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Hundeforum Der Hund
Ullirieke

Soll ich es zulassen oder nicht?

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Ich habe da mal eine Frage.

Bruno ist ja ängstlich, aber macht ja oft 'nen Hermann, wenn er andere Hunde sieht.

Jetzt sind wir letzte Woche unserem Lieblingsradfahrer mit Jacky-Mix begegnet. Den Weg, wo er uns entgegen kam, steigt er immer ab, so dass das Fahrrad und er zwischen dem Hund und mir sind. Bruno hat dieses mal so eine Angst bekommen, dass er aus dem Halsband geschlüpft ist und ich erst Schiss hatte, dass er sich auch noch aus dem Geschirr herauswindet. Der Radfahrer hat noch gefragt, ob er einfach vorbei gehen soll, aber ich habe ihn gebeten, gerade zu warten, bis ich das Halsband wieder angelegt habe. Hat er natürlich gemacht.

So, Bruno saß dann am Seitenrand und er ist vorbeigegangen. Als er vorbei war, hat Bruno um mich rum einen Bogen gemacht und wollte quasi dahinter her. Er hat dabei seine Nase in die Luft gestreckt, so als ob er den Geruch der beiden einsaugen wollte, um sie "kennenzulernen". In dem Moment wusste ich jetzt nicht, wie weit lasse ich das zu oder breche ich es ab. Ich bin dann weiter gegangen und habe ihn quasi etwas hinterher gezogen. Da fing er an etwas zu bellen, so als ob sagen wollte, dass er da hinterher will.

Das Gleiche kam dann ein paar Meter noch einmal, als ein Pärchen uns entgegen kam. Bruno erst Schiss bekommen und hat sich ins Gras gesetzt. Die Frau meinte noch zu ihrem Partner "guck mal, selbst die Hunde haben Angst vor dir" :D . Als die vorbei waren, hat Bruno wieder die Nase hochgereckt und geschnüffelt. Ich bin wieder weitergeganen mit ihm. Da hat er nicht gebellt, weil ja kein Hund mit im Spiel war.

Nun meine Frage, in wie weit lasse ich das zu oder wann bzw. wie breche ich es am Besten ab?

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ich hatte auch so nen schisser,viel angst übertragt man ja von sich auf den Hund, .. wenn er vor etwas angst hatte bin ich einfach STRAMM weiter gelaufen.. wenn er aber interesse zeigte und KOntakt auf nehmen wollte .. hab ich ihn gelassen ..heute hat er vor nichts mehr angst...

ich hab das gefühl, das du seine Angst zu sehr unterstützt und ihm durch die situationmit dem radfahrer z.B signaliesierst, ja da muss man angst haben

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Ich mache es ebenfalls wie Bulldog Trio, jenachdem welche Situation.

Meine Maus hat vor Autos Angst, vor Joggern, alles, was sich etwas schneller bewegt oder will mich beschützen, ich weiß es noch nicht genau. Jedenfalls lasse ich sie erst setzen, dann gibts Leckerli, dann wird sie etwas betüddelt und abgelenkt und dann ist die "Gefahr" auch schon vorüber, das klappt prima und hatte mir meine Hundetrainerin auch per Tel. so empfohlen, am Freitag haben wir einen erneuten termin und bin schon sehr gespannt darauf, da wir uns im Städtchen treffen und natürlich viel mehr "Gefahren" da sind.

Versuche es doch einfach mal mit der Sitz, Leckerli, Betüddelungsaktion. Vielleicht klappt es bei euch ja auch? Bei uns ist es schon viiieeel besser geworden!!!

LG

Susanne mit Jule :winken:

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Ich muss vielleicht dazu sagen, dass wir den Radfahrer öfters treffen. Wenn er an uns mit seinem Hund vorbei saust, dann springt Bruno in die Leine und kläfft und zerrt total.

Als wir vor ein paar Wochen vorher auf demselben Weg den Radfahrer getroffen haben, hat Bruno keine Angst gezeigt, sondern wollte unter etwas Bellen, zu dem Hund hin und hat an der Leine gezerrt. Da bin ich natürlich sofort weiter gegangen.

Leckerlies und seien es auch lecker Würstchen, nimmt Bruno nicht, weil er zu angespannt ist. Und Betüddeln oder beschwichtigend auf ihn einreden, mache ich nicht, weil ich die Angst nicht bestätigen möchte.

Dass ich meine Unsicherheit oft auf ihn übertrage, ist bestimmt oft so :( und ich bin auch dabei daran zu arbeiten, meine Gefühle mehr zu kontrollieren. Aber das ist leichter gesagt, als getan. ;)

Nur was ich nicht weiß ist, lasse ich ihn in die Richtung Hund oder Menschen dann schnüffeln, oder denkt Bruno dann, "Mensch klasse, jetzt ziehe ich Frauchen wieder in die Richtung, wie ich will". :???

