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Hundeforum Der Hund
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Gemeinsame Bewegung

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Ich war unsicher wo es besser hinpasst, also verschieben falls es die falsche Rubrik ist.

In letzter Zeit gab es hier viele Diskussionen rund um Führung und Respekt.

Da Bewegung auch ein wichtiger Bestandteil im Leben des Hundes ist (bzw sein sollte), würde mich interessieren was ihr für gute, (gemeinsame) Bewegung haltet.

Welche Arten von Bewegung fördern eurer Meinung nach die Bindung und das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier?

Welche Arten der Bewegung haltet ihr für nutzlos bis schädlich?

Wieviel Zeit investiert ihr für Bewegung mit dem Hund?

Gibt es Dinge die jeder Hund/Halter-Kombination gut tun, oder sind sie sehr individuell?

Vielleicht bekommen wir sogar eine Art Sammlung zusammen, mit Anregungen welche Art der Bewegung, die Bindung zwischen Hund und Halter und das gegenseitige Vertrauen stärkt und worauf man achten sollte. :)

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Hi,

wir sind ein großer Freund von (viel) Bewegung- möge man das gutheißen oder eher nicht. ;)

Chaos hat rassentypisch einen recht ausgeprägten Bewegungsdrang und ist gern unterwegs- genauso wie ich/wir. Er kann aber genausogut Zuhause faul rumliegen, das gefällt ihm sogar ziemlich gut.

Aber dennoch halten wir ein konstantes Maß an gleichmäßiger Bewegung.

Das bedeutet, dass wir beide mit den Hunden joggen/fahrradfahren und schwimmen gehen (an aktiver Bewegung) und zusätzlich gleichmäßig wandern/spazierengehen.

Heute morgen z.B. bin ich mit den Hunden zum Wasser gejoggt, dort sind sie schwimmen gegangen und anschließend gab es eine Ruhepause.

Als mein Freund nach Hause kam, hat er sich die zwei geschnappt und ist mit ihnen nochmal ausgiebig laufen gegangen (mit kleinen "Wald-Agility-Einheiten" z.B. über Baumstämme balancieren usw.).

Das "normale" laufen gehen beinhaltet ruhiges Gehen mit kleinen Kopfarbeitsaufgaben und anderen "motorischen Herausforderungen", wie eben das Balancieren.

Mir ist es wichtig, dass die Hunde sowohl geistig als auch körperlich ausgeglichen sind und das können (meine beiden) nur über ein (verhältnismäßig) hohes Maß an Bewegung.

"Falsche" Bewegung wäre für mich z.B. der tägliche Gang auf die Hundewiese (als einziger großer "Spaziergang").

Tür des Auslaufsgebiets auf- Hund rein- sich selbst auf die Bank setzen- Hund sich selbst überlassen- Prügeleien schlichten- Hund schnappen- wieder nach Hause.

Das ist für mich keine Bewegung, die annährend 'artgerecht' wäre (wenn man davon bei unseren Haushunden überhaupt reden kann).

Auch wichtig ist für mich das Spiel mit dem Hund.

Das ist das wiederum sehr individuell, nicht jeder Hund spielt gleich oder ist gleich zu motivieren.

Chaos z.B. mag körperliche Spiele mit mir (gegenseitig jagen, anrempeln, verstecken) und Baghira liebt ihr Spielzeug. Diese gemeinsamen Spiele werden auf JEDEM Spaziergang eingebaut.

Auch entdecken wir zusammen neue Dinge, ich gehe gern neue Wege und freue mich dann auch über Sachen, die ich noch nicht kenne. :)

Das heißt wir gehen eigentlich sehr selten dieselben Wege und wenn doch, dann oft querfeldein.

Auch gibt es gemeinsame Pausen mit Snacks für alle. ;)

Ob Bewegung immer individuell ist... hm- zum Teil denke ich.

Baghira mussten wir langsam aufbauen (konditionell), das ist das eine.

Das andere ist das gemeinsame Spiel- da kommt es dann darauf an, was der jeweilige Hund gerne macht.

