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Hundeforum Der Hund
weqina25

Mein Joshi hat Mastzellentumore Stufe 3

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Guten Abend an alle,

ich bin neu in diesem Forum und vielleicht kann mir jemand von euch helfen.

Ich habe einen neun Jahre alten Parson Russel Terrier. Vor zwei Monaten wurde bei Joshi Mastzellentumore (Stufe 3) festgestellt. Es war eine schreckliche Nachricht, da der Krebs von einem Tag auf den anderen ausgebrochen ist. Wobei, jetzt im Nachhinein, weis ich es besser. Die ersten Anzeichen waren bereits 2006 da. Er hatte am rechten Bein eine "Warze" in der Größe einer Kirsche. Zwei Tierärzte haben mir gesagt, dass wir dieses Gewächs nicht entfernen müssen. Er hatte in den letzten Jahren immer Probleme mit dem Magen und Darm. Hatte oft einen Ausschlag am Bauch. Die Ärzte haben es immer als Überempfindlichkeit und Allergie abgetan. Wenn ich jetzt diese Krankheit goggle, sieht alles ganz anders aus. Ich mache mir schreckliche Vorwürfe, dass ich es nicht früher registriert habe. Aber er war immer ein lebhafter und fröhlicher Hund und immer zum Spielen aufgelegt. Noch am Vortag haben wir einen langen Waldspaziergang gemacht und er ist sicher die dreifache Strecke gelaufen als ich. Am nächsten Tag wollte / konnte er nicht aufstehen. Am Bauch hatte er eine Beule, in der Größe einer Tomate, angeschwollen, knallrot und heiß. Die "Warze" am Bein hat sich verdoppelt und aus einer waren zwei große und eine kleine geworden.

Die Behandlung hat bis jetzt so ausgesehen: Er wurde noch am selben Tag, am Bein, operiert und der Tumor und einige kleinere entfernt. Es wurde eine CT gemacht und da hat man das ganze Ausmaß gesehen. Es sind auch die Lymphknoten betroffen. Mit dem histologischen Befund wurde die Stufe 3 festgestellt. In der ersten Woche bekam er täglich zwei Infusionen mit Antibiotikum, Schmerzmittel, Magenschutz und eine Mittel gegen Übelkeit. Fragt mich nicht was er da alles bekommen hat. Nach einigen Tagen besserte sich sein Zustand und er wurde mit Palladia behandelt. Zuerst, jeden zweiten Tag, 25mg und nach zwei Wochen wurde gesteigert auf 35mg. Täglich 2 x 1/2 Calmaben, 2 x 1/2 Famotidin und Metacam. Da sich nach vier Wochen nichts änderte, bekam er zusätzlich (an den Nicht-Palladia-Tagen) Prednisolon und ZUSÄTZLICH für die Schmerzen Novalgin. Bereits nach kurzer Zeit begann er zu erbrechen und bekam Magenblutungen. Es war schrecklich und eindeutig eine Fehlbehandlung. Er hat es wieder geschafft. Er ist ein großer Kämpfer.

Ich habe mich nun entschlossen die Krebsbehandlung einzustellen und nur noch mit der Schmerzbehandlung fortzusetzen. Seine Orange, vor allem die Niere, sind in Ordnung. Das Blutbild ist auch ganz OK. Das Hämatokrit ist etwas niedrig.

An manchen Tagen geht es ihm sehr schlecht und ich denke es wäre besser ihn von seinem Leiden zu befreien. Am nächsten Tag geht es ihm aber wieder besser und er ist wieder ein bisschen mein alter Joshi und dann möchte ich die Behandlung weitermachen.

Heute habe ich, zusätzlich zum Metacam, vom Tierarzt Tamal bekommen. Kennt das jemand? Kann ich das wirklich zusätzlich zu Metacam geben? Ich bin schon sehr verunsichert. Wie entscheide ich richtig für meinen Hund. Wenn ich ihn einschlafen lasse, erlöse ich dann ihn oder mich von den Schmerzen? Wenn ich ihn weiterleben lasse, gönne ich ihm noch eine schöne Zeit oder kann ich nicht loslassen?

Ich weiß, dass ich diese Entscheidung alleine treffen muss. Ich wäre aber für einige Meinungen von euch sehr dankbar. Vielleicht war jemand auch schon mal in dieser Situation.

Oh je, das ist jetzt lang geworden. Ich entschuldige mich gleich vorab dafür.

Vielen Dank und liebe Grüße

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Hallo und Herzlich Willkommen erstmal...

Das ist wirklich eine schlimme traurige Sache. Ich kann Dir leider nichts zu den vielen Medikamenten sagen die Dein Hund da verabreicht bekommt. Aber, mach Dir keine Vorwürfe, Du warst (wenn ich das richtig gelesen habe) 2006 wegen diesem Gewächs bei 2 verschiedenen Tierärzten die Dir gesagt haben das muss man nicht unbedingt entfernen, der Ausschlag am Bauch wurde als allergische Reaktion abgetan.

