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polar-chat.de  Der Hund
Bisbee

Beschwichtigung

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Hallo Ihr Lieben!

Ich wollte mich bei Euch gerne mal umhören, wie und ob Ihr auf Beschwichtigungssignale seitens Eurer Hunde reagiert...

Es ist so, dass ich mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Körpersprache beschäftige und im Moment wirklich überflutet bin von Informationen...

Irgendwie merke ich, dass ich nur noch "ruminterpretiere" und das verunsichert mich.

Auf der anderen Seite kann ich aber auch Erfolge feststellen was meine Baustelle mit der Großen angeht (verbellen von Menschen im Wald).

Das hab ich gut in den Griff bekommen dank der DVDs von Anita,

ich denke, erkannt zu haben, woran es bei uns liegt (mangelnde Führung meinerseits, Annie hat immer für mich "geregelt").

Trotzdem bin ich immer noch so unsicher und hab deswegen mal einen Termin bei Steffi in Niederbergheim gemacht (nächste Woche)... Freu ich mich schon drauf!

Oh, jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage:

Ich "rufe" Annie und anstatt dirket zu kommen, zeigt sie Beschwichtigung und kommt gaaanz langsam.

Kann es daran liegen, dass ich in jüngster Vergangenheit schon mal die Leine neben sie geworfen hab, damit sie aufmerksam wird?

Hat sie jetzt irgendwie Angst, weil sie mir sehr deutlich zeigt "oh, ist ja gut, ich komm ja schon"

Und ich möchte ihr ja zeigen, dass ich ihr Angebot der Beschwichtigung annehme, dann geh ich in die Hocke ohne sie anzusehen und lass sie kommen...

Oh, ist jetzt viel geworden, sorry...

Wie macht Ihr das?

Also wie zeigt Ihr, dass Ihr eine Beschwichtigung annehmt?

Nehmt Ihr sie überhaupt immer an? (Gerade in so einer Situation, wenn der Hund ganz langsam schnüffelnd angeschlichen kommt...)

Freue mich auf Antworten!

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Ich kann jetzt nur zu einem kleinen Teil was sagen und zwar zu dem zögerlichen Herkommen, denn das kenne ich.

Ich habe das dann so gemacht, dass ich sie schon mit Fein usw. lobe, wenn sie auf dem Weg ist zu mir - also noch gar nicht bei mir ist, sondern auch aus der Ferne schon. Das überzeugt sie offenbar, dass das, was sie gerade tut richtig und gut ist und sie kommt dann auch viel schneller und richtig fröhlich und glücklich und gar nicht mehr zögerlich. Das hat sich als besser herausgestellt, als wenn ich nur stehenbleibe oder mich hinhocke.

Nun könnte ein Hund vielleicht auf die Idee kommen, dass es schon ausreicht nur grob in Richtung Mensch zu laufen beim Herkommen wenn man auf dem Weg dorthin schon lobt - das war auch meine Befürchtung - hat sich aber als unbegründet herausgestellt. Sie kommt nach wie vor - nur viel zügiger und freudiger - ganz zu mir gelaufen.

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Hallo Steffi,

ich weiß was Du meinst und kann ganz klar daran liegen, dass Du die Leine einige Male neben sie geworfen hast (oder vielleicht mal geschimpft hast als sie kam?).

Ich würde ein neues Hörzeichen auf den "Speiseplan" holen, z.B. "Komm her", "Zu Mama" oder was auch immer Du für noch nichts anderes benutzt.

Ganz neu damit das herrufen üben. Immer mit super viel Freude, Leckerchen oder Spielzeug als Belohnung...gerne auch mal wegrennen wenn sie dann kommt.

Ich denke sie verknüpft das bisherige "zurückkommen" mit irgendwelchen Erfahrungen z.B. die Leine. Die Beschwichtigungen sollten eigentlich damit dann auch aufhören, es sei denn sie hat ein grundsätzliches Problem mit Dir was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Ist immer schwer so ein "ungesehenes" Verhalten zu kommentieren bzw. Ratschläge zu geben aber vielleicht hilft es ja!?!?

LG und viel Erfolg

Olli

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Wenn Dein Hund gerade kommen wollte und Du geschmissen hast, kann es sehr wohl daran liegen. Vielleicht liegt die Verunsicherung aber auch bei der Distanz selbst.

Beschwichtigung wird immer anerkannt. Da gibt es kein Wenn und Aber.

Ich verhätschel das Verhalten nicht, ich mach da kein Drama draus, zeige aber deutlich, dass ich die Beschwichtigung anerkannt habe.

