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Hundeforum Der Hund
Christa

Hundezucht in Deutschland

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Trin, ich stimme dir zu. Ich hab nicht alles gelesen, was hier steht, falls ich also etwas sage, was schon besprochen wurde entschuldige ich mich schonmal.

Mischlinge sind natürlich nicht die gesünderen Hunde - wo soll das gesunde denn herkommen, wenn Mutter und Vater nicht gesund sind. Aber ich weigere mich auch, pauschal den Rassehunden eine höhere Gesundheit zuzusprechen. Viele sind krank, und bei vielen ist es nur eine Zucht mit dem Material, das nicht ganz so schlecht ist wie der Rest.

(Viele =/= alle!)

Wenn wir, ohne jegliche Zuchtkontrolle und vor allem ohne jeglichen Eingriff in die natürliche Vermehrung der Hund untereinander (damit meine ich Tierarzt, Geburtshilfe, Operationen, Unterbinden von Prügeleien...) zulassen würden, dann würde sich mit der Zeit ein Hundetyp ausbilden, der den Ansprüchen seiner Umgebung komplett gerecht wird.

Also in heißen Gebieten kein dickes Fell, meist helle Farben, lange (normale) Nasen, normale Schwanzlängen, mittlere Größe.

Denn egal wer wo was wann mal erforscht hat, am Anfang steht Darwin mit seinen Beobachtungen, und seine Aussage "Survival of the fittest" ist immer noch korrekt (für die, die es nicht wissen: "fittest" meint "am besten angepasst", nicht "der Stärkste")

Ein Schäferhund, der mit abfallender Kruppe zu Hüft- und Rückenproblemen neigt, wird sich nicht lange in einer solchen Hundegesellschaft genetisch behaupten. Die, die krank werden, sterben. Wer nicht laufen kann, stirbt. Wer nicht atmen kann auch. Wer ständig aussieht, als wäre er auf Krawall gebürstet, wird irgendwann von einem anderen Hund zerlegt, bzw stirbt an Kampf-Verletzungen.

Alles, was wir mit der Hundezucht tun ist Schadenskontrolle (bei guten Züchtern, bei den miesen ist es Geld, bzw die Jagd nach einem Schönheitsideal).

Ich nehme ursprüngliche Rassen, wie Huskies, ein wenig heraus, aber auch dort wird mit der Zeit ein Trend eintreten, Wohnstuben-geeignete Tiere zu züchten, die nicht mehr jagen, nicht mehr rennen müssen und die sich alleine im Wald verirren würden.

Herrje, das passiert ja jetzt sogar bei Hunderassen, die ganz klar für Jagd gezüchtet wurden (Kurzhaar, Drahthaar, Weimaraner, Viszla...), da wird der schöne Schlittenhund auch bald dran sein :(

Ich MAG die Vielfalt der Hunderassen, finde es toll, dass wir so viel zur auswahl haben und uns einen Hund suchen können, der zu unseren >Verhältnissen passt - anstatt immer ein Überraschungpaket in die Stube zu holen.

Und natürlich lasse ich meinen Hund nicht sterben, wenn er krank ist!

Da aber gerade Rassehunde sich durch die REINE Züchtung auszeichnen, ist der Genpool der zur verfügung steht deutlich geringer, als er es bei meinem oben beschriebenen Szenario wäre.

Und nein, das habe ich nicht gelesen, aber so viel verstehe ich grade noch von Mathe, dass ich alles andere nicht glaube.

Hinzu kommt, dass ja schon die einzelnen Zuchtvereine oftmals eine Einkreuzung eines Hundes aus einem anderen Zuchtverein nicht gerne sehen.

Was also passieren müsste, wenn man die Vielfalt der Rassen erhalten möchte, ist, gelegentliche Blutauffrischung. Mit gesunden, getesteten Hunden, auch wenn diese nicht der eigenen Rasse angehören.

Das aber widerspricht ja schon der Definiton von Hunderasse, und das ist es, was am Ende zu einer Genverkrüppelung führen WIRD.

Noch zwei Anmerkungen :

an Huskie1966:

Wenn der Urvater des Hundes ein Urhund war... wo kam der her?

Ah, richtig: vom Wolf ;)

Und es wurde jetzt schon mehr als einmal bewiesen (kürzlich erst über Genom-Untersuchungen) dass der Stammvater des Hundes der Wolf ist.

Da kann man nix mehr dran drehen.

