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Hundeforum Der Hund
Annamabella

Hund (6. Monate) hat extreme Angst vor vielen Dingen

Empfohlene Beiträge

Hallo alle,

Unser Hund (aus Rumänien) ist jetzt knappe 6. Monate alt. Seit er bei uns ist hat er Angst vor Menschen, Autos Kinder, Muttis mit Kindern, einfach vor allem was draussen ist.Mann muss dazu sagen dass er für die ersten 3. Wochen auf dem Land lebte. Jetzt ist er in der Stadt (München). Selbst auf dem Land hat er sich vor allem gefürchtet.(Autos war der Hammer). Das schlimme er kann sich beim Gassi gehen nicht einmal entspannen, es ist immer Stress pur. obwohl wir mittlerweile seit einem Monat hier sind und in Parks gehen.

Es ist sehr anstrengend, für ihn (er will überhaupt nicht Gassi gehen) und für uns, da er draussen null hört, an der Leine ohne Ende zieht und der Spaziergang für Ihn hier fast eine Qual darstellt.

Ich hoffe dass irgendwer ähnliche Erfahrungen hat.

Bin für alle Ratschläge offen.#

Liebe Grüße

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Wenn man weiß, daß ein Hund schon auf dem Land der dortigen Stresssituation nicht gewachsen ist, warum dann in eine Großstadt??

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Das frage ich mich auch gerade. Wohnt ihr mitten in der Stadt oder eher außerhalb, sprich habt ihr überhaupt Möglichkeiten mit ihm an ruhigen Plätzen spazieren zu gehen?

Was habt ihr und die vermutlich Pflegestelle? bis jetzt mit ihm gemacht um seine Ängste abzubauen.

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Ich würde erstmal nur kurze Strecken in ruhigeren Gegenden mit ihm zurücklegen und ihn langsam an alles gewöhnen. Würde zu Hause viel mit ihm üben und ihn mit guten Leckerlis belohnen, damit er eine feste Bezugsperson bekommt, auf die er sich dann auch in der Welt draussen verlassen kann und die ihm Sicherheit gibt. Wichtig ist auch beim Spaziergang Ruhe auszustrahlen und vor allem den Hund nicht zu trösten oder auf ihn einzureden, da er dies als Bestätigung für sein ängstliches Verhalten auffassen kann. Würde auf jeden Fall den Besuch einer Hundeschule empfehlen, wobei ich darauf achten würde, dass dort mit positiver Bestätigung gearbeitet wird. Schaut euch ruhig mehrere Hundeschulen und den Unterricht dort an. Ansonsten einfach nicht aufgeben. Ihr schafft das schon. :winken:

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(bearbeitet)

Hallo,

ja, so kann es gehen mit einem Tierschutzhund. Dessen muss man sich vorher bewusst sein, dass man Hunde bekommen kann, die noch nichts kennen und so gesehen blank hier hin kommen. Die einen erobern dann mutig die Welt, die anderen haben erstmal Schiss vor allem und jeden.

Ich glaube nicht, dass der Hund in Rumänien unbedingt irgendwas kennen lernen konnte. Dann kommen vielleicht rasse/mischungsspezifische Verhaltensweisen dazu und ein eher zurückhaltender Charakter.

Schwierig ist halt nun, dass der Hund in einer Stadt zurecht kommen muss. Für ihn ist alles Stress, alles ist laut und ungewohnt, wie soll er sich da lösen? Wie entspannen? Das würde selbst einem Menschen sehr schwerfallen (überhaupt fällt es vielen Menschen schwer in einer Stadt zu leben). Du hast aber nun einmal dieses Päckchen zu tragen und musst das beste daraus machen.

Sorge zuerst dafür, dass der Hund zu Hause Ruhe hat. Richte ihm ein flauschiges Eckchen ein in einem ruhigen Raum. Bekomme zu Beginn bitte nicht zu viel Besuch und wenn, dann lass ihn nicht als "das neue Objekt" betatschen oder "oh wie süß" Geschreie anhören.

Wenn der Hund mal in die Wohnung macht nimmst du sein Häufchen am besten mit einem Zewa auf und wenn du dann das nächste mal Gassi gehst suchst du dir ein ruhiges Eckchen und legst dort das Zewa mit Kot zusammen dorthin. Es fällt dem Hund so vielleicht leichter sich draußen zu lösen.