Du kannst nicht mehr machen als zum Tierarzt zu gehen und die notfalls ne zweite Meinung einzuholen. Beides hast Du getan...

Ich weiß man macht sich trotzdem Vorwürfe. MEin Hund hatte erst nen Hodentumor und bis ich wusste das er nicht bösartig ist und mit ner Kastration erledigt ist, hab ich mir auch schreckliche Vorwürfe gemacht wieso ich ihn nicht schon vor Jahren hab kastrieren lassen. Das ist normal... aber lass Dich davon nicht auffressen...

Ob Du die Behandlung einstellen sollst und ihn erlösen sollst ist schwer, sehr sehr schwer...

Wäge es ab, was sagen die Ärzte? Besteht eine Chance das er jemals wieder ohne diese Behandlungen leben kann?

Wie stehen die Prognosem im Prinzip auf seine Lebensdauer? Mit und ohne die Behandlung?

Ich würde versuchen dem Hund so wenig wie möglich zuzumuten. So gemein es klingt, wenn die Ärzte sagen, auch mit Behandlung hat er nur noch 2 Jahre. Und ohne Behandlung auch... Dann würde ich ihn solange noch eine schöne Zeit machen wie er Schmerzfrei bleibt und Lebensfreude hat...

Wenn mal der Punkt erreicht ist wo man merkt das auch der Hund nicht mehr will, oder er nur noch Schmerzen hat... dann sollte man ihm den gefallen tun und ihn erlösen...

Aber vorher würde ich auf jedenfall auch alles versuchen um ihm solange wie es geht ein angenehmes Leben zu machen...

Fühl Dich mal gedrückt...

LG

Tascha

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Meine Hündin hat Grad2 dafür aber auch überall.. Grad 3 ist ja noch einiges agressiver.. woher hat er schmerzen?

Was sich postiv auswirken kann ist die Gabe von Curcuma (das ist ein Gewürz gibt es im Asia laden für kleines Geld) - das hemmt die Histaminausschüttung ( das was u.A den Juckreiz macht und den Magen schädigt) und stärkt die Leber und hilft bei magenproblemen - also allem womit die MCTs die Hunde quälen - zudem soll es Metastasierung vorbeugen frag mal einen versierten Tierheilpraktiker danach vor allem wegen den anderen Medis, meine Hündin sollte seit 2009 tot sein, ist es aber nicht :D .

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Das tut mir sehr leid mit Deinem Joshi! Und es bestätigt mich in meiner Einstellung, Neuzuwächse an Gewebe im Zweifel lieber frühzeitig entfernen zu lassen, weil die Möglichkeit besteht, dass es nichts Gutes ist oder aber auch umschlägt.

Was die Lebensqualität betrifft, so solltest Du nicht nur genau beobachten, wie es Joshi geht, sondern Dich auch Fragen, wieviele positive Tage in der Woche/Monat wieviele schmerzhafte oder schlechte Tage rechtfertigen, wo die Grenze ist. Hunde sind auch hart im Nehmen, und ich vermute, dass sie Schmerzen lange wegstecken, bevor sie sie zeigen.

Ich bin mittlerweile zu der Einstellung gekommen, lieber etwas früher zu erlösen als etwas später, wenn keine Hoffnung auf Heilung zu erwarten ist. Wozu soll der Hund leiden müssen. Ich hatte auch schon mal etwas zuviel Histamin und hatte davon schlimme migräneartige Kopfschmerzen.

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Fühlt Euch gedrückt.

Habe zu den Mastzellentumoren einen sehr informativen link

http://www.mastzellentumor.de/

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Herzlich willkommen hier im Forum........

Das tut mir sehr leid......

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

@COMpanion: vielen lieben Dank für den Link, den habe ich schon gelesen.

@ Ob er noch Lebensqualität hat, ist wohl die schwierigste Frage. Er hat sich in den letzten Wochen sehr verändert. Aus einem lebhaften, fröhlichen und immer zum spielen aufgelegten Hund ist ein müder und trauriger Gefährte geworden. Hat er deshalb weniger Lebensqualität?

Momentan sitzt er neben mir, lehnt sich an mein Bein und döst vor sich hin.

@Pixelstall: Joshi hat die Tumore "nur" im Bauchraum und am rechten Bein. Sie ziehen sich vom rechten Bein über die Leiste bis zum Nabel. Es ist die ganze rechte Seite bis zum Penis und zu den Hoden betroffen. Eine Heilung gibt es nicht mehr.

