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polar-chat.de  Der Hund
melle2885

Ich bin stolz auf Diego - und auch wieder nicht / Antijagdtraining - Reizangel

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(bearbeitet)

Also... am Samstag war ich mit Diego - wie immer - im Feld spazieren. Beim Schnüffeln mitten auf dem Acker schoss ein Hase hoch und lief weg - und Diego hinterher. :Oo Normalerweise läuft Diego ein paar Schritte hinterher und dreht dann wieder ab. Ich dachte immer, Diego denkt bestimmt: "Ich bin eh zu langsam und nicht wendig genug. Das lohnt die Anstrengung nicht." :zunge: Aber am Samstag war Diego da wohl anderer Meinung und ist eine ganze Weile hinterhergelaufen. Jegliches Rufen hat nichts gebracht. Also stand ich da wie bestellt und nicht abgeholt und sah Diego quer übers Feld jagen. :motz: Und auf einmal schießt der Hase Richtung Landstraße und Diego hinterher. Ich hatte einen halben Herzinfarkt und habe in Panik nach Diego geschrien - keine Reaktion. Dann schießt der Hase über die befahrene Landstraße und was macht Diego? Schießt auf die Landstraße zu, legt eine Vollbremse hin und setzt sich am Straßenrand gemütlich hin und sieht dem Hasen nach. :moehre

Nachdem mein Herz dann endlich wieder angefangen hat zu schlagen, war ich total stolz auf Diego. Er hat nämlich gelernt, dass er sich am Straßenrand immer setzen muss, bevor wie die Straße auf mein Kommando überqueren. Und er hat das Gelernte sogar beim Jagen noch umgesetzt. :sensation

Aber schon kurze Zeit später verflog meine Freude wieder. Jetzt muss ein Plan fürs Antijagdtraining her. Es gibt bei uns in der Hundeschule einen Control Hunting Kurs. Den werden wir dann wohl besuchen. Aber da kann man nicht jederzeit einsteigen und der nächste Start ist erst in zwei Monaten. Ich will aber vorher schon etwas tun. Hat jemand Tipps wie ich Diego beibringen kann entweder garnicht zu jagen oder während der Jagd abrufbar zu sein? Mit Schleppleine?

Ich habe jetzt auch schon öfter gehört, dass man das mit der Reizangel trainieren kann. Dabei wird der Hund mit einem Gegenstand, den man eben an der Angel bewegt, gereizt. Er jagd dem Ding hinterher und soll dann trotzdem auf Kommandos reagieren. Man fängt klein an - also geringer Reiz und einfaches Kommando - und steigert das dann langsam. Gesichert wird der Hund mit der Schleppleine, um das Kommando auch durchsetzen zu können. Hat damit jemand von euch Erfahrung? Bringt das wirklich etwas?

Mit der Suchfunktion habe ich leider nicht wirklich etwas Passendes gefunden. Aber Links zu schon vorhandenen Themen sind natürlich auch herzlich willkommen. Kann mir nämlich nicht vorstellen, dass zum Thema Antijagdtraining noch nichts geschrieben wurde... :think:

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Ich kann dir dazu nichts sagen. Meine Hunde und Gasthunde jagen nicht, das habe ich durch gesetzt.

Control Hunting Kurs ... son Mist. Koennen die Deutschen nur noch so wenig Deutsch das sie englische Titel erfinden muessen? Offensichtlich ist deutsche Sprache nichts mehr wert und wird durch schlechtes Englisch ersetzt. Das ist noch nicht mal grammatikalisch richtig.

Aetzend!

Ich wuensche euch viel Glueck. An deiner Stelle wuerde ich solche Probleme nicht in unterschiedliche Gedankenkisten sortieren. Alles was ich von euch beiden gelesen habe, laesst darauf schliessen das dein Diego nicht unbedingt respektiert was du sagst. Wenn das so bleibt kannst du Antijagd trainieren bis ihr beide gruen im Gesicht seit und trotzdem wird er einem Hasen hinterher gehen.

Hab ich das falsch in Erinnerung hattest du schon mal einen HTS-termin?

