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Hundeforum Der Hund
gismo4

Hündin läuft bei Angst lieber nach Hause als zu Frauchen

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Ich hab ein Problem mit meiner fast 12 Monate alten Berner-sennen-Golden-Retriever Mix Hündin.

Ich bin im Moment etwas ratlos.Meine Hündin bleibt bei Spaziergängen eigentlich immer in meiner nähe.Sie läuft auch schon mal weiter weck aber hat dabei immer Blickkontakt zu mir.

Ich habe schon früher beobachtet das Sie in Angst Situationen gerne erst in Richtung Haustür läuft.Aber bis her immer nur zuhause im Garten solches verhalten gezeigt hat. Wie zb. Plötzlich runter gelassene Rollläden,dann erschrickt Sie sich schaut mich kurz an und entscheidet dann richtung Haustür zu rennen.Bisher konnte Ich das bei Spatziegängen vermeiden.Ich versuche Ihre Angst auch gar nicht als eine so große Sache zu sehen.Also, Ich betüddel Sie in solchen situationen nicht.Ich versuchte ruhe auszustrahlen.

Bis Gestern.

Ich war mit Ihr und mit meinem zweiten Hund das zweite mal auf einen Pferde Hof.

Ich wollte sie langsam an Pferde gewöhnen.Das erste mal hat alles ganz toll geklappt.

Die beiden waren ganz locker und haben lustig alles erkundigt.

Gestern war bis zu den Vorfall auch alles prima.

Dann ist meine Hündin plötzlich mit der Nase zu nah an den Strom Zaun gekommen.

Die arme hat sich schrecklich erschrocken.

Ich hab gleich gedacht wenn ich sie jetzt lautstark bemitleide vergisst Sie das nie mehr.

Also hab ich versucht ruhig zu bleiben und kein großes Drama draus zu machen.Meine Hündin ist sofort 5 Meter zurück gewichen.Und wusste nicht wirklich was Sie machen soll.Ich hab Sie dann zu mir gerufen und bin in die andere Richtung gegangen.In der Hoffnung das Sie mit kommt.Sie hat sich aber umgedreht und ist weck gelaufen.Und zwar über wege und befahrenen Straßen in Richtung Nachhause.

Jetzt stelle ich mir Natürlich die frage wie ich in solchen Situationen reagieren sollte.

Hätte ich Sie doch betüddeln sollen und Ihr so eine form von Sicherheit geben?

Und wie sollte ich jetzt weiter an dieses Problem arbeiten?

Währe euch über Hilfe sehr Dankbar.

LG

gismo4

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Hallo,

gibt es noch weitere Bezugspersonen für den Hund?

gruß

sabine

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Also Sie lebt bei uns in der Familie mit Mir meinem Mann und meinen drei kleinen Kindern.Aber ich bin glaube ich ihre haupt Bezugsperson.

Da ich mich mit Ihr und meinen andren Hund am meisten beschäftige.

Ich geh mit ihr raus,fütter Sie,siel mit Ihr usw.

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Uih, so ein Stromschlag ist aber auch echt schmerzhaft.

Was die Angst betrifft: sie muss lernen, dass sie bei Dir bleibt. Wenn Hunde richtig Angst haben, sind es immer existenzielle Ängste, also sie haben Angst um ihr Leben. Laufen sie dabei weg, verstecken sich irgendwo.....Bad, Keller oä., glauben die Hunde, dass nur die Flucht ins "Versteck" ihnen das Leben rettet.

Kannst Du nicht vlt mal im Garten so eine Situation hervorrufen?

Nimm Deinen Hund an die Leine, setz Dich runter auf den Boden und wenn er versucht zu fliehen, halt ihn fest und ruckel mal sanft an der Leine. Zur Not kannst Du sie auch vorsichtig zu Dir herziehen. So wird sie lernen, dass es bei Dir am Sichersten ist. Reden solltest Du dabei eher nicht, nur ganz gelassen bleiben ;)

Wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, dass sich da nicht noch mehr Ängste entwickeln.

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Sollte ich sie dabei streicheln oder so?

Oder weiter hin keine große Sache daraus machen?

Das werde ich dann nämlich demnächst versuchen.

Danke schon mal für deinen Tip.

LG gismo4

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Kannst Du nicht vlt mal im Garten so eine Situation hervorrufen?

