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Hundeforum Der Hund
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Such-Strategien

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Huhu liebe Fories,

ich habe gerade mit Shelly mal wieder ein paar Suchspielchen im Haus gemacht.

Mir ist irgendwie aufgefallen, dass Shelly scheinbar völlig planlos durch den Raum läuft.

Ich hatte das glaube schonmal in irgendeinem Beitrag vor langer Zeit geschrieben:

Diese Beobachtung habe ich schon mal in einer Reportage im Fernsehen gemacht.

Da waren zwei Polizei-Schäferhunde und zwei Polizei(?)-Jagdhunde (ich glaube es waren Spaniel).

Beide Gruppen sollten Räume in einem Staatsgebäude auf ihre Sicherheit (Sprengstoffe etc.) untersuchen, als Trainingseinheit.

Die beiden Schäferhunde liefen, genau wie Shelly, (für uns Menschen) eher planlos durch die Gegend und sahen immer so aus, als suchen sie gar nicht richtig, sondern eher so nebenbei.

Das sieht dann ungefähr so aus, das sie ihre Nasen eher so auf normale Höhe halten und mal hier bissl riechen und weiterlaufen und da mal ein bißchen riechen. Aber nie richtig intensiv an einer Spur dranbleiben o.ä.

Natürlich haben sie die "Beute" (fürs Training) trotzdem immer gefunden.

Wie gesagt, Shelly macht das genauso und mich wundert es, dass sie bei dieser Strategie trotzdem sooo schnell zum Erfolg kommt.

Bei den beiden Spaniel sah es logischerweise, für Jagdhunde üblich, so aus, dass sie mit "Rüssel" auf dem Boden durch die Räume fegten. Als ob ihre Nase magnetisch ist und jemand von unten einen Magneten umherzieht. :D

Ich habe versucht, Shelly auch mit dem Leckerli extra eine Art kleine Fährte zu legen und zog sie auf dem Boden entlang. Das hätte ich mir auch sparen können. :D

Denn sie rannte wild drauf los, nahm das irgendwie gar nicht wahr, lief nach links, nach rechts und wieder zurück. Also auch nicht so, dass man sagen kann, sie checkt das nach einer Reihenfolge ab oder nutzt ansatzweise die "Fährte".

Wie siehts bei euch aus? Was haben eure Hunde für eine Strategie?

Hat sich jemand damit schonmal genauer beschäftigt und kann das erklären?

PS: Mir ist schon klar, dass verschiedene Rassen anders suchen. ;)

Finde es nur irgendwie sehr interessant.

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Ich hab auch zwei völlig verschiedene Schnüffelnasen hier! :D

Boomer sucht, wie von dir beschrieben, in meinen Augen völlig planlos, um dann aber irgendwann doch zum Ziel zu kommen! :D

Bei Shelly denk ich auch immer, da saust ein kleines Männlein unter der Erde mit nem Magnet rum und zieht Shelly mit! :D

Hab das heute mittag auch mit den Leckerchen draussen gemacht, auf dem Boden ne Spur gezogen und suchen lassen.

Boomer hat im grossen Kreis gesucht, dann aber doch gefunden, und Shelly verfolgte *grunzend* die hinterlegte Spur! ;)

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Im Haus sucht Sherlock immer dort zuerst, wo die Beute beim letzten Mal versteckt war. Danach sucht er die anderen bekannten Verstecke ab. Mit den Augen sucht er meiner Meinung nach gar nicht, er verlässt sich nur auf seine Nase.

Draußen, wenn ich seinen Ball auf einer Wiese verstecke, sucht er in planvollen Kreisen, die immer größer werden und wenn es in einer unberührten Schneefläche geschieht, dann sieht man, dass er selten irgendwo 2x geht und ein gewisses Raster einhält. Ich finde es total faszinierend, dem zuzusehen. Die Rute geht dabei wie ein Propeller. Wenn er das Spielzeug gefunden hat, stoppt der Propeller :) .

Die Nase hat er eher halbhoch, nie ganz auf dem Boden. Man hört auch, wie intensiv er rüsselt.

Suchspiele sind einfach toll. Für den Hund, was die Auslastung betrifft, und für den Menschen zum lernen und fasziniert beobachten.

LG Anja

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Hanni marschiert auch eher "planlos" rum, grenzt dann den Bereich ein und wird akribisch, sobald sie den Radius auf einen Meter abgesteckt hat. Hat sie das Leckerchen, saust sie sofort schnuppernd weiter, bis sie das letzte Leckerchen gefunden hat und ich ihr "alle weg" signalisiere. Wenn irgendwo ein Magnet versteckt wäre, wäre der Magnetschupser ein Hektiker :D

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Wenn irgendwo ein Magnet versteckt wäre, wäre der Magnetschupser ein Hektiker :D

*hahahahhahaa* :klatsch: Der Spruch ist klasse. Brüller! laughing1.gif

@Anja: Ich gebe dir vollkommen recht. Ich finde es auch voll fasznierend.

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Ich hab ja zwei Jagdhundmixe.

Die suchen nicht unbedingt mit tiefer Nase, das kommt auf die Art der Suche an.

Bei der Freiverlorensuche auf Dummies suchen sie mit hoher Nase in der Strategie einer sog. Quersuche.

Sie laufen hin und her, *nehmen* den Wind und suchen so ein größeres Feld systematisch ab.

