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Hundeforum Der Hund
Lischen1990

Ersthund, ein Beagle oder was meint ihr?

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Hallo liebe Hundefreunde,

ich bin neu hier und habe bisher leider auch noch keinen Hund.

Jedoch liebe ich diese süßen Vierbeiner über alles, kein Hund (von Freunden und Bekannten) ist sicher vor mir ;) Ich wünsche mir wirklich einen kleinen Racker.

Mein Freund wünscht sich ebenfalls einen Hund, also würden wir uns gemeinsam kümmern. Wir wohnen zwar nicht zusammen, aber der Hund würde bei meinem Freund zu Hause leben. Die Kosten teilen wir uns alle.

Aber ich denke ich sollte vorher etwas zu meiner Person sagen:

Ich bin 20 Jahre alt, studiere im 4. Semester und lebe in Erfurt. Mein Freund lebt 4 Häuser weiter, im 3. Stock in einer 2-Raum-Wohnung. Der Hund müsste jeden Tag ein paar Stunden alleine bleiben, jedoch nicht mehr als 5. Da wir einen Welpen haben möchten, würde der in der ersten Zeit selbstverständlich nicht alleine gelassen werden. In der Zeit, wenn wir nicht in die Uni müssen, würde wir unsere Zeit selbstverständlich mit dem Hund verbringen: Gassi gehen, spielen, evtl. Hundetreffs in der Nähe etc.

Wir hatten uns so in den Beagle als Hunderasse verliebt.

Nun zu meinen Fragen ;)

Meint ihr ein Beagle wäre in Ordnung für diese Art von Lebensstil?

Könntet ihr mir etwas zu den regelmäßigen Kosten sagen, die so in etwa auf uns zukommen? (Steuern, Versicherungen, Tierarzt, Fressen).

Ich hatte so mit 50,- Euro im Monat gerechnet?! Wäre das realitätsnah?

Ich hatte für die Anschaffung (Welpe, Ersthundausstattung, etc.) mit etwa 1000,- Euro gerechnet.

Mein Freund muss sich nur noch auf Hundehaare testen lassen, dann würden wir entscheiden, ob wir uns einen kleinen Racker anschaffen und wann. Vermutlich in den Semi-Ferien, damit wir für ihn viel Zeit haben, wenn er noch so klein ist.

Über viele Antworten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße,

Lischen

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Die Voraussetzungen hören sich erst mal gar nicht so schlecht an, jedoch würde ich vielleicht nicht gerade einen Welpen nehmen. Denn ob die Semesterferien reichen, um den Hund an 5 Stunden Alleinsein (wäre bei mir tagsüber das Maximum) zu gewöhnen, das kann Dir keiner sagen. Vielleicht als Alternative schon mal eine Stelle für Tagesbetreuung suchen. Dog Walker und Tagesstätten gibt es ja inzwischen auch in den meisten größeren Städten.

Beagle findet man auch sehr oft im Tierschutz, auch jüngere. Vielleicht wäre das eine Alternative.

Was gefällt euch am Beagle, vom Wesen her? Was wollt ihr mit dem Hund machen, was könnt ihr ihm an Beschäftigung bieten?

Eine Frage, die ihr euch vorab stellen solltet, ist, wie sind die Zukunftsplanungen? Was ist, wenn Dein Studium zu Ende ist und Du vollzeit arbeiten gehen willst? Habt ihr noch genug Zeit für den Hund, wenn sich eure Lebensumstände verändern würden?

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Hi du,

schön das du dir Gedanken machst. Deine Zeitplanung wäre für einen Hund auf jeden Fall in Ordnung. Aber (ich selber hatte noch keinen Welpen) ich denke, ein Welpe wird sehr anstrengend sein. Er wird auch länger nicht alleine bleiben können. Das musst du aber selber wissen. Einen Beagle hatte ich bzw. meine Mutter auch schon sehr kluge Kerle brauchen recht viel Auslauf und auch Kopfarbeit. Was willst du den mit dem Hund machen?

Dazu kommt natürlich eure Zukunft, da ihr beide Studiert werdet ihr in nächster Zeit ja auch einen Job anfangen. Wird dieser Job es euch möglich machen dem Hund gerecht zu werden? Bitte denkt darüber wirklich nach..