Nimm Deinen Hund an die Leine, setz Dich runter auf den Boden und wenn er versucht zu fliehen, halt ihn fest und ruckel mal sanft an der Leine. Zur Not kannst Du sie auch vorsichtig zu Dir herziehen. So wird sie lernen, dass es bei Dir am Sichersten ist. Reden solltest Du dabei eher nicht, nur ganz gelassen bleiben ;)

Wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, dass sich da nicht noch mehr Ängste entwickeln.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68327&goto=1433691

Tut mir leid, wenn ich das sage, aber wenn Du das mit einem Angsthund machst, zwingst Du ihn dazu, sich gegen seine natürliche Angst zustellen. Damit wird man keine Erfolge erzielen, sondern seine Ängste bestärken, die letzten Endes in Verbindung mit dem Besitzer gebracht werden.

Ein solches Verhalten hat auch nichts mit einer fehlenden Bindung zutun.

Für den Hund gibt es immer 3 Möglichkeiten zu agieren. Flucht, Ignoranz oder Gegenwehr.

Du kannst mit Übungen, die erst einmal außerhalb solcher Reize liegen trainieren, diese Reaktionen umzuleiten.

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Solch einen Hund würde ich immer mit ausbruchssicherem Geschirr und langer Leine sichern - zum Einem zu seinem Schutz, damit er nicht beim Wegrennen verletzt wird, zum Anderen, damit er sich in den angsteinflössenden Situationen gar nicht weiter als z.B. 10 Meter von mir entfernen kann und ich damit beruhigt durch solche Situationen gehen kann und dadurch Sicherheit ausstrahle. Geade diese eigene Ruhe und damit die ausgestrahlte Sicherheit ist für einen Hund, der Probleme mit optischen und akustischen Umweltreizen hat, so wichtig, damit er lernen kann, bei mir als sicherem Fels in der Brandung Schutz zu suchen.

Hunde sind sehr feinfühlig und merken in solchen Situationen genau ob wir Menschen uns auch erschrocken haben und wie schnell wir danach wieder zur Tagesordnung übergehen. Und das klappt mit einem gut gesicherten Hund eben viel schneller.

Es ist immer eine Gradwanderung ob man einen solchen Angsthund an Umweltreize gewöhnt oder ihn sensibilisiert. Daher muss man damit vorsichtig umgehen, aber nicht jede Konfrontation vermeiden.

LG Heike

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Das Problem ist doch eher... wie bringe ich sie dazu nicht nach Hause zu flüchten sondern zu mir?

Ich glaube nicht das es möglich ist einen Hund mit diffusen Ängsten soweit zu bringen, das der sich NIE wieder erschreckt. Einzelne Ängste ja das kann man üben, aber doch nicht viele verschiedene Dinge. So etwas kann immer wieder mal passieren ... was letztendlich bedeutet lebenslang Leine.

Wer will das?

Und im Prinzip ist das auch nicht das Problem, sondern das sie eben nach Hause flüchtet anstatt zum Halter zu gehen.

Sehr vermutlich hat sie das schon als Welp mal getan "ins Haus flüchten" und dann hat sich das einfach etabliert.

Ich stimme Schnauzis soweit zu "Leine dran" und Situationen suchen, mit denen sie nicht gut klar kommt. Aber eher um zu verhindern, das sie nach Haus laufen kann. Sie Sollte lernen, das sie auch bei dir Schutz findet. Erscheckt sie sich also nimm sie zu dir ran. Ruhig bleiben, wie du es schon tust, nur einfach an der Flucht hindern.

Gruß Iris

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Ich finde es grausam, wie man hier über einen flüchtenden Hund spricht.

Ein Hund der schon voller Panik, nicht weiß sich zu helfen, ab in ein voll gepolstertes Geschirr, ab an die Leine, hinder ihn an der Flucht - Entschuldigung, aber mehr Fehler kann man bei einem Angsthund nicht mehr machen.

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Ich glaube auch, dass Du erst einmal außerhalb der Angstsituationen üben musst. In den Angstsituationen reagiert sie reflexhaft und das heißt für sie nun einmal Flucht nach Hause - der Einzige Weg, den sie bisher kennt. Hat auch wirklich überhaupt nichts mit fehlendem Vertrauen oder Bezug zu Dir zu tun.

Ich glaube, der richtige Weg wäre, wenn Du gemeinsam mit ihr schwierige Situationen meisterst, solange bis sich der Gedanke in ihrem Kopf festsetzt, dass Frauchen die absolute Superheldin ist. Dann wird sie vielleicht auch in Situationen, in denen sie Angst hat zum Schutz zu Dir kommen.

Das könnten z.B. Balanceübungen über Baumstämme sein oder andere gemeinsame Spiele wie z.B. Leckerchen verstecken und gemeinsam mit ihr "suchen" (Du weißt ja wo sie sind).

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