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Hundeforum Der Hund
DagLis

Zeit zu entscheiden? Die Entscheidung ist gefallen, er durfte gehen!

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Grüße zusammen...ich habe vor zwei Jahren hier schon einmal Hilfe und Rat gefunden- ich weiß gar nicht mehr unter welchem Account- Namen...ich habe hier viel in letzter Zeit gelesen...und ich weiß: die Entscheidung müssen wir treffen, niemand nimmt sie uns ab...viele schreiben: wenn der Hund leidet, sollte man es tun. Wenn er Schmerzen hat.

Zu unserer nun 15 Jahre alten Tibet- Terrierin...Buffy war immer ein Springinsfeld, bis sie vor einem Jahr das Vestibularsyndrom erwischte.

Wir haben seit dem tausende Euro in den homöopathischen Tierarzt gesteckt, der Buffy wieder gut auf die Beine brachte.

Organisch ist unser Hund in Ordnung, die typischen Alterserscheinungen wie Arthrose sind lästig, aber Buffy bekommt Meloxivet, Karsivan und Dexporon, regelmäßig Vitalspritzen, Ozontherapie, Basenpulver, Schindlers Mineralien...

Buffy war immer ein schlechter Esser, seit der Homöopath sie behandelt, fraß sie gern. Am liebsten mit frisch gepresstem Biomöhrensaft obendrauf.

Neuerdings nimmt sie ab und ist nur noch ein ziegendürres mageres Ding.

Selbst die Lieblings- Leckereien interessieren sie kaum...sie kann irgendwie (oder will?) nicht besonders begeistert etwas mit dem Maul aufnehmen.

Die Zähne könnten besser sein, aber mehr als Zähneputzen ist nicht machbar, Narkose riskiert kein Tierarzt mehr.

Meist füttern wir mit der Hand.

Vor dem Napf geraten oft ihre Beine durcheinander und sie kippt ggf. nach vorn.

Ihre Kopfhaltung ist wieder schief.

Sie läuft im Kreis, torkelt, taumelt, kommt schwer hoch, lässt sich am liebsten von uns hinlegen, kommt auch nur sehr schwer runter.

Geht gerade mal mit auf die Wiese vor der Tür, löst sich nicht mehr gezielt, interessiert sich selbst für ihre liebsten Hundefreunde nicht mehr, schnuppert fast gar nicht mehr...

Sie war nie kommunikativ mit Menschen- immer ganz cool. Wir können in ihren langsam trüben Linsen nicht sehen, was andere sagen: wenn der Hund nicht mehr will.

Ihr Hören/ Sehen ist miserabel: sie reagiert kaum auf Geräusche, deren Richtung sie offenbar nicht eingeordnet bekommt.

Sie ist, wenn man sie nicht festhält/ berührt, nicht wirklich ansprechbar/ reagiert nicht.

Begrüßungen sind lang schon nicht mehr, seltenst ein Hauch...Ohren, die wie früher hochgehen- nichts mehr.

Wenn sie nicht schläft, rennt sie ununterbrochen in Kreisen...

Wir sind ratlos.

Vieles sind sicherlich Alterssachen- und doch- wann wissen wir, ob aus Hundesicht das Hier und Jetzt für unseren starrköpfigen Flitzer nicht mehr schön ist?

Man kann sie nicht einen Moment allein lassen, damit sie sich nicht verfängt, verheddert, stolpert...der Tierarzt ist prima, aber er hat einen anderen Ansatz: solange der Hund laufen kann, lösen kann, isst und schläft sind seine Bedürfnisse erfüllt.

All das kann unser Mädchen meist nur noch mit Hilfe.

Sie hat ein neues Führ- Brustgeschirr, an dem wir sie unterstützen, damit sie nicht fällt...

Wir wissen nicht weiter.

Wir sagen mittlerweile oft: schliefe sie doch nur ein, dann hätte uns jemand die Antwort gegeben..müssen wir entscheiden? Und anhand welcher Punkte?

Ich weiß, aus der Ferne kann man das schlecht sagen, und doch, ich musste es mit anderen teilen, die den selben Ansatz haben wie wir.

