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Hundeforum Der Hund
Stürmchen

"Das Einhalten von Grenzen und Verboten entspricht dem Naturell des Hundes..."

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Hi, Hans Georg

Hey Paul43

Mit anderen Worten, Motivation wird hier im Sinne von Angeborenes wird durch Erworbenes ergänzt gebraucht.

???

Instinkte und Triebe waren nie mein Thema.

Insofern sind wir uns wohl einig.

Aber diese deine Formulierung ist für mich zu verkürzt, um sie verstehen zu können.

Angeborenes wird durch Erworbenes ergänzt

ist doch eher eine Korrektur zu "ererbt oder erlernt"

Besser noch: ererbt und durch Lernen stark verbessert

oder in einem anderen Sinne:

Prädestiniert, bestimmte Handlungen und Zusammenhänge (besonders gut) zu lernen.

Aber ich sehe nicht, was das mit Motivation von Handlungen im Alltag zu tun hat.

Bei ihr geht es doch eher um innere Zustände und ihre Auswirkungen auf äußere Handlungen. (Meine Vermutung)

Paul

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Hey Paul43

Der vorsichtige Ausdruck Ich vermute, dass , deutet sehr schön an, dass du intuitiv weißt, dass deine Vermutung höchstwahrscheinlich nicht stimmt. [/Quote]Das sehe ich nach deinen nachfolgenden Ausführungen eher anders. :)

Denn der Saugreflex, den Neugeborene haben, unterliegt erst einmal nicht dem Willen, deshalb trinken sie.
Genau das meine ich.
Aber im Experiment lässt sich nachweisen, dass sie das Trinken sehr schnell einstellen, wenn dir Nahrung manipuliert wurde und daher nicht schmeckt z. B.
Das erste Lernen. Das, was angeboten wird, kann suspekt sein. Das Kind lernt, dass auch andere Speisen gegessen werden können. (Und dann kommt die Nahrungsmttelindustrie mit der emotionalen Geschmacksassoziation )
Diese angeborenen Mechanismen geben einen gewissen Schutz, laufen aber erst einmal unbewusst ab, und werden erst nach und nach über Erfahrung/Lernen modifiziert.

Mein erstes Stück Schokolade habe ich sehr' sehr misstrauisch beäugt und man musste mir lange zureden, bis ich ein wenig probiert habe.

Und dass nicht nur Kinder erst einmal alles mit dem Mund testen, hat wohl auch seinen Grund darin, nicht allem blind zu vertrauen. [/Quote']

Wenn es so einfach wäre, ist es aber meist nicht, denn hier können sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, warum du dich speziell so verhalten hast.
Vergiss deine Erklärungen. Ich war da etwa sieben Jahre alt. Die Farbe war mir suspekt, den Geruch kannte ich überhaupt nicht. Und dass es damals Sachen zu essen gab, die absolut nicht schmeckten, stimmt natürlich. Deswegen die Vorsicht.

Ist auch egal.

Paul

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Hey Paul43

Aber verhält es sich mit Primärverstärkern als Objekte der Begierde anders?

Ich vermute' dass die einzige nicht durch Lernen und Bewerten direkt aufgenommene Nahrung die Muttermilch an der Mutterbrust ist.

Der vorsichtige Ausdruck Ich vermute, dass, deutet sehr schön an, dass du intuitiv weißt, dass deine Vermutung höchstwahrscheinlich nicht stimmt. [/Quote]

Das sehe ich nach deinen nachfolgenden Ausführungen eher anders.

Denn der Saugreflex' den Neugeborene haben, unterliegt erst einmal nicht dem Willen, deshalb trinken sie. [/Quote']

Genau das meine ich. [/Quote]

Nimm es mir nicht für übel, es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder du weißt wirklich nicht was der Unterschied zwischen einem Reflex und einer Motivation ist, was ich nicht so recht glauben kann, oder du möchtest einfach nur Rechtbehalten.

Denn ein Reflex ist nun mal keine Motivation, sonst braucht man sie nicht zu unterscheiden.

So gibt es bei einem Reflex angeborene unkonditionierte Reize, die immer nur eine Stereotype-Antwort, also immer gleiche unkonditionierte Reaktion auslösen.

Pupillenreflex:

Lichtreiz die Pupille verengt sich.

Schmerzreflex:

Du trittst auf einen spitzen Gegenstand, du ziehst den Fuß weg.

Schutzreflex:

Bei einem lauten Knall zuckst du zusammen.

Saugreflex:

Am Daumen/Schnuller usw. lutschen.

Speichelflussreflex:

Futter löst den Speichelfluss aus.

Über klassische Konditionierung, kann man zwar durch Lernen eine konditionierte Reaktion, über einen konditionierten Reiz auslösen, aber der Speichelfluss, somit die Reflexantwort (Reaktion) selbst, ändert sich dadurch nicht. Speichelfluss bleibt Speichelfluss.

Bei einer (angeborenen) Motivation gibt es immer auch alternativen im Verhalten.

Motivation bei Gefahr:

Eine Katze wird von einem Hund bedroht.

Die Katze kann flüchten/kämpfen/abwarten usw.

Wie sie sich letztlich verhalten wird, hängt von mehreren Faktoren ab, so z. B. auch von ihren bisher gemachten Erfahrungen/Lernen (so sie schon welche gemacht hat).

Ich will jetzt nicht weiter auf dieses Beispiel eingehen, aber was ganz offensichtlich ist, die Katze hat mehrere Optionen, an Motivationen (flüchten/kämpfen/abwarten usw.), die für ihr Verhalten infrage kommen.

Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)

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Hi, Hans Georg

Hey Paul43

... oder du möchtest einfach nur Rechtbehalten.

Na, dann ist es doch wohl besser, wir lassen es jetzt.

Du musst kein Lehrbuch abschreiben.

Paul

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Hey Paul43

Ich bin kein Guttenberg!!!

Es ist besser, beliebt zu sein als Recht zu haben (Mark Twain).

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