Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
gast

Es ist so furchtbar dunkel - Leben mit der Depression

Empfohlene Beiträge

Ich denke, ich bin damit absolut nicht allein und so spreche ich dieses Thema, oft noch ein Tabu, mal sehr offen an. Zumal es mir grad wieder extrem schlecht geht - wie immer, wenn der Sommer kommt, die Sonne scheint und alles um mich herum nur so vor Leben strotzt, während meine Psyche in der Dunkelheit verharrt....

Ich werde, so es denn sein muss (nein, nein, ich bin keine Suizidkandidatin; Gott ist für mich der Herr über Leben und Tod und ich habe, was mich betrifft, nicht das Recht, mein Leben vorzeitig zu beenden - wohlbemerkt: Das ist MEINE Haltung zu MEINEM Leben, nichts anderes!), bald 60.

Und habe seit fast 50 Jahren Depressionen, bin wohl noch viel länger Borderlinerin und seit fast 8 Jahren peinigen mich diese Depris non stop in schwerster Form, haben mich arbeitsunfähig gemacht und in die fast völlig Isolation getrieben.

Und dennoch - ja, ich glaube an Gott, an unseren Herrn, der im Garten Getsehmane genau diese Angst auch kannte, diese unendliche Traurigkeit, diese innere Not und am Kreuz diese Ferne vom himmlischen Vater. Ich weiß, er versteht....

Aber als lebenswert empfinde ich mein Dasein nicht mehr und Freude - sie ist so fern, dass ich mich kaum mehr erinnere, wann ich sie zuletzt empfand. Ich existiere, weil ich muss, aber "Leben" kann man das nicht wirklich mehr nennen.

Nein, kein Jammern - die meisten Menschen haben ihren Packen zu tragen und ich möchte das so sachlich wie möglich rüber bringen. Wo es mir nicht gelingt, bitte ich um Entschuldigung.

An dieser Stelle stoppe ich auch - und hoffe auf einen ehrlichen und offenen Austausch mit anderen Betroffenen. Denn mir ist auch durchaus bewusst: Die meisten Depris befinden sich permanent an der Schwelle zum Weg ins Aus.... Würde mich mein Glaube nicht halten - eher der, an den ich glaube -, ich wäre ganz sicher nicht mehr und hätte mich längst umgebracht.

Denn Borderline und Dauerdepressionen sind ein Stück Hölle auf Erden.

LG

Christa

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich kann dazu zum Glück nichts sagen,aber ich würde mir an deiner Stelle ein passendes Forum dafür suchen,wo Du mehr hilfe bekommen kannst ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo,

ich finde es absolut bemerkenswert, das du das alles hier so offen ansprichst.

Leider ist dieses Thema in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema.

Das dich dein Glaube noch hält, ist echt toll.

Dennoch finde ich es sehr schwer in einem Forum wie diesem, so darüber zu schreiben.

Es gibt Selbsthilfegruppen, die den betroffenen bestimmt professionellere Hilfe geben kann,

wie ein Thema in einem Hundeforum.

Bitte sein nicht böse aber ich finde das echt sehr schwierig.

Ich wünsch dir und allen Betroffenen, alles Glück auf dieser Erde, das kannst du mir glauben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Auch ich kann ein Lied davon singen und ich kann den Hinweis auf dazu bestimmte Foren und Selbsthilfegruppen durchaus verstehen. Möchte aber gerne noch anmerken, dass gerade in solchen speziellen Foren der Austausch sehr schwer ist (ist nur meine ERfahrung), da dort sehr viele Betroffene z.T. sehr sensibel sind.

Ich denke schon, das sich der Umgang mit dem thema psych. Erkrankungen in den letzten Jahren etwas offener geworden ist. Aber wenn (wir) uns nur in unsere Foren zurück ziehen, dann entsteht wieder ein Tabu.

Ist nicht böse gemeint, ich kann gut verstehen, dass das Thema am eigentlichen Foreninhalt meilenweit vorbei geht. Aber wir sind nun mal ein Teil dieser Gesellschaft und haben unsere Probleme, auch oder gerade im alltäglichem Leben.

Ich denke es ist klar, dass uns hier keiner mit spez. Tipps und Ratschlägen weiterhelfen kann, aber es ist einfach so, dass depresive Menschen viele Dinge (die für andere kein Problem darstellen) anders, bzw. selbstbezogener erleben.

Von mir ausgehend kann ich nur bitten, einen solche Thread hier zu akzeptieren, denn oft hilft es schon, einfach alles nieder zu schreiben, zumind. mir tut dies sehr gut.