Zu den Raubkatzen:

Der Gepard ist eine Katzenart, die zum Aussterben verdammt ist. Nicht (nur) wegen des Menschen, sondern weil der Genpool, der ihm zur Verfügung steht viel zu gering ist, als dass er überlebensfähig wäre. Auch dann, wenn man alle Geparden-Populationen miteinander in Kontakt brächte, reicht die Varianz der Gene nicht aus, um ihn langfristig am Leben zu erhalten.

Würden wir nur noch Rassehunde zulassen, und Mischlinge komplett aus der Welt der Hunde verbannen (durch zB Kastration sofort nach dem Entstehen, oder schlimmeres), so würde es der Art Hund nicht anders gehen - vermutlich sogar noch schneller als dem Geparden.

Nochmal, falls es unterging am Anfang:

ich bin nicht gegen Rassezucht, ich habe nichts gegen Rassehunde. Aber gerade Mischlinge haben ihre Berechtigung, und sollten nicht einfach als "minderwertig" abgestempelt werden.

Und das tut man auch dann, wenn man einem Mischling unterstellt, er sei ja mit Sicherheit nicht gesund, da ja keiner die Eltern untersucht hat (was ja nichtmal stimmen muss)

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Aber gerade Mischlinge haben ihre Berechtigung, und sollten nicht einfach als "minderwertig" abgestempelt werden.

Und das tut man auch dann, wenn man einem Mischling unterstellt, er sei ja mit Sicherheit nicht gesund, da ja keiner die Eltern untersucht hat (was ja nichtmal stimmen muss)

Mischlinge haben denselben Wert wie Rassehunde, nur nicht unter finanziellen Aspekt. Aber an sich her, ist das Leben eines Rassehundes nicht lebenswerter als das eines Mischlings. Dennoch sollte er nicht mutwillig vermehrt werden (Ups-Würfe kann ja MAL passieren) da es ohnehin genug Straßenhunde gibt und Leute die nicht aufpassen, so dass ich mir schwer vorstellen kann, dass der Mischling jemals aussterben wird.

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Mal wieder ein sehr guter Beitrag von Dir, Frederike. Danke.

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Was ich mich grad mal losgelöst von dem Fall frage:

Die Hundezucht wie sie ja stattfindet ist ja hochgradig rassistisch. Die "kontrollierte verantwortungsvolle" Zucht ist Rassismus pur. Rassismus ist ja negativ belegt. Unsere Hunde lieben wir. Wieso ist Rassismus plötzlich gut?

Sicherlich etwas Off-Topic, aber der Gedanke fällt mir zur zucht grad ein.

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Viele sind krank, und bei vielen ist es nur eine Zucht mit dem Material, das nicht ganz so schlecht ist wie der Rest.

Wenn du Rassehunde nur Rassehunde mit gültigen Papieren (Also keine Dissi). Dann stimmt viele nicht, sondern wneige.Alleridngs differneziert viele bei den Qualzuchtrassen, extrem wneige bei den anderen Rassen.

Wenn wir, ohne jegliche Zuchtkontrolle und vor allem ohne jeglichen Eingriff in die natürliche Vermehrung der Hund untereinander (damit meine ich Tierarzt, Geburtshilfe, Operationen, Unterbinden von Prügeleien...) zulassen würden, dann würde sich mit der Zeit ein Hundetyp ausbilden, der den Ansprüchen seiner Umgebung komplett gerecht wird.

Dann hätten wir den Einheitsbrei wie bei den Strassenhunden, ohne jegliche Arbeitseigenschaften . Wollen wir das? Die smag ausreichen anstatt den Schoßhunden und nur Begeliethunden. aber bei den vielen arbeitsrassen wäre das absolut unsinnig. Ein Mal davon abgesehen würde das auch tierschutzmäßig den Untergang bedeuten. Es gänb ekeine seriösen Züchte rmehr, sondenr nur mehr Vermehrer. Wo dann die Gesundheit wäre, was dann zusätzlich die Tierheime füllen würde, fangen wir mal gar nicht zu sprechen an. Desweiteren stellt sich die Frage, wer soll dann die arbeitshunde ersetzen? Der Einheitsmischling? Wohl kaum und dann?

Denn egal wer wo was wann mal erforscht hat, am Anfang steht Darwin mit seinen Beobachtungen, und seine Aussage "Survival of the fittest" ist immer noch korrekt (für die, die es nicht wissen: "fittest" meint "am besten angepasst", nicht "der Stärkste")

darum züchte ich Siberian Huskys, aber das ist ein anderes Thema udn wird zu OT :-)

Ein Schäferhund, der mit abfallender Kruppe zu Hüft- und Rückenproblemen neigt, wird sich nicht lange in einer solchen Hundegesellschaft genetisch behaupten. Die, die krank werden, sterben.

