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Hundeforum Der Hund
caronna

Gunther Sachs ist tot

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Hallo

ich denk ihr hab es mitbekommen!?

Gunther Sachs hat sich erschossen - ich bewundere seinen Mut:

Laut Gerüchten hat er an sich beginnende Alzheimer festgestellt und wollte nicht ein unwürdiges Leben führen.

Wie seht ihr das?

ich hoffe das ich auch den Mut finde selber Schluss zu machen oder das sich wer traut den "Schalter umzulegen" wenn ich nicht in der Lage dazu bin.

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(bearbeitet)

Ob das Mut war? Wer will das denn wissen? Vielleicht war es einfach nur eine Flucht, das Leben, so wie es ist, ab zu lehnen!

Selbstmord schließt immer noch den eigenen Willen voraus. So dement kann dieser Mensch also nicht sein, dass er nicht wusste was er tat.

Jeder will alt werden, aber keiner möchte alt sein!

Gruß Christa

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wenn ich wüßte das ich dement würde --- (oder was anderes wo ich mein "mensch sein" verlieren würde... oder unstillbare Schmerzen hätte...)

ich würde hoffen das ich den Mut hätte. Sachs war ja auch nur im Vorfeld, er glaubte zu wissen was ihm blühte.

Ich finde es toll das die NL und auch B Sterbekliniken haben

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Ja, und da bringste dann die Oma oder den Opa hin, weil sie gerade im Weg sind, kein Hahn kräht danach und weg sinse.

Ne, so nicht!

Keiner soll Herr über Leben und Tod sein - so nicht!

Gruß Christa

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Wieso verliert man sein "Mensch sein", als Alzheimerpatient?

In den ersten phasen der Demenz ist es sicher schwierig für den Patient, später merkt er nicht das er "so" ist.

Ich bin schon mit einigen Alzheimerpatienten durch Klinikparks geschlendert, keiner wirkte unglücklich mit seinem Dasein.

Ob das nun mutig war... ich sehe es ähnlich zweigespalten wie Christa, vielleicht ist es mutig so einer Krankheit ins Auge zu sehen?

Das sieht einfach jeder anders.

Was den Selbstmord angeht (auch in Bezug auf Sterbehilfe) wäre ich aber auch für mehr "Offenheit" in Deutschland.

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Also ich kann es verstehen , ich sehe hier jeden Tag wie eine alte Frau durch die Gegend bugsiert wird im Rollstuhl, die einfach nur vor sich hin scheidet...

Weder Mimik noch Gestik noch irgendeinen Ton kann sie mehr von sich geben,

also ich würde so ein Leben nicht wollen....

Denn für mich wäre es kein Leben mehr....

Ich finde es auch in Deutschland recht merkwürdig das man wenn man einen Grund hat und sagt das man nicht mehr möchte , es trotzdem nicht respektiert wird...

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Wir hatten in unserer Familie einen Fall.

Wenn dieser Mann früher gewusst hätte, wie er wird und wie seine Familie drunter gelitten hat...

Das hätte er sicher nie gewollt.

Krankheitsverläufe waren zu der Zeit noch nicht sehr bekannt.

Das ist eher was persönliches und hat nichts damit zu tun, dass die Menschen stören oder ähnliches. So empfinde ich das zumindest.

Das muss am Ende jeder mit sich selbst ausmachen. Ich für meinen Teil kann so einen Weg nachvollziehen.

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In den ersten phasen der Demenz ist es sicher schwierig für den Patient, später merkt er nicht das er "so" ist.


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70708&goto=1494818

Es gibt keinen einheitlichen Verlauf von Alzheimer. Viele haben immer wieder kurze lichte Momente bis zum Ende. Für mich gibt es da keinen Diskussionsgrund.

Es muss jeder mit sich selber aus machen. Ich bin ein Mensch der ein Leben lang ein selbst bestimmtes Leben geführt hat - genauso bestimme ich bei unheilbaren Krankheiten mein Ende.

Ich habe ein interessantes ausgefülltes und spannendes Leben geführt. Ich muss nicht auch noch 10 Jahre dahinvegitieren.

Und da es heute eine moderne Medizin gibt, die mir das Recht auf ein kurzes naürliches Ende nimmt, würde ich bei Feststellung und Fortschreitung dieser Krankheit zwar nicht so spektakulär aber trotzdem ebenso handeln.

Was für mich nur wichtig ist, dass man dies in der Familie frühzeitig und immer wieder anspricht und diskutiert, damit die Hinterbliebenen nicht schockiert sind und sich die Schuld daran geben. Es ist wichtig, das man innerhalb der Familie eine Diskussionskultur auch über solche Themen führt.

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Ich kann Gunther Sachs' Entscheidung total gut verstehen. Natürlich weiss man nicht, wie man selbst reagieren würde, wenn man unheilbar erkrankt (oder es vermutet), aber ich hoffe auch, dass ich es in einem solchen Fall schaffen würde, meinem Leben selbst ein Ende zu setzen, bevor mich die moderne Medizin in die Finger bekommt und ohne Rücksicht auf Verluste am Leben erhalten möchte.

Ob das nun mutig oder doch feige ist, ist mir eigentlich wurscht. Da erlaube ich mir auch kein Urteil. Das sind so individuelle Entscheidungen, dass jeder mit sich selbst ausklamüsern muss, wie er dazu steht.

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Ist OT aber weil es hier am Rande auch um Alzheimer geht, wollte ich fragen, ob nich jemand gelesen hat, dass Süßstoff in Verdacht steht, Alzheimer zu begünstigen. Ich lese jeden Tag so viel und finde das nicht mehr wieder.

Zu Herrn Sachs kann ich nichts sagen. Kannte ihn und seine Motivation nicht.

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