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polar-chat.de  Der Hund
doggifan

Ihr Schnüffeltrieb macht mich noch wahnsinnig

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Brauche mal euren Rat. Kira ist ja ein Jagdhund (Münsterländer/Bracke) 9 Monate alt. Ich habe sie seit 3 Monaten mit wenig Gehorsam und Leinenführbarkeit übernommen. Sie hat einen heftigen Jagdtrieb (abgeleint geht gar nicht) und ihre Jäger-Nase, die dauerhaft am Boden klebt, macht mich irre. Sie läuft ständig ihre eigenen gewitterten Fährten, blendet mich bei Witterung (Hund, Katze, Karnickel, oder was auch immer) völlig aus, wirft sich kreuz und quer im Slalom in den Weg und ins mit voller Wucht ins Geschirr. Schnüffeleindrücke gibt es in der Berliner Stadt ja leider genug und Hunde in meiner Gegend, die man erschnüffeln kann, auch. Wenn ich sie dann weiter ziehe oder Richtung wechsle, dann stemmt sie sich gegen. Das Ganze ist ein ewiger Kampf, dass ich mir noch nicht den Arm ausgekugelt habe, oder über sie gestürzt bin, ist ein Wunder. Auf Leckerlies fährt sie zwar ab, aber erst wenn ihr wieder bewusst ist, dass ich da immer noch an der Leine hänge. :D Vermutlich muss ich mit ihr einen Nasensport machen, aber da gibt es so vieles, Fährte, Trail, ZOS und und und. Da blicke ich schon gar nicht mehr durch, was das Richtige ist.

Wäre für ein paar Tips dankbar, da ich vorher noch nie einen Jagdhund hatte.

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Führe den Hund an einem sehr breiten weichen Halsband,

und beim Laufen halte die Leine so konsequent kurz das er beim neben Dir Laufen die Nase nicht auf den Boden senken kann.

Schnüffeln darf er nur noch an der Stelle wo Du es entscheidest, und dazu die Leine länger nun führst.

DU musst die Aktivitäten bestimmen(Anfang+Ende) , und dann wird der Hund sich mit Dir bewegen können.

Zeige+sage Ihm wann er schnüffeln soll(Leine lang machen) und wann er nicht schnüffeln soll(Leine ganz kurz halten).

LG :winken:

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Sport ist schön, aber kein Sport dieser Welt funktioniert, wenn ein Hund nicht gelernt hat, mit seinem Menschen zu kooperieren.

Auch ein Jagdhund kann Ruhe lernen. Auch ein Jagdhund kann lernen, geführt zu werden. Wenn sein Mensch gelernt hat, zu führen.

Suche Dir einen Profi, der Dir ohne Schmerzreize zeigt, Deinen Hund zur Ruhe zu bekommen, damit er in der der Lage ist, mit Dir gemeinsam Dinge zu erleben und nicht ausschließlich in seiner Nasenwelt zu leben.

LG Anja

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Anja hat es bereits beschrieben, ich möchte da sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Dein Hund ein "Schnüffeljunkie" ist wie es auch viele Balljunkies gibt.

Natürlich hat das alles etwas mit den Genetischen Ursprüngen und den vererbten Jagdinstinkten zu tun, aber Du mußt Deinem Hund da raus helfen. So wie Du die Situation beschreibst wirst Du damit alleine nicht klar kommen, deshalb ist jetzt proffessionelle Hilfe wichtig. Vielleicht können Dir Thomas Behrend und Moni Lux von der Pfötchenschule in Beelitz weiterhelfen. Andere Trainer in Berlin oder Brandenburg kenne ich leider nicht.

Viel Glück jedenfalls

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ja dank euch. Nun ich fürchte, ich muss da halt auch noch einiges gerade biegen, was bei den Vorbesitzern schief gegangen ist. Sie ist da z b. an einer Flexileine aufgewachsen. Eine feste Leine wie bei mir, kannte sie ja gar nicht. Und sie durfte dort immer machen und tun was sie wollte. Aber das mit dem Ruhe lernen sehe ich ebenso, weil sie sonst ständig unter Strom steht auch zu hause. Das kann ich mittlerweile schon hier und da durch setzen.

@Anja: der Schmerzreiz liegt zur Zeit auch eher bei mir im Arm :D

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Dieser Energielevel beginnt ja oft schon bevor man das Haus verlässt. Wenn ich mir teilweise ansehen, wie manche Menschen mit ihren Hunden das Haus verlassen, wundere ich mich nicht, dass der Arm schon auf dem Bürgersteig vor dem Haus weh tut.