Korrekt, aber der Schäfer aus Arbeitslinie mit geradem Rücken, oder der schwarze schäfe rden ich zu Hause habe wird überleben. Ergo du sprichst schon wieder nur die Qualzuchten an. das sind 10% unserer ca 400 Rassen! Und hart gesagt würden wir heute ab sofort jegliche hilfestellung einstellen würden sehr, sehr viele Mixe sterben, nicht nur vom gebäüde sondern von den Krankheiten allein eher schon. alleine hier in der Tierarzt Praxis sind das viele hunderte monatlich mit Allergien, epilepsie, HD, ED , Patella usw.

Wer nicht laufen kann, stirbt. Wer nicht atmen kann auch. Wer ständig aussieht, als wäre er auf Krawall gebürstet, wird irgendwann von einem anderen Hund zerlegt, bzw stirbt an Kampf-Verletzungen.

korrekt würden viel Mixe aussterben und die Qualzuchten, für mich persönlich ok, ich müsste um meine Rasse nicht fürchten.

Alles, was wir mit der Hundezucht tun ist Schadenskontrolle (bei guten Züchtern, bei den miesen ist es Geld, bzw die Jagd nach einem Schönheitsideal).

Es wäre mir neu das ich bei meiner Rasse Schadenskontrolle betreiben müsste. Es gibt gewisse Linien die Krankheiten tragen, diese meidet man und wie gesgat bis auf einen Welpen hatte ich nie etwas. Und auch die meisten Züchter mit denne ich weltweit zusammenarbeite. Deine Aussage ist viel zuviel Einheitsbrei, sicherlich bei manchen Rassen treffend, aber eben nicht bei allen.

Ich nehme ursprüngliche Rassen, wie Huskies, ein wenig heraus, aber auch dort wird mit der Zeit ein Trend eintreten, Wohnstuben-geeignete Tiere zu züchten, die nicht mehr jagen, nicht mehr rennen müssen und die sich alleine im Wald verirren würden.

Den Trend hatten wir schon. und viele Vermehrer versprechen genau das. Und es gibt Züchter (z.B viel in italien) die sich dazu verleiten liesen kleine, quadratische Hunde zu züchten denen man ansieht dass sie von der Anatomie nicht arbeiten können, selbst wenn der Kopf will. alleridngs ist dieser Trend schon wieder überwunden, und man züchtet wieder anatomisch korrekte hunde die ihre Arbeit verrichten. Übrigens züchte ich auch wenig jagdtriebige Huskys weil diese in der heutigen zeit eher kontraproduktiv sind. trotzdem sind sie klug genug sich im Notfall selbst zu ernähren, aber extreme Jagdtriebigkeit ist nicht unbedingt das was ich möchte.

Herrje, das passiert ja jetzt sogar bei Hunderassen, die ganz klar für Jagd gezüchtet wurden (Kurzhaar, Drahthaar, Weimaraner, Viszla...), da wird der schöne Schlittenhund auch bald dran sein :(

Der war schon dran, als die Showdogs aufkamen, gott sei dank gab es genug Züchter die rechtzeitig halt gesagt haben, und die wneigen die noch anatomisch unkorrkete Hunde züchten fallen sowieso selbst aufs Kreuz. Und sei es wenn der Hund dann auf Shows ein schlechtes Gangwerk betitelt bekommt.

Ich MAG die Vielfalt der Hunderassen, finde es toll, dass wir so viel zur Auswahl haben und uns einen Hund suchen können, der zu unseren >Verhältnissen passt - anstatt immer ein Überraschungpaket in die Stube zu holen.

sehe ich auch so.

Da aber gerade Rassehunde sich durch die REINE Züchtung auszeichnen, ist der Genpool der zur verfügung steht deutlich geringer, als er es bei meinem oben beschriebenen Szenario wäre.

Und nein, das habe ich nicht gelesen, aber so viel verstehe ich grade noch von Mathe, dass ich alles andere nicht glaube.

Sicherlich ist der Genpol kleiner als wenn sich alles wild vermehrt. Trotzdem bei den meisten Rassen kein Problem.

Hinzu kommt, dass ja schon die einzelnen Zuchtvereine oftmals eine Einkreuzung eines Hundes aus einem anderen Zuchtverein nicht gerne sehen.