@DogoMerlin: Leider sind meine Tierärzte keine rechte Hilfe. Ich hätte mir da mehr Unterstützung erwartet. Ich bin in einer privaten Tierklinik, mit ca. 10-12 Ärzten, die uns abwechselnd behandeln. Sind super ausgestattet aber sonst sehr chaotisch und schlampig.

Die eine Hälfte der Ärzte war entsetzt, als ich die Behandlung eingestellt habe und die andere Hälfte hat mich verstanden.

Meine Entscheidung geht auch in diese Richtung, ihm noch eine "schöne" Zeit zu verschaffen.

Ich frage mich nur immer öfter, ist es eine schöne Zeit ? Hat er noch einige angenehme Tage?

Ohne Schmerzmittel kommt er nicht aus. Ist er durch die Medikamente wirklich schmerzfrei?

Ich habe mir für heute Vormittag einen Termin bei einer anderen Tierärztin besorgt . Die habe ich von einer Arbeitskollegin empfohlen bekommen. Ich werde ihn dort anschauen lassen.

Ich danke euch für eure Unterstützung und werde mich wieder melden.

Liebe Grüße

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Hallo,

ich kann Deine Zweifel und Sorge sehr gut verstehen.

Mein Hund hatte ein Prostata-Karzinom und auch ich habe erstmal alles mögliche machen lassen, um sein Leben zu verlängern. Er wurde bestrahlt um die Lebenserwartung auf ein paar Monate mehr zu verlängern (ohne: 3-4 Monate; mit: etwa doppelt soviel) und hat das auch zuerst sehr gut vertragen. Nach der dritten Bestrahlung wachte er sehr schlecht aus der Narkose auf und ab diesem Zeitpunkt ging es ihm richtig schlecht. Er wollte nicht mehr fressen und muss wahnsinnige Schmerzen gehabt haben. Nach zwei Nächten in denen er vor Schmerzen nicht schlafen konnte, kaum noch was gefressen hatte und auch das Schmerzmittel (Tramadol) kaum in ihn reinzubekommen war, habe ich entschieden ihn einschläfern zu lassen :(

Wenn ich nochmal entscheiden müsste, wie ich mit so einer Diagnose umgehe, würde ich nicht behandeln lassen, wenn keine Hoffnung auf Heilung besteht. Ich würde mir einen guten Heilpraktiker suchen und versuchen auf naturkundlicher Basis zu unterstützen, zusätzlich Schmerzmittel geben und auftretende Symptome behandeln.

Wenn Dein Hund mit Schmerzmitteln noch Lebensqualität hat (und ob das so ist, kannst Du am besten beurteilen), dann würde ich soviel geben wie er davon braucht. Bei Fragen zu Medikamenten schau ich immer bei http://www-vetpharm.uzh.ch/ nach.

Ich wünsche Dur ganz viel Kraft. Ich weiß wie schwer das ist ....

Viele Grüße,

Marty

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@DogoMerlin: Leider sind meine Tierärzte keine rechte Hilfe. Ich hätte mir da mehr Unterstützung erwartet. Ich bin in einer privaten Tierklinik, mit ca. 10-12 Ärzten, die uns abwechselnd behandeln. Sind super ausgestattet aber sonst sehr chaotisch und schlampig.

Die eine Hälfte der Ärzte war entsetzt, als ich die Behandlung eingestellt habe und die andere Hälfte hat mich verstanden.

Meine Entscheidung geht auch in diese Richtung, ihm noch eine "schöne" Zeit zu verschaffen.

Ich frage mich nur immer öfter, ist es eine schöne Zeit ? Hat er noch einige angenehme Tage?

Ohne Schmerzmittel kommt er nicht aus. Ist er durch die Medikamente wirklich schmerzfrei?

Das musst Du "sehen". Wenn er Schmerzmittel bekommt wie verhält er sich dann?

Spielt er wieder, ist er fröhlich, oder machen die Mittel ihn eigentlich nur schläfig und versetzen ihn in einen Dämmerzustand wo er sowieso die Hälfte nicht mehr mitbekommt.

Auch wenn es vielleicht grausam klingt, ich würde um meinen Hund solange kämpfen wie er selbst Lebenswillen hat. Wenn er sich aufgibt, und die unvermeidbaren Schmerzmittel ihn nur noch wegdriften lassen, dann hat er nichts mehr davon.

Wir Menschen wollen auch nicht mehr nur noch an Maschinen angeschlossen sein und durch Apparate am Leben erhalten werden.

Bei Hunden haben wir GsD die Wahl wann wir das Leiden beenden.

Lass ihn trotzdem in der neuen Klinik mal anschauen, vielleicht gibt es auch Spezialisten in Deiner Umgebung?

Wäge es einfach gut ab... lohnt es sich für ihn? Hat er mehr Leid als Spaß in seinem Leben?

Ich weiß es ist schlimm :(:kuss:

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