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An die HTS'ler: Rückruf klassisch aufgebaut?

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Ich habe mich heute beim Spaziergang gefragt, ob diejenigen unter euch, die nach HTS arbeiten, auch oder trotzdem den Rückruf ganz klassisch aufgebaut haben?

Klassisch bedeutet für mich in dem Falle ganz einfache Konditionierung auf ein Wort ("Hier" in Kombination mit Futter).

Oder habt ihr eine andere Möglichkeit entdeckt, die es erlaubt(e) ganz darauf zu verzichten?

Dann ist mir auch aufgefallen, dass ich von HTS eigentlich über den Punkt auch noch nichts Spezielles gehört und gelesen habe.

Außer das "Folgen" durch das Futter, welches hinter sich gestreut wird um den Abruf quasi überflüssig zu machen.

Wie seht und handhabt ihr das?

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Ich habe es bei allen 3en klassisch aufgebaut und mit/ohne Futter konditioniert.

Das "folgen" habe ich sehr unbewusst mit ihnen aber in den letzten 6-7 Monaten erarbeitet. Mittlerweile gehen die 3 einfach generell nur noch in einem kleinen Radius um mich herum und folgen meinen Bewegungen komplett (ausgenommen sie haben die Erlaubnis nun mal lustig zu rennen, wie sie wollen etc.). Trotzdem ersetzt es für mich nicht den sauber erarbeiteten Abruf :)

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Miemingborders, genauso ist es bei mir eigentlich auch.

Ich habe ganz am Anfang mit Chaos sowieso sehr "klassisch" gearbeitet und viel über Konditionierung gemacht (hauptsächlich Futter, denn was anderes interessiert ihn als Motivator nicht)-unter anderem eben auch den Rückruf.

Seit ich mich aber schon länger mit der Kommunikation mit dem Hund und nicht mit der Konditionierung des Hundes befasse und diese Art des "BEziehungsaufbaus" und der "ERziehungsarbeit" für mich sehr spannend finde, frage ich mich, inwieweit der futterkonditionierte Rückruf dem konträr gegenüber- oder ihm sogar im Weg steht.

Auf einem Seminar von Baumann wurde nach einer Videoanalyse schnell klar, welcher Hund mit Futter gearbeitet wurde (weil er beim Herankommen auf die Hand schaute) und das zeigte (nach Baumann) die noch nicht ganz so feste Bindung und ein eher geringes Interesse des Hundes am HH.

Für mich klingt das absolut einleuchtend, nur ist die Frage wie es anders geht.

@Gwenni, genau den Beitrag meine ich auch. :)

Das mit dem Futter streuen bezeichnete ich eingangs als "folgen".

Unbewusst habe ich das von Anfang an immer mal mit eingebaut aber das führte nicht zu dem Ergebnis, dass der Hund nicht mehr vorlaufen möchte oder von sich aus nur noch 5m um mich rumläuft. (Ich kann ihn hinter mir laufen lassen aber freiwillig würde er lieber einen größeren Radius ziehen).

Und es gibt ja immer mal Situationen, in denen man den Hund ZU sich rufen muss.

Da habe ich mich gefragt, wie ihr das so macht/gemacht habt... auch wenn ihr eure Hunde sonst in Erziehungs-, und Beziehungssachen nicht (futter)konditioniert.

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Zu Deiner Ausgangsfrage kann ich mich nicht aeussern. Aber...

Auf einem Seminar von Baumann wurde nach einer Videoanalyse schnell klar, welcher Hund mit Futter gearbeitet wurde (weil er beim Herankommen auf die Hand schaute) und das zeigte (nach Baumann) die noch nicht ganz so feste Bindung und ein eher geringes Interesse des Hundes am HH.

Für mich klingt das absolut einleuchtend, nur ist die Frage wie es anders geht.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70421&goto=1487385

Hat Herr Baumann auch in Erwaegung genommen, dass manch ein Hund darauf konditioniertwurde ein "Hand touch" zu machen beim Rueckruf? Hund laeuft an die Seite, wo man ihm die Handflaeche anbietet.

Wurde uns so gezeigt in einem Kurs hier, wobei im Aufbau die Futterbestaetigung auch da war.

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Unbewusst habe ich das von Anfang an immer mal mit eingebaut aber das führte nicht zu dem Ergebnis, dass der Hund nicht mehr vorlaufen möchte oder von sich aus nur noch 5m um mich rumläuft. (Ich kann ihn hinter mir laufen lassen aber freiwillig würde er lieber einen größeren Radius ziehen).

