Jump to content
Hundeforum Der Hund
Nicole10

Was geschieht nur mit den Kindern heutzutage?

Empfohlene Beiträge

Als Erziehungswissenschaftlerin sehe ich das genauso wie Rhodium. :)

Es gibt etliche empirische Untersuchungen, die belegen, dass die Bindung(squalität) zu den Bezugspersonen (üblicherweise die Eltern) von elementarer Bedeutung ist was die moralische Entwicklung des Kindes betrifft. Und diese beinhaltet auch Empathie für die Umwelt (Mitmenschen, Tiere, Natur).

Hierbei fand man heraus, dass Kinder, die selbst wenig Respekt entgegengebracht bekommen haben und die selbst nicht oder kaum verstanden und akzepiert worden sind, eben dieses Verhalten annehmen und sich moralisch weniger gut entwickeln.

Das ist ja im Prinzip auch ganz simpel: Wenn sich niemand meiner Gefühle annimmt, sie als ernst betrachtet und ich mich verstanden fühle, kann ich diese Emotionen gegenüber Anderen auch nicht (oder sehr viel schwerer) entwickeln.

Und dieser Respekt beginnt schon sehr sehr früh. Das kann man wunderbar an einer Mutter mit ihren Säuglingen erkennen. Optimalerweise erkennt eine Mutter die Bedürfnisse ihres (Klein)kindes und geht darauf ein.

Ich sehe viel eher ein Problem in Art des Umgangs.

Eltern fehlt dabei nicht die Strenge sondern viel mehr die Lust am Miteinander.

Mit mir wurden früher sehr viel unternommen, Fernsehen gab es nicht (oder nur seeehr in Maßen) und mein Vater nahm mich viel mit in die Natur. Dort lernte ich schon früh die tierische Vielfalt unserer Breiten kennen und auch der Umgang mit den verschiedenen Tieren wurde mir beigebracht.

Dabei brauchte es keinerlei übertriebener Strenge sondern viel eigenes Interesse und Leidenschaft.

Ich spürte schon als Kind, dass man gern etwas mit mir ZUSAMMEN unternahm und mir war nie langweilig.

Vor einigen Jahren arbeitete ich in einer Waldorfschule und dort wurden die Kinder den ganzen Tag optimal betreut. Sie wurden angenommen so wie sie sind- aber auch zur Selbstständigkeit erzogen.

Keiner von ihnen kam auch nur auf die Idee ein Tier zu ärgern oder Pflanzen mutwillig zu zerstören.

Ich denke als nicht, dass es an Autorität und Strenge mangelt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Man darf dabei nicht alle über einen Kamm scheren!

Ich habe einen Kleinen Sohn (5Jahre) der kennt seine Grenzen, ist unheimlich lieb zu Tieren und hat sehr wohl Respekt vor der Umwelt. Ein Kind kann sich und seine Fähigkeiten meiner Meinung auch besser entfalten, wenn ihm klar ist wo Grenzen sind! Es kommt auf die Einstellung und das Verhalten der Eltern an!

Natürlich kenne ich auch Exemplare wie Du sie hier beschrieben hast - ich gehe mit Rexi als Besuchshund in Kindergärten und versuche wenigstens den Kindern ein respektvolles Verhalten beizubringen. Wenn man dann aber die Eltern und deren Einstellungen so mitbekommt, kann man nur hoffen dass die Kinder sich da anders entwickeln!

Da gibt es Eltern die hatten bereits Katzen - wurden weggegeben, da sie die Möbel verkratzen, dann bekamen sie einen Hund - der wurde dann mit einem Jahr blöderweise immernoch nicht vernünftig und wollte sich einfach nicht selbst erziehen - also ab ins Tierheim! Und vor dem Urlaub wurden dann die Fische im Bach entsorgt...!

Da vermitteln die Eltern ja schon dass Tiere nichts wert sind und wenn sie lästig werden einfach entsorgt werden können!

Kinder sind leider (und zum Glück) formbar und meist Abbild ihrer Eltern. Irgendwie ein Spiegel unserer Gesellschaft!

Genauso gibt es aber doch auch schwarze Scharfe unter den Hundehaltern, die Ihre (meist auch nicht erzogenen ) Hunde auf Kinder zustürmen lassen und brüllen der Tut doch nix - aber wenn ein 40kg Hund auf ein 15kg Kind zugerannt kommt muss man sich das nur mal aus der Perspektive des Kindes vorstellen...! Oder die HH die niemals die Hinterlassenschaften ihrer Hunde wegräumen - auch nicht auf Kinderspielplätzen!

