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Kranker Hund aus Rumänien: Auseinandersetzung mit der Verkäuferin - eure Meinung dazu?!

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Hallo ihr Lieben

Seit Weihnachten haben wir nebst unserem Zwergpudel ein weiteres Familienmitglied: Ein Tierschutzfall aus Rumänien. Die Junghündin haben wir von einer (privaten) Tierschützerin, die immer wieder Hunde aus dem Ausland in die Schweiz holt und hier vermittelt. (Ich weiss, dass das Anschaffen eines ausländischen Hundes sehr umstritten ist - aber darum geht es eigentlich nicht (mehr)).

Nun zur Schilderung unseres Problems: Beim Kauf der Hündin wurde uns der Impfass (alle Impfungen korrekt eingetragen und die Hündin wurde auch verzollt) übergeben. Mishka litt schon zum Zeitpunkt des Kaufs an Durchfall, was uns von der Verkäuferin als stressbedingt verursacht erklärt wurde. Wir dachten uns dann auch nicht viel dabei, als es drei Tage so weiterging. Irgendwann fiel uns auch auf, dass Mishka stets einen Blähbauch hatte und wir beschlossen, den Tierarzt zu konsultieren. Drei Stuhlproben später hatten wir den Bescheid: Mishka hatte sich mit Giardien (ein hartnäckiger Darmparasit, hochansteckend) infiziert. Unser Tierarzt legte uns nahe, die Verkäuferin zu informieren, da die anderen rund zehn Welpen, die sich noch in ihrem Besitz befanden, mit höchster Wahrhscheinlichkeit auch von Giardien befallen waren. Gesagt getan: Von der Verkäuferin wurden wir informiert, dass alle zehn Welpen an enormem Durchfall und Erbrechen litten, teilweise blutig und sogar eines davon gestorben sei. Über die genaue Diagnose hat sie uns nie aufgeklärt, zwei Monate später ist das Thema aber für sie auch vom Tisch und sie weiss von nichts mehr. :???

Zurück zu uns: In der Zwischenzeit litt auch unser Zwergpudel Coco an Durchfall und wurde mitbehandelt - auch er hatte sich von Mishka die Giardien geholt. Nach zweiwöchiger Behandlung trat bei beiden Hunden immer noch keine Besserung ein. Da kam ein weiterer Bescheid: Mishkas Stuhl wurde in die Uniklinik geschickt, wo man eine Kultur anlegte und nach zwei Wochen auch noch Campylobakter (eine Salmonellenart) entdeckte. Daraufhin mussten wir beide Hunde (Coco hatte sich auch damit angesteckt) zwei Mal 8 Tage mit Antibiotika behandeln.

Gesamthaft belaufen sich unsere Tierarztkosten auf rund 600 CHF. Wir können uns das Ganze leisten, und wir sind auch gottenfroh, dass unsere Doggies nun wieder munter rumwackeln und beide gesund sind. Trotzdem: Dieser Stress hätte nicht sein müssen. Wir hatten einen gesunden Hund und zwei Wochen später zwei kranke. Es ist klar, dass der Fehler nicht bei der Verkäuferin liegt. Die Krankheiten hatte Mishka laut Tierarrzt schon als sie in die Schweiz geflogen wurde. Einerseits sind wir froh, dass wir unsere Hunde von unserem Tierarzt behandeln lassen konnten (wir waren wir die ersten, die ihren Hund damals abgeholt hatten). Andererseits stellt sich nun für uns die Frage: Wäre die Tierschützerin nicht wenigstens zu einer Kostenbeteiligung verpflichtet? Sie hat uns den Hund immerhin als kerngesund verkauft, zwei Wochen später hatten wir zwei kranke Hunde. Hätten wir nicht gleich gehandelt, hätten beide Krankheiten im Extremfall beim Welpen zum Tod führen können.

Wir haben der Verkäuferin eine Zusammenstellung der Tierarztkosten zukommen lassen. Ihre Antwort war ernüchternd: Sie habe momentan auch einen (Giardien-)kranken Welpen bei sich rumrennen und keiner ihrer Hunde habe sich angesteckt. Der Zweithund hätte sich ebenso irgendwo anders anstecken können. Weiter hat sie uns ziemlich unwirsch darauf aufmerksam gemacht, dass solche Krankheiten immer auftauchen können und dass man damit rechnen müsse, wenn man sich einen Hund anschafft. Das ist klar - darum geht es uns nicht. Es geht doch irgendwie um's Prinzip. Alle anderen Welpen blieben zwei Wochen oder länger bei ihr, bis sie vollkommen gesund waren. Wie schon erwähnt, wir würden die Kleine auch heute wieder sofort mitnehmen, aber trotzdem liegt uns das Ganze ziemlich auf dem Magen. Die Verkäuferin hat auch noch erwähnt, dass sie bei ihrem Landtierarzt ziemlich weniger bezahlt habe, aber dafür können wir ja nichts, und wenigstens ist uns kein Hund verreckt. Erschreckend ist für uns nicht die Tatsache, dass sie sich nicht an den Kosten beteiligen möchte (oder, sinngemäss: Wenn, dann aus reinem Goodwill), sondern dieses krasse Unverständnis und Herunterreden von Tatsachen. Schlussendlich war es vor allem für die Hunde eine riesengrosse Zumutung, die sich nicht wiederholen sollte.

