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vreni76

Spinone Italiano - wer hat einen?

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vreni76   
Originalbeitrag
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Als Bjuel noch Welpe war, hat mein Neffe neben ihm geturnt und hat aus Versehen einen Handstand-Überschlag auf ihn drauf gemacht. Da hat er noch nicht mal die Augen aufgemacht.

Das kenne ich von Alma auch so. :)

Aber ich denke, dass es viele Hunde gibt, die das nicht weiter stört, von daher ist es schwer, das an der Rasse fest zu machen. Meine Dackel stören Kinder auch nicht und die sind da hart im Nehmen. Das gleiche bei meiner Griffon-Hündin (inzwischen zumindest, anfänglich hatte sie vor allem Angst).

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Fusselnase   

Das stimmt schon, Alma war verrückt nach Kindern und hat sich auch ganz toll und feinfühlig ihnen gegenüber verhalten. Vor allem bei ganz kleinen.

Aber ich hatte mal einen Terrier in Pflege, der genauso war.

Trotzdem erzählen Spinone-Halter immer das Gleiche. Vielleicht liegt es einfach an ihrem freundlichen Wesen und ihrer ruhigen Art.

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vreni76   

Wenn sie sich sicher fühlen, sind sie auch so. Es kommt auch da auf die Führung an. Gerade in jungen Jahren darf man sie nicht überreizen, man muss sie sich fast groß schlafen lassen.

Sie sind eben sehr sensibel und nehmen ALLES wahr, was nur irgendwie anders ist.

Anfänglich hat Bjuel alles aus Unsicherheit verbellt, was nur irgendwie anders war (Mann mit Hut, Frau mit Rollator, dicke Frau, Kind mit Gipsbein, umgefallene Schilder, Schneemann usw). Da muss man sie echt langsam ran führen und Sicherheit geben.

Ich kennen einige Exemplare, die sehr scheu mit fremden Menschen sind und sich auch nicht anfassen lassen. Sie wirken so, als kämen sie von der Straße und hätte noch nie Kontakt mit Menschen gehabt.

Das andere Pendant ist so, dass es auch welche gibt, die recht distnazlos und plump und sehr körperlich sind, eher so wie Labbis. Das sind dann auch die, die man oft als stur betitelt.

Den Jagdtrieb sollte man ebenso nicht unterschätzen, wenn man sie nicht entsprechen vorbereitet (Abbruchsignal, Impulskontrolle, Steadiness) kann es sein, dass man einen Spinone niemals ableinen kann.

Aber wie der Hund wird, hängt stark vom Züchter ab. Es gibt die, die nur für Jäger züchten und somit natürlich ganz andere Maßstäbe anlegen und es gibt die, die rein auf Familienhunde züchten und an jeden abgeben und das Jagdhunderbe teilweise sogar leugnen. Unter solchen falschen Voraussetzungen gibt es Halter, wo der Hund nicht glücklich ist und die Halter ebenso wenig.

Züchter, die auf alles schauen (Verhalten, Familientauglichkeit, jagdliches Talent) und die bei den Interessenten genau schauen, welcher Hund zu welchem Menschen passt, z.B. ob der Hund dringend Arbeit braucht oder eher mit wenig zufrieden zu stellen ist, gibt es unter den deutschen Spinonezüchtern leider selten.

Im Mantrailing-Bereich laufen die meisten ganz gut, beim Dummytraining können sie mit den Retrieverartigen natürlich nicht mit halten. Und auch im jagdlichen Bereich denke ich, dass es da bessere Rassen gibt, auch wenn einige Spinone teilweise auch recht viel Raubzeugschärfe mitbringt.

Der Plan, diese Rasse als Therapiehunde einsetzen ist in einem österreichischen Projekt gescheitert und auch ich glaube, dass diese Rasse da wenig geeignet ist

Man muss der Rasse sehr viel Zeit lassen, sich zu entwickeln, sollte sie aus meiner Sicht im ersten Jahr eher unter- als überfordern. Auch ich habe meinen Spinone sehr langsam an die vielen neuen Dinge ran geführt, die es in seinem Leben gibt. In gewohnten Bahnen ist er ein absoluter Verlasshund, in unbekannten Situationen neigt er zur Unruhe und Unkonzentriertheit.