Vielleicht weiß einer von Euch Rat...

Wir sitzen hier und weinen...15 Jahre lang war sie Tag und Nacht bei uns...

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Hallo,

ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schrecklich der Zustand von Buffy für Euch sein muss und eigentlich halte ich nicht viel davon, gute Ratschläge für und wider Einschläfern zu geben.

Da Du ja aber im Grunde gezielt danach fragst, mache ich es jetzt doch.

So wie Du Buffies Leben jetzt beschreibst, erinnert es mich sehr an die 16 jährige Hündin einer Freundin, nach wiederholtem Auftreten des Vestibularsyndroms immer nochmal mehr oder weniger "auf die Beine gestellt", am Schluss aber eigentlich nur noch eine Hülle. Irgendwie war das, was diesen Hund einmal ausgemacht hatte, nicht mehr da. Sie hat gefressen, aber rein mechanisch, sie wusste nicht mehr, was sie da eigentlich tat. Sie war orientierungslos, brauchte bei allem Hilfe, aber das schlimmste war, dass da keine Verbindung mehr war zu ihren Menschen, die sie immer sehr geliebt hatte.

Ich habe mich damals sehr zurückgehalten, denn ich denke, diese Entscheidung kann nur derjenige treffen, der sein Leben mit dem Hund geteilt hat, aber ich weiss, wenn es mein Hund gewesen wäre, hätte ich nicht so lange gewartet.

Ich war schon viele Male gezwungen, diese furchtbare Entscheidung zu treffen und glaube mir, ich bin auch zutiefst davon überzeugt, dass "man ein Leben nicht wegwirft, weil es etwas beschädigt ist" und dass es viele Varianten von Lebensqualität gibt. So wie Du es beschreibst, glaube ich aber, Buffy hat gar keine mehr, ihr ist nichts geblieben, von dem, was für sie wichtig ware und wahrscheinlich wäre es für sie jetzt wirklich eine Erlösung, wenn sie gehen könnte.

Diese Entscheidung kann Euch, die ihr die Verantwortung für dieses Leben habt, aber niemand abnehmen!

Ich wünsche Euch, das ihr die Entscheidung trefft, mit der ihr in der Zukunft gut leben könnt, es ist mit die schwerste, die es gibt!

Liebe Grüsse

Christiane

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Hallo Christiane,

vielen Dank für deine Worte.

Ratschläge für und wider...das ist es weniger. Deine Mühe hat uns ein paar Aspekte mehr aufgezeigt, es richtig zu machen. Im Umfeld reagieren die Leute teilweise ohne Verständnis- ein Schildchen "Ich bin alt, na und?" am Geschirr wäre wohl das Richtige gewesen.

Aber mittlerweile erscheint es uns eben ein wenig mehr als "nur" das "Ich bin alt".

Wir werden noch ein wenig weiter warten...aber just in den letzten Wochen hat sie deutlich abgebaut.

Dein Beispiel mit der "Hülle" und dem "mechanischen Fressen" trifft es auch hier...aber welche Rolle spielt z.B. die Wärme jetzt dieser Tage?

Buffy ist tatsächlich nichts mehr von dem geblieben, was sie einst ausgemacht hat- selbst richtig Schütteln klappt nicht mehr.

Aber an manchen Tagen ist sie stabiler als sonst- dann macht uns das wieder Mut, dass es auf dem Niveau eine Weile stagnieren könnte.

Und dann kommen Tage, wo man sie fast nur tragen muss, wo sie kaum vernünftig laufen kann.

Heute Abend hat sie ihren Möhrenbrei begeistert (tw. ohne Hilfe) gefressen.

Und ist Fressen nicht evtl. ein Zeichen von Lebensfreude?

Ich glaube, mir war es einfach wichtig, mich hier mit Menschen auszutauschen, die sensibel für dieses Thema sind so wie die meisten hier.

Klar: entscheiden müssen wir voraussichtlich am Ende.

Und dennoch haben wir Sorge, dass wir eine falsche Entscheidung treffen- so oder so.