Lediglich Einkreuzungen von Dissidenzverein sind verboten und das macht durchaus Sinn. Wenn ich mir in den Dissidenzvereinen die meisten Hunde ansehe (bei meiner Rasse) würde ich die nicht ein mal geschenkt nehmen. Und nein damit schränke ich nicht meinen Genpool ein, sondern investiere lieber Geld und importiere ordentliche Rassevertreter aus anderen Ländern.

Was also passieren müsste, wenn man die Vielfalt der Rassen erhalten möchte, ist, gelegentliche Blutauffrischung. Mit gesunden, getesteten Hunden, auch wenn diese nicht der eigenen Rasse angehören.

würde absolut unsinnig sein, so vor Jahrzehnten geschen beim Husky, es wurde der Alaskan Malamut eeingekreuzt mit dem ergebniss das wir danach zusätzliche Erbkrankheiten hatten. Es gibt nicht den gesunden Rassehund ode rmischling. JEDER hat seine Erbkrankheiten.

Das aber widerspricht ja schon der Definiton von Hunderasse, und das ist es, was am Ende zu einer Genverkrüppelung führen WIRD.

Wir werden es sehen. Bei manchen Rassen die einen extrem kleinen Genpool haben hast du sicherlich Recht. Aber eben wiederum nicht bei allen Rassen.

Noch zwei Anmerkungen :

an Huskie1966:

Wenn der Urvater des Hundes ein Urhund war... wo kam der her?

Ah, richtig: vom Wolf ;)

Du dazu befrägst du die Forscher. Ist ja nicht meine Behauptung. :-)

Und es wurde jetzt schon mehr als einmal bewiesen (kürzlich erst über Genom-Untersuchungen) dass der Stammvater des Hundes der Wolf ist.

Gibt es dazu etwas schriftliches? Davon habe ich nichts gehört, glaube es aber gerne.

Zu den Raubkatzen:

Der Gepard ist eine Katzenart, die zum Aussterben verdammt ist. Nicht (nur) wegen des Menschen, sondern weil der Genpool, der ihm zur Verfügung steht viel zu gering ist, als dass er überlebensfähig wäre. Auch dann, wenn man alle Geparden-Populationen miteinander in Kontakt brächte, reicht die Varianz der Gene nicht aus, um ihn langfristig am Leben zu erhalten.

Der Gepard ist nicht aufgrund seines genpools zu austerben verurteilt, sondern weil es die meisten nur mehr in Zoos gibt und das Paarungsverhalten, bzw die Paarungsbereitschaft der Geparden sehr eigen ist un in Gefangenschaft sehr, sehr selten eine fortpflanzung möglich ist. Auch hhier hilft ein gespräch mit Wildbiologen. von der Natur her müsten sich Geparden wenn sie einen zu kleinen Genpol haben doch it anderen Raubkatzen verpaaren. Tun sie aber nicht.

Würden wir nur noch Rassehunde zulassen, und Mischlinge komplett aus der Welt der Hunde verbannen (durch zB Kastration sofort nach dem Entstehen, oder schlimmeres), so würde es der Art Hund nicht anders gehen - vermutlich sogar noch schneller als dem Geparden.

?? Sorry aber die Rassehundezucht hat nun mit den Mischlingen absolut nichts gemeinsam und würde uahc durch keien Entstehungen von Mixen sich nicht ändern. wobei ich absolut nichts gegen Mischlinge habe, solang eman sie nicht unnütz produziert, es gibt genug Tierelend und Mixe auf der Welt die ein gutes Zuhause suchen.

Nochmal, falls es unterging am Anfang:

ich bin nicht gegen Rassezucht, ich habe nichts gegen Rassehunde. Aber gerade Mischlinge haben ihre Berechtigung, und sollten nicht einfach als "minderwertig" abgestempelt werden.

ich sehe Mischlinge nicht als minderwertig. Aber es ist in de rheutigen Zeit nicht nowendig diese zu vermehre, es gibt genug Notfälle. Genausowenig wie es notwendig ist Rassehund eohne Papiere zu vermehren.