Allerdings bin ich oft mit dem JRT meiner Nachbarin unterwegs gewesen bzw. habe ich ihn mitgenommen und man glaubt nicht, wie schnell der sich freudig an unser Pensum angepasst hat.

Normalerweise geht sein Frauchen eine kleine Waldrunde (täglich) mit ihm, die ca. 20min umfasst (manchmal geht sie den Weg nicht mal zuende).

Es war schön mit anzusehen, wieviel Spaß er an unseren Aktionen hatte und wie schnell er auch mithalten konnte und dadurch allgemein ausgeglichener war und auch zunehmend "netter" in Hundebegegnungen wurde.

Ich empfinde gemeinsame Bewegung als sehr wichtig.

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Huhu,

ich finde es gut, wenn ein Hund, wenn er die Voraussetzungen und das Alter hat, am Fahrrad läuft.

Es ist gut für die Auslastung, der Hund baut Muskeln auf, man kann auch hier Dinge einbauen, wie Gangarten benennen, fast wie bei einem Pferd an der Longe und das Tempo variieren lassen.

Auch Hunde die mit HD Probleme haben, können diesen Sport gut ausüben, wenn der Hund auf geeigneten Untergründen und ein angemessenes Tempo läuft.

Schwimmen, wobei man sich Spielzeug bringen lässt, finde ich ist auch eine gute Auslastung. Auch hierbei wird wieder die Muskulatur gestärkt und der Hund und der Halter machen etwas gemeinsam.

Das sind die Dinge, die wir außerhalb normaler Spaziergänge gerne machen.

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(bearbeitet)

Welche Arten von Bewegung fördern eurer Meinung nach die Bindung und das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier?

Für mich alles was man sich zusammen erarbeiten muss: zB Mobility, Degility,Tellington-Bodenarbeit , zusammen auf ne Fährte ,Spielzeug oä suchen lassen , Gerätearbeit im Wald oä :Dazu fällt mir spontan ein was ich auf nem HTS Seminar gehört hab : "Die Welt ist ein Gerät"

Ich finde Joggen/Fahrrad fahren, Schwimmen , mal Rennen usw nich unbedingt Bindungsfördernd , aber trotzdem wichtig , da Bewegung stressabbauend und entspannend wirkt.

Welche Arten der Bewegung haltet ihr für nutzlos bis schädlich?

Kommt auf den Hund an. Bewegung schadet sicher nie, aber ein Mops wird sicher nich wie ein Husky mal eben 40km rennen können.

Nutzlos bis schädlich halte ich es wenn man den Hund alleine auf Gassigänge schickt, incl des Beispiels von Mialour : Auslaufgebiet-Leine ab -Hund sich selbst überlassen

Auch alles was ins Extreme geht, also wenn man versucht den Hund nur durch Bewegung auszulasten und sich dadurch einen Extremsportler antrainiert....

oder auch Agilty wo es den Besitzern nur drauf ankommt dass der Hund der Schnellste ist....

Wieviel Zeit investiert ihr für Bewegung mit dem Hund?

Von Hund zu Hund verschieden.

Ich habe 5 Hunde zw 5-14 Jahren ,darunter Kleine und auch welche mit Handycap.

Der Jüngste is auch gleichzeitig der Aktivste, mit dem geh ich Fahrradfahren und auch zu anderen jungen Hunden mit denen er mal Rennen kann. Bei ihm achte ich schon drauf dass er sich 1x am Tag mind 10 Minuten "ausrennen" kann.

Der Älteste is zufrieden wenn er nur ne Runde durch die Siedlung muss.

Ansonsten mach ich das ganz nach Lust und Laune , Wetter usw..... Ganz oft gehen wir auch einfach nur zusammen spazieren

Gibt es Dinge die jeder Hund/Halter-Kombination gut tun, oder sind sie sehr individuell?

Ich finde grade so langsame Sachen wie Gerätearbeit für jedes Team sinnvoll, alles andere Hundeabhängig.....

