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Hundeforum Der Hund
Team Trust

Soll das Tierschutz sein?

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Hallo zusammen,

diese Frage stelle ich mir seit Monaten.

Als ich damals in die "Forenwelt einstieg", kam mir auch das Thema Auslandshunde entgegen.

Für mich sollte zu diesem Zeitpunkt jeder machen, was er wollte.

Es dauerte kein ganzes Jahr und ich setzte mich auch für den Auslandstierschutz ein.

Dann kam Sofia als dringender Notfall zu mir. Meine Meinung über den Tierschutz änderte sich mit jeder neuen Situation.

Mir selbst war es noch nie passiert, das ich den Tierschutz (in und Ausland) so dringend gebraucht habe, wie in diesem Moment. Erst nachdem Sofia hier war, musste ich feststellen, in was für einem Mist ich eigentlich gelandet war.

Ich telefonierte Stunden mit Tierschützern, die den Hund kannten, den Händler kannten und mir auch mit dem Veterinäramt helfen wollten. Wochen später rief ich beim Veterinäramt an, nicht ein Tierschützer hatte sich dort gemeldet.

Gut, war mir egal, so doof das auch war.

Ich suchte nach Rat beim Tierschutz, da es mir nicht nur um den Hund selbst ging, sondern um die allgemeine Situation, dass mit Auslandshunden gehandelt wird. Nicht ein Tierschützer sah es für angebracht, zu helfen, Rat zugeben oder seine ehrenamtliche Arbeit als Tierschützer zu vertreten.

Mein Bild über den Tierschutz bröckelte von jedem weiteren Telefonat.

Nun, nach fast 5 Monaten, stehe ich mit dem Veterinäramt ganz alleine da und wir versuchen wirklich etwas zutun. Leider stecken einige "Tierschützer" selbst mit drin und verbleiben lieber im Stummen. Obendrein fehlen genau diese Aussagen, um noch gezielter vorgehen zu können.

Dann fand ich durch zufall einen Bericht im Fernsehen. Auf einem Sender, der mir bis dato unbekannt war. :D Dort wurde über die "Züchter" im Ausland berichtet. 3 verschiedene Züchter gaben voller Stolz preis, die Hunde in Massen zu züchten, um sie nachfolgend in den Export zu schicken, oder aber sie zu quälen, auszusetzen oder umbringen zu wollen. Einer brachte noch den Satz raus: "Was sollte uns das kümmern, der deutsche Tierschutz nimmt sich den Hunden ja eh an, auch wenn sie nichts mehr taugen". :o

Und es bröckelte weiter.

Eine Bekannte berichtete dann davon, wie sie durch Zufall auf Menschen traf, die davon berichteten wie "Tierschützer" im Ausland ganz bewusst unter Narkose die Hunde verstümmeln, da die lieben Deutschen die Hunde aus Mitleid eher nehmen würden.

Mir verdrehte sich der Magen bis in die Vergangenheit.

Über das Training kam ich dann zu der Seite unseres Tierheims und musste feststellen, wie viele Hunde bei uns ausgesetzt wurden.

Es machte den Anschein, als ob sich Deutschland durch die Massen an Hunden in eine ähnliche Richtung bewegen würde.

Ich wende mich ganz unbewusst eigentlich immer mehr gegen diese "Tierschützer". Die Hunde tun mir wirklich leid, sie können für ihr leiden nichts und ich würde auch mehr als gerne direkt vor Ort helfen, doch nach meinen Erfahrungen, gerade mit Sofia erstellt sich mir die Frage, was Tierschutz heute überhaupt noch darstellen soll.

Ich habe diese Gedanken die ganze Zeit für mich behalten. Ich finde es lobenswert, wenn man wirklich hilft. Aber wenn "seriöse Tierschützer" sich damit schmücken, Tiere zu verstümmeln, da frage ich mich doch ernsthaft, was ich da noch helfen will.

Die Hunde und die Menschen, die wirklich was tun, stehen dann blöd da, weil sie über den gleichen Kamm geschoren werden. Jedoch handelt es sich noch nicht einmal mehr um die schwarzen Schafe, sondern um anerkannte Vereine.

Soll dass Tierschutz sein?

Ich weiß bis heute nicht, wie ich darüber denken soll, weil ich recht zwiegespalten bin. Man sieht die Leute die kämpfen und Hunde, die Dauergast beim Tierarzt werden, weil Menschen sie gequält haben und auf der anderen Seite weiß man, das Tierschützer nur des Geldes wegen handeln.

Vielleicht habt ihr ja etwas, was mir helfen, kann meine Gedanken zu sortieren.

Vielleicht ist ja auch jemand hier, dem es ähnlich geht wie mir.

