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Juline

Hütehunde: Einstellung gegenüber fremden Menschen und Hunden?

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(bearbeitet)

Hallo zusammen,

wie ich auf diese Frage komme: Jule ist ein halber Briard und ein halber Aussie, vom Wesen her überwiegt der Briard.

Nun ist sie seit Welpenzeit an sehr reserviert und z.T. ablehnend gegenüber fremden Menschen und Hunden, obwohl sie nie ungewöhnlich negative Erfahrungen machen musste. So steht`s auch in der Rassebeschreibung des Briard: misstrauisch gegenüber Fremden.

Kommt mir für die ursprüngliche Verwendung auch sinnvoll vor, denn der Briard (und auch der Aussie) sollte nicht nur beim Treiben der Herde helfen, sondern sie auch beschützen, hatte also auch die Funktion des Herdenschutzhundes. Klar, dass da Hunde gebraucht wurden, die eine eher feindselige Einstellung zu potentiellen Schafdieben hatten und die auch fremde Hunde eher verjagten als mit ihnen zu spielen.

Rein interessehalber meine Frage an die Halter von Hütehunden: sind eure auch so ablehnend gegen fremde Menschen und Hunde?

Die Collies würde ich mal nicht in diese Kategorie einreihen, sie hatten ja weniger Schutzaufgaben.

Ich denke vor allem an Briard, Picard, Altdeutsche Hütehunde, DSH und Belgische Schäferhunde, Australian Shepherd, Australian Cattledog etc. und natürlich die reinen Herdenschutzhunde.

Liebe Grüße

Antonia

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hm... ich finds grad gar nicht so einfach zu antworten :)

Finn wird naemlich grade erwachsen und da verschiebt sich so einiges :kaffee:

Vorher waren andere Menschen und Hunde alle Freunde, die Welt war rosa und alle nett :D

Inzwischen ist das bei Hunden schon nicht mehr ganz so... er ist grade gewaltig am Testen! das heisst, er ist im Moment bei Begegnungen mit fremden Hunden oft zickig (wobei wir nicht wirklich viele solcher Begegnungen haben...) Mit bekannten Hunden, oder solchen, wo ich beschliesse, dass es Freunde sind, ist das gar kein Problem! Das nimmt er sofort an...

Menschen findet er immer noch Klasse! Ab und an wird im Dunkeln ein bisschen gemurrt, wenn Fremde auf uns zukommen, aber ich denke, wenn sie ihn ansprechen wuerden, dann haette er da kein Problem mit...

Im Generellen habe ich Briards aber auch deifinitiv heftiger in Bezug auf Fremde kennen gelernt als Cattles...

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Anja ist da sehr 'untypisch' (also verglichen mit den gaengigen Rassebeschreibungen).

Wenn wir bei uns unterwegs sind, geht sie zwar nicht mehr unbedingt von sich aus zu jemandem, aber wenn sie gelockt wird, ist sie sehr freundlich. Sie wird auch gerne von Fremden, mit denen ich mich unterhalte, beschmust. Es ist ganz selten, dass sie mal reserviert ist - und auch dann bleibt sie es nicht, wenn ich zu der Person Kontakt hergestellt habe. (Ist meistens jemand, der ein Cape oder einen komischen Hut traegt...) Von anderen Hunden ist sie sowieso voellig begeistert. :Oo Sie ist jetzt 2 - ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich das noch gross veraendern wird. ;)

Besucher werden allerdings gemeldet, und manchmal knurrt sie auch bei naechtlichen Spaziergaengen oder auf Wanderungen, wenn wir jemandem begegnen. Das ist aber meiner Meinung nach eher ein 'Anzeigen'. Ich finde es interessant, dass sie einen Unterschied zwischen bekannten und fremden Gegenden zu machen scheint.

Ich denke aber, dass bei Showline-Zuechtungen auf den Schutztrieb kein Wert gelegt wird. Wahrscheinlich eher im Gegenteil.

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Meine Schaeferhundin ist ein Labrador im falschen Koerper. Sie ist immer offen und freundlich und momentan wahnsinnig enttaeuscht weil ihr Fixateur ab ist und sie nun niemand mehr anspricht und bemitleidet. Einzige Ausnahme sind alte Menschen die etwas aengstlich sind, vor denen scheut sie zurueck. Sie ist der unloyalste Schaeferhund auf der ganzen Welt.

In Sachen andere Hunde ist sie relativ Schaeferhund-typisch. Sie mag Unordnung nicht und Respektlosigkeit kann sie ueberhaupt nicht ab und moechte das gerne alles klaeren.

