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Hundeforum Der Hund
piper2009

Ampeltraining?

Empfohlene Beiträge

Ich fand die Erklärung auch suuuper

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Überlesen? Dann siehe bereits auf S. 2 dieses Threads. ;)

Das Bsp. habe ich mal ausgelassen.

Darf ich das so verstehen, dass der Hund körperlich gezüchtigt wird, soll heißen, er bekommt eine getachelt, oder wie? Bitte um Aufklärung
Es geht beim "Rot" NICHT um körperliche Überlegenheit oder gar um Zufügung von Schmerz!


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68655&goto=1442330

Naja, das kann man ja verstehen wie man will.

Mein Fazit: Richtig angewendet scheint das Prinzip nicht schlecht zu sein. Ohne fachliche Anleitung angewendet würde ich es niemandem empfehlen. Ich jedoch bleibe wohl weiter beim clickern und der positiven Bestätigung :winken:

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Hey Lara ich versuchs dir mal anders zu beschreiben.

Bei HTS geht es gar nicht so sehr darum was du "aktiv" tust also z.B. Brust touchieren, sondern um deine Energie, deine Präsenz, dein Haltung. Wenn das nicht stimmt kannst du touchieren soviel du willst, es kommt nicht an.

Zumal Rot nicht heißt jetzt touchier ich die Brust und fertig. Jeder Hund ist individuell, jeder Hund braucht ein anderes Rot und das muss man erst einmal herausfinden, dabei ist vor allem der Bauch immens wichtig. Was sagt mir mein Bauchgefühl?

Rot sollte überhaupt eher weniger angewendet werden, wer andauernd rot setzt macht was falsch, da stimmt die Energie dahinter nicht. Dann muss man sich fragen, handle ich momentan authentisch oder versuche ich nur etwas nach Schema F zu machen, weil es so dran steht?

Schema F gibt es bei HTS überhaupt gar nicht! Das "ampeln" ist eine Zurechtweisung auf hündisch. Beobachte mal einen Hund der souverän genug ist um richtig zurecht zu weisen, die sind immer authentisch aber niemals sieht das Zurechtweisen bei jedem anderen Hund immer exakt gleich aus, da jeder Hund eben individuell ist.

Und wenn du so einen Hund auch dabei beobachtest, dann siehst du schon wie unheimlich präsent schon nur ein grün ist, dass ist das eigentliche Ziel von HTS.

Viel Grün, ab und zu Gelb, sehr selten rot.

Du sollst durch deine Präsenz und deine Energie ausstrahlen, dass du führen kannst und dein Hund wird dir folgen.

Beispiel ich geh mit meinem Hund Gassi und schlurf nur so dahin, Schulter hängen runter, Kopf guckt auch eher auf den Boden und die ganze Körperhaltung ist naja hängend eben ^^ Mein Hund wird dann gar nicht auf mich achten, die zieht dann los und macht ihr eigenes Ding.

So um dieses Verhalten zu korrigieren muss ich mich selber korrigieren, also Kopf hoch, Schultern hoch, Arsch raus - aufrechter Gang. Deine Ausstrahlung verändert sich dadurch und das merkt dein Hund. Wenn du`s richtig machst strahlst du dann ein gutes Grün aus und dein Hund orientiert sich wieder an dir.

So soll es ablaufen.

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Naja, das kann man ja verstehen wie man will.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68655&goto=1442340

Ja, der Wille ist sicherlich wesentlich. :)

Unabhängig davon, wie man jetzt arbeitet - wenn der Halter nicht hinter seinem Handeln steht und dabei authentisch ist, wird jegliche Arbeitsweise allein daran scheitern.

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Naja' date= das kann man ja verstehen wie man will.

Ja, der Wille ist sicherlich wesentlich. :)

Unabhängig davon, wie man jetzt arbeitet - wenn der Halter nicht hinter seinem Handeln steht und dabei authentisch ist, wird jegliche Arbeitsweise allein daran scheitern.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=68655&goto=1442354

Da stimm ich voll und ganz zu

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ich versuchs auch mal an einem Beispiel deutlich zu machen....

Die Ampel bedeutet fuer mich nicht nur rot = touchieren (fuer mich kein nebuloeser Begriff, sondern eigentlich ziemlich deutlich :) )

Fuer mich bedeutet ein Anwenden der Ampel, dass im kompletten Alltag Ansagen gemacht werden, bei nicht befolgen verwarnt wird und wenn das nicht reicht eine konsequenz folgt... Ich erarbeite mir also die Glaubwuerdigkeit, dass ich meine, was ich sage! und das zu Beginn erstmal im Kleinen...