So wie es schon gesagt wurde, wenn Du siehst, der Hund beschwichtigt, ruf oder lobe im Voraus, damit der Hund merkt "Beschwichtigung kam an, es wird aber kein Drama draus gemacht". Nachdem sie da ist, wie gehabt und motivierend weiter machen.

Ich finde es im Übrigen sehr gut, das Du Dich so intensive damit befasst, Deine eigenen Erfahrungen werden Dir schon den richtigen Weg zeigen. ;)

Ich muss dazu allerdings sagen, dass Hunde auch anders können. Ich hatte mal einen Hund, der seine Beschwichtigung "ausgenutzt" hat. So wie ich die Beschwichtigung anerkannt habe, wurde prompt das negative Verhalten weiter an Tage gelegt. Da muss man echt aufpassen, wenn man so einen Dickkopf hat.

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Ich muss dazu allerdings sagen, dass Hunde auch anders können. Ich hatte mal einen Hund, der seine Beschwichtigung "ausgenutzt" hat. So wie ich die Beschwichtigung anerkannt habe, wurde prompt das negative Verhalten weiter an Tage gelegt. Da muss man echt aufpassen, wenn man so einen Dickkopf hat.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67939&goto=1425964

Meine Pflegehündin macht genau das. Wird sie gerüffelt für ein unerwünschtes Verhalten oder kriegt von mir ein Knurren, um Verhalten abzubrechen zeigt sie alle Beschwichtigungsgesten, die sie so drauf hat. Drehe ich mich dann um macht sie das vorher von mir als "falsch" betitelte Verhalten wieder.

So richtig: Och, wenn ich hier die niedlichen Welpiverhaltensweisen zeige, dann lässt sie mich schon schnell wieder in Ruhe und ich kann weiter machen.

Im Gegenzug ist sie aber schnell verschüchtert, wenn es dann mal ein ordentlicheres knurren von mir gibt. Da muss ich immer einen Zwischenweg finden und mittlerweile hat sie es auch sehr gut angenommen.

Bisbee, manchmal kann es auch schon helfen wenn man sich hinkniet und die Arme ausbreitet. Bisschen quietschen vor Freude wenn der Hund dann kommt und manchmal lässt sich so das Problem schon lösen. Hat bei meiner Althündin hervorragend funktioniert, nachdem ich viel zu spät ein anderes Verhalten angemerkt hatte und sie es auf das zu mir kommen bezogen hat. Doofe Menschen ;) .

Ansonsten würde ich es auch neu aufbauen mit einem neuen Befehl und viel viel Freude und Motivation.

Grüße

Saskia

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Kommt der Hund denn manchmal alleine zu dir, ohne das du rufst?

Das würd ich dann mit einem "Superleckerlie" belohnen und wenn der Hund auf rufen kommt auch nach den ersten Schritten mit hoher Stimme ein "Ja feeeein!" und evtl. in die Hocke gehen (wenn sie auf dem Weg ist) und ausgiebig streicheln. Ich denke, dann wird sie das schnell ablegen.

Viel Erfolg :winken:

PS: In die Hocke gehen natürlich nur wenn sie dich nicht umrennt vor lauter "Freude" ;-)

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Danke für Eure Antworten!!

Also die Leine hab ich nur geworfen, wenn sie mich gar nicht beachtet hat, also nach dem Motto "hallo, hier bin ich!"

Ich habe sie nicht geworfen, wenn sie bereits im Anmarsch war.(wär ja auch ziemlich blöd...)

Mit dem Abrufen allgemein hab ich ja nicht so das Problem, ist vielleicht falsch rübergekommen, daher ist es auch nicht nötig, ein neues Signal aufzubauen (denk ich mal...).

Es ging mir halt vielmehr darum, wie ich auf ihre Beschwichtigung reagiere.

Aber da habt ihr mir ja gute Tipps gegeben.

Werde jetzt wieder mehr "Party" mache, wenn sie kommt...

Ich muss auch dazu sagen, dass Annie ein typisch auf Leckerchen konditionierter Hund ist/war, und dass ich auf dieser Beziehungsebene erst seit ein paar Wochen "arbeite",

nicht, dass ich vorher keine Beziehung zu ihr hatte, aber es fehlte definitiv die Führung und sie konnte/wollte mir nicht so richtig vertrauen (dann muss ich halt die Jogger vertreiben).

Hach ja, das ist alles so spannend und aufregend und macht so viel Spaß, den Hund "lesen" lernen...:)

Danke nochmal für Euer feed-back!

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