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Hundeforum Der Hund
gast

Gewaltfreie Erziehung und ihre Grenzen?

Empfohlene Beiträge

Hallo,

als Hundebesitzer erhält man von nahezu jedem Trainer eine andere Aussage wie und warum ein Training auszusehen hat. Ich persönlich versuche mir den Mix daraus zu suchen und vor allem eigene Ideen mit einzubringen die meiner Meinung nach für MEINEN Hunde die beste ist.

Eines vorweg: Ich bin natürlich GEGEN jede Art von Gewalt und Zwang in einer Hundeerziehung.

Allerdings beschleicht mich zunehmend das Gefühl dass es einige Hundetrainer, die durchaus auch nach Konzepten arbeiten, auch mal übertreiben. Manchmal erinnert es mich an due antiautoritäre Kindererziehung.

Natürlich ist es richtig über positive Verstärkung zu arbeiten. Ich bin heilfroh dass es immer weniger Schulen und Trainer gibt, die im Kasernenton mit Leinenruck, Stachelhalsband und Co arbeiten. Aber kann man es auch übertreiben.

Ich persönlich arbeite eigentlich ausschließlich positiv. Mit 2 Ausnahmen:

1: Ich habe über Wurfscheiben und Frust ein Notfallabbruchsignal konditioniert. (Natürlich gibt es auch ein positiv aufgebautes Abbruchsignal)

2: Ich setze meinem Hund durch Körpersprache und konditioniertes Signal Tabus und setze die notfalls körperlich durch. Körperlich bedeutet natürlich weder Schmerz noch sonstwas sondern, je nach Situation wegdrängen, wegversperren, ganz leichten Nackenstoss oder Schnauzengriff.

Eine Animal Learn Trainerin hat mich mal im Gespräch riiiiichtig zur Sau gemacht. Der Hund habe Stress. Sowas ginge nicht etcpp.

Ich hingegen bin der Meinung, dass es vollkommen in Ordnung ist. Wenn man sich Hunde untereinander anschaut habe ich ncoh keinen Hund Leckerlies schmeissen sehen ;)

Es gäbe da noch unzählige Möglichkeiten. Ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Wo hört bei Euch die "positive" Erziehung auf? Wie setzt ihr Tabus?

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(bearbeitet)

Ich machs nur ungern aber das Thema hatten wir schon häufiger und es ist gar nicht so lange her ;)

http://www.polar-chat.de/topic_69140.html

Edit:

Was beitragen möcht ich trotzdem schnell.

Ich bin in den letzten Wochen fast vollständig vom "Der Hund muss Respekt haben" - "Führungsdingsbums" abgekommen.

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Ich glaube auch, das eine Erziehung, die dem natürlichem Verhalten der Hunde, am ähnlichsten ist, am sinnvollsten ist. Meine Logik sagt mir, das Hunde, das am besten verstehen und umsetzen können.

Ich habe diese Art von Erziehung beim Hund, das erste mal bei HTS gesehen und fand es einfach nur umwerfend.

Ich habe ca.3 Jahre auch mit Leinenruck usw. gearbeitet, weil ich es nicht besser wußte aber glücklich war mein Spike und ich nicht damit.

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Ich bin in den letzten Wochen fast vollständig vom "Der Hund muss Respekt haben" - "Führungsdingsbums" abgekommen.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70397&goto=1486718

Wieso? Irgendwie war ich der Meinung dass das anders bei dir war

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Du und dein Hund - ihr müsst ein Team sein. Nicht jede Methode passt zu jedem Hund. Wenn es dir und deinem Hund gut geht und ihr das Zusammensein geniessen könnt-dann passt es!

Meine Hündin ist zb megasensibel, wenn ich ihr mit lauter Stimme und lauten Geräuschen komme, hat sie sofort Stress u Angst und ich kann ihren Einsatz vergessen.

Sie reagiert schon auf ein Räuspern.

