Jump to content
Hundeforum Der Hund
gast

Die Gefahr der Vermenschlichung

Empfohlene Beiträge

Hallo Lars,

deswegen beruhigt es mich wenn ich hier im Forum besonders von Dir was lese (und von manch anderem),

denn so wissen wir sooo verkehrt liegen wir garnicht mit unseren Ansichten

....manchmal hatte man hier, in Gilsbach, schon das Gefühl das man von einem anderen Planeten kommt.

Tja die Gilsbacher sind ein Völkchen für sich... :Oo

Habe schon von vielen gehört (und sind langsam selber der Meinung),

die Gilsbacher gehen schön brav zu Kirche,

wenn sie rauskommen schlagen sie mit der Bibel auf Dich ein (einen Grund finden DIE immer)

und ihren Heiligenschein putzen die mit Waffenöl.

Gilsbacher unter einander geht ja noch, die sind ja zusammen aufgewachsen oder so.

Aber wehe Du bist zugezogener und hast noch Tiere/Hunde,

DANN zieh Dich warm an....hier hast Du dann echt nichts zu lachen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Gilsbacher, ich schmeiß mich weg... klingt ja, als wäre dort die Zeit stehen geblieben.

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Sabine,

hallo Bärenkind,

he, meine Meinung ist kein Kriterium! Vielleicht hab ich ja nicht alle Tassen im Schrank. :-)

Nein, ich denke einfach man soll leben und leben lassen. Ich habe niemals Stress gemacht wenn mich ein Hund gebissen hat - und das kam öfter vor, weil ich als Kind zu jedem Hund rannte, ihn anfasste und den Leuten erklärte dass ich nicht gebissen werde. Das ging halt manchmal schief. :-)

Es hat mir nichts geschadet. Im Gegenteil. Wenn ich als Kind unseren Pudel falsch angefasst habe und der mich biss, sagte man mir: "Dann lass ihn doch in Ruhe wenn er das nicht will."

Er hat mir Mal kräftig in die Hand gebissen und ich bin zu meiner Oma gerannt. Die sagte: "Indianer kennt keinen Schmerz! Die Wunde hat ja ne Form wie ein Posthorn." Da mein Opa bei der Post arbeitete war ich mächtig stolz drauf und zeigte jedem mein Posthorn. :-)

Wir leben in einer Zeit des expressiven Individualismus. In einer Zeit in der sich die Märkte globalisieren und sich eine territoriale Ortslosigkeit breit macht, verliert das Individuum immer mehr an Bedeutung. Das kompensiert es durch übermäßiges zur Schau stellen seiner selbst.

Gruß

Lars

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@ Anja

Sooft wie die hier von den Guten alten Zeiten (Kriegszeiten) erzählen bestimmt :Oo

@ Lars

Du hast es mal wieder getroffen ! :party:

Ist schon fast unheimlich, wie oft Dein geschriebenes mit unserer Meinung übereinstimmt :so

Wir sollten vielleicht mal ein Hundetreff machen !? :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo zusammen,

Vermenschlichung bedeutet für mich, wenn z. B. jemand seinen Hund im Restaurant auf die Bank oder den Stuhl setzt und ihn vom Teller mit dem Löffel füttert :motz:

Oder hier ein Beispiel vermenschlichter Interpretation vom Hundeverhalten:

Im Gespräch mit Spaziergängern auf einer Uferpromenade über ihre 14jährige Hündin, die voller Tumore in der Gesäugeleiste war, erzählte mir die Besitzerin vom Todestag des vorherigen Hundes, dass dieser in den Garten ging, sich auf eine kleine Anhöhe stellte und sich auf dieser Anhöhe mehrmals drehte, bevor er sich erschöpft hinlegte.

Ihre Interpretation des Hundeverhaltens war:

Der Hund spürte, dass es mit ihm zu Ende ging und hat sich rundherum von allen Häusern verabschiedet! :???

Ich wußte in dem Moment nicht, was ich dazu sagen sollte und liess es einfach :D

Cony

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Sabine,

entschuldige, ich war länger nicht hier.

Hundetreffen in Gilsbach?? :-)

Gruß

Lars

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hihi, Lars, man sieht es, Du hast ja auh noch Schnee aufm Avatar ;) .

LG Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bin neu im Forum und habe nicht alle Beiträge gelesen. Das, was von Lars kommt, kann ich nur bestätigen. Wir unperfekten, mit Macken behafteten "Humanoiden" erwarten viel zu viel von unseren vierbeinigen Freunden.