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ic bekomm bestimmt eins über die Rübe. aber egal.

meine ausgeglichenen Hunde bestätigen mich in dem , was ich ihnen anbiete.

wenn sie nicht wollte, müßten sie nicht, es ist lediglich ein Angebot.

ich bin überzeugt davon, daß Bewegung in FREIER Form

das wichtigste für einen Hund ist, neben Fressen und Schlafen und Ruhen.

Wenn ich wandern geh mit den Hunden,

und sie laufen durch die Natur über Stock und Stein, klettern, rennen, rutschen bergab , schwimmen in Bergbächen etc,

dann ist das absolut verbindend.

ich fahre auc Fahrrad und sie laufen mit, am Inn entlang.

das empfinde ich bei den Hunden zwar als körperliche Auslastung.

aber so rundherum zufrieden wie beim Wandern erscheinen sie mir nicht.

Reiten ist schon wieder etwas anderes.

das ist kein gleichbleibendes (annähernd) Tempo.

Hundesportarten auf einem Platz (größeres oder kleineres Gebiet)

betreibe ich nicht mit ihnen.

Schwimmen finde ich ganz toll, nicht nur füt Hunde.

deswegen bemühe ich mich, es den Hunden beizubringen, immer mehr, immer besser.

ich selber war im vergangennen Sommer mit ihenn schwimmen,

und ich warte auf die Temperatren, wo das wieder möglich wird.

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Kommt natürlich auf das Team an. Grundsätzlich find ich aber alles gut, wo Hund und Halter aufeinander achten müssen. Das kann Agility sein, oder Longieren, oder auch einfach nur körpernahes Spielen.

Bei Joggen und Radfahren sehe ich weniger den Bindungsaspekt, aber da es eine gleichmässige Bewegung ist (oder sein sollte), halte ich es körperlich für nicht schlecht.

Weniger nützlich ist, und zwar sowohl körperlich als auch von der Bindung her, meines Erachtens das typische Ballwerfspielchen. Heisst nicht, dass man das gar nicht machen sollte, es gibt viele Hunde, denen das auch mal Spass macht. Aber halt nicht nur.

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Vielleicht noch mal zur Bindung und zur allgemeinen Erklärung, was uns angeht. Minos hat ja schwere HD, von daher sind unsere Möglichkeiten etwas eingeschränkt.

Wenn ich jetzt nur stumpf durch die Landschaft fahren würde, würde ich auch nicht sagen, dass das was mit Bindungsarbeit zutun hat.

Ich fahre aber schon so, dass er auf mich achten muss, gebe Kommandos für das Tempo, lasse ihn offline vor und neben mir laufen, kommandiere halt usw. und so fort. :)

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ich möchte noch etwas ergänzen

auch, wenn es gemein klingt

meiner Meinung nach gibt es viele HH,

die selber für sich keinen bewegungsdrang haben und lieber eine ruige Kugel schieben.

das geht fast immer auf Kosten des Bewegungsbedars des Hundes.

Das sollte man bedenken.

und versuchen, seine eigenen Bedürfnisse nicht auf Kosten eines anderen Lebewesens zu verwirklichen.

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Danke für euere Ideen und Meinungen. :)

meiner Meinung nach gibt es viele HH,

die selber für sich keinen bewegungsdrang haben und lieber eine ruige Kugel schieben.

Ich verstehe was du meinst.

Würde das bedeuten das jeder Hundeführer, körperlich so fit sein sollte seinen Hunden die für sie wichtige und richtige Bewegung zukommen lassen zu können?

Wenn ich jetzt nur stumpf durch die Landschaft fahren würde, würde ich auch nicht sagen, dass das was mit Bindungsarbeit zutun hat.

Das finde ich wichtig.

Ich glaube man kann aus fast jeder Bewegung etwas sinnvolles machen, und umgekehrt genauso.

Man kann einen Ball werfen und eher passiv bleiben. Oder mit dem Hund gemeinsam Ball spielen.

Das gleiche gilt fürs Fahrrad fahren etc.

Ich denke auch das für viele Hunde das "auspowern" wirklich wichtig ist. Für die Bindung ist es wohl nur dann wirklich sinnvoll, wenn der Mensch sich mit auspowert und nicht nur als "Funktionsmaschine" am Feld steht und immer wieder den Stock wirft.

