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Hundeforum Der Hund
Paw

Mein Hund kneift andere Hunde beim Spielen

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, ich bin hier in der richtigen Ecke gelandet. Habe das Forum seit Stunden durchsucht, aber "meinen" Fall habe ich hier nicht gefunden... Also eröffne ich was Neues. ;)

Also, wir haben seit 4 Wochen einen Malinois-(Mix?)-Rüden (unkastriert) aus einem italienischen Tierheim bei uns aufgenommen. Noch sind wir Pflegestelle, wollen aber Endstelle werden. Taariq wird im Juni 3 Jahre alt (wurde vor gut einem Jahr auf eineinhalb geschätzt, als er ins Heim kam). Vorgeschichte unbekannt. Er ist generell ein sehr neugieriger, offener Hund. Izw. habe ich erfahren, daß Malinois als agressiver gelten, aber selbst unser Tierarzt hat gemeint, der hier wäre ein echt feiner Kerl und überhaupt nicht agressiv. Er ist auch nicht ängstlich. Wenn er etwas nicht kennt, ist er vorsichtig, will aber wissen, was es ist. Er lernt auch recht schnell, ist aber auch schnell abgelenkt. Aber wir haben ihn ja auch noch nicht so lange, und es gibt so viel zu entdecken...

So, nun mein Problem: Beim Spielen mit anderen Hunden ist er recht grob. Er brummelt und "röhrt" die anderen Hunde an (um ihnen dann direkt kurz den Hintern zuzudrehen, während er sie anschaut), kneift sie in Schulter und Schenkel und rempelt sie mit der Breitseite an/um. Er kneift allerdings recht fest, egal, ob die anderen Hunde noch sitzen/stehen oder rennen. Und er kneift halt so fest, daß da schon mal Fell in der Schnauze hängt und die anderen Hunde quieken und bei uns Menschen Schutz suchen. Wer am nächsten dran ist (klar, nicht jeder Hund rennt zu mir oder wartet, bis ich bei ihm bin), geht dazwischen und sagt deutlich "Nein" zu Taariq. Anschließend nehme ich ihn aus der Gruppe, und er darf nicht mehr spielen. Die ersten Male durfte er das noch, hat aber gleich wieder gekniffen. Also ist er jetzt ganz aus der Meute (meist noch 2-3 andere Hunde, meist Mädels, alle jünger als er). Er läßt dann auch von dem Hund nicht mehr so leicht ab, sondern grummelt weiter um ihn herum und versucht, in den Hintern zu kneifen. Er wedelt dabei immer mit dem Schwanz, die Ohren sind aufgestellt, der Schwanz wedelt, er hüpft und duckt sich und "lacht" - er zeigt bei all dem keine Zähne.

Wenn er mehrere Hunde auf einem Haufen sieht (die da rumkugeln und sich hetzen), ist er auch wesentlich vorsichtiger und wartet am Rand, bis er integriert wird. Sobald er aber mit einem Hund spielen kann, wird er halt schnell zu grob. Das Ganze sieht ähnlich aus wie hier: http://www.hovawart-info.de/hundebegegnungen.htm.

Nur ist es ihm egal, ob Hündin, Rüde, kastriert oder nicht. Ihm macht´s Spaß, für die anderen Hunde ist es Streß. Und, wie gesagt, bis auf das Kneifen sieht man bei ihm auch nie Zähne. Heute sind wir einer Goldie-Hündin in seinem Alter begegnet. Die hat sich das nicht bieten lassen und ihn auch gezwickt - hat ihn nur nicht interessiert. Auch hier wieder den Hund geschnappt und weggegangen.

Wie kann ich (wir) ihm "normales" Spielen beibringen? Die andern haben uns erlaubt, mit ihren Hunden zu üben. Aber wie mache ich das am besten? War mein bisheriges Verhalten ok? Was kann ich verbessern? Habt Ihr einen Rat für mich? Ist auch so schon schlimm genug, einen (natürlich noch) nicht hörenden Hund zu haben, aber dann noch einen, der nicht spielen kann? Und dann noch natürlich ein Schäferhund, weil´s ja da eh keine Vorurteile gibt... Und ja, ich habe keine Ahnung, welche Erfahrungen er bisher machen durfte, und daß er sich noch nicht völlig eingelebt hat und ich Geduld mit ihm brauche und nichts von heute auf morgen klappt. Aber nichts machen hilft nichts, also würde ich da schon gerne mit ihm arbeiten ;). Vielen Dank für Eure Hilfe.

