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your dog ...  Der Hund
piper1981

Aktiven Hund durch Bewegung auslasten - Ja oder Nein?

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oder auch Cesar Milan vs Baumann ;)

Bei Cesar Milan steht ja die Bewegung ganz oben an erster Stelle. Hunde sind schließlich Lauftiere. Er geht 3 Stunden Inliner-Fahren mit Hunden oder stellt die Hunde gar aufs Laufband.

Auslasten + Stressabbau = gesprächsbereite gehorsame Hunde.

Jetzt war ich bei nem Baumann -Seminar und da wird grade bei Aktiven genau das Gegenteil empfohlen-auf gar keinen Fall Fahrradfahren bei aktiven Powerhunden , sonst hat man eine Sportskanone die das Powern "braucht" und wenn man mal nicht kann zB bei Schnee , hat man ein Problem.....Kopfarbeit (ZOS) + ruhige Sachen wäre besser.....

Für mich Beides logisch und nachvollziehbar , tendiere aber eher zu Milan: Wenn wir uns schon ein lauffreudiges Raubtier ins Wohnzimmer holen , sollten wir unseren Hintern auch hochkriegen und dieses Laufbedürfnis ,diesen Bewegungsdrang , befriedigen.

Was natürlich nich ausschließt dass man trotzdem Kopfarbeit macht.

Wie sehen eure Erfahrungen da aus ??

Hintergrund meiner Frage: Ich habe einen aktiven Hund, der ,vor allem draussen ,sehr schnell gestresst ist, da er in seinem bisherigen Leben nicht viel kennengelernt hat. Er war anfangs draussen null ansprechbar , nicht lernfähig , nur auf Strom .

Ich hab dann iwann festgestellt dass ihm ne Runde rennen im Garten oder 20-30 Minuten Radfahren (er darf da sein Tempo selbstbestimmen und auch ziehen mit Zuggeschirr) hilft .Er ist danach gesprächsbereit und kann dann prima mitarbeiten. (Kopfarbeit, Clickern, Gehorsamszeug)

Ich habe das Gefühl dass er sich durch schnelles Rennen seinen Stress(Cortisolabbau durch Bewegung?) wegrennt.

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Unser Jannis ist auch extrem agil und motortisch sehr aktiv. Tatsächlich hat uns ein Hundetrainer geraten, ihn nicht zu fordern, weil er mit zunehmender Stärke immer weniger beherrschbar sei. Wir haben uns nicht daran gehalten, im Gegenteil wir haben ihn richtig auftrainiert, jetzt ist er zwar ein Muskelpaket, aber sanft und ruhig. Es ist ein griechischer Jagdhund.

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Ich schätze das muss man von Hund zu Hund entscheiden.

Meine Luna ist eher die träge Fraktion. Die darf schnelle wilde Spiele machen, viel rennen, viel laufen.

Neo macht Bewegung nervös, er hibbelt dann noch mehr, dreht noch mehr auf. Er ist schnell auf 180 und kann sich schwer konzentrieren. Mit ihm mache ich Bodenarbeit mit Balanceleine.

Ich finde es sollte "richtige" Bewegung sein, auf den Hund zugeschnitten.

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Interessante Frage.......!!!! :kaffee: Würde mich auch interessieren.....leider kann ich Dir da keine entweder oder Antwort drauf geben, aber es scheint mir, Du hast für Deinen Hund individuell eine gute Lösung gefunden.....??? Vielleicht kann man das gar nicht so pauschal beantworten....für mich persönlich scheint ein Mittelweg auch eher die Lösung zu sein....je mehr Hunde drumrum rennen, umso aufgekratzter ist unser Hund und ist dann schwerer runterzukriegen....

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Ich habe sehr sehr lange mich an den Festsatz gehalten: 1,5h pro Hund sind ausreichend, sonst pusht es den Hund (bei mir halt Border Collie) zu sehr auf.

Und ich habe für mich festgestellt, dass es für meine beiden zu wenig ist. Asta war meistens eher dickköpfig, oft nicht gesprächsbereit und das gerade an den Tagen wo ich wirklich nur diese 1,5h abgerissen habe mit ihnen. Damit meine ich nun reine Bewegung, kein spezielles Training. An Tagen wo sie 2,3 oder 4h Bewegung hat war sie sehr viel kooperativer, gesprächsbereiter und auch entspannter. Das gleiche bei meinem Muck. Er ist immer "da", aber hat er sein Optimum an Tagesbewegung ist er umso entspannter und nichts bringt ihn mehr aus der Ruhe.

