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Hundeforum Der Hund
Stürmchen

"Das Einhalten von Grenzen und Verboten entspricht dem Naturell des Hundes..."

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Einhaltung von Regeln und Grenzen ist doch nichts negatives?

Ein Mensch kann in einer Gemeinschaft sehr selbstbestimmt leben, solange er sich an die gesetze hält, die bestehen. (Zumindest in unserer Gesellschaft)

Der Gesetzgeber gibt uns das Recht auf freie Berufswahl, freie Wohnortswahl, freie Heirat, freie Hobbies... Ein paar Regeln aber gibt es für uns - zB dass wir nicht stehlen dürfen, unsere Kinder und Geschwister nicht heiraten, keine Dinge beschädigen die uns nicht gehören...

Wo ist das Problem?

So wie ich es verstehe, sowhl für Kinder- als auch Hunde"erziehung" ist gemeint, einen Rahmen an Regeln zu stecken (zB du darfst keine Tiere fressen, du darfst nicht über die Straße wenn ich es nicht erlaube...) und INNERHALB dieses Regelgefrlechts hat der Hund die Freiheit, seinen Plat im Leben zu finden.

Viele Menschen machen das Geflecht um den hund zu eng, einige Hunde aber brechen ständig aus dem Geflecht aus (verstehen es nicht, sind vielleicht unterbeschäftigt, das ist hier nicht der punkt) und bekommen daher mehr Regeln.

Wenn aber die Regeln gut eingehalten werden, dann kan man sie auch etwas lockern. Nicht die Grundregen (Jagen, Straße..), aber zB "du darfst nicht buddeln"kan auf "du darfst nicht im Garten buddeln" aufgeweicht werden.

Wenn ein Wolf in der Wildnis ein Stück Fleisch hat, dann ist doch sicherlich jedem anderen Wolf klar, dass er sich dem Stück Fleisch nur nähern kan, wenn der andere Wolf es ihm erlaubt.

Tut er das nicht, widersetzt er sic der Regell " Mein Fleisch!", so gibt es eine klare Konsequenz.

der Wolf, der sich nie an diese Regel hält wird nicht sehr glücklich werden im Rudel.

Ic finde, das sind klare Regeln. Auch wenn niemand sie in ein Buch eingetragen hat.

Mehr als die grundregeln einzuhalten erwarte ich eigentlich nicht von meinen Tieren. Wer sich aber nun mal nicht an die regel "nicht jagen" halten kann, der muss eben an die Leine.

Das ist nicht wölfisch, aber logisch.

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So ich habe jetzt noch mal einen größeren Abschnitt aus dem Ursprungsthread:

http://www.polar-chat.de/topic_69602.html

kopiert. Das Rote ist von Anja (Bärenkind) das Blaue von Steffen.

Nach meiner Erfahrung lernen Hunde dann besonders nachhaltig, wenn sie das richtige Verhalten in einer Situation selbst erdenken, erarbeiten und anbieten, was man dann bestärken kann. Dazu ist es nötig, dass der Fehler gemacht wird.

Richtig!

Nur wird das Einhalten von Grenzen und Verboten nicht bestätigt. Es ist in dem Fall auch uninteressant, ob der Hund Alternativhandlungen anbietet.

Wie ich es beschrieb. Der Hund übertritt die Linie, wird an der Leine zurück gezogen, übertritt, wird zurück gezogen, bietet an, stehen zu bleiben, wird bestärkt in diesem korrekten Verhalten.

Wozu der Aufwand? Warum undeutliche Ansagen? Der Hund soll keine Aufgaben erlernen, sondern kriegt ein Verbot gesetzt.

Also: Linie überschreiten - "Gewitter" - fertig!

Da brauche ich nichts bestätigen, da gibt's kein "fein gemacht" oder Leckerchen. Das einhalten von Grenzen und Verboten entspricht dem Naturell des Hundes, wird nicht belohnt, sondern ist selbstbelohnend

Da wird sehr deutlich, wie Steffen es meint und das hat wenig mit der hier getätigten Äußerung zu tun:

Das Einzige, was ich gesagt habe, ist, daß es für Hunde (und alle hirarchisch lebenden Lebewesen) normal und lebensnotwendig ist, sich an Regeln und Grenzen zu halten.

Das geht beim Abstecken von Revieren los, ist Bestandteil der Rangordnung und und und. Und nein, damit ist nicht gemeint, daß der Hund als Werkzeug oder Befehlsempfänger zu sehen ist.

Ohne das Einhalten von Regel und Grenzen ist ein Zusammenleben in Rudeln, Herden, Gruppen, Schwärmen..... nicht möglich.

Gegen die ich bestimmt nichts gesagt hätte!