Gruß

Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ich verstehe euch sehr gut, ich bin nur Angehörige und weiss, welch schweres Los eine Mensch mit Depressionen zu tragen hat.

Meine Mutter ist seit ich denken kann depressiv, ich habe schwierige Zeiten mit ihr mitgemacht und bin froh, dass es gute Therapeutische Einrichtungen in der Zwischenzeit gibt wie Tageskliniken, Psychotherapeuten...

Mein Mutter z.B. sucht auch immer die Menschen, die nicht depressiv erkrankt sind, denn mit Depressionen ist man psychisch für die Geschichte und das Leid anderer weniger belastbar.

Mich stört es nicht, wenn hier über das Thema geschrieben wird, allerdings sollte man aufpassen, was man dem Internet anvertraut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich gehöre auch zu "eurer Seite".

Auch ich bin dafür Tabus zu brechen und offen schreiben zu können.

Ich habe es in diesem Forum ebenso getan, und bin damit gewaltig auf die Nase gefallen.

Euch wünsche ich dabei viel Glück und an der ein oder anderen Stelle ein dickes Fell.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ich kann dazu zum Glück nichts sagen,aber ich würde mir an deiner Stelle ein passendes Forum dafür suchen,wo Du mehr hilfe bekommen kannst ;)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70702&goto=1494725

Dem schließe ich mich an.

Ich habe Verständnis für Betroffene.

Doch hier ist vielleicht nicht der richtige Ort,

um Hilfe zu finden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Du weißt ja, dass es für Aussenstehende immer schwierig ist, das Dunkel eines anderen Menschen wahrzunehmen. Viele Menschen haben Angst vor der Unkenntnis dieser Erkrankung und die Angst damit konfrontiert zu werden.

Sie können schlichtweg mit der Erkrankung "Depression " nicht umgehen, geschweige denn, sie akzeptieren.

Ich bewundere Deinen Mut und auch Deine Energie hier im Forum Dich zu offenbaren. Ich helfe Dir auch gerne weiter, so weit ich es kann. Bedenke aber: Du opferst hier Energie um uns im Forum etwas mitzuteilen. Es ist Dir wichtig - okay! Aber, wäre es nicht schöner Du würdest diese Energie in die Wirklichkeit, die Realität umsetzen?

Schau Dich doch mal um. Direkt in Deinem Umkreis findet sich etwas, was Deinem Naturell entspricht, was Dich braucht, was auf Dich wartet.

Versteh es bitte nicht falsch. Dein Schreiben hier, bringt Dich nicht aus dem Dunkeln, es hilft Dir auch nicht wirklich weiter. Du bekommst Zuhörer und einige verstehen Dich nur zu gut. Aber, wirklich helfen kann Dir hier keiner!

Lass Dir gesagt sein, dass es für alles im Leben eine Lösung gibt. Manchmal ist sie einfach, manchmal wird es schwierig. Und - wenn man sich in einem Loch befindet, reicht es nicht, zu klagen, Du musst da wieder rauskrabbeln, es wollen, dann funktioniert Leben wieder.

Ich geb Dir folgenden Spruch mit auf den Weg:

[ALIGN=center]"Dein Auge kann die Welt nicht hell Dir machen.

Wie Du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen."[/ALIGN]

Fühl dich richtig feste geknuddelt und verstanden.

Gruß Christa

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich finde es sehr gut dass du offen drüber sprichst. Ich bin nicht Betroffen aber Anghörige eines Depri Patienten.

Hat denn kein Arzt es geschafft dich vernünftig medikationstechnisch einzustellen? Hat keine Gesprächs- und Analyse Therapie funktioniert?

Und wenn ja , wieso denkst du , hat es nicht geklappt (wenn du darauf nicht antworten möchtest, kann ich das natürlich verstehen)?

Ich denke dass ein PArtner oder Familie, die sich mit der Krankheit intensiv auseinander setzen , viel hilft. Allerdings darf man nie vergessen, das ist wirklich anstrengend. Auch bei Patienten die bspw. nur einmal im JAhr eine Depppressive Phase haben, muss man als Partner /Angehöriger das ganze Jahr drauf achten, was man bei den Punkten um die es sich bei der Depression geht , sagt.

EIn einziger Satz kann bewirken dass der Patient noch lnger in seiner Depri-Spirale drin hängt. Ein Satz der in einer normalen Phase nichts auslöst, kann hier nachhaltig den Vorgang erschweren.