Für mich heißt das heute, dass ich darauf achte, dass meine Hunde 3h Bewegung haben am Tag. Qualitative Bewegung heißt für mich und meine Hunde (und das ist nun eine sehr individuelle Entscheidung!): 2h kompletter Freilauf im Rudel mit mir durch die Gegend, 30min flotte Bewegung im Rudel an der Leine und 30min relaxter Einzelfreilauf. Meine Hunde kommen natürlich auch mit weniger aus. Auch mal ne größere Zeit lang und das finde ich auch wichtig. Adrenalinjunkies kann ich nicht brauchen. Aber das ist für meine Hunde das Optimum an Bewegung. Zusätzlich kommt da bei mir dann Einzeltraining hinzu (Dummyarbeit, longieren, Tricksen, UO...). Das teile ich aber auf die Woche auf.

Am Wochenende haben meine Hunde Zusatzbewegung durch Wanderungen und Ausflüge. Da kommen sie auch auf 4-5h am Tag.

Ich möchte aber wirklich betonen: Wichtig ist, dass der Hund auch mal ohne dieses Pensum auskommt. Und das ich keinen Hund zu Hause habe, der bewegungsgeil jedes mal checkt ob ich mir die Schuhe anziehe oder so. Ich will entspannte Hunde, die auch mal 3-4 Gammeltage ertragen und ansonsten dieses Pensum bekommen. Ich habe aber auch einfach Spaß daran mich mit meinen Hunden zu bewegen und mit ihnen durch die Natur zu stapfen. Zudem habe ich den Luxus und wohne am Arsch der Welt. Daher können sie hier irre viel immer frei laufen und haben dadurch eh viel Bewegung. Und wichtig ist mir: Es ist individuell von Hund zu Hund verschieden. Man kann nicht sagen jeder "muss" 3 Stunden gehen. Andere Hunde, andere Bedürfnisse.

Grüße

Saskia

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Ich finde auch das es auf den Hund drauf ankommt, vertrete aber mehr die Theorie von Baumann...

Meine Fenja ist eine Rennsemmel...mit ihr bin ich angefangen zu tricken damit sie lernt sich zu konzentrieren und ich laste sie durch Spielereien mit anderen Hunden und neuerdings Rad fahren körperlich aus...sie braucht von Beiden ein Bisschen um aufnamebereit zu sein...

Wie so oft ist auch hier bestimmt der goldene Mittelweg richtig ;-)

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Ich glaube ja das beides wichtig ist, die Mischung machts. Ausreichend Bewegung und geistige Auslastung. Ich würde mich niemals für entweder oder entscheiden, wenn der Hund beides benötigt, aber absolut zustimmen kann ich den anderen auch nur bei der Aussage, dass es sehr individuell ist.

Unser Border ist auch eine entsprechende Sportskanonene und daher mache ich es mal so mal so. je nach Lust Wetter und gutdünken gibt es Tage an denen steht Unterordnung, Suchspiele oder Tricks erarbeiten im Vordergrund und an anderen Tagen sind wir viel draussen oder machen mit ihm Agi bzw. THS. Aber auch nicht in festgelegten reihenfolgen, wir haben auch einige Tage in der Woche wo ruhe angesagt ist, wo wir einfach nur spazieren gehen. Seit dem wir das so handhaben ist er auch viel ausgeglichender geworden.

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Das kann man pauschal gar nicht beantworten!

Ich habe zwar einen Border, von dem man annimmt, dass er sehr bewegungsaktiv ist, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich gehe vormittags eine halbe Stunde und abends ca. eine Dreiviertelstunde. Das Training pro Tag beläuft sich auch nur auf eine Viertelstunde. Die restlichen 22 Stunden schläft er und kaut mal einen Kauknochen.

Das reicht ihm. Aber ich weiß, dass er eine absolute Ausnahme darstellt.

Deswegen ist so eine Frage der TE sehr schwer zu beantworten. Aber ich denke, dass eine gewisse "Mischung" ausschlaggebend ist: Wenn ein Hund z.B. eine halbe Stunde konzentriert arbeitet, dann würde ich nicht noch 2h Gassi gehen.

Die Balance von körperlicher und geistiger Arbeit (oder beides zusammen) halte ich für wichtig.

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Der goldene Mittelweg wird es wohl wie immer sein. Und dann dem Hund angepasst. Drei Stunden Inliner fahren finde ich für jeden Hund zu viel und gar nichts machen, ist bestimmt auch nicht besser.

