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Das - unerwünschte Jagdverhalten des Hundes

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

CLARISSA v. REINHARDT

Das – unerwünschte – Jagdverhalten des Hundes

01_gross_cover_Jagdverhalten.jpgDas unerwünschte Jagdverhalten des Hundes

Clarissa von Reinhardt

Animal Learn Verlag - 2005-08 - Gebundene Ausgabe

Das – unerwünschte – Jagdverhalten seines Hundes hat schon so manchen

Menschen verzweifeln lassen. Der sorgsam trainierte Grundgehorsam scheint

vergessen, sobald ein Hase oder Reh den Weg kreuzt.

Während die einen sagen, da helfe nur Starkzwang, zucken die anderen

resigniert die Schultern und meinen, da könne man nichts machen. Denn die

Meinungen, wie mit einem Hund zu arbeiten sei, dessen Jagdtrieb stark

ausgeprägt ist, differieren erheblich.

Clarissa v. Reinhardt, international gefragte Trainerin und Autorin diverser

Fachpublikationen über Hunde, hat sich über viele Jahre mit diesem Thema

beschäftigt. Während der Arbeit mit Hunden der unterschiedlichsten Rassen

und Altersstufen hat sie ein vollkommen neues Trainingskonzept entwickelt,

das für jeden Hundebesitzer leicht nachzuvollziehen und durchführbar ist.

Dabei betont sie immer wieder, dass ihr nicht jedes Mittel Recht ist, um

einen Hund zu einem zuverlässigen Gehorsam zu bringen – ganz im Gegenteil

weist sie darauf hin, dass wir Menschen nicht das Recht haben, ein uns

anvertrautes Lebewesen für instinktgesteuerte Verhaltensweisen mit

Gewalteinwirkung zu strafen.

In diesem Buch führt sie Schritt für Schritt durch die Übungen und lädt den

Leser ein, mehr über das komplexe Verhaltensspektrum seines Hundes zu

erfahren und im Training jede Menge Spaß mit ihm zu haben.

Aus dem Inhalt:

• Die Handlungskette des Jagdverhaltens

• Das Töten/ Tötungsstrategien

• Die Körpersprache/ das Ausdrucksverhalten des Hundes

• Die Sinne im Einsatz

• Kommunikatives Spazieren gehen als Schlüssel zum Trainingserfolg

• Abrufübungen

• Selbständiges Absitzen beim Anblick von Beute

• Fehlerquellen im Training...

• Hilfsmittel im Training

• Trainingsmethoden und ihre Grenzen

… und vieles mehr!

Hardcover, 112 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen

Meine Meinung:

Eine wahre Fundgrube an Tips und Ideen, sehr schön erklärt mit allen Vor- und Nachteilen, auch für den Anfänger und/oder Laien mit verständlichen Hintergrundinformationen angereichert und bestens bebildert

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Hallo Sabine,

schlechthin, d a s Thema für uns!

Wie ich dir schon schriebm, war ich gestern sehr voreilig und habe dummerweise den Fehler gemacht, die Leine bei Shelly loszumachen!

Die ersten Minuten klappte es auch wunderbar und ich lief schon mit stolz geschwellter Brust durch die Gegend "Mensch, super Erfolg schon nach so kurzer Zeit!"

Shelly muss meine Gedankengänge erraten haben, und, schwups, weg war sie!

Sie raste wie eine Irre über Felder, wo weit und breit kein Wild auszumachen war. Jegliches Rufen und Pfeifen schienen durch das eine Ohr aus dem anderen Ohr unverhallt wieder rauszukommen!

Zweimal ist sie, breit grinsend, an mir vorbei gerast und machte einen sichtlich zufriedenen Ausdruck.

Mensch, war ich sauer! Aber warscheinlich mehr auf mich, wegen meiner Blödheit als auf Shelly!