Ich wünsche dir, dass du doch noch Hilfe findest nach 50 Jahren und dass dir eine erneute Therapie das bringt, was du dir wünschst.

Alles Gute!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Liebe Christa

Auch ich gehöre seit mehreren Jahren dazu (bin jetzt 21).

Ich habe aber eher eine andere Phobie, die mich in die Isolation treibt.

Und von dieser Isolation kommen irgendwann automatisch Depressionen. NUR für meine "Phobie" gibt es KEINE entsprechende Therapie. Also muss ich so versuchen damit um zu gehen.

Warum versuchst du es nicht mal (eventuell wieder :??? ) mit Stationärer Aufnahme.

Ich werde bald in eine gehen und werde für mehreren Wochen schwerzen Herzens Paco abgeben müssen.

Nur um Leben zu können, muss ich es tun. Ohne könnte ich direkt... Ach ich er spare mir.

Und nein ich bin keine Suizid Kandidatin. Das war ich mit 13 und da bin ich drüber weg.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Emmi, eine Lutalica (Streunerin) beginnt ein neues Leben

      Eigentlich war nie geplant ,das ich mal einen Beitrag dieser Art schreibe . Tja ,erstens kommt es anders und zweitens als man denkt . Ich mach`s mal relativ kurz. Wir sind gerade aus dem Urlaub in Serbien zurück .Apatin an der Donau war das Ziel ,meine Tochter feierte dort ein großes Hochzeitsfest mit Freunden und Verwandten ihres Mannes . Schon am Tag der Ankunft trieb sich ein kleiner Hund am Garten von Janas Schwiegereltern rum .Es war eine Hündin und sie scharrte an alten Bahngleisen nach Ameisen ,die sie dann fraß. Wer da kein Mitleid bekommt ....... Irgendwie fand sie einen Weg in den Garten und so oft sie rausgeworfen wurde ,sooft kam sie wieder zurück . Janas Schwiegermama gab ihr Wasser und Fressen und nachts schlief sie an den Zaun gelehnt -auf der anderen Seite lagen die Hunde des Hauses . Nachbarn erzählten das sie sich schon geraume Zeit ca. zwei Wochen in der Gegend rumtrieb .Es gibt eh einen Haufen Straßen Hunde. Ich und meine Nichte die mit zur Hochzeit gekommen war ,waren total verknallt . Aber es schien nicht möglich ,schließlich hatte ich Buddy neu impfen müssen ,dann Tollwuttiter bestimmen und beim Amtstierarzt waren wir auch  . Hat mich 150 Euro gekostet damit er mitdurfte und später wieder problemlos in die EU einreisen konnte . Ich bat die Schwägerin meiner Tochter sich beim Veterinär zu erkundigen ,ob es eine Chance gibt . Am nächsten Morgen waren wir gerade ein bisschen in Stadt ,als ein Anruf kam : Kommt sofort zu uns wegen dem Hund . Also Sprint zurück zum Quartier ,Auto holen ;dann Hund holen  und ab zum Veterinär. . Sie sei kein halbes Jahr alt und ein Mudi -Mix ,ungarischer Schäferhund .Na ,das sagte mir nix ,Internet hatten wir keins ,was soll`s Die Maus war total lieb ,bekam zwei Spritzen und den Chip sowie eine Floh und Zecken Behandlung und Wurmkur . Mein Göga wurde als Besitzer eingetragen ,da er Kroate ist .Den Wahnsinnspreis von 35 Euro gelöhnt und ab zurück .  Ich hatte noch immer Zweifel ,ob das mit der Grenze klappen würde .Die letzten Tage verbrachte Emmi ,wie sie nun getauft war im Garten . Wir haben sie dann morgens um drei geholt und sind los .Kurz vor der Grenze hab ich mir total ins Hemd gemacht ,dachte nur :was wird aus ihr wenn ich sie zurückbringen muss. Die Passkontrolle war kurz und schmerzlos ,die Hunde Ausweise wurden gar nicht verlangt . Der Zöllner allerdings war genauer ,der wollte den Kofferraum sehen ,in dem Buddy in der Box stand und knurrte . Ich hab dann gefragt ,ob ich den Hund raus machen soll ,damit er besser schauen kann .Meine Nichte meinte später ,das es wie eine Drohung klang  Der hat dann noch schnell vorne geschaut ,dann durften wir fahren Emmi hat einmal meiner Nichte das Fischparikasch ,das ihr scheinbar am Vortag jemand gab über die Decke gekotzt ,ansonsten hat sie gepennt wie ein Stein ;einmal dachten wir ,sie wäre tot Gestern abend kamen wir an und die Maus ist echt klasse ,total lernfreudig und an uns orientiert .Mal sehen wie es wird ,wenn sie richtig angekommen ist . Sie liebt alle anderen Hunde und auch Katzen .Buddy ist auch schon nicht mehr ganz genervt  von der kleinen Zwangsschwester.... Zum Schlafen wollte sie gestern erst unters Bett ,Strassenhunde suchen halt Schutz -sie hat dann aber ein Lammfell von Buddy angenommen . Meist liegt sie aber in der Küche unterm Tisch ..... So ,nun noch ein paar Bilder .Die ersten direkt aus Serbien .