Bei mir ganz konkret:

Wenn ich Futter mache, dann herrscht Ruhe, da wird nicht geflippt, gejodelt und hektik verbreitet...

Wenn es zum Spaziergang geht, dann herrscht Ruhe etc

Wenn ich einen Platz zuweise, dann gilt es da zu bleiben

Wenn ich vom Sofa runter schicke aus irgendwelchen Gruenden, dann wird auch runter gegangen...

etc.

Generell ist mir wichtig, dass ich aus dem Grund so handle, dass ich meinen Hunden Gutes will! Ich habe immer wieder auch fremde Hunde hier und ich fuettere normalerweise immer mit meinen zusammen... in der Hektik entsteht Streit, das gibts nicht! Mag ich nicht haben..

Man muss nicht staendig und unentwegt auf 180 sein... klar darf sich gefreut werden, aber doch nicht jenseits von gut und boese...

Ich moechte mit meinen Jungs harmonisch zusammen leben! dazu gehoert, dass man sich gegenseitig achtet und respektiert! ich schicke ja nicht aus Prinzip vom Sofa, sondern, weil ich uns umsortiere...

Grundsaetzlich achte ich auf die Beduerfnisse der Jungs und dafuer fordere ich ein, dass sie auch mich und meine Beduerfnisse achten.... natuerlich nicht auf menschliche Art, sondern innerhalb ihrer Grenzen! logisch! ich erwarte natuerlich nicht, dass sie morgens am Bett stehen und mir einen guten Morgen wuenschen, sondern, dass sie auf mich achten, und kommunikationsbereit sind.

Stimmt da das Verhaeltnis, dann kann ich auch groessere Probleme, wie das poebeln an der Leine angehen...

Nochmal ein konkretes Beispiel:

Freunde von mir, sind vor kurzem in die Nachbarschaft gezogen. Die beiden haben einen 40 kg American Bulldog, der eine innerartliche Sozialkompetenz kleiner Null hat...

da dieser Hund keinen blassen Schimmer hat, wie man richtig kommuniziert und schon echt bloede Erfahrungen gemacht hat, reagiert er in 99 % der Faelle mit sofortigem Angriff :Oo daher ist er draussen permanent mit Maulkorb und Leine gesichert... wenn er loslegt, dann bebt die Erde! einfach nur was den Geraeuschpegel angeht...

Die beiden hatten die DVDs von Anita gesehen und fanden den Ansatz einleutend.... weil sie wussten, dass ich in die Richtung arbeite und auch schon ein paar Seminare da gemacht hab, baten sie mich ihnen ein paar Tips zu geben...

Da er auch ohne Ablenkung an der Leine zieht, haben wir beschlossen da anzusetzen und ihm die Arbeit abzunehmen permanent alles im Auge zu haben und sich um alles selber zu kuemmern... Die Ansage lautete, bleib hinter mir! (natuerlich nicht fuer immer! aber grade bei einem Hund, der so durchdreht finde ich es unheimlich wichtig das Hintenlaufen einfordernzukoennen!)

Also so starten, dass der Hund sowieso hinten steht und ein ueberholen mit Hilfe von deutlichen blocken und touchieren verhindern... der Hund hat ein paar Mal nachgefragt und wurde konsequent hinten gehalten! Frauchen machte das super! keine 5 Minuten spaeter ging der Hund entspannt hinter ihr!

Dann haben wir eine Ablenkung dazu genommen: ich habe ihn mit Futter gelockt und Frauchen hat wieder durchgesetzt, dass er hinten bleibt!

Und zum Schluss kam Charlie dazu! Erst abgelegt auf der Wiese, so dass der Bulldog hinter Frauchen gehend beim immer wieder vorbeilaufen in Ruhe lernen konnte, dass ihm nichts passiert und Charlie sich gar nicht fuer ihn interessiert!

Das Ende vom Lied ist, dass Charlie und er beide frei unterwegs sind (der Bulli mit Maulkorb). Jede ungewuenschte Reaktion vom Bulli wird konsequent abgestellt! Da sein Schema immer gleich ist muss man nicht warten bis er ausrastet, sondern kann schon viel frueher ansetzen...

normales hinschauen in Ordnung, soll er ja!

starren wird sofort unterbrochen (inziwschen reicht gelb, wenn nicht, dann wird er koerperlich abgedraengt)

weil wenn er im Anschluss an das Starren auf Charlie zustuermt, dann muss man schondeutlich massiver werden um noch zu ihm durchzudringen,,, das will keiner...

