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Nasentumor beim Hund - Ein Erfahrungsbericht

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Hallo,

gestern haben wir unseren 11jährigen Dackel-Mix Harry wegen einem Nasentumor einschläfern lassen müssen. Wir sind unendlich traurig und leben im Moment wie in einem schlechten Traum. Hier mein Erfahrungsbericht: Es fing alles im Oktober 2010 an mit einem Schnupfen, der nicht wegging. Wir versuchten es erst mit Hausmittelchen wie Inhalieren. Dann bekam er Antibiotika, da nicht half. Wieder zum Tierarzt, der auf drei in Frage kommende Sachen tippte: Pilze in der Nase, Fremdkörper oder Tumor. Ein Antibiotika wurde gezüchtet speziell auf die Bakterien in Harrys Nase. Der Schnupfen wurde besser, allerdings blieb schleimiger Nasenausfluss aus dem rechten Nasenloch.

Inzwischen bekam Harry durch das rechte Nasenloch keine Luft mehr und war auf die sog "Schnappatmung" durch den Mund übergegangen. Er hat uns sehr leid getan und wir haben ihm Nase und Lunge röntgen lassen. Auf dem Röntgenbild sah man rechts verdächtige weiß-graue Stellen, links war frei. Der Tierarzt diagnostizierte zu 80%iger Wahrscheinlichkeit einen Nasentumor und verwies mich an die Tierklinik in Hofheim, in der dann eine Endoskopie mit Biopsie gemacht wurde.

Das Ergebnis war ein Schock: Es handelte sich tatsächlich um einen Nasentumor, der nur noch mit Bestrahlungen zu behandeln wäre.

Man sagte uns allerdings, dass das den Hund evtl. sehr mitnehmen würde und er dabei sogar das Auge verlieren könnte. -

Wir entschieden uns gegen die Bestrahlung und fanden einen Tierarzt in Koblenz, der uns eine zytoplasmatische Therapie vorschlug - ganz ohne Nebenwirkungen auf biologischer Basis. Ziel sei, die Lebensqualität von Harry zu erhöhen. D.h. 2 x die Woche 2 Spritzen = 4 Wochen lang, zusätzlich zu Hause Tropfen Lymphosot und Galium 3 x 5 Tropfen täglich. - Unser Hund war in den 4 Wochen wie ausgewechselt. Hat wieder gespielt wie ein junger Hund und auch die Atmung war besser geworden (er hatte sich an die Mundatmung gewöhnt).

Doch dann im April d.J. fing das Dilemma an: Das rechte Auge wurde rot und es bildete sich über dem Auge eine sehr große Beule, die dem Hund wohl auch Schmerzen bereitete. Der Tierarzt diagnostizierte einen Abzeß, den er dann unter Vollnarkose ausspülte. Anschließend wurde die Wunde noch ca. 7mal gespült. Die Schwellung wurde zwar besser, aus der kleinen Wunde kam jedoch immer Eiter heraus. Wir haben diesen Eiter immer ganz vorsichtig herausgedrückt, was sich Harry auch gefallen ließ. Leider stellten wir fest, dass der Hund nachts wohl mit der Pfote daran rieb und die Schwellung wurde wieder riesengroß. Er musste nachts einen "Trichter" tragen, in der Hoffnung, dass ´sich das Ding dann wieder zurückbildet. Tat es auch. Draußen war Harry immer wie ausgewechselt und wollte spielen, als ob er nichts hätte. Im Haus hat er viel geschlafen.

Dieses Auf unf Ab in seinem Befinden war sehr belastend für uns. - Die schwerste Entscheidung zum Einschläfern haben wir gestern deshalb getroffen, weil er morgens fast das ganze Auge (trotz Trichter!) wieder zugeschwollen hatte und über dem Auge wieder diese Riesenbeule. Er fing zum 1. Mal an zu schnappen, wenn man ihn dort berühren wollte und die Stelle war freuerrot. Dort hat sich wohl der ganze Schleim gesammelt, der durch die Nase nicht mehr abgeflossen ist. Schweren Herzens fuhren wir zum Tierarzt und Harry hat uns in den letzten Minuten seines Lebens angesehen. Diesen Blick werde ich niemals vergessen!

Es tut so weh, dass er nicht mehr da ist.... Wir vermissen ihn unendlich, da er unser Leben bereichert hat und ü b e r a l l hin mit war. Harry hat mehr erlebt, als mancher Mensch. Jetzt liegt er an seinem Lieblingsplatz in unserem Garten begraben und wir werden ihn nie vergessen.

Von der Diagnose bis zum Tod dauerte es 6 Monate.

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Hallo

ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit.

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Wie schwer es ist solch eine Entscheidung aus Liebe zu treffen kann ich Euch gut nachempfinden, musste sie leider auch schon einige Male fällen... :Oo Letztes Jahr sogar zwei mal in wenigen Monaten.

Trotzdem, danke für den Bericht, auch wenn ich damit noch keine Erfahrungen habe, so werde ich es als Eventualität im Hinterkopf behalten.

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