Zwischen Grenzen und Regeln sind bei Tieren, die einem Sozialverband leben, normal und das EINHALTEN von Verboten entspricht dem Naturell und ist SELBSTBELOHNEND ist ein riesiger Unterschied, den man auch schlecht mit unglücklich formuliert vom Tisch wischen kann!

Hund macht einen Fehler, von dem er nicht nicht mal weiß, dass es einer ist und wird bestraft. Hund lernt, dass darf ich nicht und macht es nicht mehr, das wird zur Kenntnis genommen!

Soll das ernsthaft ein Erziehungsansatz sein den man öffentlich propagiert?

Ich stelle Regeln auf, Hund kriegt "eine drüber", wenn er sie nicht einhält und schon ist alles gut?

Tut mir leid, vielleicht ist meine Reaktion bezüglich dieses kleinen Ausschnitts nicht ganz angemessen, aber das hat wirklich das Fass zum Überlaufen gebracht!

Wenn man hier liest, hat man den Eindruck, als wenn wir uns freiwillig Bestien ins Haus geholt hätten, die permanent die Weltherrschaft anstreben und bei denen jegliches Aufkommen von Initiative im Kern erstickt werden muss! (natürlich ist dies ein wenig überspitzt formuliert!) Und nun wird dem Hund ansich auch noch unterstellt, dass er so "regide" behandelt werden will und er es gar als Belohnung empfindet!

Ich kann nur für meinen Hund und die mir bekannten Hunde sprechen! Nein, die empfinden es nicht als Belohnung, wenn aus dem Nichts ein Donnerwetter auf sie niederprasselt und machen auf mich auch nicht den Eindruck, als wenn dieser Umgang mit ihnen "einprogrammiert" wäre!

Wenn ich etwas von meinem Hund will, was er aus seiner Perspektive heraus überhaupt nicht verstehen kann (!), dann habe ich - in meinen Augen- die Pflicht, es ihm erst zu lehren!!! Das nicht zu tun und dann noch zu behaupten, dass dies artgerecht(er?) sei, empfinde als falsch und ist für mich ein falsches Verständnis von dem Wort Hundeerziehung!

Erwachsene Wesen werden eigentlich nicht mehr erzogen! Kinder und Jugendliche werden erzogen. Wir (er)ziehen aber an unseren Hunden bis zum hohen Alter herum, was bestimmt nicht hundlich ist, da auch dort nur das Jungvolk im eigentlichen Sinne erzogen wird.

Wenn wir uns notwendigerweise (!) schon so verhalten müssen, können wir dies dann nicht wenigstens so "nett", "respektvoll" und "verständnisvoll" wie möglich tun?

Wenn ich als erwachsener Mensch etwas tue, was einer anderen Person missfällt, wird es evtl. zu einem Konflikt kommen, aber wohl kaum zu einem Erziehungsversuch!

Wenn zwei gestandene Rüden sich erzählen, dass der jeweils andere in seinem Territorium nichts zu suchen hat, dann ist das ein Konflikt, keine Erziehung!

Wenn ich meinem Hund gegenüber ein Verbot setze und dies direkt "mit einem Donnerwetter" ahnde, so ist auch dies ein Konflikt und nur sehr weitläufig Erziehung. Dieser Konflikt taucht für den Hund dann aus dem Nichts auf und ist für ihn auch nicht nachvollziehbar! Was soll daran gut sein dies so zu vermitteln?

Welche Art von Beziehung baue ich auf der Basis auf ?

Lg Tina

P.S.:

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....ich sag mal nix dazu.... :kaffee:

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Konflikte gehören zum Leben wie Sauerstoff. Aus diesen lernen alle Lebewesen. Oft werden sie bewusst herbeigeführt, um dem Nachwuchs etwas beizubringen.

Erst wer Konflikte annimmt und sie nicht aus dem Leben ausklammert, kann wirklich etwas lehren (egal, ob Mensch oder Tier).

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Wenn dein Kind gerade auf die Autobahn zurennt, bittest du es dann freundlich, kurz inne zu halten oder klöppelst ein Deckchen?

Oder nimmst du es ruhig auf der Mittelspur zur Seite um einen Stuhlkreis zu bilden? :Oo

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Es geht ja nicht darum, Fehler zu suchen und den Hund zu vermöbeln, sondern dem Hund unmissverständlich und klar aufzuszeigen, was NICHT geht. Diese Grenzen sind ja meistens sogar Schutz für den Hund und wenn er diese Grenzen einhält, es ihm klar ist und er sich an uns orientiert, dann hat der Hund automatisch mehr Freiheit und muss nicht mehr Rätselraten und probieren, was könnte den eventuel mein Besitzer wollen was ich tue. Nein, er weiss was nicht getan werden darf und alles andere ist pure Freiheit. Und wir sind ja nicht ungerecht, bösartig und gemein, sondern einfach hündisch: deutlich, klar und körperlich.