Gero geht dabei vom *Großen zum Kleinen* und Szamba umgekehrt.

Kurti macht auch sowas wie die von Anja beschriebenen Kreise.

Er ist aber auf der Fährte besser... dort nimmt er die Nase nur runter, wenn es der Schwierigkeitsgrad erfordert.

Grüßli

Günni

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Candy sucht im Haus auch zumindest scheinbar total planlos, gefunden hat sie bisher trotzdem alles an Futter oder Spielzeug. Auch bei ihr ist "Fährte ziehen" sinnlos. :Oo

Wenn ich sage, sie soll die Katze oder den Kater suchen, sucht sie genauso chaotisch und findet sie nicht immer, was daran liegen kann, dass die auf erhöhten Plätzen liegen und sowieso die ganze Wohnung nach ihnen riecht. ;) Bei Katzensuche draußen wechselt sie Fährte und "planlose" Suche ab.

Draußen sucht sie bei Leckerchensuche auch eher planlos, aber wehe sie findet mal zufällig unterwegs eine Wildfährte, dann is die Nase meistens erst mal auf den Boden fixiert und sie läuft die Fährte lang. Solche Aktionen breche ich dann aber ab, möglichst bevor sie den Kopf wieder hochnimmt, um loszurennen... ;)

Wenn sie unterwegs ein Spielzeug verliert und es suchen soll, sucht sie in konzentrischen Kreisen, da wo es zuletzt war.

Bei der Geruchsidentifikationsübung fürs Obedience rennt sie aufs erstbeste Hölzchen zu, und wenn es das nicht ist, rüsselt sie die anderen ab, bis sie "meins" findet.

Also, ich vermute, dass die Hunde im Prinzip alle Suchstrategien beherrschen und je nach Situation oder Motivation (vielleicht auch rassebedingt) diese oder jene Strategie anwenden.

LG!

Anja und Hundis

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Huhu Anja.

Nach meinem Dafürhalten ist es so, dass der Hund, wenn er verschiedene Suchstrategien kennen gelernt hat UND bei der Aufgabe, die ihm gestellt wird genau weiß, worum es sich handelt, immer die Strategie wählen wird, die ihn am schnellsten zum Ziel führt (vorausgesetzt er *darf* das und wird nicht vom Menschen dazu gebracht, anders zu suchen).

Systematische Suche kann man trainieren, sowohl großflächig aber auch im Kleinen.

Diesen Sommer möchte ich gerne mit mindestens einem meiner Hunde eine Suche auf kleinem Feld trainieren, aber auf klitzekleine Gegenstände.

Ich bin sehr gespannt :) .

Grüßle

Antje

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Hm...meine Hunde suchen auch völlig unterschiedlich!

Büdi, mein Golden, sucht drinnen sowie auch draußen ganz auffällig über die Nase....sie schnüffelt wie eine "Irre" über den Boden und versucht dabei z.B. die verstecken Leckerchen zu finden. Allerdings wird sie dabei auch relativ schnell hektisch...aber Büdi kommt, meines Erachtens, immer super schnell zum Erfolg!

Bei Gismo hingegen...hm...was für eine Strategie verfolgt er?? Er such definitiv ganz anders als Büdi...im Normalfall trägt er dabei die Nase auch normalhoch, wirkt aber im Regelfall nicht planlos...

Man hat eher so das Gefühl, dass er den Raum über die Augen absucht und wenn er meint, dass er was gefunden hat, dann kommt die Nase zum Einsatz.

Wie gesagt, dass sieht nicht planlos aus...eher hm...lustlos würde ich behauptet!

In manchen Situationen benutzt er dann auch sein "Erinnerungsvermögen" ähnlich wie Sherlock...gestern z.B. sind wir an einem Wegstück vorbeigekommen, wo das letzte Mal eine Mütze im Baum hing...als er quasi den Weg erkannte ist er sofort zu dem Baum gelaufen und hat geschaut, ob die Mütze noch da ist...

...allerdings hatte er scheins vergessen, dass er sie selber längst von dem Baum entfernt hatte *hihi*

Ich finde es auch sehr interessant zu beobachten wie unterschiedlich meine Hunde diese Such-Aufgabe angehen....bin mal gespannt was sonst noch für Strategien ans Tageslicht kommen!?

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Hallo,

verstecke ich im Haus zwei Gegenstände und lasse die Hunde gleichzeitig suchen, haben sie zuerst an bekannten Stellen nachgesehen.

Dann laufen sie mit hoher Nase die Räume ab. Sie finden die Sachen immer unglaublich schnell, und sie haben ein gutes Gedächtnis.

Draußen geht Danilo mit hoher Nase sehr zielsiche, er pendelt entlang der Fährte und checkt die Boden- Luftgerüche ab. Er findet alles und jeden, und er guckt auch in Bäume:-). Frei sucht er schnell und zielsicher, kürzt schon mal ab, aber auch da pendelt er.

Auf Flächensuche geht er auch vom "großen" ins "kleine", ist da aber auch erfolgreich.

Don macht es ähnlich, ist aber im Kleinen verbissener, und die faule Socke guckt gerne, was sein Bruder schon gefunden hat, wenn sie zusammen, aber jeder eine andere Teilläche, absuchen sollen.

Danilo ist übrigens spurlaut...wenns ans "Ende" geht, die Fährte frisch wird, meldet er :-) und verrät uns....

Gruß Tina

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