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Hallo ,

die Entscheidung fällt schwer wir haben sie im Oktober getroffen unsere 11,5 Jahre alte Hündin hat vor schmerzen nach meinem Sohn geschnappt er hat sie weder berührt noch bedrängt.....Sie hatte schwer Arthrose und hatte sich in den letzten 2 Wochen extrem im Charakter verändert.... ein liebes Muttertier das alles adoptierte wollte nichts mehr wissen und so weiter....

Wir haben sie gehen lassen .....

Nachdem was du über Deinen Hund schreibst, ich an Deiner Stelle würde sie erlösen......

Liebe Grüße und sei Stark....ein Tier darf erlöst werden der Mensch muß leiden bis zum Schluß........

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ohje, ich versteh deine Zerrissenheit... Auf der einen Seite sollen unsere hUnde nicht leiden (meine haben immer das Versprechen dass sie dass nicht müssen von mir) aber wenn die Zeit dann kommt und man beginnt über das Unvermeidliche nachzudenken...

Es ist so schwer, niemand kann dir wirklich helfen. Ich war vor 2 Jahren (Mist es ging genau vor 2 Jahren los) genau in der gleichen Situation. Ich fragte und niemand konnte mir helfen. Ich habe gewußt dass es bald soweit ist aber ich habe auch immer noch gehofft und die winzigen lichten Momente genossen. (Bei uns war es ein Hirntumor- Symptome dem sehr ähnlich wie du sie beschreibst) Eine gute Freundin sagte mir ich solle mir und meinem Tarzan vertrauen, er sagt wenn er nicht mehr kann und will und ich werde es spüren. Tja hab ich gedacht und nicht daran geglaubt. 5 wochen später war der Moment gekommen. Am Tag zuvor hab ich noch vor Freude geweint weil es ihm besser ging und dann am nächsten Morgen nach einer recht schönen entspannten Pippirunde ein epiletischer anfall. Alptraum und da wußten wir bis hier hin und nicht weiter. Eine halbe Stunde später war meine beste Freundin, seine TÄ, hier und hat ihm geholfen. Er war wirklich nach der ersten beruhigungsspritze so entspannt wie die 5 Wochen davor nie. Es war genau der richtige Moment auch wenn es jetzt sehr viel Überwindung kostet das zu schreiben. Aber ich kann dir nur raten, versprich ihm dass er nicht leiden muss und sei bereit ihn gehen zu lassen wenn er nicht mehr mag.

Unsere Hunden schenken uns soooo viele schöne Momente, wir müssen ihnen dann dafür aber auch unsere Liebe zeigen und die Selbstlosigkeit an den tag legen, die wir so an ihnen lieben.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft für die kommende Zeit!

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Hallo,

ihr Ärmsten, was für eine besch... Situation!

Ich denke nicht, dass "noch fressen" immer ein Zeichen von Lebensfreude ist, noch nicht mal immer von Lebenswillen.

Bei der alten Hündin meiner Freundin hat diese Nahrungsaufnahme damals ,zumindest auf mich,

eher den Eindruck gemacht, als würde ihr Körper eben ganz mechanisch immer noch das tun, was er eben 16 lange Jahre getan hat, Nahrung aufnehmen und runterschlucken!

Am schwersten zu ertragen fand ich die Tatsache, dass sie irgendwie den Kontakt zu ihren Menschen verloren hatte, sie kam mir sehr einsam vor. Das ist natürlich Quatsch, das weiss ich, aber es hat sich so angefühlt.

Das mag sich jetzt krass anhören, aber wenn sie so orientierungslos durch die Wohnung lief, erinnerte sie mich immer an einen Zombie. Ihre Seele war schon ganz woanders, so man daran glaubt, dass es selbige gibt!

Wir selber mussten letzten Sommer unseren 11 jährigen Rottweiler wegen eines Gehirntumors einschläfern lassen, da war die Entscheidung auch ganz schwer zu treffen.

Er hatte wohl keine Schmerzen, hat immer sehr viel und unnatürlich tief geschlafen, aber er hat ab einem bestimmten Stadium z.B. nie mehr wieder mit dem Schwanz gewedelt, er war in seiner eigenen Welt! Ohne uns, sozusagen ganz allein. Als er immer unsicherer auf den Beinen wurde, immer schwächer und taumeliger, haben wir ihn gehen lassen, obwohl er noch mit wahrem (nicht normalem) Heisshunger gefressen hat.