Zu den Kosten: ich habe nur einen kleinen Hund mit 8 kilo:

Steuern im Jahr (ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschidlich): 66 (meine Mutter zahlt 150 Steuern),

Versicherung ca. 40/Jahr,

für Tierarzt lege ich jeden Monat 100 zurück, habe dafür aber keine OP Versicherung,

Futter mit Leckerlies/Monat: 40

Impfen/Jahr: 60

Das sind die Kosten die ich dir jetzt mal aufzählen kann. Aber: dann kommen noch andere Tierarzt kosten, falls mal kleinere Sachen sind die ich nicht aus dem OP Konto Zahle plus das ganze Zubehör - dies kann ich gar nicht aufzählen, aber ich denke da kommen noch pro Monat ungefähr 15 drauf

Aber wie gesagt, dass mit den Steuern ist von Ort zu Ort unterschiedlich und auch die Versicherung kann unterschiedlich sein je nach Anbieter.

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Hallöchen, vielen Dank für die fixen Antworten.

Also, meine Semesterferien betragen 4 Monate, ich weiß nicht, ob das genug Zeit ist. Und das heißt ja nicht, dass der Hund nach den Ferien sofort 5 Std. jeden Tag alleine sein soll. Das ist nur der Maximalwert, den er als Ausgewachsener ab und an aushalten sollte. und das wird auch nicht so oft vor kommen. Und solange er noch klein ist, werden daraus natürlich keine 5 Stunden :)

Nach dem Studium werde ich wieder nach Rostock ziehen um mir dort einen Job zu besorgen. Dort leben auch meine Großeltern, die sich, solange ich arbeite, um den Hund kümmern können.

Die Idee mit dem "Hundesitter" ist echt super. Da werde ich mich gleich mal informieren, wie das hier in Erfurt so aussieht.

An dem Beagle mögen wir vor allem das Wesen. Die fröhliche, liebenswürdige, aufgeweckt und bewegungsfreudige Art des Hundes gefallen uns sehr. Auch, dass diese Tiere als nicht aggressiv gelten, finde ich gut. Da wir mit dem Hund später auch Sport getreiben wollen (Joggen, Radfahren, Walken, ) ist auch seine Zähigkeit und Zielstrebigkeit von Vorteil. Außerdem gefällt er uns auch optim sehr gut - kurzes Fell, dicke Schlappohren und nicht zu groß.

Da Beagle eine hervorragende Nase haben, würde wir ihn viel mit Fährtensuchen beschäftigen. Ob es nun Leckerlies in der Wohnung verstecken oder unterwegs einfach mal einen Gegenstand, der nach uns riecht, verstecken, da würden wir uns etwas einfallen lassen. Auch würden wir gerne einen Hundetreff besuchen, so dass er auch Kontakt und Freundschaften mit anderen Hunden aufnehmen kann.

Vielen Dank für die Ausführungen der Finanzen, ich habe aber vor eine Unfallversicherung für den Hund abzuschließen, dass, falls wirklich mal eine OP etc anstehen sollte, mein Konto nicht böse überrascht wird ;)

Falls ich etwas vergessen habe, sagt einfach Bescheid.

Vielen Dank nochmal.

Liebe Grüße aus Erfurt

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Hallo :winken:

So wie du das beschreibst, klingt das schon mal sehr gut :) Anfangs war ich noch etwas skeptisch, als du Beagle erwähntest, gerade weil viele Leute heutzutage die Hunde sehen und süüüüüüß finden und dabei vergessen, dass es eine JAGDhundrasse ist, egal wie putzig sie aussehen.

Aber deine Planung klingt sehr durchdacht, und unter diesen Umständen finde ich Beagle keine schlechte Wahl.

Ich würde auch ruhig nach einem Junghund schauen, oft haben Züchter auch noch "Restwelpen" (nicht im Sinne von: die sind schlechter, sondern einfach weil sie noch nicht den passenden Besitzer gefunden haben), und diese wären dann schon ein gutes Stück weiter in der Sozialisierung und auch vermutlich Erziehung.