Ist ja immer Ansichtssache, ob er nun vor Dir oder hinter Dir läuft. Sobald Du ihm den Rücken kehrst, ist er wieder hinter Dir ;)

Was spricht denn dagegen, wenn er einen grösseren Radius läuft, sofern er den einhält und nicht weiter ausdehnt?

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Hallo,

ich denke, dass die von Anita beschriebene Vorgehensweise bei einem Welpen oder noch jungen Hund sehr gut funktioniert.Wenn man aber eine Jägerin wie meine Holly hat, dann sieht man richtig wie meine Maus sich über die gestreuten Leckerlies totlacht und in Richtung Feld schaut. Vieles ist schon besser geworden und der Abruf klappt meistens. Aber einen Bretonen lockt man nur mit Futter so gut wie garnicht.

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Ich hab den Rückruf auch klassisch aufgebaut eigentlich und gebe auch heute noch, in unregelmäßigen Abständen mal Leckerchen für das Kommen. Allerdings ist es verdammt selten geworden, dass ich den Rückruf brauche, weil die Hunde bei Sicht von Hunden, Menschen, Fahrrädern etc. eh zu mir kommen. Ansonsten reicht ein Schnalzen. Maniya hat mittlerweile das Recht sich in bestimmten Gebieten weit zu entfernen und die Wiese nach Mäusen zu durchstöbern, weil ich weiss, ich muss nur einmal Pfeiffen und spätestens dann ist sie sofort da. Irgendwie gibt es bei uns verschiedene "Ansprachen" um die Hunde zu mir zu ordern :)

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Was spricht denn dagegen, wenn er einen grösseren Radius läuft, sofern er den einhält und nicht weiter ausdehnt?

Dagegen spricht, dass zumindest mein Hund einen noch größeren Radius bevorzugen würde. ;)

Er ist kein Hund, der permanent um mich rumschlawenzelt, wie z.B. unsere DSH.

Würde ich ihn lassen, würde er immer größere Kreise ziehen und dort mit seiner Nase im Boden versinken und in seiner Mäuse-Traumwelt.

Ob ich ihn dann immernoch aus jeder Situation abrufen könnte bezweifle ich.

Er handelt ganz nach dem Motto: "Ich weiß, dass ich jetzt schon ausserhalb deines Handlungsraumes bin- ätsch".

D.h. er darf schon auch vorlaufen in übersichtlichen Gebieten, aber ich rufe ihn öfters zurück als die Schäferhündin, weil die eh freiwillig nicht weiter weg läuft.

Was sagt ihr zu der Baumann-These, dass sozusagen die Bindung zu einem Hund, der beim Rückruf futterkonditioniert ist/wurde, eine "minderwertigere" ist, als wenn der Hund um meiner selbst willen kommt?

Und steht die Rückruf-Futterkonditionierung nicht auch dem HTS-Gedanken etwas "im Weg" oder schließt sich aus?

Wie lässt sich das mit der Philosophie vereinbaren?

Wenn ich so darüber nachdenke und Beiträge lese, dann bekomme ich den Eindruck, als müsste der Hund es sowieso von sich aus immer eher bevorzugen bei mir zu sein?!

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Was sagt ihr zu der Baumann-These, dass sozusagen die Bindung zu einem Hund, der beim Rückruf futterkonditioniert ist/wurde, eine "minderwertigere" ist, als wenn der Hund um meiner selbst willen kommt?

Hmmm, im Prinzip sehe ich das so wie Baumann. Wobei ich auch mit Futter arbeite. Das gibt es dann, wenn sie sich aus "schwierigen" Situationen (anderer Hund etc.) rückrufen lassen. Ich weiss nicht, wie ich das besser beschreiben soll aber wenn ich sie rufe, dann erwarte ich, dass sie freudig kommen und es ist normal. Deswegen bekommen sie auch kein Leckerli. Nur dieses Zurückrufen üben wir halt auch im Training und dafür bekommen sie dann schon was. Bei einem Welpen oder einem Hund, der keine Kommandos kann, würde ich am Anfang immer mit Leckerlis arbeiten.

Egal was, ein Zusammenarbeiten mit dem Hund (egal ob Agility, UO oder sonstwas) fördert immer die Beziehung. Und der Rückruf klappt von daher eigentlich wie von selbst, ist also gar kein Thema (ich sprech jetzt mal von meinen Hunden, will das nicht verallgemeinern).

[Wenn ich so darüber nachdenke und Beiträge lese, dann bekomme ich den Eindruck, als müsste der Hund es sowieso von sich aus immer eher bevorzugen bei mir zu sein?!
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70421&goto=1490690

Das wäre natürlich das Optimale. Aber ich kann da nicht wirklich mitreden, weil ich einen Hüter hab, der das von sich aus anbietet. Ich finde es jedoch schön.

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