Das faszinierende ist, dass der Hund sichtlich aufatmet, weil er sich nicht mehr kuemmern muss... vorher hat er sich fuer alles und jeden verantwortlich gefuehlt und war damit unglaublich ueberfordert...

Im Alltag geht er im Moment hinten... ist er entspannt und im Peace, dann darf er sich an der Leine frei bewegen.. kommt ein Reiz, der ihn aus dem Konzept bringt, dann geht er wieder hinten und Frauchen kuemmert sich um alles!

Ziel des ganzen ist ja, dass beide Teile des Teams kommunikationsbereit sind! Hund und Halter sollen aufeinander achten! man kann den Hund nicht nur abstellen ohne ihm dafuer die Sicherheit zu geben, dass man sich kuemmert!

Genauso ist es mit einem bellenden Hund an der Tuer! ich will das nich haben, weil nicht jedes Mal mit Blaulicht auf dem Kopf an die Tuer gestuermt werden muss! ICH mache das, der Hund hat Pause! weil ich das regeln kann! und das glauben mir meine Hunde! Hoeren sie ein Geraeusch, dass sie nicht einordnen koennen, dann melden sie das durch kurzes Muffen und ich nehme ihnen die Kontrolle ab und schaue, was los ist... Sie muessen also nicht alles selber handeln... sondern jeder verlaesst sich auf den anderen...

Optimalerweise braucht es kein rot mehr, weil man schon vorher auf die Wuensche des anderen eingeht!

So... das war jetzt lang... bei Fragen erklaer ich gerne nochmal genauer...

Helena

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Huhu Helena,

sehr schön erklärt. :)

Ich möchte auch nochmal eben meinen Senf dazugeben um mit Missverständnissen aufzuräumen.

Das Prinzip der "Ampel" ist nicht statisch.

D.h. man sollte immer beweglich und flexibel situativ handeln können.

Ein nicht ernst gemeintes "rot" mit einem Stupser an die Brust wir womöglich nicht mal der sensibelste Collie ernstnehmen.

Mitunter reicht aber ein sehr wohl ernstgemeintes "grün" schon völlig aus.

Ich kann völlig genervt "Plaahatz" sagen und der Hund wird mich angucken wie ein Auto.

Da würde ich sehr wahrscheinlich gelb und mitunter auch noch rot brauchen aber NUR, weil mein grün sehr bescheiden war.

Schaue ich den Hund an und meine was ich sage, nämlich "Auf deinen Platz und zwar jetzt"- brauche ich nachfolgendes vllt. nicht.

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Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Konzept der HTS auseinander gesetzt und muss sagen ich bin begeistert. Dass alles erscheint mir sehr schlüssig,logisch und für mich gibt es viel zu tun. Nun hab ich noch eine Frage auf die ich beim Stöbern der Beiträge keine Antwort gefunden habe :-/

Die Ampel leutet mir sehr ein- nur weiß ich nicht wie es sich mit der Zeit verhält?!

Also nehmen wir an- ein Hund zeigt ein "unerwünschtes Verhlaten" und bekommt grün-reagiert nicht und dann orange und reagiert- 2 Minuten später zeigt er das unerwünschte Verhalten wieder- bekommt er dann wieder grün oder orange noch mal oder folgt rot?

Wie verhält es sich bei 5 Minuten?

Ab wann fang ich wieder bei grün an?

Leider habe ich kein Rudel daheim um das mal zu beobachten :-/

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Hallo Nainy,

dazu gibt es keine feste Regel. ;)

Ich kann dir nur sagen, wie ich es mache, ob das so "richtig" ist, weiß ich nicht.

Wenn meine Gwenda im Freilauf einen zu starken Drang nach vorn zeigt, muss sie eine Strecke hinter mir laufen.

Ich schicke sie meist mit einem Grün (Ansage bzw. ich zeige hinter mich) hinter mich, manchmal muss ich auch schon ein Gelb (Kscht!) nehmen, ganz selten ein Rot (Kscht mit Stups vor die Brust). Es hängt davon ab, wie angespannt oder entspannt sie wirkt oder wie sehr sie auf mich bzw. auf Umweltreize achtet. Man startet also nicht immer mit einem Grün!

Habe ich das Gefühl, dass sie, während sie hinter mir läuft, quasi nur darauf wartet, endlich wieder nach vorn ziehen zu können und sie fängt an, mich vorsichtig zu überholen, gibt es, egal wie viel Zeit verstrichen ist, bestimmt kein Grün, sondern ein Gelb oder Rot.

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