      in Plauderecke

    • Aus dem Leben einer Erdnuss

      Nun... es ist das dann doch mal soweit und das Krumpelchen bekommt seinen eigenen Thread. Hier folgen nun Bilder und Berichte aus dem Leben einer Erdnuss.   Heute waren wir fast die gesamte Runde im Freilauf unterwegs, fast habe ich mich sogar getraut davon mal Bilder zu machen... er war richtig gut drauf! Und ich dann doch zu vorsichtig Trotzdem hatten wir viel Spaß miteinander und das Licht im Wald war herrlich! Ich liebe es ja, wenn man die Sonne und gleichzeitig dunkle Wolken sieht.    

      in Hundefotos & Videos

    • Das Leben - Zufall, Wunder oder was?

      Bin darauf gestoßen, dass der Schweizer Mathematiker und Physiker Marcel Goly berechnet hat, dass die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Entstehung selbst des einfachsten lebendigen Proteins bei 1 zu 10 hoch 450 liegt.   Der Leiter der Universität von Utah Frank Salisbury berechnete die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines gewöhnlichen DNA-Moleküls auf 1 zu 10 hoch 600.   Der englische Astronom Sir Fred Hoyle und der Astrobiologe und Mathematiker Chandra Wickramasinghe schätzten die Chance auf weniger als 1 zu 10 hoch 40000, auf der Basis der Anzahl bekannter Enzyme, von deren Notwendigkeit für das Leben man weiß, und der Wahrscheinlichkeit ihrer zufälligen Entstehung.   Vielleicht können die mathematisch besser aufgestellten user die Wahrscheinlichkeiten mal einordnen.    Ist das letztlich das Fazit, was der Chemiker und Nobelpreisträger Ilya Prigogine zieht, nämlich, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, dass organische Strukturen und die äußerst genau harmonisierenden Reaktionen, die lebende Organismen auszeichnen, durch Zufall entstehen könnten“, bei "null" liegt?   Und was ist die Konsequenz daraus?

      in Plauderecke

    • Manchmal ist das Leben zu wahr, um schön zu sein!