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@ kamalii:

Zu englischen Wörtern in der deutschen Sprache sage ich jetzt garnichts. Das gehört hier nicht hin... Nur so am Rande: an "Control Hunting" ist grammatikalisch nichts falsch... ;)

Mit Respekt hat das garnichts zu tun. Diego respektiert mich sehr wohl. Wir haben bis auf dieses blöde Jagdproblem momentan überhaupt keine Probleme mehr - naja, und das Mobbing, an dem wir aber erfolgreich arbeiten, und die Entwicklung dieses Mobbing-Verhaltens hat auch besondere Gründe. :Oo

Und ja, wir hatten einen HTS-Termin. Seitdem funktionieren auch die Hundebegegnungen wesentlich besser. Aber auch diese falsch verlaufenden Hundebegegnungen hatten ihre Gründe. Bei Bedarf kann ich die gerne erläutern. ;)

Am Respekt liegt es sicher nicht. Soweit kenne ich mich aus, dass ich das beurteilen kann.

Dennoch hat der Hund eben einen angeborenen Jagdinstinkt. Und wenn zwei Meter neben dem Hund ein Hase hochschießt, dann geht der Hund eben hinterher. Und beim Jagen schaltet ein Hund naturgemäß auf Durchzug, wenn man es nicht anders trainiert. Und ich habe mit Diego nie das Abrufen aus solch einer Jagdsituation geübt, weil es bisher nie notwendig war. Der Abruf unter anderen Ablenkungen funktioniert. :)

Ich wüsste lediglich gerne, wie andere Hundehalter das trainiert haben ohne ständig einen Hasen durchs Feld zu jagen. Ich kenne verschiedene Möglichkeiten, wüsste aber gerne wie eure Erfahrungen diesbezüglich aussehen, damit ich nicht wild rumprobieren muss, sondern direkt die Methode mit der größten Erfolgschance wählen kann.

Du schreibst, du hättest das bei deinen Hunden durchgesetzt. Wie hast du das denn gemacht? Mit Schleppleine? Mit der Reizangel? Oder auf eine andere Art und Weise? Würde mich sehr interessieren. Scheinbar hast du ja damit Erfolg gehabt.

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Wenn Dein Hund wüßte durch Dich, dass er DEINE Hasen nicht jagen darf, könnte das was werden.

Allerdings muss man vorher die anderen" BAUSTELLEN " die das nichtgewünschte Verhalten noch begünstigen bevorzugt erledigen.

LG :winken:

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Für mich ist das Rückruftraining aus der Jagdsequenz einfach der falsche Ansatz...

Wenn die Gefahr besteht das der Hund einem im Feld aufgescheuchten Hasen nachläuft, darf er nicht aufs Feld...

Da schon stöbern zur Jagdsequenz gehört, wird das stöbern abgestellt.

Neo darf ich gar nichts in der Richtung tun lassen. Der würde alles hetzen von der Taube über die Katze zum Hirsch... da er das nicht soll, hat er auch keine Vorarbeit zu leisten. Er stöbert nicht und auch das folgen einer Spur unterbreche ich.

Ich verbiete also die komplette Jagdsequenz, nicht nur das Hetzen. Als Alternative können sie sich an der Reizangel auspowern oder Futter suchen.

Für mich ergibt das keinen Sinn zu sagen: Ja du darfst stöbern, aufscheuchen aber dann nicht hetzen. Das ist nicht die Aufgabe meiner Hunde.

Bei Luna bin ich jetzt sowweit das sie Wild anzeigt, dafür belohnt wird und wir gehen weiter. Neo zeigt nicht an, der will rennen. Also kann ich da auch (noch) nichts belohnen.

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Control hunting Kurs wuerde so kein Englaender sagen. So ist es also nicht ganz richtig.

Alles im Leben hat mit Respekt zutun. Wuerde er dich respektieren, wuerde er dich Handlungen abbrechen lassen oder sie gar nicht erst tun, dazu gehoert Jagen, Mobbing, wildes Begruessen oder Essen klauen usw. Ich wuerde solche Dinge nicht in verschiedene Themen sortieren.

Was ich tue wird dir nicht helfen. Meine Gasthunde kommen zu mir und wir fangen bei Null an. Ich setze Grenzen, die dazu da sind, ihnen bei zu bringen sich selber zu kontrollieren. Hunde lernen das meine Anerkennung ihnen wichtig ist. Was ich sage setze ich durch, fuers nicht achten gibt es immer Konsequenzen.