LG,

Paw

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Vllt bekommst du es hin ihn irgendwann mal ihn so kontrollieren zu können, das du ihn VORHER bremsen kannst. Also bevor er zu hapst. Das bedarf aber sehr viel arbeit und Kontrolle deiner Seits.

Weiter, der spielt nicht. Der zeigt den anderen, das er sie jederzeit erwischen kann und das ER in dieser Runde "die Hosen an hat".

Was er da zeigt mit Zähne zeigen, sich groß machen das ist reines Imponiergehabe und hat mit spielen aber auch rein gar nichts zu tun. Selbst das, was dir so vor kommt als würde er die anderen zum spielen auffordern/albernes verhalten , das ist nichts anderes als ein " na los trau dich mal, dann zeig ich dir, wer hier der schnellere ist".

Du wirst das kaum aus ihm raus bekommen. Das ist seine Masche ;)

Was du tun kannst um die anderen zu schützen ist ihm ein Mauli auf setzen, oder so stark am Gehorsam arbeiten, das du ihn jeder Zeit stoppen kannst, oder das er gar nicht erst mit "spielt".

Das ist ein Angeber, von "netter Hund" ist der Meilen entfernt ;)

Gruß Iris

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Weiter, der spielt nicht.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68243&goto=1432023

Das war auch mein erster Gedanke.

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Ui wie gut ich das kenne, Jule war auch so.

Und ich sehe es genauso, das ist kein Spiel, ich würde es mal machohaftes Austesten nennen.

Was ich bei Jule gemacht habe, im richtigen Moment (am besten eine Millisekunde bevor sie zu grob wurde) ein lautes, scharfes "EY!!! LASS ES!!!" und wenn sie nicht abgelassen hat, raus geholt.

Voraussetzung ist, dass man in der Nähe ist, genau guckt und das richtige Timing drauf hat.

Draußen auf dem Spaziergang habe ich dieses rüpelhafte Benehmen gar nicht geduldet, da gings weiter, fertig.

Aber sie hat das auch auf dem Hundeplatz gebracht, da wollte ich nicht immer weg. Nach einiger Zeit hat sie gelernt, dass sie nur dann Umgang mit den anderen haben darf, wenn sie nicht mobbt, rüpelt und sich gorillamäßig aufspielt.

*Spielen* ist das aber nicht. Jule spielt nicht mit fremden Hunden, oder nur äußerst selten. Auch wenn es für manchen so ausschaut.

LG

Antonia

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Grüße,

da stellt sich für mich auch direkt wieder die Frage: warum meinen so viele Hundehalter immer, dass ihre erwachsenen Hunde unbedingt mit anderen fremden Hunden spielen MÜSSEN und dazu auch noch Lust hätten?

Ich seh es hier tagtäglich auf der Hundewiese, dass die wenigstens erwachsenen Hunde dazu noch richtig Lust haben. Nur die Hundehalter meinen, dass wäre nettes spielen und sehen überhaupt nicht wirklich, was da unter den Hunden abläuft, nämlich oft genug ist es einfach nur Streß

gruß

sabine

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(bearbeitet)

Da ist er wieder, der "böse" (belgische) Schäferhund! :zunge:

Nein, Dein Hund "spielt" nicht, er streichelt sein Ego.

Ich stell' jetzt mal die Vermutung in den Raum, daß die anderen Hunde Deinem Hund vom Energieniveau zu 95 % unterlegen sind.

Sie haben ganz sicher! Streß, wenn Dein Hund sie so sehr bedrängt und ihnen weh tut.

Das ist Mobbing - Hunde "spielen" nur wirklich, wenn sie den Partner gut kennen.

Das ist genau DIE Situation, aus der ein Hund lernnen kann, Artgenossen wie Beute zu behandeln!

Würde Dein Hund sich einem vertrauten, souveränen Hund gegenüber so verhalten, würde dieser das Spiel abbrechen und ihm notfalls eins an die Waffel geben.

Vermutlich hat er das als Junghund nicht gelernt.

Die beste "Therapie" wäre ein souveräner stabiler Hund, der sich das nicht gefallen lässt, ABER trotzdem toben will.

Nur findet man die bei so einem Energiebündel selten und der "Lernerfolg" läge nur bei DIESEM Hund...