Und noch nie habe ich über einen Zeitraum von 2 Jahren so viele Spooky-Phasen gesehen wie bei meinem Bjuel.

Es dauert ca. 3 bis 4 Jahre, bis diese Rasse mental fertig ausgereift ist. Fehler in der Erziehung durch zu viel Härte, zu viel Reizangebot oder das schnelle Hochpushen auf Leistung schadet ihnen eher.

Für Anfänger sind sie nicht geeignet, ebenso wenig für Leute, die NICHTS mit einem Hund arbeiten wollen. Nur nebenherlaufen liegt dem Spinone nicht, dazu ist er einfach doch noch ein echter Jagdhund, der sein angezüchtetes Talent auch ausleben muss. Der Jagdtrieb ist aber recht einfach in die richtigen Bahnen zu lenken, wenn man sich ein bisschen mit Jagdhunden auskennt.

Als Anfänger hätte ich mit Bjuel sicher viele Probleme gehabt, es war gut, sich schon etwas auszukennen, um auf jedes Detail achten zu können und den Hund in seiner Entwicklung zu erfassen und ihm das zu geben, was er braucht.

Auch das Lernverhalten ist recht seltsam, zumindest bei meinem Hund. Er lernt eigentlich gerne und auch schnell, manche Dinge versteht er aber eher schlecht. Wenn man aber drei Wochen wartet und dann noch mal abfragt, ist das Gelernte auf einmal da.

Der Spinone hat ein Gedächnis wie ein Elefant. Was einmal drin ist, ist drin. Gut, wenn es das richtige ist, schlecht, wenn es das falsche ist.

Ansonsten auf jeden Fall eine tolle Rasse für Jagdhund-Kenner mit Ambitionen, einiges in die Erziehung zu investieren.

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swet100   

Hallo, gescheitert ist das Projekt Spinone als Therapie Hunde nicht, aber nicht 100% aufgegangen. Bei keiner Rasse sind alle dafür geeignet, Einer ist bei einem Rollstuhlfahrer, 3 haben sie als Zuchthunde behalten. 2 sind ausgeschieden u.a. zu großer Jagdtrieb, Gut bewähren sich SpinoneXLabrador, weil sie nicht sooo verfressen sind aber mehr als die Spinone die dort im Einsatz waren. (Meine Spinone mit Leckerlie abzuführen ist sinnlos, weil sie im Arbeitsmodus nichts fressen).

Das gefällt mir bei den Salzburger Partnerhunden, dass die verschiedene Rassen u.A auch Kurzhaarcollies einsetzen, weil die künftigen Besitzer halt sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben, weil es eben nicht DEN Assistenzhund gibt.

Ich hab jetzt einen Welpen dabei der möglicherweise ein Färbung wie Bjuel bekommen wird. Ich habe mich entscheiden wollen den Spinone als Assistenzhund zu züchten oder als Jagdhund und mich für den Jagdhund entschieden. Von erfahrenen Jagdhunderichtern wird die häufig mangelnde Wildschärfe bemängelt, das sollte bei den jetzigen Welpen anders sein. Aber man wird das erst sehen, wie weit die Eltern sich durchsetzen. Tatsächlich gibt es "feige" Spinone. Selber hab ich einen dieser Sorte war allerdings 1,5 Jahre nur in einem italienischen Zwinger eingesterrt und wird nie ein sicherer Hund werden. Hat aber so tolle Vorstehmanieren, dass einem das Herz aufgeht (ist auch immer mit Settern zusammengewesen). Sie ist in ihrer Sanftheit immer der Lieblingshund der Besucher. Aber sie muss kommen, bei Zwangsbeglückung weicht sie aus. Ich jedenfalls hab im Spiinone meine Rasse gefunden.

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gatil   

Unter www.Hundevermittlung.Info gibt es immer mal wieder Spinoni´s, auch im Moment. Kann man als Suchbegriff auch eingeben.

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