Ansonsten kannst du den Hund nur langsam an alles gewöhnen, in kleinen Schritten neue Situationen erarbeiten und dem Hund möglichst viel entspannte Bewegung weit weg von Hektik und Stadt gönnen. Mit Schleppi oder neben dir am Fahrrad, falls das geht.

Grüße

Saskia

Aaah Edith sagt der Hund ist erst 6 Monate: Streich das mit dem Fahrrad!

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Kennt ihr vielleicht jemanden, der einen souveränen, älteren Hund hat und der bereits wäre, regelmäßig mit euch Gassi zu gehen? Oftmals orientieren sich ängstliche Hunde an ihren Artgenossen und lernen so, die "Welt" entspannter zu sehen.

Der Hund meiner Schwester war auch so ein Angsthase und hat sich anfangs sehr stark an meiner Hündin orientiert und so die Angst vor vielen Dingen verloren.

Ich denke, dass ist einen Versuch wert. Ansonsten rate ich euch auch zu einer guten (!) Hundeschule.

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Das kommt mir mehr als bekannt vor.

Pauschal würde ich den Ort jetzt nicht verurteilen, da es immer eine Frage des Halters ist.

Ich gebe Dir den Rat, immer nur die eine Strecke zu laufen. Nie andere Wege einschlagen. Ist zwar alles andere als abwechslungsreich, aber, so hat er erst einmal die Chance, seinen Hauptweg vertrauen und entdecken zu können.

Sinnvoll ist es auch, nicht betriebsblind zu werden. Unter betriebsblind meine ich, an alles und jedem vorbei zu laufen, ohne drüber nachzudenken, dass es für den Hund zur Horrorrunde wird.

Versuch ihn mal langsam an alles heranzuführen. Fang am besten mit Gegenständen an, die sich nicht bewegen. Tu das am besten immer mit ihm gemeinsam. Auch körperlich solltest Du für den Hund, nie verloren gehen. Wenn er Dich anschaut, loben. Damit er immer merkt, dass Du da bist.

Mit einem solchen Angsthund zu arbeiten erfordert absolut viel Zeit, mehr als nur Ruhe und der richtige Weg zwischen Härte und Verhätschelung. Du musst also einfühlsam genug sein, ohne seine Angst zu bestärken.

Wenn man es kurz und knapp zusammenfassen möchte, nimmst Du einen Weg/Park, der zur Dauerrunde wird. Dort stellst Du so ziemlich jeden Grashalm gemeinsam mit dem Hund auf den Kopf. Wenn er anfängt, interessiert zu werden und sicherer zu laufen, beginnst Du auf dieser Strecke mit den gewünschten Übungen wie Abrufen, Sitz und co.

Sitzt das, erweiterst Du die Runde Stück für Stück.

Such Dir Zeiten aus, an denen wenig los ist. Ich weiß zum Beispiel, dass ich hier keine Ruhe zwischen 8 Uhr und 9.30 Uhr habe, weil plötzlich alle losrennen. Diese Zeit habe ich gemieden. Am Tag habe ich die Zeit gegen 16 Uhr genutzt, da nicht nur die Hundehalter zu dieser Zeit oft zu Hause sind, sondern auch das Stadtleben sich beruhigt.

Vergiss am besten alles, was Du ihm beibringen möchtest und fang damit an, dem Hund eine vertraute und sichere Umgebung zu bieten. Wenn Du ihn mit den Umweltreizen überrennst, kannst Du den Hund in wenigen Wochen vergessen. Eng ihn am besten auch nicht ein, lass ihn vorläufig immer locker laufen.

Auffällig war auch, das Hunde, die unter enormer Angst leiden, sich den angestauten Stress entweder ablaufen oder abkauen. Das heißt, wenn die Situation es zu lässt, lässt Du ihn selbst entscheiden, wie er den Stress ablaufen möchte. Ansonsten geb ihm etwas zu "kaputtmachen". Ob Knochen oder peng, das ist egal.

Und wie es oben bereits gesagt wurde, würde ich an Deiner Stelle die Runde auch kürzer halten. Du musst echt bei 0 anfangen, bevor Du da anfangen kannst, wo andere mit angstfreien Hunden anfangen können.

