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Hundeforum Der Hund
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Es ist so furchtbar dunkel - Leben mit der Depression

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Ich denke, ich bin damit absolut nicht allein und so spreche ich dieses Thema, oft noch ein Tabu, mal sehr offen an. Zumal es mir grad wieder extrem schlecht geht - wie immer, wenn der Sommer kommt, die Sonne scheint und alles um mich herum nur so vor Leben strotzt, während meine Psyche in der Dunkelheit verharrt....

Ich werde, so es denn sein muss (nein, nein, ich bin keine Suizidkandidatin; Gott ist für mich der Herr über Leben und Tod und ich habe, was mich betrifft, nicht das Recht, mein Leben vorzeitig zu beenden - wohlbemerkt: Das ist MEINE Haltung zu MEINEM Leben, nichts anderes!), bald 60.

Und habe seit fast 50 Jahren Depressionen, bin wohl noch viel länger Borderlinerin und seit fast 8 Jahren peinigen mich diese Depris non stop in schwerster Form, haben mich arbeitsunfähig gemacht und in die fast völlig Isolation getrieben.

Und dennoch - ja, ich glaube an Gott, an unseren Herrn, der im Garten Getsehmane genau diese Angst auch kannte, diese unendliche Traurigkeit, diese innere Not und am Kreuz diese Ferne vom himmlischen Vater. Ich weiß, er versteht....

Aber als lebenswert empfinde ich mein Dasein nicht mehr und Freude - sie ist so fern, dass ich mich kaum mehr erinnere, wann ich sie zuletzt empfand. Ich existiere, weil ich muss, aber "Leben" kann man das nicht wirklich mehr nennen.

Nein, kein Jammern - die meisten Menschen haben ihren Packen zu tragen und ich möchte das so sachlich wie möglich rüber bringen. Wo es mir nicht gelingt, bitte ich um Entschuldigung.

An dieser Stelle stoppe ich auch - und hoffe auf einen ehrlichen und offenen Austausch mit anderen Betroffenen. Denn mir ist auch durchaus bewusst: Die meisten Depris befinden sich permanent an der Schwelle zum Weg ins Aus.... Würde mich mein Glaube nicht halten - eher der, an den ich glaube -, ich wäre ganz sicher nicht mehr und hätte mich längst umgebracht.

Denn Borderline und Dauerdepressionen sind ein Stück Hölle auf Erden.

LG

Christa

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Ich kann dazu zum Glück nichts sagen,aber ich würde mir an deiner Stelle ein passendes Forum dafür suchen,wo Du mehr hilfe bekommen kannst ;)

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(bearbeitet)

Hallo,

ich finde es absolut bemerkenswert, das du das alles hier so offen ansprichst.

Leider ist dieses Thema in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema.

Das dich dein Glaube noch hält, ist echt toll.

Dennoch finde ich es sehr schwer in einem Forum wie diesem, so darüber zu schreiben.

Es gibt Selbsthilfegruppen, die den betroffenen bestimmt professionellere Hilfe geben kann,

wie ein Thema in einem Hundeforum.

Bitte sein nicht böse aber ich finde das echt sehr schwierig.

Ich wünsch dir und allen Betroffenen, alles Glück auf dieser Erde, das kannst du mir glauben.

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Auch ich kann ein Lied davon singen und ich kann den Hinweis auf dazu bestimmte Foren und Selbsthilfegruppen durchaus verstehen. Möchte aber gerne noch anmerken, dass gerade in solchen speziellen Foren der Austausch sehr schwer ist (ist nur meine ERfahrung), da dort sehr viele Betroffene z.T. sehr sensibel sind.

Ich denke schon, das sich der Umgang mit dem thema psych. Erkrankungen in den letzten Jahren etwas offener geworden ist. Aber wenn (wir) uns nur in unsere Foren zurück ziehen, dann entsteht wieder ein Tabu.

Ist nicht böse gemeint, ich kann gut verstehen, dass das Thema am eigentlichen Foreninhalt meilenweit vorbei geht. Aber wir sind nun mal ein Teil dieser Gesellschaft und haben unsere Probleme, auch oder gerade im alltäglichem Leben.

Ich denke es ist klar, dass uns hier keiner mit spez. Tipps und Ratschlägen weiterhelfen kann, aber es ist einfach so, dass depresive Menschen viele Dinge (die für andere kein Problem darstellen) anders, bzw. selbstbezogener erleben.

Von mir ausgehend kann ich nur bitten, einen solche Thread hier zu akzeptieren, denn oft hilft es schon, einfach alles nieder zu schreiben, zumind. mir tut dies sehr gut.

Gruß

Birgit

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(bearbeitet)

Ich verstehe euch sehr gut, ich bin nur Angehörige und weiss, welch schweres Los eine Mensch mit Depressionen zu tragen hat.

Meine Mutter ist seit ich denken kann depressiv, ich habe schwierige Zeiten mit ihr mitgemacht und bin froh, dass es gute Therapeutische Einrichtungen in der Zwischenzeit gibt wie Tageskliniken, Psychotherapeuten...