Was meint ihr zu der ganzen Angelegenheit?

Mishka, Ghislaine, Coco und Martina :winken:

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Bei Welpen aus Osteuropa muß man mit solchen Erkrankungen rechnen, oft verlaufen sie latent (also nicht sichtbar) und brechen bei Streß aus.

Ich weiß nicht, wie das rechtlich aussieht, aber ich finde als Käufer eines Welpen aus Ost (oder Süd-)Europa kauft man dieses Risiko mit. Deshalb hätte ich die Hunde erstmal nicht zusammen gelassen, ebend weil ich Angst vor eventueller Ansteckung hätte.

Wer hat Dir erzählt, Campylobacter sei eine Salmonellenart???

Edit: und bei der Verkäuferin (Welpenhandel?) würde ich nie wieder einen Welpen holen!!!!

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Hallo Skita

Danke für Deine Antwort. Unser Tierarzt hat das wohl dann so formuliert: Campylobacter ist vergleichbar der Salmonelle ein bakterieller Erreger. Ich hab' mich grad noch erkundigt und gelesen, dass Salmonellen und Campylobacter insofern zusammehängen, als dass sie differenzialdiagnostisch zu berücksichtigen sind, also oftmals zu ähnlichen Symptomen führen. Ist das richtig so?

Besten Dank für die Richtigstellung und nichts für Ungut für die falsche Info.

Weiter hast Du wohl schon recht: Ich werde deinfitiv nicht noch einmal einen Zweithund von Osteuropa zu einem gesunden vorbehaltlos dazusetzen.

Lieber Gruss

M

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Martina,

nennt sie sich nur Tierschützerin, oder ist sie es auch?

Ich habe da bereits meine Zweifel. Ansonsten ist der manchmal schreckliche Gesundheitszustand der Tiere mit ein Grund, warum ich immer von Tieren aus Ostblockländern abrate. Das Risiko von Krankheiten ist deutlich höher als von Hunden aus Spanien oder von hier ( D-A-CH )

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Was mir noch nicht ganz klar ist, handelte es sich nun um eine "Tierschützerin" oder um eine privat Person die Hunde aus dem Osten verkauft?

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Hallo Skita

Danke für Deine Antwort. Unser Tierarzt hat das wohl dann so formuliert: Campylobacter ist vergleichbar der Salmonelle ein bakterieller Erreger. Ich hab' mich grad noch erkundigt und gelesen, dass Salmonellen und Campylobacter insofern zusammehängen, als dass sie differenzialdiagnostisch zu berücksichtigen sind, also oftmals zu ähnlichen Symptomen führen. Ist das richtig so?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68198&goto=1431118

Jo, so ist´s besser ;) Macht ja auch eigentlich für Dich und die Hunde keinen Unterschied, stößt mir nu leicht sauer auf ;):)

Schön, dass es beiden wieder gut geht!!!

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Meine Maus die im Januar aus Spanien kam hatte auch Giardien...mit peinlichster Sauberkeit haben sich meine Nasen nicht angesteckt.

Da ich auf sowas vorbereitet war habe ich das erste GEschäft auch direkt in ein vorher vom Tierarzt geholtes Röhrchen gepackt und untersuchen lassen...

Die 2. und 3. Kotprobe waren Negativ ;-)

Meine rumänische Rennsemmel die ich letzten August bekam hatte nichts...im hatte noch nie einen Hund aus dem Ausland geholt der so gut in Lack war...dafür bekam ich meinen ersten Hund aus einem deutschen Tierheim gleich mit Giardien und Zwingerhusten...auch nett.

Bei der Frau würde ich allerdings auch keinen Hund mehr kaufen...

Aber rechnen muss man mit Giardien und Co. immer bei einem Hund aus dem Ausland...deswegen sollte auch der sofort der ersten Gang zum Tierarzt mit einer Kotprobe beginnen...eben weil die Biester so ansteckend sind...und das mache ich bei jedem Hund...egal ob er aus Deutschland oder aus dem Ausland kommt ;-)

Gehts dem Kleinen denn wieder gut jetzt?

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Hallo ihr

Die Frau besitzt eine annerkannte Pflegestelle mit Handelsbewilligung (Amt für Landwirtschaft und Natur des Kanton Bern). Sie arbeitet mit verschiedenen Schweizer Tierschutzorganisationen zusammen, für Genaueres müsste ich mich allerdings weiter erkundigen.

Lieber Gruss

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Meine Maus die im Januar aus Spanien kam hatte auch Giardien...mit peinlichster Sauberkeit haben sich meine Nasen nicht angesteckt.

Da ich auf sowas vorbereitet war habe ich das erste GEschäft auch direkt in ein vorher vom Tierarzt geholtes Röhrchen gepackt und untersuchen lassen...

(...)

Gehts dem Kleinen denn wieder gut jetzt?


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68198&goto=1431129

Hallo!

Ja, den Kleinen gehts wieder tiptop. =)

Ja, wir haben für die Zukunft auch was dazugelernt...

Lieber Gruss

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Danke für die Information :)

Da die Dame ja ziemlich unwirsch reagiert hat, würde ich den zuständigen Stellen eure Erfahrung/Erlebnis mit ihr, zukommen lassen.

Natürlich ist ein Auslandshund immer ein Risiko, unabhängig davon woher er kommt, aber diese lapidare Antwort der Dame finde ich doch etwas seltsam.

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