz davon abkommt, "so" zu denken.

Huhu,

mit den Rescue-Tropfen das interpretiere ich so, dass die Hündin so wohl nach dem anstrengenden Tag und von dem Stress beruhigt werden sollte.

Genau, die Rescue-Tropfen bekam sie nur in den ersten drei, vier Tagen, seitdem nicht mehr.

Ich selber bin bestimmt nicht der Typ der seine Hunde gerne fester anpackt, aber wenn es die Situation erfordert und ein Durchgreifen nötig ist, damit das was ich durchsetzen will und muss verstanden wird, dann klappt es manchmal auch nicht mehr mit Wattebäuschen.

Ne, also wenn die Situation so ein Handeln erfordert, dann ist alles in Ordnung. Je mehr ich hier im Forum lese, desto unwissender fühle ich mich und ich möchte ja dazu lernen, daher die ganzen Fragen, die einigen vielleicht naiv oder blöd erscheinen, aber ich denk' mir halt, lieber einmal zuviel fragen, als den Mund gehalten zu haben und sich nachher darüber zu ärgern.

Dieses härtere, konsequente Durchgreifen bin ich so nämlich nicht gewohnt, unsere Staff-Hündin, die wir im Dezember einschläfern lassen mussten, war ein so unproblematischer Hund, es gab damals keinen Anlass sich näher mit Erziehungfragen o.ä auseinander zu setzen, weil alles wunderbar funktionierte.

Liebe Grüße

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