Ein bisschen laufen müssen Hunde auch, aber nicht ausschließlich, die Müdigkeit kommt eher vom konzentrierten Arbeiten als vom stundenlangen rum laufen. Oder vom Spielen mit anderen oder vom normalen Spazierengehen oder vom draußen im Garten rum liegen und gucken. Das ist alles auch anstrengend.

Wenn die Wissenschaft davon ausgeht, dass Hunde im Schnitt 20 Stunden pro Tag verschlafen/rumdösen, kannst Du Dir ja ausrechnen, wie viel Zeit überhaupt noch bleibt, um mit dem Hund aktiv was zu machen.

Und ganz ehrlich, ich passe mich nicht unbedingt meinem Hund an, sondern er sich auch an mich. Wenn ich Fahrrad fahren will, kann er mit, wenn ich nur spazieren gehen will, geht er einfach mit, wenn ich mal gar nichts machen will, machen wir halt gar nichts. Ich mache wenig Aktivitäten FÜR meine Hunde, sondern FÜR mich. Das Zusammensein an sich ist einfach wichtiger.

Übertreibungen in Extreme sind nie gut.

Unsere Hunde sind mit Wölfen nicht 1 :1 vergleichbar. Und selbst die laufen nicht den ganzen Tag aus Spaß am Laufen durch die Gegend, sondern die verfolgen ja ein klares Ziel wie z.B. Futtererwerb. Und auch die von Günther Bloch erforschten Pizza-Hunde, waren nicht lange Zeit am Tag aktiv und Laufen nur um des Laufens willen, das machen dann doch eher die Schnösel. Alles andere wäre reine Energieverschwendung, die sich ein Wildtier überhaupt nicht leisten kann.

Wenn wir aber einige unserer Hunderassen auf bestimmte Leistungen züchten, sieht man ja wo das hin führt.

Und der Hundemarkt tut sein übriges dazu.

Weniger ist auf jeden Fall oft mehr. Und da ich Baumann recht gerne mag und seine Einstellung und Meinung sehr schätze, würde ich mich auch an seine Aussage halten, wenn er Deinen Hund gesehen hat.

Die Theorien von Millan kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Weder in seinen Büchern, noch in seinen Videos. Ihm fehlt einfach komplett der fachliche Hintergrund. Seine Aussagen über Wölfe und Wildhunde entsprechen nicht dem neuesten Stand der Forschung, sondern es werden weiter Klischees hoch gehalten, die heute wirklich nicht mehr tragbar sind. Aber vielleicht ist im Wunderland Amerika auch alles ein bisschen anders.

Die Hunde in meiner Pension laufen mehrere Stunden am Tag in der Gruppe draußen auf einem großen Gelände und machen, was sie wollen. Ich beobachte sie nur. Die machen maximal einmal morgens und einmal abends mal ne Viertelstunde Gas (und das auch nur die jungen Hunde), der Rest des Tages wird vertrödelt mit schnuppern, buddeln oder einfach nur dumm rum liegen. Wenn Hunde so ein großes Laufbedürfnis haben, würden die nicht bei so einer Gelegenheit von sich aus viel mehr rennen? Vor allem, wenn sie nicht alleine sind, sondern andere Hunde mit ziehen könnten? Die spielen auch nicht den ganzen Tag und drinnen auch nicht. Nein, die teilen sich ihre Energien auch ein und verballern die nicht den ganzen Tag. Zuhause ist das sicher anders. Da wissen sie, dass es vielleicht zwei bis drei Mal am Tag raus geht und toben dann los, aber der Rest des Tages?

Man kann sich mit Sicherheit einen Marathon laufenden Hund erziehen und dem mächtig Kondition antrainieren. Aber wofür? Dass man das Niveau die nächsten Jahre halten muss? Und was ist im Alter? Die Verschleißerscheinungen eines Profisportlers möchte ich nicht haben. Und dann von viel auf wenig runter zu fahren, weil die Knochen, Bänder, Sehnen und Muskel nicht mehr mit machen - das möchte ich meinem Hund nicht erklären.

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Weniger ist auf jeden Fall oft mehr. Und da ich Baumann recht gerne mag und seine Einstellung und Meinung sehr schätze, würde ich mich auch an seine Aussage halten, wenn er Deinen Hund gesehen hat.

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http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70235&goto=1481389

Ich war ohne Hund da....

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