Mein Kelpie-Bordermix ist von Natur aus Menschen gegenueber eher reserviert. Lucys Freundlichkeit hat etwas auf ihn abgefaerbt, aber im Prinzip sind ihm Fremde voellig wurscht.

Mit Hunden kann er gut um gehen. Juengere Rueden findet er eher doof und haelt die auf Abstand.

Insgesamt ist er auf den ersten Blick der einfachere, umgaenglichere Hund, aber er ist total nutzlos als Erzieher.

Ich moechte auch gerne mal einen paar Briards kennen lernen. Aber die gibts hier eher selten. Auch Australian Shepherd sind nicht so verbreitet wie in Deutschland.

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Alle meine Hunde (DSHs, Rotti-Mixe, Shelties, Aussie und bekannte Cattles, Beaucerons, Hüte-mixe, harzer-Fuchs) waren oder sind fremde Menschen durchweg schnuppe, solange sie sich unauffällig verhalten. Keiner dieser Hunde mochte gerne angefaßt werden oder hat sich je über Fremde gefreut. Warum auch?

Sie lassen sich schonmal herab für ein Leckerchen, aber käuflich sind sie nicht. Es kostet schon etwas Ausdauer und Gefühl für die richtige Distanz, um an die Hunde heranzukommen.

Die Vizsla-Hündin meiner Tochter ist da ganz anders, die freut sich über jede Zuneigung.

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Ich bin mittlerweile seeehr vorsichtig mit Rasseeigenschaften. Aus mehreren Gründen:

1. wie man schon an den wenigen Antworten hier sehen kann, kann ein Hund"so" sein, ein Hüterich z.B. misstrauisch gegen Menschen und Hunden - muss aber nicht. Es kann passieren, dass ein Hüterich nicht mal Hütetrieb hat. Es kommt relativ häufig vor, weil diese Hunde für bestimmte Aufgaben gezüchtet wurden. Auch um Streunerhunde und Viehdiebe zu vertreiben. Irgendwie gibt es da immer so einen Idealtypus bei allen Rassen, aber nicht jeder Hund dieses Typs zeigt alle Eigenschaften, die für diese Rasse vom Menschen gewünscht sind (oder in einem Standard festgelegt wurden)

2. Wenn man den Rassebeschreibungen glaubt, macht man sich häufig handlungsunfähig. Wenn ein Hund laut Rassebeschreibung stur sein soll, Schutztrieb haben soll, sensibel sein soll etc., dann ist das eben so. Da kann ich nichts über Erziehung dagegen machen - es ist eben genetisch verankert.

3. Es ist dann nicht leicht, Ungezogenheiten oder generell unerwünschtes Verhalten zu erkennen. Ist das nun rassetypisch, dass der Hund alles verbellt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, oder mangelt es an Führung?

4. Es gibt so eine Art self fulfilling prophecy: wenn ich von meinem Hund erwarte (auf Grund der Rassebeschreibung), dass er misstrauisch ist, dann ist er das auch - garantiert.

Ach ja, ich habe zwei Altdeutsche; einen Fuchs und einen Schafpudel. Die sind sehr unterschiedlich :)

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4. Es gibt so eine Art self fulfilling prophecy: wenn ich von meinem Hund erwarte (auf Grund der Rassebeschreibung), dass er misstrauisch ist, dann ist er das auch - garantiert.

:):yes:

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Meine Aussie Hündin ist sehr aufgeschlossen gegenüber Mensch und Hund, meine BC Hündin nur zu denen die sie auch kennt.

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Ich hab zwar einen Collie und die ist auch noch recht jung.

Aber ich kann dir sagen, dass meine Kleine die Menschen erst sorgsam mustert und dann entscheidet ob sie auf sie zugeht oder nicht.

Bei Hunden ist es ebenso. Erst wenn sie sie länger kennt spielt sie auch mit ihnen, obwohl sie alles andere als schüchtern ist.

Auf locken oder Leckerlie reagiert sie bei Fremden jedoch gar nicht. Wobei ich darüber auch sehr froh bin und mir nicht ganz sicher bin, ob das nicht von mir kommt.

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Das ist absolut Hundabhängig.

Allein unter den Schäferhunden fangen die unterschiede schon in der Blutlinie an. Das geht weiter über Zucht, Aufzucht, Prägung, Erziehung.

Aber im normalfall sollten gerade Hütehunde mehr ein "meideverhalten" zeigen, bedingt durch ihren Rasseursprung. Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)

Ich hatte Schäferhunde, die nur für ihr Rudel gelebt haben, ich hatte welche die jedem Menschen mit freude entgegen getreten sind und ich hatte welche, die erst einmal Misstrauisch 10 Minuten daneben gestanden haben und den jenigen Begutachten mussten.

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