Wir mussten vorher diesen Weg schon mit einigen Hunden und Katzen gehen, aber diese Entscheidung war eine der schwierigsten! Man muss danach mit ihr leben, so oder so, und das macht Angst, das weiss ich!

Du hattest Recht, hier zu schreiben, ich denke, die meisten hier haben das schon mal mitgemacht und konnen verstehen, wie Du Dich fühlst.

Ich denke, Du wirst noch mehr Antworten bekommen.

Schreib weiter hier, wenn Du magst. Ich würde gerne wissen, wie es Euch weiterhin geht!

Liebe Grüsse!

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Habt Dank für Eure Worte.

Uns ist klar, dass das nicht mehr allzu lange gehen wird...selbst Stagnation wäre kein Zustand....es ist ganz offenbar das Hoffen auf Besserung, und das ist nicht sehr realistisch.

Gestern Abend ging sie für ihre Verhältnisse gut zur Wiese, ja, wir haben sogar eine Minirunde um die Häusergruppe gemacht. Allerdings lief sie wie ein kleiner Automat, immer wieder musste sie in der Richtung etwas korrigiert werden, sie schnüffelt nicht, interessiert sich für nichts. Zuhause legt man sie dann in ihre Kissen und da bleibt sie genau so liegen- wirkt aber durchaus zufrieden...

Heute Nacht war sie unüblicherweise einige Male auf und hechelte und drehte Kreise. Ich habe sie dann hingelegt und zufrieden schlief sie weiter.

Ihr Atem geht oft so rasch, dass ich denke, sie müsste bald hyperventilieren...die Ärzte haben zu diesem Phänomen aber nichts herausgefunden.

Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass wir keine "großen" Sachen mehr machen lassen und die laufende, wohltuende Behandlung beim Homöopathen fortsetzen.

Wir wollen aber auf jeden Fall diese Woche noch einmal mit ihm sprechen- und mit seiner Frau, die sehr sensibel wirkt und eher den psychologischen Ansatz beim Tier betrachtet.

Fakt ist, wenn wir zwischen all den Tränen versuchen sachlich zu resümieren: Buffy kann allein nichts mehr- sie benötigt Hilfe beim Lösen (festhalten, damit sie nicht umpurzelt), Laufen (festhalten, damit sie nicht stolpert und die Richtung beibehält), Hinlegen (sie dreht Kreis und Kreis und kommt nur schwer runter- der Kissenberg ist so weit gestreut, dass sie definitiv einen Treffer landen muss und auf den Kissen zu liegen kommt, wenn sie es allein versucht), Essen (fällt fast in den Napf, muss mit der Hand gefüttert werden).

Eigentlich war das für mich immer der Punkt....an dem...und nun ist es so weit und doch- man denkt: aber geht doch irgendwie noch...und wenn sie mal nicht heftig atmet und stattdessen entspannt schlummert, schaut sie aus wie ein Welpe mit dem kurzen Pelz, dann ist doch alles gut...

Lockenwolf bringt es auf den Punkt: Zerrissenheit.

Wir stehen das erste Mal vor einer solchen Situation und ja, wie wir alle könnten wir dicke Bücher füllen mit 15 Jahren Hundegeschichten...

Einerseits fühle ich mich wie ein ****, - ich kann doch nicht sagen: bring den Hund um! Wer bin ich, das zu entscheiden...

Dann denke ich an meinen Vater, der im März dieses Jahres wirklich elend sterben musste und kein Arzt im Krankenhaus durfte tun, was sich alle für ihn wünschten, und wir warteten drei Tage auf den endgültigen Tod.

Mein Herz ist so schwer.

Gern berichte ich weiter...und seid alle bedankt, auch wenn wir einander fremd sind, so hat Eure "Anwesenheit" hier etwas verdammt Tröstliches!

