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polar-chat.de  Der Hund
Ruth_S

Uneingezäuntes Grundstück - Welche Rechte hat der Pächter?

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Hallo zusammen,

also, nach vielen Jahren Hundehaltung frage ich mich schon lange, wie es denn nun mit den tatsächlichen, also gesetzlich festgeschriebenen Rechten von Grundstückseigentümern und -pächtern ausschaut.

Ich meine "das is mein Grund, da darfst nicht drauf" ist ja so pauschal nicht, ich wills genau wissen.

1.) eine Wiese, einfach so, irgendwo in der Landschaft, ohne Zaun, ohne Nutzpflanzen. Darf man einfach so der Wiese verwiesen werden, also kann der Besitzer oder Pächter einen verjagen oder verlangen, dass man diese Wiese nicht mehr betritt? Und wenn ja, auf welcher Grundlage? Hausfriedensbruch kanns ja nicht sein, da keine Umfriedung vorhanden. Flurschaden wohl auch nicht (ich habe gerade mal Schuhgröße 39 ;-)). Was sonst?

Und wenn er das Recht hat, wie schaut es mit den Konsequenzen aus, wenn man sich drüber hinweg setzt? (ich meine weniger den erzürnten Grundstücksbesitzer nebst Baseballschläger sondern mehr Sachen wie "Ordnungsstrafe" oder ähnliches ;-))

2.) Wie verhält sich die Sache, wenn das Grundstück landwirtschaftlich genutzt wird? Macht das überhaupt einen Unterschied? Mögliche Schadensersatzforderungen von wegen "verk****tes Futter" sind sicher erstreitbar, aber ob so ein Quadratmeter Gras wirklich viel ausmacht?

Versteht das richtig: ich will weder vor Gericht ziehen noch irgendwelchen Leuten auf die Zehen steigen. Mich interessiert das nur schon lang, wie es denn nun genau ausschaut mit der Rechtslage.

Behauptet wird ja viel, bis hin zu Schildern, Lynchmob etc.pp. Ich wurde schon oft mit meinen Hunden, selbst wenn sie an der Leine waren, vertrieben - und frage mich nun langsam, ob ich mir da vielleicht zu viel gefallen lasse?

Bin gespannt auf Eure Antworten...

Viele Grüße,

Ruth

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Zu 1.

Eigentum ist Eigentum, mit sämtlichen Rechten und Pflichten. Egal ob eingezäunt oder nicht, der Eigentümer hat das Hausrecht und kann selbstverständlich auch den Zutritt reglementieren. Bei Zuwiderhandlung kann er eine Klage einreichen, Anzeige erstatten.

Zu 2.

Mal davon abgesehen, dass es für einen Hundehalter selbstverständlich sein sollte, dass sein Hund nichts verkotet, handelt es sich ja nicht nur um "... so ein qm Gras ...". Oder wolltest du als Landwirt jeden Tag die Wiesen abgehen und Haufen suchen? Vor dem abmähen seht das Gras höher, also sieht man´s nicht mehr. Manche Tiere ( z.B. Pferde ganz schlimm ) packen das Futter nicht an, wenn im Rundballen auch nur irgendwo ein Sch...haufen war.

Generell sollte da jeder HH etwas rücksichtsvoller sein und auch die Rechte anderer mehr beachten. Täte dem Bild der Hunde in der Öffentlichkeit sicher besser.

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Auf solchen Grundstücken ist es eigentlich so, dass man Begehungsrecht hat- die sogenannten Jedermannsrechte.

Du darfst eine Wiese betreten, den Wald etc.

Sonst dürfest du z.b. auch nicht im Wald unterwegs sein.

Ausnahme sind Monokulturen

Mist.. mir fällt aber gerade nicht das Gesetz dazu ein.

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Das mit dem Begehungsrecht ist korregt .... aber als Eigentümer /Pächter kann ich auch jederzeit von meinem "Hausrecht" gebrauch machen ...

.. und wenn ich Nachweisen kann (Anhand von Fotos) das du die Wiese trotzdem wieder betreten hast und sich später, nach dem "Heu machen" Hundekot (muß noch nicht mal von deinem sein) in einem die Ballen findet, dann kann ich auch Schadensersatz fordern ...

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Auf solchen Grundstücken ist es eigentlich so, dass man Begehungsrecht hat- die sogenannten Jedermannsrechte.

Du darfst eine Wiese betreten, den Wald etc.

Sonst dürfest du z.b. auch nicht im Wald unterwegs sein.

Ausnahme sind Monokulturen

Mist.. mir fällt aber gerade nicht das Gesetz dazu ein.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70613&goto=1496854

Das ist so nicht richtig, dieses Jedermannsrecht gibt es in Deutschland nicht bzw. nur eingeschrägt.

Jedermannsrecht

In Deutschland gibt es das Betretungsrecht was sich aber vorwiegend nur auf Wege und Straßen beschränkt.

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Das ist so ne Sache um welche Fläche es sich handelt *grübel*

Mir will das Gesetz gerade nicht einfallen *grummel*

Alles was nicht befriedet ist oder eingezäunt ist nicht als Hausfriedensbruch zu sehen.

Bsp.... der Wlad gehört ja auch nicht nur dem Staat sondern auch Privatmenschen.

Und die dürfen auch nicht sagen, du darfst hier nicht entlang.

Hatte erst vor gar nicht so langer zeit genau das Gespräch.... mein Kopf ist ein Sieb *seufz*

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(bearbeitet)

In Bayern würde in dem Fall Art 25 NatSchG gelten:

Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen

(1) 1 Landwirtschaftlich genutzte Flächen (einschließlich Sonderkulturen) und gärtnerisch genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden. 2 Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses.

Im Winter solange die Wiese nicht wächst, darfste drauf laufen.

Weiss auch nich wie man drauf kommt, dem Bauern seine Wiese zusammentrampeln zu dürfen. :Oo

Edit: BadenWürttemberg

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(bearbeitet)

Das ist so nicht richtig, dieses Jedermannsrecht gibt es in Deutschland nicht bzw. nur eingeschrägt.

Jedermannsrecht

In Deutschland gibt es das Betretungsrecht was sich aber vorwiegend nur auf Wege und Straßen beschränkt.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70613&goto=1496864

Das ist so nicht ganz richtig.

Auch in Deutschland gelten Jedermannsrechte... Notwehr ist z.b. so ein Jedermannsrecht

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Das ist so nicht richtig, dieses Jedermannsrecht gibt es in Deutschland nicht bzw. nur eingeschrägt.

Jedermannsrecht

In Deutschland gibt es das Betretungsrecht was sich aber vorwiegend nur auf Wege und Straßen beschränkt.

Das ist so nicht ganz richtig.

Auch in Deutschland gelten Jedermannsrechte... Notwehr ist z.b. so ein Jedermannsrecht
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70613&goto=1496889

Sorry es geht hier aber nicht um Notwehr sondern um das Recht nicht umfriedete Privat Grundstücke zu Betreten und das ist in Deutschland halt durch das Betretungsrecht geregelt und hat mit dem Jedermannsrecht aus anderen Ländern nichts zu tun.

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