Ausserdem habe ich meist eine Hundegruppe dabei und so gibt es neben dem Jagen andere Dinge zutun.

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Eine Reizangel ist nicht ganz falsch, wenn man NUR DAS RICHTIGE Verhalten forciert!

Ein Hund mit "viel ererbter Jagd-Genetik" muss man nicht versehentlich in die falsche Richtung damit puschen ???

LG :winken:

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Alles im Leben hat mit Respekt zutun. Wuerde er dich respektieren, wuerde er dich Handlungen abbrechen lassen oder sie gar nicht erst tun, dazu gehoert Jagen, Mobbing, wildes Begruessen oder Essen klauen usw. Ich wuerde solche Dinge nicht in verschiedene Themen sortieren.

zutun.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68154&goto=1430537

Ich schließe mich da Kathi an. Wir waren mit Mona bei HTS wegen Jagen und da wurde aber nicht am Jagen gearbeitet sondern an grundsätzlichen Dingen, wie ich Grenzen setze und das auch durchsetze. Wie ich mir Mona gegenüber Respekt erarbeite. Als der Respekt da war, wurde auch nix gejagt.

Der würde alles hetzen von der Taube über die Katze zum Hirsch... da er das nicht soll, hat er auch keine Vorarbeit zu leisten. Er stöbert nicht und auch das folgen einer Spur unterbreche ich.

Ich verbiete also die komplette Jagdsequenz, nicht nur das Hetzen. Als Alternative können sie sich an der Reizangel auspowern oder Futter suchen.

Für mich ergibt das keinen Sinn zu sagen: Ja du darfst stöbern, aufscheuchen aber dann nicht hetzen. Das ist nicht die Aufgabe meiner Hunde.

Und mich wieder anschließen tue.

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(bearbeitet)

@ Tinnu: Das Problem ist nur, dass Diego nicht stöbert. Er sucht garnicht nach dem Wild. Er jagd auch keine Raben, Tauben, Hasen oder sonst irgendwelche Tiere, die auf dem Feld sitzen oder in der Ferne laufen. Er geht lediglich hinterher, wenn sie direkt neben ihm aufspringen und wegrennen. Du schreibst, dass Neo nicht anzeigt und du noch nicht das Anzeigen belohnen kannst. Wie trainierst du das denn mit ihm?

@ Kathi: Ja, ein Engländer würde natürlich nicht das Wort Kurs benutzen. Aber Control Hunting Lessons / Control Hunting Training gibt's in England und den USA auch. ;-)

Natürlich hat der Respekt im Zusammenleben mit Hunden einen großen Stellenwert. Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber ich kann Diego's Handlungen im Normalfall immer unterbrechen. Ich kann ihn beim Spielen, Verbellen, Hundesichtungen und Ähnlichem abrufen. Mittlerweile geht das auch, wenn er anfängt zu mobben. Lediglich wenn er sich einmal reingesteigert hat, schaltet er auf Durchzug. Er ist dann aber auch so durch den Wind, dass er scheinbar garnichts mehr um sich herum wahrnimmt und ich ihn erstmal aus der Trance rausholen muss, wenn ich zu spät reagiert habe. Wildes Begrüßen von mir oder anderen Personen kann ich unterbrechen - tue ich nur bei mir nicht immer, weil ich es toll finde von einem Hintern-wackelnden Labbi begrüßt und abgeknutscht zu werden. :-P Aber ich kann es, wenn ich es will. Auch wenn mir das Spielen mit ihm zu wild wird - wir rangeln schonmal auf dem Boden - kann ich das ohne Probleme unterbrechen. Diego klaut kein Essen mehr - naja außer bei meiner Oma, wenn er mit ihr alleine ist. Wir haben keine Respekt-Probleme mehr. In manchen Situationen schaltet Diego einfach die ganze Umwelt ab - bspw. beim Jagen oder wenn er im Mobben schon tief drinsteckt und ich nicht früh genug reagiere. Wenn Diego nichts und niemanden um sich herum wahrnimmt, nützt mir jeglicher Respekt nichts.