Und ja, manchmal hilft auch ein Halti. Ich nutze selten Hilfsmittel, aber für einen kurzen Zeitraum, professionell gezeigt und angewendet, mit klarer Kommunikation verbunden, die dem Hund durch klare Konsequenzen auf die Ansagen hin zeigt, was erwünscht ist und was nicht, kann sehr gute Erfolge erzielen.

LG Anja

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Sehe ich anders. Man kann nunmal nicht erwarten von einem Bullen Mich zu bekommen.

Man sieht sehr früh welche Verhaltensbereitschaft ein Hund hat. Nun kann man durch simples Konditionieren dem Hund diese Verhaltensbereitschaft abtrainieren.

Ich sehe nur nicht warum man das machen sollte. Funktionieren wie andere wird er dann niemals.

Ich kaufe mir doch keinen Gasluftballon auf dem Markt und ärgere mich darüber dass er fliegt!

Gib dem Hund die Möglichkeit seine Neigung/genetische Disposition zu leben. Mach Suchspiele auf deinem Grundstück oder im Haus. Bring ihm bei Sachen zu finden und anzuzeigen.

Nimm ein Tuch, welches er immer im Haus suchen muss. Wenn er das gelernt hat steck es in deine TAsche und nimm es mit auf den Spaziergang. Vor der HAustür - wenn ihr zu HAuse seid - gib es ihm.

Lass es ihn im HAus wieder abgeben.

Führe ihn mit dem was er besonders gut kann: mit seiner NAse. Er kann nicht in deine Welt - du musst in seine.

Gruß

Lars

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Sehe ich anders. Man kann nunmal nicht erwarten von einem Bullen Mich zu bekommen.

Man sieht sehr früh welche Verhaltensbereitschaft ein Hund hat. Nun kann man durch simples Konditionieren dem Hund diese Verhaltensbereitschaft abtrainieren.

Ich sehe nur nicht warum man das machen sollte. Funktionieren wie andere wird er dann niemals.

Ich kaufe mir doch keinen Gasluftballon auf dem Markt und ärgere mich darüber dass er fliegt!

Gib dem Hund die Möglichkeit seine Neigung/genetische Disposition zu leben. Mach Suchspiele auf deinem Grundstück oder im Haus. Bring ihm bei Sachen zu finden und anzuzeigen.

Nimm ein Tuch, welches er immer im Haus suchen muss. Wenn er das gelernt hat steck es in deine TAsche und nimm es mit auf den Spaziergang. Vor der HAustür - wenn ihr zu HAuse seid - gib es ihm.

Lass es ihn im HAus wieder abgeben.

Führe ihn mit dem was er besonders gut kann: mit seiner NAse. Er kann nicht in deine Welt - du musst in seine.

Gruß

Lars
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68295&goto=1433826

Das sehe ich genauso.

Du hast mir jetzt all meine Worte abgenommen.

Du kannst diese extreme Fährtensuche, die der Hund selbst aufnimmt, durch einfache Suchübungen ausgleichen. Dein Hund macht das nicht, weil er Dich ärgern will, sondern um Dir zu zeigen, was seine Triebe wollen und auf die solltest Du eingehen.

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Ihr beide habt schon recht, aber ich sehe das so, das man einem Hund beibringen kann wann arbeiten (das schüffeln und suchen) und wann Freizeit angesagt ist.

Auch ein jagtlich geführter Hund steht nicht ständig unter Strom und jagt bzw stöbert. Sie tun dies nur auf Kommando bzw. nach Freigabe.

Daher bin ich der Meinung das man diesen Trieb kontrolieren kann, weg bekommt man ihn nicht.

Da muss man sich vorher Gedanken machen was man sich für einen Hund anschafft.

Ich habe das Glück einen Cocker zu haben, der sich Null jagdliche Ambitionen hat, freut mich, aber ist nicht normal.

Meine Mixhündin jagt auf Sicht und da muss ich immer schneller ,mit dem Sehen sein als sie, dann geht es.

Mit Trailen kannst du versuchen das in vernünftige Bahnen zu lenken,aber der Hund muss auch lernen, das er das nur mit dir zusammen darf.

Ein Halti, richtig eingesetzt kann dir echt weiterhelfen, ich habe es auch genutzt um die 40 kg bändigen zu können. Sonst hätte ich einen Tennisarm gehabt, aber es war eine kurzfristige Sache.

Lanya bekommt es manchmal noch an, weil sie sich dann zurücknimmt, allerdings hake ich keine Leine mehr ein.

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Ich denke, das ist ein Hund, der arbeiten will und das

muss man auch mit so einem Hund tun!

Vll. sogar eine jagdliche Ausbildung; aber auf jeden Fall

Fährtenarbeit, Mantrailing und sonstige Suchspiele.

Danach ist der Hund meisten von selbst sehr viel ruhiger und

auch zufriedener.

Natürlich auch genügend Ruhezeiten müssen dabei sein!

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