Ich habe aber in der Nachbarschaft eine Hündin, die nimmt mich nicht ernst, wenn sie bei mir ist, da muss schon mehr "Strenge" (nicht Gewalt!) her....

Also wie gesagt, wenn ihr euch als Team wohlfühlt, ist es gut so!!!

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Ich bin in den letzten Wochen fast vollständig vom "Der Hund muss Respekt haben" - "Führungsdingsbums" abgekommen.

Wieso? Irgendwie war ich der Meinung dass das anders bei dir war
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70397&goto=1486724

Wollt ich eben auch sagen: :think:

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Ich denke auch, man kann nicht alles über positive Verstärkung machen.

Bei mir hört es zb auf, wenn mein Rüde meint, an der Leine Katzen jagen zu müssen. Ist die Katze vor uns auf dem Weg, dann "schleicht" er sich so langsam weg, bis er in der Leine hängt. Da habe ich die Möglichkeit einzugreifen. Ich drehe mich einfach zu ihm hin und gehe in ihn hinein. Hört sich schlimmer an, als es ist, denn ich trete ihn nicht und schubse ihn auch nicht mit dem Knie. Meistens registriert er danach sofort, dass ich auch noch da bin und es ist erledigt.

Da wäre ein Leckerli, meiner Meinung nach, eher kontraproduktiv.

Die positive Verstärkung, oder positive Erziehung hört bei mir da auf, wo immer meine Hunde meinen, sie müssten mir den "Stinkefinger" zeigen. Also, wenn ich mir ganz sicher bin, sie haben mich gehört und sie wissen, was ich will. Und dieser "Stinkefinger" steht ihnen dann im Gesicht. ;)

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Mhm... um es kurz zu machen, weil mich (ich nehme jetzt mal Ascos Satz als Beispiel, aber nicht ihn als Person) sowas

Wenn man sich Hunde untereinander anschaut habe ich ncoh keinen Hund Leckerlies schmeissen sehen

einfach stört.

Ich bin kein Hund. Meine Hunde sind nicht blöd und halten mich nicht für Hunde. Ich bin ein Mensch und habe ein andere Dinge zur Verfügung als Hunde.

Ich werde nie mit einem Hund so kommunizieren können wie Hunde untereinander. Und ich möchte es auch gar nicht mehr "versuchen" bzw das hündische Verhalten imitieren.

Nicht falsch verstehen. Ich bin nicht mutiert zur "Leckerlie-Maschine", es gibt immer noch Momente in denen blocke ich mit meinem Körper ab oder schiebe meine Hunde mal zur Seite.

Aber ich verlange nicht mehr ständig "einfach so" Respekt. Zu oft lese ich hier im Forum den Satz "Egal weshalb Hund das tut, stell es ab."

Was darüber immer vergessen wird ist, das man (so ist meine Meinung) dem Hund für alles was man ihm nimmt, etwas geben sollte.

Es ist nicht mein Weg dem Hund nur zu sagen was er zu lassen hat, ich fühle mich besser damit ihm aktiv zu zeigen was er tun soll.

(Ich klinge schon wie Ewald :Oo )

Für mich war HTS ein Anfang. Ich habe das verstanden und mir meinen persönlichen Weg gesucht.

Meine Art der Bewegungseinschränkung (die es nach wie vor gibt) hat sich verändert. Vieles ist "weicher" geworden und funktioniert (für mich, für meine Hunde) besser.

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Also meine Cattles wären sehr für ausschließlich positiver Verstärkung ;) Aber von Zeit zu Zeit erfolgt auch mal ein schrárfes "NEIN" oder es kommt mal zum Schnautzgriff.

Nur positiv geht meiner Meinung nach nicht, ich glaube auch nicht, dass ein Hund in einem "grenzenlosen Raum" wirklich glücklich und zufrieden ist. Grenzen gibt es untereinander und von mir gesetzte, von Zeit zu Zeit gibt es auch Leckerlis.

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Find ich gut Tinnu... richtig schön, dass ihr euren Weg gefunden habt! :kuss:

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