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Sicher :) Finde den Weg mit dem du gut leben kannst und engagiere dich darin. Guck nicht auf die anderen, das macht einen nur Wahnsinnig ;)

gruß Iris

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Du sprichst über eine Art organisierte Hundemafia....

Aber ich würde nicht ganz an dem Tierschutz selbst zweifeln.

Natürlich gibt es Ausnahmen, schwarze Schafe etc.

Aber das bedeutet doch nicht, dass alle Hunde aus dem Ausland Opfer dieser Züchtungs-Verstümmelungs-Taktik sind!!!!

Was war der Anlass bei deiner Auslandshündin Sofia, dass du den Tierschutz um Hilfe geboten hast?

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Ich sehe es fast genauso wie Alex und empfinde vieles grad im Auslandstierschutz als eine große Abzocke, gepaart mit Mitleid und Tierquälerei.

Da muß man schon wirklich ganz genau hingucken um eine wirklich seriöse Orga zu erkennen. Aber das ist nur meine Meinung.

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Das was Du beschreibst hat sicher nicht viel mit Tierschutz zu tun.

Denn ja es gibt sie, die Menschen, die auf Kosten der Tiere versuchen Geld zu machen.

Grosses ABER: Es gibt auch DIE Menschen, die die Tiere wirklich schützen, und nicht des Geldes Willen.

Und da ist die genaue Auswahl der Orga gefragt, um sicher zu gehen NUR eine zu untertützen, die wirklich Tierschutz betreibt.

Manchmal kann es auch Tierschutz sein, eine geschundene Seele in Würde gehen zu lassen. Dahingegen mag es Orgas geben, die Hunde, die körperlich kaum mehr eine Chance haben als "Werbeträger" "nutzen" ...für mich nicht unterstützenswert.

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ich denke viel über "den Tierschutz" nach.

und kann verstehen, daß du entsetzt bist.

Zuerst einmal darf man nicht so verallgemeinern:

"Der Tierschutz" ist genauso falsch, wie "die Deutschen" , die Österreicher", "die Riesenschnautzer", "die Katholiken"u.s.w.

Das sind alles Individuen, und Individuen sind nicht alle gleich.

Das Problem ist - für mich! -

der Mensch.

(ich weiß, das ist Verallgemeinerung.

ich behaupte nict, daß alle Menschen so sind.

ich meine im folgenden: der Mensch WÄRE fähig, so zu sein.

und das Beispiel von Team Trust zeigt, daß Menschen so tatsächlich auch sind. teilweise.)

Menschen sind fähig, ihr Handeln zu steuern.

das ist nicht instinktiv, sondern alles wohlüberlegt.

und solange der Mensch entscheidet,

respektlos und ohne jegliches Gefühl für Moral und ohne jede Selbstkritik zu SEIN,

wird es ÜBERALL

diese Abscheulichkeiten geben.

Menschen, deren eigene "Meßlatte" an sich slber so niedrig gelegt ist,

daß sie nach solchem Fehlverhalten trotzdem unbesorgt weiterleben und

sich selber im Spiegel ohne jede Spur von Schamgefühl ansehen -

die sind das Problem.

Sie haben das Hirn, ihr Handeln zu entscheiden.

und entscheiden absichtlich, unfair, unmoralisch und respektlos zu sein.

Sie nehmen wissentlich in Kauf,

Schwächeren zu schaden, in einer Selbstherrlichkeit und einem Egoismus und einer Egozentrik,

die unfassbar ist.

Solche Menschen findet man überall, nicht nur im Tierschutz.

weil Menschen überall sind.

Und das ist die Unlösbarkeit des Problems.

Tierschutz - das heißt: Tiere schützen.

Wie kann ich Tier schützen,

wenn ich zusehe, wie jemand ganz offensichtlich seinen Hund quält,

und mir dann die Hände gebunden sind - weil es dafür keine Gesetze gibt.

weil in diesem Bereich auf die Zurechnungsfähigkeit DES MENSCHEN gesetzt wird.

Wehe,

wenn Dummheit Macht in die Hände bekommt.

Die Macht über in dem Moment Schwächere.

was dann alles passieren kann

zeigt die Geschichte.

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Alex, dir geht es wie mir. Die Abscheu beginnt langsam aber sicher zu überwiegen und man fragt sich, ob man in der riesigen schwarzen Herde nochmal ein einziges weißes Schaf zu sehen bekommt.

Es ist zum würgen.

Eine Lösung für dich habe ich nicht, denn egal welche ich bislang kritisch angeguckt habe, es waren alles faule Eier.

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....ich kenn auch "frische Eier"..... die gibt es zum Glück auch!

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das dachte ich von den faulen Eiern auch anfangs.