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Ich hoffe es ist okay wenn ich etwas von Anita Balser zu dem Thema "Fitness" zitiere.

(Es entstammt dem "Haus der Erziehung")

Physische Fitness ist die letzte wichtige Voraussetzung. Ich weiss schon, Du denkst an die paar Kilos zuviel, die Du gerade auf den Rippen hast, an die vielen Zigaretten, an den Rotwein. Tja, es hilft nichts, Du solltest versuchen, gemäß Deinen persönlichen Grundvoraussetzungen physisch fit zu werden.

Um Bindung aufzubauen, wirst Du rennen müssen und springen, Du solltest mit Deinem Hund längere Zeit richtig spielen können (und nicht auf einem Platz stehen und Bällchen schmeißen). Aber ich habe eine gute Nachricht für Dich: Du musst nicht ins Fitness-Studio! Selbst mit dem unerzogensten Hund kann man mit der Leine um den Bauch walken oder joggen gehen und mit den geeigneten Hilfsmitteln (Springer) sogar Fahrrad fahren. Du kannst also gemeinsam mit Deinem Hund fitter werden. Bedenke bitte dass Bewegung bei einem Hund (übrigens auch beim Menschen) Stress abbaut.

Entgegen den gängigen Meinungen habe ich so meine Schwierigkeiten mit Menschen, die mit ihrem Hund stundenlang spazieren gehen.

Wenn Du das intrinsisch motiviert tust, dann ist es okay, aber wer ist das schon bei Minustemperaturen oder strömendem Regen. Die Wenigsten. Und wenn man dann nicht die obligatorische Stunde gelaufen ist, stellt sich das schlechte Gewissen ein. Du kannst es Dir schon denken. Der Hund wird das spüren und reagieren. Schon fühlen wir uns bestätigt. Ich sage Dir, wie ich es handhabe: Die Spaziergeh -Zeit nutze ich, damit sich meine Hunde lösen können. Da reichen 20 Minuten 3x am Tag. Beschäftigen aber kann und sollte ich mich aktiv mit meinen Hunden ca. 2 Stunden am Tag. Das heißt nicht, dass ich mit meinem Hund nebensächlich kraulend vor dem Fernseher sitze!

Die 3x20 Minuten Spaziergehzeit sind in Summe genau die Hälfte des Anteils an intensiver Beschäftigung. Müssen das denn wirklich zwei Stunden am Tag sein? Jeden Tag? Nein, nicht jeden Tag. Manchmal 3 Stunden, manchmal auch nur eine. Aber nie unter einer Stunde am Tag. Wenn Du über größere Zeiträume weniger als eine Stunde am Stück Zeit hast, mit Deinem Hund zu spielen, zu rennen, zu springen, zu arbeiten, hey.. überlege Dir, ob Du den Hund nicht lieber gegen einen Goldhamster eintauschen solltest. Wir sind hier immer noch beim Punkt physische Fitness. Es geht also nicht nur um Zeit, sondern darum, dass man körperlich in der Lage sein sollte, eine Stunde lang mit seinem Hund tatsächlich aktiv zu sein. Allerdings sei der Kreativität körperlich weniger belastbarer Menschen natürlich keine Grenze gesetzt.

An dieser Stelle ist es mir sehr wichtig, noch einmal darauf hin zu weisen, dass ich mit meinen Thesen niemanden ausgrenzen möchte, weder Raucher (ich bin selbst einer), Menschen mit Übergewicht, noch Personen mit körperlichen Erkrankungen. Selbstverständlich hat jeder das Recht, einen Hund zu halten. Ich appelliere nur in diesen Fällen umso eindringlicher, eine entsprechend passende Rasse oder einen geeigneten Mischling auszuwählen bzw. mit einem gut ausgebildeten Trainer zu arbeiten, damit auf die speziellen Defizite oder Bedürfnisse auch ausreichend eingegangen werden kann!

(Quelle: Anita Balser "Das Haus der Erziehung" Hundeteamschule

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