      Achtung! Das wird jetzt waaaaahnsinnig viel Text!   Der eine oder andere wird es sicherlich schon mitbekommen haben, dass wir immer wieder Probleme mit Esmi´s Gesundheit haben. Manche sind sehr schwerwiegend, manche sind klein, aber dennoch zehren sie an ihren und auch meinen Nerven.   Ich habe diesen Thread eröffnet, um mir mal alles von der Seele zu schreiben, um mir einen Überblick zu verschaffen, um vielleicht noch die eine oder andere Idee einzusammeln und letztlich auch, um anderen Betroffenen durch unsere Erfahrungen vielleicht etwas helfen zu können.   Ich würde diesen Thread auch gern fortführen und immer mal wieder berichten, wie es Esmi geht und was wir so alles veranstalten, um ihr noch ein möglichst langes, beschwerdefreies Leben ermöglichen zu können. Und ich hoffe, dass dieser Thread noch gaaaanz lange offen bleiben kann!    Kurz zum Anfang zurückgespult: Esmi kommt ursprünglich aus Rumänien und wurde mit geschätzten 4 Jahren nach Deutschland gebracht. Dort war sie noch 2 ½ Jahre im Tierheim, bevor sie zu mir kam. Das ist nun auch schon zwei Jahre her. Esmi soll also etwa 8-9 Jahre alt sein. Ich glaube, sie ist älter, aber letztlich ist das ja auch egal, ob nun 8,9 oder 10 Jahre. Die Jüngste ist sie jedenfalls nicht mehr.   Von Tag 1 an hatte sie immer wieder kleine Probleme, mal Durchfall, mal humpelte sie, mal wollte sie nichts essen und und und… Aufgrund ihrer großen Angst vor allem möglichen waren Tierarztbesuche nur bedingt möglich und Behandlungen fast unmöglich. Jetzt nach zwei Jahren haben wir einiges an Untersuchungen durch, die sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen lassen:   Oktober 2013: Ankunft in Deutschland mit Ehrlichiose im Gepäck und 29,2 kg Körpergewicht – Behandlung mit Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen Dezember 2013: Nachbehandlung Ehrlichiose wieder mit Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen Januar 2015: Doxy 300mg, 2xtgl. über 3 Wochen (Grund steht leider nicht in der Akte – ich vermute aber Ehrlichiose) Ca. Februar 2016: Magendrehung Okt. 2013 – Feb. 2016: Diverse Impfungen, Entwurmungen und Behandlungen von Schnittwunden u.a. Wunden z.T. auch mit Antibiotika   August 2016: Ankunft bei mir – erste oberflächliche Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten, außer sehr schlechte Zähne, die man im Auge behalten sollte August 2016 – Februar 2017: In der Folgezeit immer wiederkehrender Durchfall, Fressunlust – diverse Kotprofile brachten keine Erkenntnisse. Hin und wieder leichtes humpeln – vorläufige Diagnose: Probleme im Schultergelenk (links), ggf. auch Hüfte – mehr wäre mit Röntgen zu erkennen gewesen, war damals aber aufgrund ihrer Angst schlicht nicht möglich bzw. nur unter Narkose – für solche Maßnahmen war mir das Humpeln aber nicht akut genug Durchfall und Fressunlust waren durch den Versuch vieler verschiedener Futtersorten irgendwann im Griff Februar 2017: Beginn mit Verhaltenstherapie wegen einiger „Probleme“, die wir allein nicht hinbekommen haben. Im Zuge dessen wurde die Schilddrüse gecheckt – leichte SDU! Seitdem bekommt sie Forthyron (aktuell 2xtgl. 500 mcg), die Werte sind verbesserungswürdig, aber nicht völlig aus dem Rahmen März 2017: Abszess an der linken vorderen Pfote – Behandlung mit Zugsalbenverband und später Antibiotikum, war sehr langwierig. Nachdem ich Esmi mit OP „drohte“, schwoll die Pfote ab und sie lief wieder ohne Probleme. Nunja… März 2017 – August 2017: Immer wieder große Blutbilder und Schilddrüsenwerte gecheckt – immer alles in Ordnung bis auf die Eosinophilen Granulozyten – die waren von Anfang an immer erhöht September 2017: Wieder Abszess an der linken vorderen Pfote – Behandlung wieder mit Zugsalbenverband November 2017: Verdacht auf Harnwegsinfekt, weil sie plötzlich anfing, nachts ins Wohnzimmer zu pieseln: Harnuntersuchung ohne Befund – keine weitere Behandlung 05.03.2018: Wieder Abszess an der linken vorderen Pfote – Zugsalbenverband 09.03.2018: Blut im Urin – Verdacht auf Harnwegsinfekt: Behandlung mit Antibiotikum – damit war die Pfote natürlich wieder in Ordnung – Blut im Urin blieb allerdings 16.03.2018: Nochmal großer Blutcheck mit großem MMK-Test: Ergebnis – Ehrlichiose und Anaplasmose, beide Titer aber bei 1:40 19.03.2018: Pfote ist wieder dick – Zugsalbenverband. Außerdem Röntgen: Diagnose: großes undefinierbares Gebilde im Bauchraum, Spondylose in der gesamten Wirbelsäule – sehr akut laut Röntgenbild, Luftgewehrkugel im Nacken 21.03.2018: Ultraschall des undefinierbaren Gebildes und Blase: Verdacht auf Milztumor und Blase sieht auch nicht gut aus 22.03.2018: Operation des Milztumors, der sich letztlich als ungefährliche Verklebung, vermutlich infolge einer unsachgemäßen Milzentfernung bei der damaligen Magendrehung, Untersuchung der Blase, Probenentnahme Durch die mit der OP verabreichten Antibiotika ist die Pfote in den Folgetagen wieder in Ordnung 23.03.2018: Diagnose: Urothelkarzinom, nicht operabel  03.04.