LG,

Moni

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Das ist aber wirklich schwierig , ich spreche aus Erfahrung
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70309&goto=1483787

Wenn man Kinder in die Welt setzt, sollte man sich im klaren darüber sein, dass das Leben nun mal kein Ponyhof ist! Natürlich ist es schwierig, sich mit seinem Kind auseinanderzusetzen, aber das gehört zum "Kinder haben"!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Das ist aber wirklich schwierig ' ich spreche aus Erfahrung

Wenn man Kinder in die Welt setzt, sollte man sich im klaren darüber sein, dass das Leben nun mal kein Ponyhof ist! Natürlich ist es schwierig, sich mit seinem Kind auseinanderzusetzen, aber das gehört zum "Kinder haben"!
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70309&goto=1483794

Nur leider sind Kinder auch nicht immer geplant ;)

Und wenn Kinder dich mit ihren kleinen Augen angucken kann man nicht immer Nein sagen :Oo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Warum das so ist?

Keine Ahnung, aber auch ich stelle das leider immer häufiger fest. Mein Sohn kennt seine Grenzen und er weiß, wann für ihn Schluss ist - spätestens wenn ich mal wieder anfange, bis drei zu zählen. Ich bin ja auch die strengste Mama der Welt (O-Ton Sohnemann).

Er hat allerdings auch schon die Erfahrung machen müssen, dass eine Katze auch mal kratzt wenn man sie (trotz mehrfacher Ermahnung meinerseits) nicht in RUhe lässt. Allerdings hat er sich weder beschwert, noch geweint, noch sonst was gesagt. Er hat verstanden, dass es genau so kommen musste. Seitdem geht er vorsichtiger mit den Katzen um ;)

Kinder brauchen Grenzen, nur leider werden diese von vielen Eltern nicht oder zu selten gesetzt. Warum? Weiß ich nicht, vielleicht auch einfach aus Unwissenheit - ich denke nicht, dass es in den meisten Fällen die Faulheit oder Desinteresse ist.

Kinder- und Hundeerziehung ist eigentlich sehr ähnlich: Beides sollte mit Liebe und Konsequenz durchgeführt werden, dann klappt es meist wunderbar.

:winken:

Rosi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wie Eltern mit Kindern an Ententeichen stehen und zuschauen, wie die lieben kleinen die Enten mit Steinen und Stöcken bewerfen.

Das ist m.E.n. kein Produkt der Neuzeit. Der Respekt gegenüber Tieren ist bei Kindern in Deutschland eher gestiegen, ist zumindest meine Beobachtung als angehende Lehrerin.

Früher war es (laut Erzählung von Eltern und Großeltern) auf dem Dorf (in dem wir als Familie heute noch leben) eher üblich, der Katze mal Dosen an den Schwanz zu binden damit sie sich tot läuft, Katzenbabys im Fass zu ersaufen, Hunde mit Steinen zu bewerfen oder Enten und Hühnern alkoholgetränkte Brotkrumen hinzuwerfen, Kühe zu jagen oder mit Stöckchen zu ärgern usw.

Heute ist das kaum noch so. Ich sage nicht, dass es nicht mehr vorkommt, aber eher seltener. Viele Kinder haben oftmals mehr Respekt vor der Natur, als vor anderen Menschen...oder die andere Liga hat vor gar nichts Respekt...

Liegt natürlich auch dadran dass die Kinder sich oft nicht mehr in der Natur aufhalten.

Aber grundsätzlich stimmt schon, dass die Leute ihre Kinder nicht mehr richtig erziehen und ihnen beibringen vor wem oder was man Respekt zu haben hat. Vor allem weil sie sich selbst keinen Verschaffen indem sie konsequent sind und auch Grenzen setzen...zuviel Freiheit schadet Kindern doch nur selbst, weil es doe absolute Freiheit nirgendwo gibt. Es gibt immer Regeln, aber das vergessen viele Eltern und die Umwelt (Mensch, Tier, Pflanze) kriegt es ab...

PS.: Man werfe einfach nur mal einen Blick in die Serie "Supernanny" und in die Folge "Lukas".

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstens verlangt kein Mensch, dass man IMMER nein sagt, zweitens gibt es heute sehr viele Möglichkeiten, Kinder zu planen und drittens ist genau dieses "wenn sie Dich mit ihren kleinen Augen angucken..." ein Teil dessen, was ich mit Feigheit meine!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es gibt auch tatsächlich Eltern die Angst haben ihr Kind hätte sie nicht mehr lieb, wenn sie etwas verbieten...!

...Also meiner mag mich immernoch :-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@ mialour: Ja, diese Untersuchungen kenne ich auch (und beschäftige mich aktuell gerade auch damit). Es sind im Prinzip auch alles allgemeingültige Dinge, die sich eigenltich jeder Denken können sollte. Aber die heutige Elterngeneration ist wohl beruflich so eingebunden, dass eben die Zeit für die Kinder massiv fehlt.

Bei uns hat nur mein Vater gearbeitet und unsere Mutter sich um uns gekümmert. Ich arbeite freiberuflich und kann mir so meine Zeit auch besser einteilen, wobei ich nicht wirklich auf dieses Geld angewiesen bin und entsprechend auch mal bei Bedarf reduzieren kann.

Was aber machen Eltern, die beide vollzeit arbeiten und auf das Geld angewiesen sind?