Und das tut man auch dann, wenn man einem Mischling unterstellt, er sei ja mit Sicherheit nicht gesund, da ja keiner die Eltern untersucht hat (was ja nichtmal stimmen muss)

Habe ich nie gesagt. Ich habe lediglich gesgat dass in den letzten Jahren vermehrt kranke Mischlinge in den Tierarzt praxen zu finden sind, genauso wie Rassehunde ohne Papiere und somit das Märchen vom gesünderen Mischling schon lange nicht mehr stimmt. Wenn man nun noch hinzurechnet dass eben nur ein geringer Teil der Mixe untersucht wird-eben meist erst wenn Krankheitssymptome auftreten- dann weiß man dass dies eben nur die Spitze des Eisberges sind. Nach einigen jahrzehnten aktiver Tierschutzarbeit denke ich dies schon ein wenig beurteilen zu können :-)

lg uschi & Rudel

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Was ich mich grad mal losgelöst von dem Fall frage:

Die Hundezucht wie sie ja stattfindet ist ja hochgradig rassistisch. Die "kontrollierte verantwortungsvolle" Zucht ist Rassismus pur. Rassismus ist ja negativ belegt. Unsere Hunde lieben wir. Wieso ist Rassismus plötzlich gut?

Sicherlich etwas Off-Topic, aber der Gedanke fällt mir zur zucht grad ein.

jegliche Tierzucht ist rasserein, wenn du es so definierenwillst. Rinderrassen, Schweinerassen, Schafrassen, Ziegenrassen, Hühnerrrassen, Kaninchenrassen usw.usw.usw

Komischerweise regt man sich lediglich in der Hundezucht auf das eben rasserein gezüchtet wird. Rasserein züchten ist übrigens nicht Rassismus sondern Erhalt einer Rasse die der Mensch zu 90% zu Arbeitszwecken (in der Hundezucht) gezüchtet hat. Aber nett wenn jetzt als Argument der Zücte rauhc noch als Rassist betitelt wird :wall: Es wird immer tiefer im Niveau :(

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Hi

ich finde das Thema ja auch ganz spannend, finde es wird aber immer sehr viel in einem Topf geworfen weil schlichtweg oft Definitionen fehlen.

ZB was ist eigentlich eine Rasse, naja biologisch gesehen ist es nicht weiter als der Regionalschlag einer Art, der muß also überhaupt nicht komplett homogen sein, sondern kommt aus einem Bereich und ist sich halt ähnlich in Aussehen und Funktion.

Was wir bei der Selektion der Rassehundezucht draus machen ist noch extremer, je nach Rasse.

Kommen wir zu survival of the fittest: Stimmt der gute alte Darwin meinte damit nicht den stärksten, aber auch nicht den fittesten ;) . Fitness bedeutet in der Biologie nix weiter als seine Gene erfolgreich in die nächste Generation zu bringen und fruchtbare Nachkommen zu zeugen. Demnach würde jeder Hund erstmal im Pool bleiben der sich erfolgreich vermehrt, auch wenn ein Hund aufgrund von Problemen nur 9 Jahre wird, wird er sich vorher erfolgreich vermehren und das wird bei freien Mischungen drin bleiben. Lediglich Hunde die gar nicht mehr rennen/ jagen usw. können fallen raus der Rest wird ein Brei in der hiesigen Region. Als Beispiel ist Krebs kein Selektionsmerkmal, Lebewesen vermehren sich bevor sie an Krebs erkranken.

Man muß sich vom Gedanken verabschieden, dass Evolution bedeutet, dass nur die tollsten Merkmale sich vermehren, vielmehr vermehrt sich alles was nicht nachteilig ist......

Und in dem Sinne ist das Beispiel des Geparden wirklich schlecht gewählt, inzwischen wird bei dieser Art angenommen, dass einst ein Flaschenhalzeffekt in ihrer Linie war und somit die Tiere die noch existieren genetisch beinahe Vollgeschwister sind, die meisten Experten geben deshalb dem Geparden kaum noch ein Chance.

Zum Glück ist die Situation bei Hunderassen noch nicht ganz so schlimm.

Im Prinzip sollte man unseren Hunderassen heute wirklich ab und an mal eine Blutauffrischung gönnen, gerade bei einigen Rassen ist schlichtweg der Standard zu eng angelegt. Sicher gibt es noch (wenige) Rassen die wirklich als Arbeitsrassen gezüchtet werden, aber nur weil man eine Arbeitsrasse züchtet ist sie nicht prinzipiell gesünder als irgendein anderer Hund, zumal viele Rassen ja nicht mal mehr Arbeitsprüfungen beim VDH zur Zuchtzulassung benötigen.

