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Hundeforum Der Hund
Anela

Verschiedene Erziehungsmethoden

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Hallo,

ich suche schon seit gestern ein Thema, wo man über verschiedene Erziehungsmethoden spricht, aber nicht als einzelnes Thema (z.B. Leinenführigkeit), sondern als Komplettpaket, wie z.B. die Feltmann-Methode (wo alle Themen der Erziehung einer Methode erklärt werden). Gibt es hier so ein Thema?

Unter der Suchfunktion habe ich leider nichts gefunden.

Danke für eure Hilfe.

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Nein,

das Thema habe ich mir gestern schon durchgelesen, aber es ist nicht das, was ich suche.

In der Pferdeszene gibt es beispielsweise auch viele unterschiedliche Methoden, um Pferden etwas beizubringen, sich mit ihnen zu verständigen und pferdegerecht zu erziehen/ trainieren wie z.B. mit Monty Roberts, Michael Geitner, Linda Tellington Jones usw....

...und ich selbst habe meinen Golden damals nach der Feltmann-Methode erzogen. Deshalb würde es mich interessieren, nach welcher Methode andere Hundebesitzer ihre Hunde erziehen und warum gerade diese?

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Ich bin ja der Meinung, dass es totaler Blödsinn ist, nach irgendeiner "Methode" zu erziehen. Jeder Hund ist anders, in zig tausend kleinen Einzelheiten. Da eine "Methode" rauf zupfropfen und durchzuziehen, kann dem Tier nicht gerecht werden!

Sicher macht es Sinn, sich mit vielen Methoden zu beschäftigen und sich jeweils das herauszufiltern, was zu dem Hund und, ganz wichtig, zu einem selber passt.

Ich kenne unter den Pferde-Leuten so viele, die nach "Schnicki-Schnacki" arbeiten und gar nict bemerken, dass das Pferd total gelangweilt ist dabei oder überfordert oder sonst was. Warum sich auf einen Guru beschränken?

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@Skita: Ich habe nichts geschrieben von Erziehung nach nur einer Methode. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass keine Methode perfekt ist. Aber mich interessieren trotzdem die Methoden, die in der Hundeerziehung angewand werden, um einen Überblick zu bekommen und mir dann nach bestem Wissen und Gewissen meine Erziehungsstrategie zusammenzustellen.

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Ja, das geht schon in diese Richtung, aber sehr spezifisch war es trotzdem nicht. Beim Lesen ist mir gerade der Gedanke gekommen, wo die Leute ihr Wissen für die Hundeerziehung denn hernehmen, wenn sie gerade den ersten Hund gekauft haben? Man lernt seinen Hund ja nicht von heute auf morgen kennen und Allgemeinwissen reicht doch bei sowas nicht wirklich aus oder? Und die Erfahrungen zu den Hundeschulen waren scheinbar auch nicht die Besten...

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wichtig es mir damals vor Ankunft des Welpen war, herauszufinden, wie ich den Hund so verständlich wie möglich und gewaltfrei erziehen kann, wobei es mir erstmal nur um die Grundregeln ging und bei meiner Suche bin ich dann auf Frau Feltmann gestoßen.

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@ganstollo: Danke für die Links. Ich habe mal auf allen Seiten rübergeschaut und kann bis jetzt sagen, dass ich mir die HarmoniLogie näher betrachten werde, weil ich mir nicht vorstellen kann, ohne Leckerchen zu arbeiten, zumindest nicht in der Lernphase.

Holger Schüler von "6 Pfoten" beschäftigt sich ja mit Problemlösungen, was sicherlich interessant ist, wenn man Fehler bei der Erziehung wieder ausbügeln will, das war jetzt aber nicht ganz mein Suchkriterium, ebenso wie die Hundeschulen und Cesar Millan's... ist bestimmt auch interessant, aber leider ist mein Englisch für Fachlektüren nicht gut genug. Gibts den auch auf Deutsch?

Trotzdem vielen lieben Dank.

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(bearbeitet)
Beim Lesem ist mir gerade der Gedanke gekommen, wo die Leute ihr Wissen für die Hundeerziehung denn hernehmen, wenn sie gerade den ersten Hund gekauft haben? Man lernt seinen Hund ja nicht von heute auf morgen kennen und Allgemeinwissen reicht doch bei sowas nicht wirklich aus oder? Und die Erfahrungen zu den Hundeschulen waren scheinbar auch nicht die Besten...

