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Bulldog Trio

Bindungsfähigkeit doch genetisch?

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ich hab gestern in einem buch von dorit fedderson pedderson gelesen, das bindungsfähigkeit gaaaaanz viel mit der genetik zu tun hat..

da wurden wohl hunde getestet von welpe an jeder wuchs anders auf (und einer wurde geschlagen und nicht geliebt :( - trotzdem blieb sie menschenfreundlich), andere wurden normal behandelt und waren recht distanziert ..wenn ich nun meine 3 anschau..irie wurde viel geschimpft,sie hat soviel blödsinn im kopf gehabt -meine süsse :kuss: - sie ist trotzdem die coolste mit menschen und hat es mir nie krumm genommen .

luke dagegen tut wenn man ein handtuch ausschüttel wie wenn er täglich 5 mal verprügelt wird (nie und nimmer hat der ärger bekommen) :motz: und amy.. naja die ist sowieso die beste , liebt alle hunde,alle menschen alle tiere.. :kuss: ..ihr bruder aber musste mit 6 monaten eingeschläfert werden, weil er ohne reiz die menschen in den arm biss und an die kehle wollte :(:(

es muss also mehr an der genetik liegen als an der erziehung liegen ..

wenn man das weiss werden vielleicht hunde nicht mehr verkannt oder gestraft für etwas wofür sie eigentlich nichts können

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Ganz so einfach ist es nicht. Beim Menschen ist es so dass besonders das erste Jahr sehr prägend für die Bindungsfähigkeit ist. Babys, die keine oder nur eine schlechte Beziehung zu ihrer Mutter erleben dürfen haben es später schwerer sich zu binden.

Ähnlich wirds bei Hunden sein.

Mein Doggenrüde wurde damals die ersten Jahre auch viel geschlagen. Teilweise richtig brutal. Trotzdem haben wir ihn auch geliebt und versucht ihm gerecht zu werden und gekkoppelt mit seinen guten Anlagen blieb er trotzdem ein freundlicher Hund. Ich denke man muss die Anlagen und die Erfahrungen die ein Lebewesen macht als Kombination sehen. Die Anlagen machen sicher einen großen Teil/die Basis aus, aber die Erfahrungen, der Umgang, die Umweltbedingungen formen den Menschen/das Tier letztendlich zu dem was es ist.

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amy.. naja die ist sowieso die beste , liebt alle hunde,alle menschen alle tiere.. :kuss: ..ihr bruder aber musste mit 6 monaten eingeschläfert werden, weil er ohne reiz die menschen in den arm biss und an die kehle wollte :(:(

es muss also mehr an der genetik liegen als an der erziehung liegen ..


http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70864&goto=1498924

Irgendwie widerspricht sich das doch. Das sind Vollgeschwister! Natürlich treffen dabei immer vier verschiedene Gene aufeinander die jeweis zu einem Pärchen gewürfelt werden. Aber so grasse Unterschiede nur auf die Genetik zu schieben halte ich für eine leichte Erklärung und Schuldabweisung von Erziehungsfehlern. Auch wenn konträre Karaktäre den Unterschied ausmachen sind es durchaus die Einwirkungen die einen Grundkarakter zum posetiven oder negeativen Verändern.

Mal abgesehen was ich unter Bindungsfähigkeit alles verstehen mag. Denke ich schon das z.B. genetische Veranlagung mitwirkt. So entfehrnen sich Jagdhunderassen eher ohne überlegung und mit Freude vom Führer während Hütehunderassen sehr viel eher bei ihrer "Herde" bleiben.

Ich denke auch das sehr entscheidend das die Erfahrungen und das daraus resultierende Verhalten der Mutterhündin an Welpen weitergegeben werden.

Auch wissen wir Heute von der Epigenetischen Vererbung und diese kann sich auf Körperliche Merkmale und Verhalten auswirken.