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Hallo du,

ganz ehrlich - dein Hund ist alt und es ist einfach so, dass es irgendwann zuende geht. Und viele Hunde erreichen dieses Alter gar nicht erst. Sie hatte schöne 15 Jahre, und auch das kann weiß Gott nicht jeder Hund von sich behaupten. Es ist O.K., wie es ist!

Sieh es doch mal so: Ihr haltet sie ja nicht vom Sterben ab. Meine Tierärztin sagt immer, sterben könne man notfalls auch ganz von alleine.

Du schreibst, dass sie eigentlich nichts mehr ohne Hilfe kann. Die Frage ist aber: Will sie noch?

Bei meiner Fricka habe mir gesagt: Wenn sie nicht mehr schlafen kann (vor Schmerzen) oder nicht mehr aufstehen WILL oder nicht mehr rausgehen WILL, dann ist es soweit.

Letztendlich war es dann leider Gottes der erste Punkt, der schließlich den Ausschlag gegeben hat.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!

Nachtrag: Wenn du magst, dann schau mal hier rein - ich habe damals viele tröstliche Worte in diesem Forum bekommen. Dort habe ich auch geschrieben (S. 15), wie der Abschied war. Wenn du das nicht lesen magst, kann ich das aber auch verstehen. :knuddel

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Doppelpost

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Vielen lieben Dank.

Die zentrale Frage: will sie noch.

Wie weiß man es?

Das eben ist es ja- wenn sie es deutlich machen würde...da kennt man den Hund doch schon so lange, aber ich bin so unsicher...was ich vergaß zu erwähnen: Buffy hat lehrbuchmäßig kognitive Dysfunktion- Demenz. Es hat sich langsam entwickelt und trotz aller Bemühungen denke ich, erfüllt sie mittlerweile sämtliche Kriterien, die man so nachlesen kann.

Und dann denke ich an meine 92jährige Schwiegermutter, die- drei mal tgl. Pflegedienst, ja- aber die noch alleine lebt.

Sie sitzt den ganzen Tag auf dem Sofa, schaut auf dem Balkon den Gartenvögeln zu und lebt gern. Sagt sie.

Aber wie ist das bei einem Hund...?!

Schmerzen hat unser Mädchen offensichtlich nicht.

Aber sie ist vollkommen desinteressiert- ob wir raus gehen oder nicht, egal.

Sie ist ein kleiner Automat, oder, wie schrieb Ninchen oben, ein kleiner Zombie...es ist schwer festzustellen, da Buffy immer so ein katzenhaftes Wesen hatte- cool sein und nicht zu sehr zeigen, dass man sein Rudel liebt.

Sie hat als Welpe in der Welpenschule versucht herauszufinden, wie man über den Zaun (oder drunter durch) kommt statt sich für die anderen Welpen zu interessieren.

Sie mit Leckereien zu locken war stets vollkommen unmöglich.

Sie hat einem nur selten in die Augen geschaut- das war ja jedesmal die größte Liebeserklärung!

Sie wedelt nicht mehr.

Seit dem Vestibularsyndrom bellt sie nicht mehr.

Und während ich hier schreibe, frage ich mich, woran sie sich eigentlich noch efreut und ob das Erfreuen Voraussetzung ist und ob ich weiß, woran sie sich erfreut.

Am Langschlafen am Wochenende? Das fand sie immer schon toll.

Daran bei uns zu sein?

Selbst der Garten freut sie nicht mehr- ihr altes Revier.

So viel spricht dagegen, dass Buffy noch Lust am Leben hat- und doch, was ist, wenn ich die falsche Perspektive habe? Etwas übersehe?

Sie hat sichtlich keine Schmerzen (aber weiß man es sicher?).

Sie ist alt, superdement und ...und?

Verzeiht, dass ich meine Gedanken hier so ausbreite...aber ich frage mich eben, ob sie es nicht durchaus genießt, zu kuscheln (früher hat sie das mal geduldet, war aber nie ein Schmuser, heute schläft sie brummend ein auf dem Arm beim Kraulen) oder mit der Hand gefüttert zu werden...bei uns zu liegen und so weiter...vielleicht ist es okay so für sie?

Ach, fühl ich mich jämmerlich :(

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