Ich mache es sonst auch so wie du. Ich setze Grenzen und was ich sage, wird auch gemacht - ohne Ausnahmen.

Ich möchte lediglich eine Möglichkeit finden, wie ich mit Diego trainieren kann, dass er eben nicht immer seine Umwelt ausschaltet - beim Mobbing wird es immer besser. Nur fürs Jagen suche ich noch nach einer guten Möglichkeit. Bspw. beim Schleppleinentraining - entweder an der Reizangel oder beim Spaziergang im Feld - könnte ich ihn aus diesem "Trance-Zustand" wieder rausholen. Durch Training und häufige Wiederholungen sollte Diego irgendwann lernen, dass er auch in solchen Situationen ansprechbar sein muss. GLeiches gilt für das Reizangeltraining. Mich würden nur Erfahrungen interessieren, ob das noch jemand so geschafft hat oder ob es absolut nutzlos ist.

@ hunde-versteher: Dass man mit der Reizangel unter Umständen den Jagdtrieb noch verstärkt, liest man auch schonmal öfter. Genau das will ich ja nicht tun. Aber man liest eben auch immer wieder, dass man bei richtigem Training - also 100%iges Durchsetzen der Kommandos an der Reizangel und nicht unkontrolliertes Jagen des Gegenstandes - gute Erfolge mit dem Reizangeltraining erzielen kann. Deshalb hatte ich gehofft, dass mir hier jemand über Erfahrungen berichten kann.

Es gibt doch hier bestimmt den ein oder anderen, der es geschafft hat, seinem Hund beizubringen, dass er auch beim Jagen abrufbar ist, oder? Wie habt ihr das gemacht. Bisher gab es leider keine Beschreibungen wie diejenigen, die es geschafft haben, das Ganze trainiert haben... :(

Achja, Diego läuft natürlich nicht den ganzen Spaziergang über einfach so durchs Feld. Wir machen auch viel - Unterordnung- Futtersuche, Apportieren, usw. Solange er sich auf mich und das, was wir machen, konzentriert, läuft er auch keinem Wild hinterher. Aber wenn er eben mal ein paar Minuten für sich im Feld rumläuft - bspw. um sein Geschäft zu erledigen - und in dem Moment springt ein Hase neben ihm auf, läuft er hinterher.

Steadyness-Übungen machen wir übrigens auch schon - also ruhig sitzen bleiben während um ihn herum alle möglichen Dinge geschehen. Der kleine Wibbelstetz hat zwar ab und zu noch ein wenig Probleme wirklich ruhig zu sein, aber er bleibt sitzen, wenn ich das will. Man sieht ihm nur an, dass er innerlich noch nicht die absolute Ruhe gefunden hat. Diego ist von Natur aus schon immer total hibbelig gewesen. Sind seine Geschwister aber auch.

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Jedes 'aber', 'ausser' 'lediglich' sagt mir etwas anderes. Es tut mir leid ich kann mir nicht vorstellen, das bei euch alles so perfekt ist wie du sagst. Wenn es so waere, dann wuerde dieses Thema nicht existieren. Daher finde ich ist es eine Ueberlegung wert, nicht fuer mich oder sonst irgendjemanden, sondern nur fuer dich selber, in wie weit es um den gegenseitigen Respekt bestimmt ist.

Hierbei geht es auch gar nicht so sehr um die Dinge, die du unterbrechen kannst, sondern darum das du sowas gar nicht mehr unterbrechen muesstest, weil er es nicht mehr tut.

Wir haben keine Respektprobleme mehr, kann wirklich niemand ueber sich und seine Hunde sagen. Eine Beziehung entwickelt sich immer weiter, manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten.

Wenn Diego nichts und niemanden um sich herum wahrnimmt, nützt mir jeglicher Respekt nichts.

Das ist eine Art von Respektlosigkeit. Du bist so unwichtig, das er dich einfach ausblenden kann. Das ist voellig ohne Wertung gesagt, sondern nur ein Denkanstoss.

Meine Hunde haben niemals das Recht abzuschalten und mich komplett auszublenden, auch nicht wenn sie zB Angst haben.

Wenn du bei HTS warst, dann solltest du eigentlich verstanden haben, das der Umgang mit Hund kein Trainings- sondern eher ein Verstaendigungsproblem ist.

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