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Hundeforum Der Hund
Team Trust

Kommando Freiheit

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Hallo zusammen,

ich lese hier sehr oft, wie immer wieder davon gesprochen wird, den Hund in jeglicher Lebenslage zurück in Reihe und Glied des aufgebauten Rudels zuschieben.

Jedoch wirft das für mich gewisse Fragen auf.

Wobei eine Frage mir am meisten auf den Zeh drückt. Wenn ihr euren Hund gezielt in die Schranken weist, gebt ihr dem Hund auch mal die Chance, selbst den Ton anzugeben, selbstständig zu handeln oder bestimmte Situationen auch mal "Kontrollfrei" entgegen treten zu dürfen? Lasst ihr euren Hund/eure Hunde also auch mal selbst entscheiden und handeln?

Wenn nein, warum?

Wenn ja, wie sieht das aus und wie kommt ihr als Besitzer damit zurecht?

Seht ihr positives oder negatives Verhalten? Je nachdem, was glaubt ihr, woran das liegen kann?

Bin auf eure Antworten gespannt.

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Mein Hund bewegt sich im Stall die meiste Zeit völlig frei. Somit trifft sie dort ihre eigenen Entscheidungen.

Meintest Du sowas?

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Ich kontrolliere meine Hunde beim reinen Spaziergang so gut wie garnicht. Sie dürfen sich entfernen, schnüffeln, miteinander spielen usw.

Wenn ein fremder Hund, Jogger,Radler etc. kommt rufe ich sie ran mehr nicht.

Das bezieht sich jetzt aber auf einen entspannten Spaziergang ohne das ich was von meinen Hunden fordere.

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Mein Hund bewegt sich im Stall die meiste Zeit völlig frei. Somit trifft sie dort ihre eigenen Entscheidungen.

Meintest Du sowas?
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67981&goto=1426792

Sowas zum Beispiel, ja.

Aber vielleicht auch ein paar weniger, entspannte Situationen?!

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Unentspannte Situation? :think:

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Jedoch wirft das für mich gewisse Fragen auf.

Wobei eine Frage mir am meisten auf den Zeh drückt. Wenn ihr euren Hund gezielt in die Schranken weist, gebt ihr dem Hund auch mal die Chance, selbst den Ton anzugeben, selbstständig zu handeln oder bestimmte Situationen auch mal "Kontrollfrei" entgegen treten zu dürfen? Lasst ihr euren Hund/eure Hunde also auch mal selbst entscheiden und handeln?

Bei meinen 3en habe ich zweimal Hunde, die auch mal durchaus etwas selbst klären können und auch dürfen, da beide sich mit Blicken zu mir immer absichern. Sie können sehr gut kommunizieren, können auch mal eine Situation selbst übernehmen und ordnen sich danach wieder problemlos ein.

Wenn nein, warum?

Einer meiner Hunde ist dauerhaft schlicht überfordert. Er wurde viel zu früh kastriert, wird also immer noch als der "Kleine" wahrgenommen und versucht dies aber selbst zu überspielen. Weil er unter Hunden nicht wirklich ernst genommen wird überspannt er den Bogen einfach oft und reagiert heftiger, als nötig und tritt auch mal gerne nach.

Mittlerweile reift er langsam und ich kann ihm bei uns im Freilauf mit anderen Hunden schonmal zugestehen seine Meinung zu vertreten. Immer öfter kann er dies sehr gut regeln ohne zu viel zu machen. Ich schaue also, dass ich ihm immer wieder Situationen biete, von denen ich weiß, dass er sie selbst regeln kann. Situationen, die ihn noch überfordern übernehme ich. Zu Beginn habe ich alle Situationen übernommen, weil er aus seiner Unsicherheit heraus einfach jedes mal nach vorne gegangen ist.

Seht ihr positives oder negatives Verhalten? Je nachdem, was glaubt ihr, woran das liegen kann?

Ist das Verhältnis zwischen Hund und Halter grundsätzlich geklärt kann man den Hund auch durchaus mal selbst etwas Raum eingestehen. Negatives Verhalten habe ich bis dann nur dann als Resultat von "alleine denken und handeln" gesehen, wenn das Verhältnis zueinander nicht geklärt war oder der Halter generell nichts zu sagen hatte.

Positiv merke ich an meinem Jungspund, dass er durchaus auch mal Selbstbewusstsein nun bekommt, wenn er eine Situation alleine regeln konnte. Das Rudel holt ihn dann jedoch immer auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt ihm, dass der trotz allem immer noch nur der Muck ist und nicht Superman ;)

Als Grundvoraussetzungen, um seinen Hund alleine Sachen klären zu lassen, sehe ich persönlich:

*Geklärtes Verthältnis von Hund und Halter

*Gute Kommunikation des Hundes

*Vertrauen in den Hund

*Vertrauen vom Hund in den Halter

*Gelingende Rückeinordnung

*Gesunder Menschenverstand (was kann mein Hund aktuell, was hat er noch nicht in seinem Repertoir)

Grüße

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mmh, meine Dana muss auch oft hinter oder eben neben mir gehen (ich denke mal das meinst du mit einordnen).

Ist sie gut ansprechbar, darf sie auch vor laufen (natürlich im Rahem, keine 50m). Wenn andere Hundehalter mit Hunden kommen, die offline sind, darf Dana auch mal selbst entscheiden und Kontakt aufnehmen (nicht bei angeleinten Hunden, da muss sie bei mir bleiben).