Leider sind die dann später durch die Presse wegen böser Machenschaften oder ich habe Dinge erfahren, die waren zum würgen. Am Anfang ist alles rosarot.

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(bearbeitet)

Hallo Alex,

erstmal vielen Dank, das du dieses kritische Thema ansprichst.

Vorweg, ich finde das Wort Tierschutz sollte geschützt werden, zum Schutze der Tiere.

Ich habe Tierschutz im Inn-u.Ausland erlebt u. kann von beiden Seiten positives erzählen, aber auch negatives.

Da dieser Thread sich mal mit den nicht schönen Erlebnissen beschäftigt, hier meine Erlebnisse:

2 Hunde kamen aus dem Ostblock nach Deutschland.

1. Hund gelähmt... konnte nur robben.

2. Hund gelähmt konnte aber mit den Vorderbeinen sich bewegen.

Beide Hunde wurden operiert.

Hund 1. vom Veterinäramt u. von den "Tierschützern" als hoffnunsloser Fall zugenäht.

Und Einschläferung sollte sein. Es war mein Patenhund, soviel am Rande ;)

Ich erfuhr, das der Hund später verschwand... und er vom Veterinäramt gesucht wurde.

Tierschützer meinten, ein Hund haeb ein Recht auf Leben. Obwohl der Hund Schmerzen hatte u. nicht mehr Lebensqualität hatte. Als ich mitbekam, das er verschwand u. mich jemand anschrieb... antwortete ich per Mail: Der Aufenthaltsort soll genannt werden, es ist strafbar ein Tier so leiden zu lassen nach dem deutschen Tierschutzgesetz. Und wenn ich herausbekomme, wo der Hund ist, erstatte ich Strafanzeige.

End vom Lied: Der Hund tauchte nicht auf. Fand sich irgendwann im Ausland wieder ein u. wurde da nochmals operiert u. starb.

So eine Schweinerei hatte ich bis dato nicht erlebt. Und es machte mich wütend.

Hund Nummer 2:

Wurde hier operiert. Konnte nicht mehr geholfen werden. Aber, er war schmerzfrei.

Die Tierhilfe die ihn hierher brachte, sagte, der HUnd würde Physiotherapie etc. alles bekommen. Er wurde jedoch auf einen Gnadenhof gebracht u. die Orga kümmerte sich einen Dreck darum.

Deshalb organisierte ich Spender... das der Hund einen, extra für ihn angebrachten, Rolli bekam.

Hatte eine Spenderin, die über 500 Euro spendete, für diesen Hund.

Arztbesuch von dem Hund wurden von der Orga nicht bezahlt.

Der Hund, hat nun Paten. Lebte sich ein u. kann vollwertig leben. Muß aber am Tag 8 mal die Windeln gewechselt bekommen, der Popo muß gut behandelt werden, weil er nun geschlechtsreif wurde.... und die ganzen Physiotherapie, Massagen etc. bezahlen Paten.

Von meinen Auslandshund, bin ich dankbar, das er gerettet wurde. Doch als Probleme waren, war die Leitung nicht da! Nur die Pflegemama von meinem Hund, half. ALs der Hund abhaute... bekam ich von der Orga Beschimpfungen unter die Gürtellinie, obwohl ich erzählt hatte, der Hund blockt u. will keinen Kontakt aufbauen.

Im Innland Tierschutz, aus Deutschland, kann ich ähnliches erzählen. Von Geldern die verschwanden, Tieren die aufgrund "Tierschützer" am Leben erhalten wurden.

Fazit für mich:

Ich prüfe sehr genau, wem ich helfe.

Es gibt wirklich sehr gute Tierschützer u. ihr Ruf steht in Gefahr, wegen mancher kopflosen Handlung anderer Tierschützer.

WIchtig ist, beim Tierschutz: Immer wieder sich abgrenzen. Den Kopf einschalten, Infos einholen... und dann erst handeln. Da viele sich Tierschützer nennen, mit dem eigenen Profit im Kopf o. mit der Devise: Ich rette jedes Tier, egal ob das Tier lebenlang Schmerzen/QUalen hat.

Wenn ich erlebe, das Menschen schwer krank sind u. man kämpfen muß, das diese in Würde gehen dürfen. Wenn ich erlebe, das die Menschen um ihren Tod bitten.... was ich alles erlebt hatte, zeigt es mir auf, das der Tod nichts anderes ist, als eine weitere Phase in unserem Leben.

Und ich nicht das Recht habe, auf meine Kosten ein Tier krampfhaft auf dieser Erde festzuhalten.

Weil wenn ich selbst schwer krank bin, habe ich extra einen Patientenvollmacht u. bitte darum, das man mich selbst gehen lässt, wenn die Schmerzen zu groß u. die Lebensqualität gleich Null ist.

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