Boomer wollte schon hinterher, aber ich schrie wohl so stinkig "Nein", dass er mitten im Lauf verharrte und zu mir zurückkam!

Der Fehler der meisten Leute die einen Hund mit Jagdtrieb haben, sind warscheinlich zu ungeduldig! Bestes Beispiel dafür bin warscheinlich ich!!!:???

Ich denke, hier sind noch eine ganze Menge Leute, die das gleiche Problem wie ich haben und auf deine wertvollen Tipps nur warten!

Wäre schön, wenn du deine Erfahrungen hier darstellen könntest, damit hilfst du bestimmt vielen Leuten!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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Liebe Renate,

ich beschäftige mich von morgens bis abends mit dem unerwünschten Jagdtrieb meiner Hunde und habe es noch lange nicht im Griff. Aber warum sollen wir(meine Hunde & ich) schneller lernen, als z.B. ein junger Mensch, der eine Ausbildung macht (meist dauert es mind. 3 Jahre).

Das ist also der erste Fehler den die meisten Jagdtrieb-in-den-Griff-kriegen-Woller machen (ich schließe mich da selbstverständlich mit ein) Hier ist ein langer Atem und Geduld angesagt und nach Möglichkeit jemand, der einen hin und wieder an die Geduld erinnert.

Als Mensch muß man auch resistent werden gegen die superschlauen Hundehaltertips, die man dann täglich in Wald und Feld zu hören bekommt, auch gegen die Mitleidsbekundungen, weil der arme Hund an der Schleppleine läuft und nicht frei. Das ist nicht immer einfach, am besten man blockt diese Gespräche ab, wer kein Jagdtriebproblem hat, wird es nicht nachvollziehen können, wenn er nich gerade Canidenfachmann/frau ist.

Zu deinem Beitrag möchte ich noch sagen:

Jegliches Rufen und Pfeifen schienen durch das eine Ohr aus dem anderen Ohr unverhallt wieder rauszukommen!

Das solltest du ab sofort lassen, wenn dein Hund rennt, hast du keine Chance in diesem Stadium eurer Ausbildung. Du machst dir dabei nur dein Hier-Kommando kaputt, weil der Hund lernt, daß du ja eh da stehst und er solange rennen kann, wie er lustig ist.

Wenn es nochmal passiert, dreh dich um und renn in die andere Richtung ohne Rufen, ohne Gucken und such dir ein Versteck. In dem Versteck tritt dir dann 3 x kräftig in den Allerwertesten, denn genau das sollte dir möglichst kein 2. Mal passieren.;)

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Ach Sabine, wenigstens einer, der mich versteht!

Wenn ich in deiner Nähe wohnen würde, käme ich extra vorbei, damit D U die Gelegenheit hast, mir in den Allerwertesten zu treten!:o

Hast nämlich vollkommen Recht!

Aber wie heisst es so schön: Aus Fehlern lernt man!

LG Renate mit Shelly und Boomer

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(bearbeitet)
....damit D U die Gelegenheit hast, mir in den Allerwertesten zu treten!

Ich hätte es gemacht:Oo:D

Nein im Ernst, du bist dir ja dessen bewußt, daß es ein Fehler war und das ist auch gut so, denn dann wird es wohl nicht mehr passieren.

Der nächste (andere) Fehler kommt bestimmt, aber auch der sollte dich nicht abhalten deinen Weg weiterzugehen. Ich hatte anfangs das Glück, daß eine Freundin 1 x in der Woche neben und/oder hinter mir und Jule hergegangen ist und mich permanent korrigiert hat.

Die Stimme war zu leise, zu laut, zu tief, zu wenig betont, falsches Timing, ich sollte stolzer sprechen, dann sollte ich vor Freude explodieren, ich stand zu schief, zu weit nach vorne, ......du kannst dir nicht vorstellen, was man so alles macht und nicht merkt, daß man es macht?!?