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Ich denke schon, dass es genug gute Bücher über Basiswissen (z.B. von Angelika Lanzerath, kompaktes Wissen, gut geschrieben, leicht verständlich, damit müsste eigentlich jeder Anfänger zurecht kommen) gibt, die gepaart mit einem guten Bauchgefühl/Intuition durchaus reichen können.

Manchmal können zu viele verschiedene Infos einen auch mehr verwirren als nützen, denn in vielen Büchern wird auch viel konträres geschrieben. Sich sein eigenes Konzept zusammen zu stellen, kann mit Sicherheit nicht falsch sein, aber ich glaube nicht, dass es so einfach ist, sich gerade aus den vielen Pauschal-Methoden selbst was zusammen zu stricken.

davon ist Hundeerziehung wirklich weitaus mehr als "wie bringe ich dem Hund was bei". Man kann, wenn man Lust und Interesse hat, immer nur alles kreuz und quer lesen und sich zum Nachdenken anregen lassen, um sich dann seine eigene Meinung zu bilden. Und ich finde, man darf und muss vor allem (selbst-)kritisch bleiben.

Anders hab ich es noch nie gemacht und finde Hundeerziehung nach Methode X und Hundeerziehung nach Methode Y einfach nur furchtbar und auch völlig fehl am Platz, wenn es um Tiere mit Persönlichkeit geht. Man kann keine Standard-Rezepte erwarten. Man müsste doch eigentlich selbst fühlen können, wie man mit seinem Hund umgehen möchte, wie die eigenen Hausstandsregeln aussehen sollen, was man von dem Hunde möchte, was er auf keinen Fall darf und wo man auch mal Fünfe gerade sein lassen kann, weil es einem gar nicht so wichtig ist. Das muss jeder für sich selbst wissen.

Wenn es für Hundeerziehung ein Rezept geben würde, das man nur nach Plan abarbeiten muss - das wäre aber sehr langweilig.

Leider kann man die Hundetrainerszene heute nur noch grob einteilen nach Trainern, die mit einer Methode arbeiten (dazu gehören für mich allen voran Jan Nijboer, Fichtelmeier, Ulli Klöppel, Hundewelten und ähnliche sektenartigen Vereinigungen und teilweise auch Martin Rütter) und denen, die sich alle Möglichkeiten offen halten, individuell das Mensch-Hund-Team zu betrachten und davon gibt es auch mehr als genug (Perdita Lübbe-Scheuermann, Nadin Matthews, Michael Grewe, Angelika Lanzerath, Thomas Baumann und auch Günther Bloch, auch wenn er nicht mehr aktiver Hundetrainer ist).

Interessant finde ich ja immer, dass die Methoden-Verfechter häufig so guruartige Ausmaße annehmen und immer sehr bedacht sind, ihr Konzept ganz klar hervorzuheben als das einzig wahre zu verkaufen.

Das haben die, die sich keiner Methode verschrieben haben scheinbar nicht so nötig und bei denen gibt es auch nicht so viele Unterschiede in den Ansichten (die oben genannten sind sich bei vielen Ansichten recht einig oder akzeptieren zumindest andere Meinungen), weil sie alle das Thema Hundeerziehung eher entspannt sehen können. Denn sie wissen ja, sie müssen sich an keine eigenen Limitationen halten, sondern sind eigentlich eher offen für alles.

Also gute Bücher gibt es viele, schlechte Bücher auch. Dazwischen kann man sich bestimmt eine eigene Meinung bilden.

Über die verschiedenen Methoden würdest Du ja letztendlich auch nur was raus finden, wenn Du sehr oft Seminare der verschiedenen Anbieter über einen längeren Zeitraum besuchen würdest, um wirklich zu sehen, wie die arbeiten, denn selbst wenn einige Hundetrainingskonzepte durch Franchise-Hundeschulen verbreitet werden, können die Trainer und damit auch das Training sehr unterschiedlich ausfallen. Und hat man mit einer Methode eher zufällig Erfolg bei seinem Hund gehabt, kann man nicht erwarten, dass es bei einem anderen Hund genauso klappt. Man verschließt sich selbst einfach zu viele Möglichkeiten und ist man erst mal mit einer Methode angefangen, ist es schwerer, daraus wieder einen anderen Weg zu finden.

Also lies Dir doch lieber etwas gutes Basiswissen an, such Dir eine gute Hundeschule, wenn Du Unterstützung brauchst und hör auf Dein Bauchgefühl. Das kann so verkehrt nicht sein und Fehler machen darf auch mal erlaubt sein.

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