Mein Mutter z.B. sucht auch immer die Menschen, die nicht depressiv erkrankt sind, denn mit Depressionen ist man psychisch für die Geschichte und das Leid anderer weniger belastbar.

Mich stört es nicht, wenn hier über das Thema geschrieben wird, allerdings sollte man aufpassen, was man dem Internet anvertraut.

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Ich gehöre auch zu "eurer Seite".

Auch ich bin dafür Tabus zu brechen und offen schreiben zu können.

Ich habe es in diesem Forum ebenso getan, und bin damit gewaltig auf die Nase gefallen.

Euch wünsche ich dabei viel Glück und an der ein oder anderen Stelle ein dickes Fell.

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Ich kann dazu zum Glück nichts sagen,aber ich würde mir an deiner Stelle ein passendes Forum dafür suchen,wo Du mehr hilfe bekommen kannst ;)
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70702&goto=1494725

Dem schließe ich mich an.

Ich habe Verständnis für Betroffene.

Doch hier ist vielleicht nicht der richtige Ort,

um Hilfe zu finden.

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(bearbeitet)

Du weißt ja, dass es für Aussenstehende immer schwierig ist, das Dunkel eines anderen Menschen wahrzunehmen. Viele Menschen haben Angst vor der Unkenntnis dieser Erkrankung und die Angst damit konfrontiert zu werden.

Sie können schlichtweg mit der Erkrankung "Depression " nicht umgehen, geschweige denn, sie akzeptieren.

Ich bewundere Deinen Mut und auch Deine Energie hier im Forum Dich zu offenbaren. Ich helfe Dir auch gerne weiter, so weit ich es kann. Bedenke aber: Du opferst hier Energie um uns im Forum etwas mitzuteilen. Es ist Dir wichtig - okay! Aber, wäre es nicht schöner Du würdest diese Energie in die Wirklichkeit, die Realität umsetzen?

Schau Dich doch mal um. Direkt in Deinem Umkreis findet sich etwas, was Deinem Naturell entspricht, was Dich braucht, was auf Dich wartet.

Versteh es bitte nicht falsch. Dein Schreiben hier, bringt Dich nicht aus dem Dunkeln, es hilft Dir auch nicht wirklich weiter. Du bekommst Zuhörer und einige verstehen Dich nur zu gut. Aber, wirklich helfen kann Dir hier keiner!

Lass Dir gesagt sein, dass es für alles im Leben eine Lösung gibt. Manchmal ist sie einfach, manchmal wird es schwierig. Und - wenn man sich in einem Loch befindet, reicht es nicht, zu klagen, Du musst da wieder rauskrabbeln, es wollen, dann funktioniert Leben wieder.

Ich geb Dir folgenden Spruch mit auf den Weg:

[ALIGN=center]"Dein Auge kann die Welt nicht hell Dir machen.

Wie Du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen."[/ALIGN]

Fühl dich richtig feste geknuddelt und verstanden.

Gruß Christa

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Ich finde es sehr gut dass du offen drüber sprichst. Ich bin nicht Betroffen aber Anghörige eines Depri Patienten.

Hat denn kein Arzt es geschafft dich vernünftig medikationstechnisch einzustellen? Hat keine Gesprächs- und Analyse Therapie funktioniert?

Und wenn ja , wieso denkst du , hat es nicht geklappt (wenn du darauf nicht antworten möchtest, kann ich das natürlich verstehen)?

Ich denke dass ein PArtner oder Familie, die sich mit der Krankheit intensiv auseinander setzen , viel hilft. Allerdings darf man nie vergessen, das ist wirklich anstrengend. Auch bei Patienten die bspw. nur einmal im JAhr eine Depppressive Phase haben, muss man als Partner /Angehöriger das ganze Jahr drauf achten, was man bei den Punkten um die es sich bei der Depression geht , sagt.

EIn einziger Satz kann bewirken dass der Patient noch lnger in seiner Depri-Spirale drin hängt. Ein Satz der in einer normalen Phase nichts auslöst, kann hier nachhaltig den Vorgang erschweren.

Ich wünsche dir, dass du doch noch Hilfe findest nach 50 Jahren und dass dir eine erneute Therapie das bringt, was du dir wünschst.

Alles Gute!

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Liebe Christa

Auch ich gehöre seit mehreren Jahren dazu (bin jetzt 21).

Ich habe aber eher eine andere Phobie, die mich in die Isolation treibt.

Und von dieser Isolation kommen irgendwann automatisch Depressionen. NUR für meine "Phobie" gibt es KEINE entsprechende Therapie. Also muss ich so versuchen damit um zu gehen.

Warum versuchst du es nicht mal (eventuell wieder :??? ) mit Stationärer Aufnahme.

Ich werde bald in eine gehen und werde für mehreren Wochen schwerzen Herzens Paco abgeben müssen.

Nur um Leben zu können, muss ich es tun. Ohne könnte ich direkt... Ach ich er spare mir.

Und nein ich bin keine Suizid Kandidatin. Das war ich mit 13 und da bin ich drüber weg.

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