Es war mir auf jeden Fall eine Hilfe, man muß allerdings einen dicken Nerv haben, dieses Geprassel von Kritik/Korrektur über sich ergehen zu lassen ohne einen Schaden zu nehmen.:o

Aber du wirst das schaffen, da bin ich sicher. Laß dich durch Fehler, schlechte Tage, dumme Bemerkungen usw. nicht beirren und runterziehen.;) weder du noch dein Hund ist ein Automat, der gleichbleibend funktioniert.

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Oooooooh Sabine, welch Balsam für die geschundene

Hundmitjagdtriebbesitzerin!!!!!!!!!!! :klatsch:

Es gibt nichts, was schlimmer ist, als Kommerntare wie:

"Der arme Kerl hat doch gar keine Chance, sich richtig auszupowern, wenn er immer nur an dieser Leine hängt."

oder

"Wenn ihr ein Stromhalsband nehmt, macht er das nie wieder!"

oder

"Wie lange wollt ihr denn noch mit der Leine rumlaufen - ein Hund muß doch mal Hund sein dürfen?!"

oder

"Der kriegt das Reh doch eh nicht!"

und so weiter!

Und das sind Leute mit einem auch nicht wirklich perfekt erzogenen West Highland Terrier. :heul:

Nicht, das ich die Rasse, oder deren Besitzer angreifen will!

Es geht hier nur um diesen bestimmten Fall! Zugegeben, ich denke mir dann nur, "klar, das dein Hund kein Reh bekommt, was über einen ein-einhalb Meter hohen Zaun springt, ist mir klar!!!" :Oo

Ich habe - Gott sei Dank - ein recht dickes Fell und stecke das weg, oder sag ihm das passende. ( z.B. bei der Variante Stromhalsband.)

Dennoch ist es schön zu hören, daß es mehr Leute gibt wie mich! Mit Fehlern und Schwächen.

@ Renate:

Wir sollten uns wirklich mal treffen & uns gegenseitig bedauern! ;)

Mir kommt es immer so vor, als wäre ich die einzige, mit einem nicht perfekt erzogenen Hund! :Oo

Und es ist echt aufbauend, das es mir nicht allein so geht! ;)

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Hallo Tatti und Renate,

macht euch mal nicht verrückt, es gibt mehr Hunde mit Jagdtrieb als vielleicht eingestanden wird.

Hier bei uns gibt es auch etliche. Einer hat einen Jagdhund. Der darf nur auf einer mit diesen Viereck-Maschen-Zaun umzäunten nicht "bestückten" Wiese mit anderen Hunden toben - sonst ist der weg wie nix - so schnell kann man garnicht gucken.

Der Mann fährt immer Fahrrad mit dem Hund, damit er genug Auslauf bekommt - aber halt an der Leine.

Wir haben da einfach nur Glück mit unserer pflegeleichten Knuddelmaus.

Mein Rauhaardackel war bei Katzen überhaupt nicht zu bremsen - Katze gesichtet und weg - das war eins.

Das hatte ich auch nicht rausbekommen in den 6 Jahren in denen ich sie hatte. Bei Rehen, Hasen usw. ist sie zum Glück nicht hinterher.

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Wenigstens einer, der uns versteht!:P

Ich bekomme auch schon seit Wochen zu hören, dass ich doch eigentlich den Hund quäle, da er nur noch an der Schleppleine läuft, und "nicht mal mehr Hund" sein darf!?!?

An meine Nerven denkt niemand, wenn Shelly über eine Hauptstrasse rennt, ohne auch nur im entferntesten daran zu denken, dass Autos nun mal nicht aus Watte sind!

Mir rutschte jedesmal das Herz bis in die Schuhspitze, Adrenalin pur!