Und wenn Kinder dich mit ihren kleinen Augen angucken kann man nicht immer Nein sagen :Oo
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70309&goto=1483796

Und dennoch ist es trotz des Dackelblickes manchmal wichtig, dem zu widerstehen und auf die Grenzen zu beharren. Die Schreierei auszuhalten und das "auszusitzen" gehört dazu - wobei es sich fast gegen null bewegt, wenn es das Kind schon von klein auf gewohnt ist.

:winken:

Rosi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
@ mialour: Ja, diese Untersuchungen kenne ich auch (und beschäftige mich aktuell gerade auch damit). Es sind im Prinzip auch alles allgemeingültige Dinge, die sich eigenltich jeder Denken können sollte. Aber die heutige Elterngeneration ist wohl beruflich so eingebunden, dass eben die Zeit für die Kinder massiv fehlt.

Bei uns hat nur mein Vater gearbeitet und unsere Mutter sich um uns gekümmert. Ich arbeite freiberuflich und kann mir so meine Zeit auch besser einteilen, wobei ich nicht wirklich auf dieses Geld angewiesen bin und entsprechend auch mal bei Bedarf reduzieren kann.

Was aber machen Eltern, die beide vollzeit arbeiten und auf das Geld angewiesen sind?

Und wenn Kinder dich mit ihren kleinen Augen angucken kann man nicht immer Nein sagen :Oo

Und dennoch ist es trotz des Dackelblickes manchmal wichtig, dem zu widerstehen und auf die Grenzen zu beharren. Die Schreierei auszuhalten und das "auszusitzen" gehört dazu - wobei es sich fast gegen null bewegt, wenn es das Kind schon von klein auf gewohnt ist.

:winken:

Rosi
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70309&goto=1483806

Da könntest du Recht haben , leider kann ich meiner kleinen meist nicht widerstehen :( . Ziehe mir wohl eine kleine Diva an :Oo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Hund will bellend Kindern hinterher

      Hallo zusammen, unsere Hündin ist jetzt 10 Monate alt, sie ist total verschmust, verträgt sich mit allen Hunden und reagiert auf fremde Menschen eher etwas ängstlich und zurückhaltend. Das einzige "Problem" sind Kinder: sobald Kinder laut und schreiend auf uns zu kommen oder an uns vorbeilaufen, fängt sie an zu knurren und will ihnen hinterher jagen. Sie lässt sich dann auch nicht mit Leckerlies ablenken, habt ihr vielleicht Tipps für uns? Wir hatten erst überlegt, an einen See zu

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Vermeidung von Hundekontakten & Abneigung ggü. Kindern

      Hallo liebe Forumsmitglieder,   ich habe mich hier angemeldet, um mich ein bisschen auszutauschen und weil ich gerne aus Euren Erfahrungen lernen würde.   Ich habe vor ein paar Monaten eine Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen. Eine kleine Mischlingshündin, ca. 5 Jahre alt.  Sie muss mehrfach geworfen haben und wohl auch einiges anderes schlimmes erlebt haben.    Sie hat viel gelernt, bleibt inzwischen alleine, kann die Grundkommandos und das Zusammennleb

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Hund hat Angst vor Kindern

      Da es grad den neuen Thread "Kinderliebe bei Hunden" hier gibt, wollte ich den gegenteiligen Thread mal aufmachen. Brannte mir schon länger unter den Nägeln, aber ist irgendwie in den Hintergrund gerutscht Also: Wir haben unsere Jack Russel Hündin seit der 9. Woche. Wir haben sie von Anfang an zu Kindern gelassen. Ich habe die Kinder immer gebeten in die Hocke zu gehen und ihr die Hand hinzuhalten, damit sie selbst dran schnuffeln und entscheiden kann und dann erst zu streicheln. Paula mag e

      in Körpersprache & Kommunikation

    • Wie soll man reagieren beim Anbellen von Kindern

      Hallo, mein 7-Monate alter Rüde hat osnst Angst vor nichts, geht zu allen Fremden die sich über ihn freuen und lässt sich von ihnen streicheln... nur bei Kindern will er jedes mal sehr unruhig und bellt sie an, will hinterher rennen, edoch wenn sie zu nah sind hat er Angst und renn weg. Sein Bellen als Aufforderung zum Spiel kenne ich, das ist es nicht in dem Fall. Wenn er Kinder sieht kann man ihn gar nicht mehr ablenken. Als er noch Welpe war war das nicht so schlimm. Er hatte schom beim Züch

      in Körpersprache & Kommunikation

    • Wer erlaubt seinen Kindern zu rauchen?

      Auf diese Frage bin ich vorhin gekommen, als ich bei meiner Freundin zu Hause war und ihre Mutter meinte : " kann ich ne Kippe von dir haben?" huch dachte ich mir.. das Mädel ist erst 14 ! Ich bin 15 und bin eine Stolze nicht-Raucherin! Wer von euch erlaubt es seinen Kindern ?

      in Plauderecke

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.