Da wir ja das schöne Beispiel Collie hatten, da ist im mom wirklich 1/3 MDR -/- (betroffen) allerdings nicht nur bei den Briten auch die Amis haben den Deffekt (nur achtet der CfAC ein wenig mehr auf die Zuchtauslese), zudem kommen beide Schläge optisch nicht zusammen bleibt man am Rassestandard hängen, und zwar am optischen Teil. Amis und Briten sehen einfach anders aus.

Ich denke Rassehundezucht ist absolut sinnvoll wenn sie mit bedacht durchgeführt wird, allerdings ist es in meinen Augen fraglich, ob wirklich jede Haarsträhne eine bestimmte Farbe haben muß und ob es die Rasse kaputt macht wenn man halt Steh statt Kippohren hat (die ja doch meistens getapet sind). Oder ob man nicht zum Wohle der Rasse ein wenig den optischen Standard aufmacht und dafür genauer auf die Gesundheit und auf die Arbeitsleistung achtet.

Denn was jetzt mitunter geschieht sind optisch unterschiedliche Rasse, die sich im Wesen immer weiter angleichen, da heute mehr und mehr Familienhund mit den gleichen Eigenschaften gewünscht ist.

Ich denke auch das inzwischen klar ist, dass weder Rassehunde noch Mixe gesünder sind, es kommt dabei ja auch immer auf das Ausgangsmaterial an und ein Hund ist eben ein biologisches Wesen. Daher bin ich auch immer vorsichtig wenn Züchter mir erklären sie hätten seit 20 Jahren nur gesunde Welpen hervorgebracht.

Allerdings ist eine kontrollierte Zucht mit Sicherheit besser als unkontrollierte Vermehrung.

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Da wir ja das schöne Beispiel Collie hatten, da ist im mom wirklich 1/3 MDR -/- (betroffen) allerdings nicht nur bei den Briten auch die Amis haben den Deffekt (nur achtet der CfAC ein wenig mehr auf die Zuchtauslese), zudem kommen beide Schläge optisch nicht zusammen bleibt man am Rassestandard hängen, und zwar am optischen Teil. Amis und Briten sehen einfach anders aus.

sorry kam e sso rüber dass der Amerikanische Collie frei wäre? nein natürlich gibt es dort auch probleme, aber es wird beser untersucht und gibt eben mehr MDR +/+ und auch CEA clear (mir fällt gerade die korrekte Bezeichnung nicht ein, sorry)

Ich denke Rassehundezucht ist absolut sinnvoll wenn sie mit bedacht durchgeführt wird, allerdings ist es in meinen Augen fraglich, ob wirklich jede Haarsträhne eine bestimmte Farbe haben muß und

ok da haben wir bei meine rRasse glück, keine Fehlfarben.

ob es die Rasse kaputt macht wenn man halt Steh statt Kippohren hat (die ja doch meistens getapet sind).

Da sist für mich beim Collie auch so ein Punkt, es gibt für mich zwei Möglichkeiten, entweder überdenkt ma den standard udn passt ihn an-ist ja vor einiger Zeit beim Dalamtiner auch geschehen - ode rman züchtet wirklich nur mit Kippohren. Diese manipulierten Hunde sind eher nachteilig.

Oder ob man nicht zum Wohle der Rasse ein wenig den optischen Standard aufmacht und dafür genauer auf die Gesundheit und auf die Arbeitsleistung achtet.

Beim Collie würde ich persönlich eher begrüßen man würde den Standard bezüglich Ohren umschreiben, z.b beides zulassen. und mehr Wert auf Gesundheit legen.

Ich denke auch das inzwischen klar ist, dass weder Rassehunde noch Mixe gesünder sind, es kommt dabei ja auch immer auf das Ausgangsmaterial an und ein Hund ist eben ein biologisches Wesen.

stimmt

Daher bin ich auch immer vorsichtig wenn Züchter mir erklären sie hätten seit 20 Jahren nur gesunde Welpen hervorgebracht.

*gg* ich denke das wäre dann extremes Glück. ich züchte erst seit 8 Jahren, ahtte aber einen böse ekrankten Welpen (war nicht vorhersehbar und die Linie wurde sofort stillgelegt) und 3 Einhoder, wobei die verursachende Mutter auch aus der Zucht genommen wurde. Und einen Nabelbruch, wobei der verursachende Vater aus der Zucht genommen wurde. Aber das man nie etwas hat? Das ist wohl Wunschdenken.

Allerdings ist eine kontrollierte Zucht mit Sicherheit besser als unkontrollierte Vermehrung.

sicherlich, wobei ich mir bei so manchen noch härtere Kontrollen wünschen würde.

lg uschi & rudel

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