Hunde sagen auch nie was richtig ist, sondern sie sagen nur, was falsch ist und was nicht akzeptiert wird in einem harmonischen Zusammenleben und zwar durch Blick, Knurren und Abschnappen. Ist das böse und gemein?

Ganz ehrlich gesagt finde ich es viel mieser, den Hund "im Regen stehen zu lassen" und rätselraten zu lassen und das monatelang oder sogar jahrelang. Dann lieber 2 - 3 mal klar und deutlich und total unmissverständlich und alles ist erledigt.

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Nein, es geht nicht darum, Fehler zu suchen und den Hund zu vermöbeln!!

Aber ich scheue keine Konflikte und gehe auch bewusst und absichtlich in diese hinein. Denn erst im Konflikt kann Sam lernen, was dann zu tun ist.

Es geht nicht um Fehler, die der Hund begeht! Sondern um Konflikte, die gelöst werden müssen.

Ich denke, dass die Worte "Konflikt" und "Fehler" zu Missverständnissen führen, wenn man diese nicht differenziert.

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NE also Fehler suchen tue ich auch nicht. Ich provoziere am Anfang ab und an mal Konflikte um mich vorzustellen und den Respekt einzufordern und ab und an in bestimmten Entwicklungsphasen frische ich das mal auf, wenn der Hund micht testet, aber ansonsten bin ich da wirklich gelassen und verbiete nur, was mir wirklich wichtig ist und was für das Leben des Hundes, das Zusammenleben im Rudel oder mit der Umwelt von nöten ist.

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@ Steffi,

es geht nicht darum, dass jeder Konflikt gemieden werden sollte, es geht darum, dass ich keinen Sinn in unnötigen Konflikten sehe!

@ Tinnus

Ich bin unmittelbar neben der Autobahn aufgewachsen und habe diese -ganz ohne Donnerwetter- nie betreten!

Mein Hund verlässt weder Garten noch Wohnung ohne Erlaubnis- mit oder ohne Tür, Zaun oder Tor, ohne dass er jemals ein Donnerwetter hatte!

Es geht darum, dass es nicht zwangsläufig nötig ist, dies so zu lösen!

Ich schrieb nicht (und meinte auch nicht!), dass man niemals "starfen" darf! Ich schrieb davon, dass dies fair sein sollte! Und das ist so, wie Steffan es darstellt - in meinen Augen- nicht der Fall!

Warum wird hier immer von Hunden ausgegangen, die einen Holzhammer brauchen?

Es kann doch nicht sein, dass nur in meinem Umfeld die Mehrzahl der Hunde völlig normale, kooperationswillige Hunde sind, die im Prinzip das annehmen, was ihr Besitzer von ihnen will.

@ Diva

Warum kann ich dem Hund nicht genauso klar sagen, was er tun soll? Anstatt ihm zu sagen was er nicht tun soll?

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Hund macht einen Fehler, von dem er nicht nicht mal weiß, dass es einer ist und wird bestraft. Hund lernt, dass darf ich nicht und macht es nicht mehr, das wird zur Kenntnis genommen!


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=69622&goto=1467534

Genauso machen es Hunde untereinander doch auch, oder? Will der eine an den Knochen des anderen, gibt es einen drauf, und fertig! Da gibt es als Belohnung auch keinen Knochen oder Streichler ... Rempelt ein Jungspund einen erwachsenen Hund an, gibt es einen drauf und fertig. Kommt er noch einmal rempeln, gibt es noch einmal einen drauf - und nicht die Spur einer Belohnung hinterher!

Will der Hund also an meinen Teller, gibt es einen drauf oder ein Gewitter oder wie man es auch immer nennen will. Hund pöbelt an der Leine, also gibt es einen drauf und keine Belohnung hinterher.

Das ist keine Strafe, sondern eine auf den Hund zugeschnittene Reaktion meinerseits, die das unerwünschte Verhalten abbricht. Bei dem einen Hund mag ein lautes "Hey!" reichen, der andere braucht vielleicht etwas mehr.

Welche Beziehung baue ich damit auf? Hmmm, ich denke, der Hund lernt, dass er mich respektieren muss, weil ich sonst unangenehm werde. Und, was ich ganz wichtig finde, der Hund versteht, was ich meine. Also baue ich damit eine respekt- und verständnisvolle Beziehung auf. :)

Natürlich schließt das Ganze nicht aus, dass der Hund auch gestreichelt und gelobt wird (halt eben nicht, wenn er sich daneben benimmt) und man lauter schöne Sachen mit ihm macht.

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