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in München ist doch der englische Garten,

vielleicht kannst du dort gehen?

einfach eine Strecke ,

wo dein und zuerst mal nur eine Sache in Rue kennenlernt MIT DIR, vor der er sich fürchtet;

also NICHT:

Autos, Menschen, Mamas mit Kindern etc GLEICHZEITIG.

ich bin mit Piroschka im engliscen Garten spazieren gegangen mehrmals,

da haben wir, wenn überhaupt,

nur ab und zu einen ander Hund und Herrchen getroffen.

selbst dem könnte man leicht aus dem Weg gehen.

Aber da gibt es sicher noch andere Gegenden.

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So, ersteinmal vielen Dank für alle die geantwortet haben.

an solche die es nicht verstehen können, dass ein Hund Land und Stadt kennenlernen muss erst recht vielen Dank. Er ist jund (nochmals 5- 6 monate) und er soll und muss dies kennenlernen gleich von Anfang. Er lebt jetzt auch seit über einen Monat in München. Aber für alle die meinen OH SCHEISSE MÜNCHEN nein hier hat er sozialen Kontakt zu meiner Mitbewohnerin und ihrer Hündin. (mit der Hündin auf dem Land war das nicht möglich, anmerkung zu allen Land- liebhabern).

Er hat einen ruhigen Platz, wir üben sehr viel mit ihm, was wir feststellen mussten, er hat Angst vor großen Männern.

Ich finde nicht, dass man dies auf eine Stadt schieben sollte. Weil er mit allem umgehen lernen soll. Das ist wichtig, weil man nie nur am Land ist oder?

Darum wär ich sehr froh wenn jemand irgendwie was ähnliches erlebt hat und wie das am besten gut geworden ist.

Und nix von wegen warum von Land zu Stadt. Damit muss er gleich klarkommen.

aber danke an alle

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Ganz ehrlich, und ohne dich beleidigen zu wollen:

Fang an im hier und jetzt zu leben!!!

Er kommt von da, er hatte dies, er kannte nichts...DU lebst in der Vergangenheit, lässt nicht los, bist besessen davon, dass er es JETZT unbedingt lernen muss. Nimm dir mal ZEIT!

Es ist egal, ob er Angst vor Männern hat, vor Muttis, oder auch vor Kindern! Werde Objektiv, und lasse kein Mitleid zu. Und denke nicht darüber nach WARUM er Angst hat. Versuche nicht dem Hund zu beweisen, dass ihr alle nur sein bestes wollt. Tu es einfach!

Mach dir keinen Streß, was der Hund nun alles mal sehen muss, um es zu lernen. Fange erstmal an an dir zu arbeiten, fange an, deinen Hund souverän durch alles im Alltag zu führen. Dann wird er dir egal in welcher Situationen vertrauen, weil du führst.

Konkret heißt das: Löse dich von seiner Vergangenheit.

Hat er vor etwas Angst, bleibst du nicht stehen, sondern gehst erhobenen Hauptes weiter.

Geht er übermässig in Panik über, und zappelt wild an der Leine, korrigiere ihn.

Lasse ihn auf einem abgesperrten Gebiet, möglichst viel mit anderen Hunden mitlaufen. Je größer die Truppe desto besser.

Kurzum, probiere etwas aus. Du tust nun offensichtlich eine ganze Menge, das Ergebnis bleibt das selbe: er legt sein Verhalten nicht ab. Also musst du an deinem Verhalten ihm gegenüber arbeiten.

Dabei wünsche ich dir viel Kraft und eine Menge Mut zur Selbsterkentniss

EDIT: Vor allem, verknüpfe draussen endlich positiv. Drin weniger Zuneigung, draussen, nach jeder Hürde ein bischen was zur Belohnung. Du machst dir Druck bei jedem Gassi gehen, es startet ein Film in deinem Kopf. Dies überträgt sich 1:1 auf deinen Hund. Er merkt deine genervte, gestresste, frustrierte oder auch einfach mutlose Anspannung. Du hast es furchtbar eilig... deshalb wird es ewig dauern. Gib ihm, und vor allem dir Zeit, einander kennen und vertrauen zu lernen. Und das ohne dass er dir leid tut, dann hast du die halbe Miete.

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