Muss ich nicht jeden Tag haben, mein Leben ist auch so schon aufregend genug.:rock:

Hinzu kommt, dass Shelly noch jung (16 Monate) und einfach rasend schnell ist! Wenn es drauf ankäme, würde sie mit Sicherheit ein Reh bekommen. Ich weiss halt nicht, ob sie es wirklich reissen würde oder es nur stellen. Ich will es aber gar nicht ausprobieren, was wäre wenn.........!

Ich mache im Moment sehr viel mit ihr an der Leine, immerhin 15 Meter lang! Wir laufen, rennen, Kommando umkehren, wieder zurückrennen, das ganze ein paar mal wiederholen. Wenn wir Mittags nach 2 Stunden nach Hause kommen, habe ich schon das Gefühl, dass sie ausgelastet ist, zumal wir zwischendurch ja auch noch "Kopfarbeit" machen.

Heute hatte ich ein super Erfolgserlebnis! Es kam jemand mit nem Husky und ging kurz vor uns eine Wiese runter. Normalerweise wäre Shelly zu dem Hund hin, der war ohne Leine, und hätte mal "Hallo" gesagt. Sie liebt andere Hunde!

Ich konnte sie mit Kommandos so dirigieren, dass sie sich hinsetzte und nicht losrannte. Und alles, ohne auch nur ein bisschen an der Leine zu rucken, es lagen mindestens 3-4 Meter Leine locker auf dem Boden!

Also ich war schon ein wenig stolz auf meinen Hund!;)

Das heisst aber noch lange nicht, dass das morgen genauso gut läuft!

Die Schritte zum Erfolg sind ganz klein, aber stetig und man braucht schon einen langen Atem, um nicht mittendrin zu sagen : Was soll`s, is mir zu langwierig, ich lass es sein!

Ich glaube die Leute, die meinen "armen" Hund bedauern, dass er bei mir nicht Hund sein darf, wissen gar nicht, was Shelly und ich alles erarbeiten müssen, um vielleicht irgendwann mal auch ohne Leine laufen zu können.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf!

Gestern traf ich doch allen Ernstes ne Frau mit nem Hund, der absolut null Jagdtrieb hat, die meinte dann zu mir, ich würde es mir ja ganz schön einfach machen, einfach mal so eine lange Leine kaufen, den Hund nur angeleint spazieren führen und nicht am Jagdtrieb zu arbeiten!

Mir ist nix besseres eingefallen, als "Du blöde Kuh!" und hab sie stehen lassen!

Mir war es einfach zu dumm, mich mit ihr auseinander zu setzen und ihr zu erklären, dass mein Verhalten schon einen Sinn hat!

Ja, Tatti, du hast Recht: Wir sollten einen Club aufmachen, um uns gegenseitig zu bedauern! Aber wir können uns auch gegenseitig aufmuntern und aufbauen, unser gestecktes Ziel nicht aus den Augen zu lassen!

Also, wer noch mehr aufmunternde Worte für uns hat, bitte melden, ist Balsam für unsere Seele!:holy:

LG Renate mit Shelly und Boomer

Und wenn`s so weit ist: :party:

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Ach Renate,

darf ich mich im Club einreihen?

Bei uns ist es genau so, an manchen Tagen alles supi, hört auf jedes Kommando und an manchen Tagen sind die Ohren auf Durchzug nur Nase unten und Rute oben, wo sind denn die Kaninchen und Vögelchen.

Aber solange mir die Arbeit mit Ricka Spaß macht und ich den Eindruck habe ihr macht es auch Spaß, gebe ich nicht auf. Ich wußte, dass ein Münsti ein Jagdhund und kein Hütehund ist und ich glaube ihren Jagdtrieb wird sie nie verlieren-vielleicht bekomme ich ihn mal in den Griff du weißt doch "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

Also Kopf hoch, weiter arbeiten und die "blöden Kühe" links liegen lassen.;)

LG Birgit und Ricka

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Wie ich sehe, wird unser Club stetig aber sicher grösser!:D

Herzlich willkommen!:band

LG Renate mit Shelly und Boomer

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