-04.04.2018: OP-Narbe entzündet: Behandlung mit Spüllösungen 06.04.2018: Fäden ziehen 16.04.2018: OP-Narbe wieder entzündet: Behandlung mit Spüllösungen und Antibiogramm 19.04.-26.04.2018: Behandlung mit passendem Antibiotikum und Spüllösungen 18.05.2018: Entzündete Stelle am Schwanz: Behandlung mit Jodlösung und Prurivet 21.05.2018: Kontrolluntersuchung, weil keine Besserung und Urlaub „droht“, daher wieder Antibiotikum zur Sicherheit 29.05.2018: im Urlaub: Neue entzündete Stelle am Schwanz: Behandlung im Urlaub mit Jodsalbe und Prurivet, Antibiotikum ist alle – klappt gut und heilt wieder ab 01.06.2018: Kontrolluntersuchung beim TA – alles gut gemacht! 14.06.2018: Schon wieder ist die vordere linke Pfote dick – wieder Zugsalbenverband Heute: Abszess eröffnet – viel Eiter, Blut und kleine „Stücke“, die auf irgendwas pflanzliches schließen lassen (Granne, Dorn, Stock o.ä.), das da schon länger drin ist   Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch machen soll. Seit Ende letzten/ Anfang diesen Jahres sind wir beinahe im 2-Wochentakt beim Tierarzt. Immer ist irgendwas anderes. Die Menge an Antibiotika, die Esmi in den letzten Monaten bekommen hat, hat mein Ömchen in ihrem ganzen Leben nicht bekommen.   Über allen kleinen Erkrankungen schwebt natürlich immer das Damoklesschwert Urothelkarzinom. Das allein macht mir schon so viel Angst.   Ich weiß nicht, ob Esmi´s Immunsystem völlig überlastet ist oder ob diese Nebenbaustellen typisch sind bei einer Krebserkrankung?   Was kann ich denn noch tun, um ihr zu helfen? Eigentlich soll sich ihr Körper um den Scheiß-Krebs kümmern und nicht um immer wieder auftretende Entzündungen!    Es tut mir einfach so leid, dass sie immer wieder Schmerzen hat und nicht richtig laufen kann oder nicht ins Wasser darf und dass ich sie ständig mit irgendwelchen Salben/ Tinkturen und Verbänden traktieren muss. Wer weiß, wieviel Zeit uns überhaupt noch bleibt?! Die will ich nicht ständig beim Tierarzt verbringen müssen.    Umso erstaunlicher finde ich es, wie lebenslustig sie bei alledem trotzdem ist. Immer noch steigt sie fröhlich ins Auto, obwohl es in 80 % aller Fälle zum Tierarzt geht. Immer noch möchte sie stundenlang spazieren gehen und baden. Sie ist sogar super freundlich zu anderen Hunden geworden. Man könnte sogar sagen, dass sie in Gegenwart großer (am liebsten schwarzer) Rüden um 6-7 Jahre jünger wird und flirtet, als ginge es um ihr Leben    Alles in allem geht es ihr wirklich gut. Sieht man mal von verbundenen Pfoten und kahl rasierten Schwänzen ab, sieht sie super aus. Okay – sie ist zu dick, aber sie hat ein tolles Fell bekommen seit der Futterumstellung, der Output hat sich halbiert und sogar einige Alterswarzen und harmlose Knubbelchen sind verschwunden.   Ende Juni steht die erste Kontrolluntersuchung der Blase an. Ich habe ganz schön Angst davor! Einerseits will ich gar nicht wissen, wie sich der Tumor entwickelt, andererseits würde es mich fertig machen, nicht zu wissen, woher mögliche Symptome stammen, die zukünftig auftreten.   Dann lasse ich auch wieder ein großes Blutbild machen. Aber wie gesagt – alle Blutbilder (und es waren einige…) waren immer super.   Kann ich vielleicht noch was anderes testen lassen, was auf irgend einen Mangel schließen lassen könnte, was nicht im großen BB enthalten ist?  

      in Hundekrankheiten

    • Leben mit einem Dreibeiner

      Hallo Zusammen,  unser Hund (7Jahre) ist seit fast zwei Wochen ein Dreibeiner, aufgrund eines bösartigen Tumor wurde ihr rechter Vorderlauf abgenommen. Am Anfang lief alles gut sie war fröhlich lief normal und seit fast einer Woche liegt sie nur noch im Korb ist anteilslos und jault und jammert wenn sie sich bewegt oder man sie anfässt. TA und Physiotherapeutin haben beide gesagt ihr würde nix fehlen wäre die Umstellung trotzdem erkenne ich meine Hündin nicht wieder. Bin mittlerweile echt ratlos. 

      in Gesundheit


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.