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Ist es seine Entscheidung sich zu setzen oder verlangst Du es von ihm?

Wenn er sich selber setzt wuerde ich stehen bleiben und ihn beobachten lassen, solange wie er denen ruhig nachsehen will. Bei mir koennte er nachschnuffeln, solange er keinen Zug in die Leine bringt. Dabei stehe ich daneben in unserer Laufrichtung schauend und gruesse die Menschen freundlich. Selber schaue ich niemandem nach, sondern habe Blick und Koerperspannung in Laufrichtung.

So als Signal, kein Grund zur Sorge, ich moechte weiter, kommst Du auch.

Wenn ich das Sitz fordere stehe ich vor Shyla, meist ihr zugewannt und erwarte, dass sie auf meine Aufforderung mit mir mitlaeuft.

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(bearbeitet)

Wenn ich einen ängstlichen Hund an der Leine habe, vermeide ich, dass die Angst eintritt. Ich weiche so großzügig aus, dass keine Angst entsteht. Mit der Zeit wird der Radius immer kleiner, den ich drumherum gehe.

Ist die Angst erst einmal da, kann der Hund keine positiven Schlüsse mehr daraus ziehen, dass eigentlich gar nichts passiert ist. Deswegen sollte das unbedingt vermieden werden. Das Bellen ist in meinen Augen eine Stressäußerung, weil er wegen der Leine überhaupt nicht körperlich reagieren kann weder hin- noch weglaufen. Die Leine verhindert jede Form der körpersprachlichen Kommunikation unter den Hunden, das macht es Deinem Hund nicht einfacher, die Unsicherheit zu verlieren.

Wie würde er sich verhalten, wenn keine Leine da wäre? Würde er hinrennen oder abhauen? Grundsätzlich würde ich Euch zu einem Sicherheitsgeschirr raten, aus dem er nicht herausschlüpfen kann. Das ist ja der Supergau, wenn er dann durchbrennt, wernn er Angst hat.

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Ist es seine Entscheidung sich zu setzen oder verlangst Du es von ihm?

Wenn er Angst hat, setzt er sich meist von alleine. Dann stelle ich mich auch meist davor. Nur in diesem Falle wollte ich weitergehen, weil er ja nicht das erste Mal war, dass wir denen begegnet sind.

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Wenn ich einen ängstlichen Hund an der Leine habe, vermeide ich, dass die Angst eintritt. Ich weiche so großzügig aus, dass keine Angst entsteht. Mit der Zeit wird der Radius immer kleiner, den ich drumherum gehe.

Das großzügige Ausweichen an der Stelle ist leider nicht möglich. Das ist so ein schmaler Landweg, rechts und links jeweils ein schmaler Grünstreifen. Auf der Seite wo der Radfahrer gegangen ist, ist ein Kornfeld und wo ich war ist ein breiter Graben und wir waren soweit es geht am Rand davon.

Wie würde er sich verhalten, wenn keine Leine da wäre? Würde er hinrennen oder abhauen? Grundsätzlich würde ich Euch zu einem Sicherheitsgeschirr raten, aus dem er nicht herausschlüpfen kann. Das ist ja der Supergau, wenn er dann durchbrennt, wernn er Angst hat. zitieren

Wenn keine Leine da wäre, würde er wohl hinlaufen, wobei er zu dem Mann eher Abstand halten würde. Ich hätte dann allerdings Probleme, ihn wieder einzufangen. Außerdem hat er großen Jagdtrieb und bei uns laufen sehr viele Rehe rum, so dass er dann wohl weg wäre.

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Ist es seine Entscheidung sich zu setzen oder verlangst Du es von ihm?

Wenn er Angst hat' setzt er sich meist von alleine. Dann stelle ich mich auch meist davor. Nur in diesem Falle wollte ich weitergehen, weil er ja nicht das erste Mal war, dass wir denen begegnet sind.
http://www.polar-chat.de/topic.php?id=70912&goto=1501049"

Er nimmt also eine passive Haltung ein, die anderen zeigen soll, dass keine Gefahr von ihm kommt.

Dies hat Shyla in ihren ersten paar Monaten bei uns auch immer gemacht. Wir haben so viele Komplimette bekommen, wie gut die Kleine doch schon sitz kann. Dabei waren wir am ueben, dass sie moeglichst weiterlaeuft. Wir haben gute Erfahrung gemacht, mit warten, bis sie bereit ist weiter zu laufen, wie oben beschrieben.

Auch haben wir eine Flexi Leine benutzt, die ihr die Moeglichkeit gab einen Bogen zu laufen, waehrend wir auf dem Weg blieben.Waehrend ihrer "ich sitze hier und warte bis die Gefahr vorbei ist Phase" waere sie nie zu jemandem egal Hund oder Mensch hingelaufen. Dies kam spaeter, als sie fuer ein paar Wochen ohne zoegern, aber immer noch mit Bogen laufen an Hunden vorbei ist.

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