Wenn ich mit meiner Schwester in die Leinenfreie Zone nach Brunssum fahre, dann darf Dana quasi machen was sie will. Dort kann man im großen und ganzen davon ausgehen, dass die Hunde dort soweit verträglich sind. Da versuche ich, Dana so wenig wie möglich "vorzugeben", sprich ich versuche sie auch so wenig wie möglich zu rufen.

Sie entscheidet dann frei, mit welchen Hunden sie Kontakt aufnimmt, ob sie vor oder hinter mir geht usw.

Hoffe ich versteh die Frage richtig :)

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Für mich persönlich ist das eigentliche Ziel der ganzen "Hundeerziehungs-Geschichte", meinen Hunden die größtmöglichste Freiheit zu gewähren.

Wenn ich mich darauf verlassen kann, das sie kein Wild hetzen, haben sie die Freiheit auch im Wald ohne Leine laufen zu dürfen.

Wenn ich mich darauf verlassen kann das fremde Hunde nicht unangemessen zusammen gefaltet werden, kann ich die Freiheit gewähren das sie Hundebegegnungen selber managen können.

Wenn ich mich darauf verlassen kann das sie auch in 150m Entfernung noch abrufbar sind, können sie gerne in dieser Entfernung schnüffeln, graben etc - was auch immer sie möchten.

Sie sollen wissen das sie sich in schwierigen Situationen an mich wenden können und sie sollen dann nicht wahrlos Entscheidungen ohne mich treffen.

Da ich im Moment gesundheitlich Eingeschränkt bin und nicht weit laufen kann, setz ich mich gerne auf eine Bank am Waldrand und die Hunde können einfach laufen.

Die einzige Einschränkung ist: Es werden keine anderen Lebewesen (Menschen, Hunde, Katzen) gestört und ein gewisser Radius muss eingehalten werden.

Immer wieder schön zu sehen, das sie nach 15 Minuten nur noch neben mir liegen und gar nicht mehr weg wollen. :)

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(bearbeitet)
gebt ihr dem Hund auch mal die Chance, selbst den Ton anzugeben, selbstständig zu handeln oder bestimmte Situationen auch mal "Kontrollfrei" entgegen treten zu dürfen? Lasst ihr euren Hund/eure Hunde also auch mal selbst entscheiden und handeln?

Wenn ja, wie sieht das aus und wie kommt ihr als Besitzer damit zurecht?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=67981&goto=1426788

eigentlich immer.

Die hat ihre Regeln und Grenzen, innerhalb derer sie sich völlig frei bewegen kann.

Anleitung bekommt sie nur, wenn nötig.

Ich war heute 3h ausreiten und 1h im Stall. Sie lief frei und habe in der ganzen Zeit nicht eine einzige Instruktion gegeben. Gar nichts.

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Guten abend,

Ich geh mal langsam vor.

@Faberi

Na es gibt ja auch Situationen, wo bei einigen Hundehalter sofort die Panik ausbricht, der Hund wild fuchtelnd versucht wird angeleint zu werden und der Hund oftmals mehr ruhe mit sich bringt, wie der Besitzer selbst.

@Miemingborders

Deinen Beitrag hab ich mit tiefster Freude gelesen. Ich find es wirklich gut, wie individuell Du auf Deine Hunde eingehst. So wie Du das mit Deinem Kleinen machst, habe ich es mit der Paniknudel auch gemacht.

Du hast ein für mich entscheidendes Wort angesprochen, das Selbstbewusstsein.

Ich habe dieses Thema genau genommen deswegen gestartet. Mir ging es ja gar nicht drum, wie man seinen Hund einordnet (ist ja jedem Selbst überlassen), sondern um die Selbstsicherheit.

Ich finde die Selbstsicherheit des Hundes sehr wichtig. Mir fällt nur immer wieder auf, das, wenn ich Hunde antreffe, diese grundliegend untergeordnet werden und ihnen nie die Chance gegeben wird, auch mal selbst zu handeln.

Natürlich ist es wichtig, das der Hund auch weiß, in welchem Grad er reagieren darf.

@Tinnu

Ich gebe Dir voll und ganz recht.

Das sehe ich genauso.

Ich hab das auch mal gemacht, das ich mich einfach mal auf eine Bank gesetzt habe und die Hunde machen durften, was sie wollten (natürlich im Grenzwert). Mir persönlich hat es einfach nur Spaß gemacht, diesem "treiben" zusehen zu dürfen.

____

Was für mich allerdings noch nicht ganz offensichtlich ist, warum es Hundehalter gibt, die diese Möglichkeit ausbremsen. Nach meinen Erfahrungen stellen sich sogar Fehlverhalten bei mehr Selbstbewusstsein ein. Jedoch bremsen viele ihre Hunde aus.

Ich kenne einige Hundehalter, die es aus Angst machen. Nun kenne ich aber auch welche, die dieses verneinen - da frage ich mich aber, wo dann der Grund dafür liegt. Angst die Rangfolge zu verlieren? Angst keine Kontrolle mehr zu haben (das der Hund dauerhaft macht was er will), oder liegt es mehr an der Person selbst? Dass sie zu einem starken Führungsdrang neigt?

Mir ist das noch irgendwie ein Rätzel.

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