Trotzdem halte ich eine Untersuchung wie beschrieben nicht übertragbar denn dazu müsste ich klinische Verhältnisse schaffen und jeden Welpen mit genau den Gleichen eindrücken und erleben studieren und dies ist einfach nicht machbar.

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mh widerspricht sich nihct wirklich.. luke.. hat 6 geschwister, aber er ist anders,mag keine leute, hat angst vor kindern, ist unsicher und eher ängstlich, wurde aber gleich aufgezogen wie alle andern..er war mit 6 wochen schon anders.. hat aber nichts schlechtes erlebt ..

grade beim Bulldog ist es viel gentik was die unsicherheit hervorruft

ebenso glaub ich das amys bruder eben anders war..er wurde von jahrelanegn erfahrenen Bulldog besitzern aufgezogen

auch meine Irie hat sich von all ihren geschwistern zu einem einzelhund entwickelt..mag keine andern hunde..und wuchs aber im rudel auf

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Wie beim Menschen auch, ist die Entwicklung des Welpen zum erwachsenen Hund eine Mischung aus Genetik UND "Kinderstube".

Aus einem einzelgängerisch veranlagtem Kind, das lieber liest und mit sich selbst beschäftigt ist wird man nie eine Person erziehen, die gerne und viel mit anderen Menschen umgeht, egal wie gut die Kinderstube ist. Und umgekehrt kann eine besc**ene Kinderstube das sozialste Baby in einen Soziopathen verwandeln.

Schaut man sich an, wie unterschiedlich Menschen Traumata verarbeiten, die ihnen schon in jungen Jahren unterlaufen sind (Mißbrauch aber auch "nur" ein schwerer Unfall, bzw Zeuge eines solchen), so sieht man doch, dass die Fähigkeit zur Verarbeitung extrem unterschiedlich ist, auch bei gleichem Alter und ungefähr ähnlichen Bedingungen des Elternhauses.

Sicherlich spielt die Erziehung eine sehr große Rolle - gute Eltern, gute Erziehung, liebevoller und sicherer Umgang können sehr dazu beitragen, das Kinder zu stabilen Persönlichkeiten aufwachsen.

Aber es lässt sich eben nicht alles von außen lenken.

Ein Junge wird auch dann nicht wie ein Mädchen spielen, wenn er in einem Haus mit nur Frauen aufwächst, in dem die Erziehungsberechtigten bewusst keine "geschlechstspezifischen" Spiele nutzen, und umgekehrt wird ein Mädchen nicht automatisch ein Wildfang, wenn sie nur mit Jungs aufwächst.

Es GIBT genetische Unterschiede, und die sollte man nicht ausser Acht lassen.

Bei Hunden ist das bestimmt nicht anders, ich wage mal zu behaupten auch bei Katzen und Mäusen, Schildkröten und vielleicht auch Insekten ebenso.

Die äußeren Umstände beeinflussen die Ausprägung von genetisch vorgegebenen Charaktereigenschaften, und in einem Haushalt mit viel Verständnis und Liebe, aber auch klaren Grenzen können extreme Auswüchse einer Charaktereigenschaft stark abgefangen und gemildert werden, während andere, ansonsten unterdrückte Eigenschaften hervorgekitzelt werden können.

Mein Hund zB wäre in einem Haushalt mit viel Stress, herumrennenden Kleinkindern und wenig Ruhe eine echte Kanone, je ruhiger es ist, desto ausgeglichener ist mein Hund.

Und ja, auch Rassen sind da unterschiedlich. Da diese Tiere lange konkret nach bestimmten Charaktereigenschaften selektiert wurden, ist es doch klar, dass sie zB eine unterschiedlich stakre Bindung zu ihrem Besitzer aufbauen.

Eine BorderCollie, der stets viel mit seinem Halter zusammen arbeiten soll, ist weit sensibler und stärker an diesen gebunden, als zB ein Deutscher Jagdterrier, dessen Aufgabe es ist, selbststänndig Wildschweine aus dem Wald herauszuscheuchen.

Ist doch logisch, oder?

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Sehr schön geschrieben Friederike!

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