Vermenschlichung im allgemein gebräuchlichen Sinne, bedeutet für mich, menschliche Bedürfnisse am Hund auszuleben, bzw. tierische Bedürfnisse zu ignorieren. Es gibt viele Menschen, die mit ihresgleichen nicht zurecht kommen, sich häufig unterlegen fühlen und sich dann einen Hund anschaffen, den sie kontrollieren wollen. Viele der sogenannten erfolgreichen Hundeerzieher gehören in diese Kategorie.

Mein Hund hat kein Problem, wenn ich mit ihm quatsche, er erhält dadurch Zuwendung. Meine Worte kann er nicht verstehen, wohl aber meine Stimme und Stimmung. Wenn Hunde mit menschlichem Gequatsche nicht zurecht kämen, würden sie sich wohl kaum so eng an uns binden.

Ich finde es auch nicht so toll wenn Menschen sich "verhundlichen", also immer versuchen, das Verhalten eines Wolfsrudelführers zu imitieren. Hunde sind nicht blöd und können sehr gut zwischen den unterschiedlichen Verhaltensweisen verschiedener Spezies unterscheiden. Wäre das nicht so, könnten sie sich nie, nie, nie mit Katzen anfreunden.

Letztendlich geht es darum eine für Hund und Mensch liebevolle Beziehung aufzubauen. Und das erreicht man nicht nur durch Training und (V)Erziehung sondern in ganz großem Maße durch Liebe und Vertrauen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo

ein jeder kennt Leuts die ihren 4 Beiner fettgemässtet 3m um die Siedlung schieben, einen super aktiven Labbi nur im Garten halten und jede Anzeige vom Nachbarn wegen Ruhestörung demonstrativ im Garten verbrennen.

Ich muss sagen es gibt immer mehr Hundehalter die Hunde nur aus unsinnigen Gründen halten.... .

Viele kommen über den Hund zum Sport, da gehöre ich auch zu, viele lernen so neue Leuts kennen und sind viel öfter unterwegs als vor dem Hund.

Aber viele sind leider nur durch bequatschen, Kindersorge, schönen Fotos, Mitleidsabgaben, Familienwanderpokal und und und zu einem Hund gekommen und da tuen mir die Tiere meistens leid.

Denn da muss der Hund für etwas herhalten was er garnicht in seinem naturell hat. Einige neugezogene Rassen ja, aber selten machen sich Menschen wenn es um die "habenwollen Stellung" geht einen Kopf was er sich da an Hund ins Haus holt.

Im schlimmsten Falle Welpi, süß haben wollen und schon ist der Hund im Haus.

Einerseits denke ich oft wenn ich Hundetrainer höre die sagen eine Mensch muss hündisch reagieren....aber da muss auch ich mich reinnehmen... ....Hunde wachsen im besten Falle bis zur 8-10Woche bei Artgenossen auf und sind dann ein Leben lang bei Menschen?!?

Also d.h. 3 Tage Deutsch 15Jahre Japanisch...was kann man dann besser?

Natürlich ist hier einiges überspitzt, aber selbst wenn der Hund dann zu unskommt hat er ja ca. im besten Falle 1-5h Hundekontakt...da aber auch immer in wechselnder Form was die Hundewiese und der Gassigang hergibt.

Die realität ist ja das wir Einzelhunde haben, und erst wenn man dann doch zu einem 2ten kommt selten nur noch einen haben möchte.

Real ist aber 1 Hund pro Haushalt heist für den Hund ca. 18h Mensch 4 h Hund....ohne feste Rudelstruktur.

Also dann wieder die frage warum immer auf die Hund ist Wolfgeschichte pochen.... .

Unsere Hunde wachsen so menschlich auf das ich auch meinen einen gewissen Part zuspreche und in ganz viele Situationen merke das sie das auch einfordern.

Dieses Thema ansich ist so weitläufig, zumindest für mich :) , und kann hier nur oberflächlich anknüpfen. Aber ich finde es inzwischen nicht mehr sooo schlimm meine Hunde zu betüdeln, da sie von mir eh gewohnt sind das Regeln zum Alltag gehören und wenn sie eingehalten werden sie um so mehr freiheiten genießen.... .

Den Part des durchsetzens fehlt vielen HH, und da ist dann der Hund natürlich immer schnell der stärkere.

Vg Sandra

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.