Goldies, Labis, Beagle etc. spielen ganz anders, als ein Mali.

Sie müssen vorher gelernt haben, was das Schäferding möchte und das Schäferding muß sich zurücknehmen können.

Andere Gebrauchshundrassen oder Terrier verstehen das besser, aber das Konfliktpotential ist höher.

Also, was tun?

Ich mache es bei meinem Biest so:

a) Abbruch und Beißhemmung im Spiel mit Zweibeinern trainieren.

B) Vierbeinige "Spielpartner" bewußt aussuchen - nur selbstbewußte Hunde bitte!

c) Nicht klönen - zu gucken und abbrechen, wenn sie übertreibt!

Danach wieder mitlaufen lassen und einen neuen Versuch starten - wenn der andere Hund zurecht kommt.

Nie nie nie darf sie erfolgreich jemanden so einschüchtern, daß sie ihn ungebremst vermöbeln kann!

LG Corinna

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Ich sehe es so ähnlich wie Corinna77.

Das ist nicht nur ein Spiel, sondern er demonstriert den jüngeren Mädels (so hast du das in Deiner Fragestellung auch geschrieben), einfach nur Macht und Machogehabe.

Er braucht einen ältern, souveränen Hund (Rüde, Hündin, egal), der ihm Grenzen setzt und ihm sagt, dass das Spiel eben so nicht in Ordnung ist. Dabei kann es durchaus etwas heftig zu gehen. Er muss jedoch begreifen, dass es auch stärkere Hunde gibt und damit wird er auch vorsichtiger im Umgang mit anderen Hunden.

In einem Hunderudel erziehen alle Hunde die Welpen. Die Tanten, Verwandten signalisieren den Welpen was sie dürfen und wie weit sie gehen können. Da wird es auch mal ruppig, wenn Welpen die Grenzen nicht erkennen wollen.

Dein Hund kennt seine Grenzen noch nicht. Er braucht da dringend Erfahrung und Unterstützung durch Althunde.

Wenn Hunde immer nur mit schwächeren Hunden Umgang haben - werden sie größenwahnsinnig. Profilieren sich sozusagen auf Kosten der Schwächeren!

Gruß Christa

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Wenn er dumm genug ist sich den falschen dafür aus zu suchen, dann mag das klappen.

So dumm war Chub nicht ;) von daher klappte das auch nicht (bei uns).

Weiter gebe ich zu bedenken, das es natürlich möglich ist, das er lernt "Okay, mein angeben ist quark also lasse ich das" das wäre dann mehr als Ideal gelaufen :)

Und was , wenn er lernt "Okay die wollen mir ans Leder, also mach ich erst mal alles Platt bevor ich gucke, was da kreucht!"

Die Chance das er das lernt ist in etwa gleich groß.... Was dann?

Gruß Iris

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I

Dein Hund kennt seine Grenzen noch nicht. Er braucht da dringend Erfahrung und Unterstützung durch Althunde.

Das halte ich jetzt für echt gefährlich. Wir haben hier keinen Welpen, sondern eine 3 Jährigen Hund, der so schon auf Krawall gebürstet ist.

Glaubst du im Ernst, der läßt sich problemlos von einem fremden anderen Hund unterbuttern? Im Leben nicht. Da knallt es dann so richtig und für die Zukunft ist dann alles verloren.

gruß

sabine

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Wenn er eine Änderung erfahren muss, dann geht es leider nicht anders.

Er muss seine Grenzen kennen lernen.

Ein wirklich souveräner Althund würde sich nicht auf ernsthafte Beissereien einlassen.

Im Übrigen: malt nicht alles so schlecht. wäre denkbar, dass er da von selbst sich zurück fährt, weil er merkt, dass sein Gegenüber stärker ist. Hunde sind ja nicht blöd. Und beissen tut er ja nicht - er mobbt eher!

Warum funktioniert es den bei anderen Hundehaltern und sogar bei mehreren Rüden? Warum können die ein völlig fremdes Exemplar dazu tun? Und das noch auf Dauer!

Tatsache ist: dieser Hund lässt sein Ego wachsen auf Kosten der Schwächeren und das ist für mich auch nicht in Ordnung. Was, wenn er in freier Wildbahn auf einen starken Kontrahenten trifft? Ist doch dann auch nicht anders, oder?

Er muss einfach Grenzen erfahren!

Gruß Christa

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