4 Monate Ferien sind natürlich super zum Eingewöhnen. Wie lange müsste denn euer Hund gleich nach den Semesterferien alleine sein? Denn ein 4monatiger Hund macht noch ne Menge Mist-.... und Beagle sind sehr erfinderisch in Beschäftigungstherapie :D

Viel Glück

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Halli hallo,

ach, wenns danach geht sind ja alle Hundewelpen zum Knutschen ;)

Ja, ich bin halt jmd, der echt viel über die Konsequenzen etc nachdenkt und das hindert mich dann oft Dinge zu tun, die man vllt einfach wagen sollte. Aber ich dachte, grade, wenn es um ein Lebewesen geht, welches mich im Bestfall 15 Jahre begleitet, sollte man nicht einfach mal überstürzt handeln. Aber ich bin ja schonmal erleichtert, dass ihr, als Experten, meint, dass prinzipiell nix gegen einen vierbeinigen Freund spricht ;)

Ja, also, ich würde auch nach den "Restwelpen" schauen, das wäre absolut kein Problem für mich.

Na ja, also, da mein Freund und ich das Selbe studieren wäre es möglich, dass wir abwechselnd in die Vorlesung gehen und zu Hause bleiben, demnach könnten wir die Zeit für den Hund flexibel gestalten und es könnte eigtl immer jmd bei ihm sein, während der andere in der Uni sitzt und mitschreibt ;)

Nur, wenn wir ab und an (ein/zwei mal die Woche) 1 1/2-stündige Seminare mit Anwesenheitspflicht haben, müssen wir leider beide in die Uni.

Vielen Dank :)

Liebe Grüße

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Beagle kann ich nicht empfehlen. Ich habe einen und bin zu dem Schluss gekommen dass diese Hunde nur für die Jagd leben und dort auch hingehören.

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Also erst einmal super, dass du dir so viele Gedanken machst!

Aber:

Soweit ich weiß, können Beagle sehr "anstrengend" sein, im Vergleich zu anderen Hunden. Die Hunde sind oft sehr eigensinnig und die Erziehung ist nicht unbedingt etwas für Anfänger, vor allem bei einem Welpen. Unsere Nachbarn haben sich auch einen Beagle-Welpen als Ersthund geholt, doch macht er jetzt nach 2 Jahren, was er will. An freilaufen-lassen ist da nicht zu denken. Ein anderer Beagle von Bekannten frisst in der Wohnung alles an, hat schon ein ganzes Sofa und mehrere Teppiche zerfressen.

Ich meine, dass kann einem natürlich bei jedem Hund passieren. Deshalb ist Konsequez auf jeden Fall das A und O, aber das wirst du sicher schon irgendwo gelesen.

In Erfurt gibt es doch bestimmt auch einige Tierheime, vielleicht könntet ihr euch ja einfach mal dort umsehen und ein Hündchen retten. Und im Internet gibt es auch viele Seiten, wo Besitzer ihre Tiere abgeben wollen, denn ich denke, ein schon einigermaßen erzogener Hund wäre für den Anfang am Besten.

Du kannst ja mal schreiben, wen ihr letztendlich aufnehmt...

Lg von Jacky und Markus :)

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Hallo,

mich würde mal interessieren wieviel Körperliche und geistige Auslastung (in Stunden) ihr einem Hund tgl. etwa bieten würdet?

Beagle sind sehr anspruchsvolle Hunde, die sowohl VIEL körperliche Auslastung, als auch VIEL geistige Auslastung brauchen. Ich denke das unterschätzt man leicht. Ich denke wenn du ihn wirklich gut auslastest, ihn konsequent erziehst und die Zeit die ein Hund (Beagle) kostet nicht unterschätzt kannst du dir auch einen Beagle holen.

Ich würde dir empfehlen mehrere gute Bücher über Hundeerziehung und Beagle zu lesen. Je mehr du weißt bevor der Hund ins Haus kommt, umso besser...

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Der Beagle ist mit Sicherheit ein toller Hund, aber auch sehr anstrengend, wie hier auch schon beschrieben wurde. Klebt viel mit der Nase auf der Erde, ist sehr eigensinnig und selbstständig (auch dickschädelig und stur genannt im Menschenjargon), teilweise kenne ich auch echt sehr "stumpfe" Vertreter, sehr verfressen und auch recht lautstark (das "Läuten" kann echt nerven), das alles soll man nicht unterschätzen.

Vieles ist natürliche eine Erziehungssache, aber stellt es euch nicht zu einfach vor.

Wenn ihr euch ein bisschen über die Rasse informiert und vielleicht die Chance habt, mit Beagle-Besitzern über die Vor- und Nachteile zu sprechen, könnt ihr euch vielleicht ein besseres Bild machen.

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