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Hundeforum Der Hund
karlchen

Dringend Tipps für die Leinenführigkeit

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Hallo zusammen,

ich bräuchte mal ein paar Tipps von Euch zu meinem Darko.

Wir haben Darko vor 6 Wochen von der Boxernothilfe übernommen, er hat sich super eingelebt, die Probleme wie in die Wohnung machen und nicht alleine bleiben, haben wir alle gelöst, er hört, wenn man ihn ruft zu 90%. Kurz er ist ein Traumhund und ich bin total in meinen Bollerkopf verliebt.

Kommen wir zu den 10% die mir noch ein wenig Kopfzerbrechen machen. Darko ist ein nicht kastrierter 6jähriger Boxerrüde, super leinenführig. Die Vorbesitzer haben ihm regelrecht den Hals abgeschnürt, sodas ich ihn nur mit Geschirr führe. Ich kann ihn offline laufen lassen und abrufen - null Problemo, spielt er mit seinem Lieblingskumpel Adi - eine 8Monate alte franz. Bulldoge - ist er abrufbar, auch super.

ABER, wehe es begegnet uns ein Hund an der Leine. Sobald er ihn sieht, fixiert er den anderen, wird immer flacher und schleicht sich regelrecht an oder geht in Platz und springt dann unvermittelt auf, sobald der andere da ist. Geht der dann einfach vorbei ist es gut, aber wehe er bellt und knurrt, dann springt der Bollerkopf auf und springt um mich rum, wie ein Zirkuspferd. Ist zwar auch nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber nicht sehr angenehm auch für den anderen HH. Mit meiner Taktik, umdrehen und in die andere richtung laufen, bin ich zwar schon ein wenig besser unterwegs, wenn er aber den anderen Hund partout kennenlernen will, schmeisst er sich einfach auf den Boden, da bewege ich den nicht mehr. - Sieht lustig aus, wie ich 30kg Hund, der wie Gummi im Geschirr hängt hinter mir herziehe.

Die andere Möglichkeit ist, ihm am Geschirr nehmen und versuchen vorbeizuführen, das Ergebniss daraus ist, kaum vorbei, schon kommt das Zirkuspferd :(

Natürlich gibt es auch Tage und Begegnungen, wo alles super klappt und ich lobe ihn auch sofort dafür, die sind aber entschieden zu wenig, vielleicht 2 von 10 Begegnungen. Ich habe es schon mit Ablenkung - Spielzeug, Leckerchen, usw. - probiert, darauf achtet er gar nicht.

Habt Ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich???

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Oh ein Boxi,wie schön. :klatsch:

Lustigerweise habe ich seit Anfang der Woche auch einen Rüden aus der Boxernothilfe,der auch diese Leinenaggression an den Tag legt. Seine 35 Kilo sind schwer zu handhaben,zumal ich selber nur 50 kg wiege.

Ich mache das so,noch bevor er fixiert,mache ich ein bestimmtes Geräusch,und laufe direkt in großen Bogen um den Hund oder in die Weinberge rein. Ich versuche auch nicht, ihn kurz zu nehmen und anzuspannen, sondern Ruhig zu bleiben.

Wenn er ordentlich vorbei läuft gibts Super-leckerli und viel Lob. Ausserdem laufe ich IMMER zwischen Hund und Objekt der begierde,versperre ihm somit den Weg.

Umso eher Dein Hund hochfährt umso schwerer ist es ihn runter zu kriegen,deswegen gleich im Keim ersticken. Viel Erfolg :winken:

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Hi,

ich kann dir nicht wirklich einen Tipp geben (außer üben, üben, üben....)

Warum ich mich hier einklinke:

Auf dem Bild hat dein Hund das Geschirr "falsch" an - oder???

Die Schlaufe um die Leine ein zuhängen ist vorne unter der Schnauze.

Ist das nun ein Versehen oder hat es einen Grund?

*grübel*

LG

Christine

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@Christina, das machen manche beim Gebrauch mit der Schleppi.

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:klatsch: sagt mein GG auch gerade zu mir....

Könnte aber auch sein, dass die Schlaufe vom Halsband ist. Das hatte ich übersehen.

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:klatsch: sagt mein GG auch gerade zu mir....

Könnte aber auch sein, dass die Schlaufe vom Halsband ist. Das hatte ich übersehen.

Glaube ich eher, wenn man hinten auf den Rücken schaut, mein ich nen Ring zu erkennen ;)

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Hallo zusammen,

sorry, das ich mich erst jetzt melde, ich habe aber privat leider keinen PC:O((

Tja, anscheinend sind die Boxies solche Bollerköpfe, natürlich versuche ich mich auch zwischen ihm und dem anderen Hund zu gehen, aber es geht mir ein bisserl wie Dir Kristina, mein Bollerkopf hat 32kg und ich 52kg. Von wem oder wo hast Du Deinen her???

Was mich eigentlich so ärgert ist, wenn ich ihn zu dem anderen Hund hinlasse, ist er total lieb und will wirklich nur spielen, aber aufgrund seines Verhalten sind nicht nur die HH sondern auch die Hunde total verunsichert. Irgendwie hat er da eine falsche Verknüpfung mitbekommen:O((

Habe es auch schon mit Leckerchen und Spielzeug versucht, aber eine wirkliche Ablenkung hat das nicht gebracht.Umdrehen ist auch so eine Sache, da er sich dann auf den Boden schmeisst, muss ich 30kg hinter mir her schleifen. Ein anderer HH hat gemeint ich soll eine Blechdose mit Steinen füllen und wenn er nicht hört oder reagiert diese Dose neben ihn zu werfen!?! Ist das ratsam, oder kann ich ihn damit nur verschrecken? Was meint Ihr?

Zu dem Bild, auf diesem trägt er noch Halsband und Geschirr, mittlererweile nur noch Geschirr. Da ihm am anfang gut 3-5kg gefehlt haben, haben wir ihm dieses einfache gekauft, das wird aber demnächst ausgetauscht.

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Hallo Karlchen,

ich denke nicht das es am Boxer liegt,jeder andere Hund würde sich auch "hinschmeißen" und nicht weiter wollen.

Ich habe meine eigene Boxerhündin und der Rüde ist bei mir in Pflege,wurde ziemlich verwarlost einer alten Dame weg genommen.

Ich mache es strickt so dann ich ihn wirklich hinterher nehme. Ausserdem glaube ich bist Du schon "zu spät" oder "zu nah" wenn Dein Hund sich hinlegt. Viel früher beginnen.

Das mit der Dose würde ich persönlich nicht machen,das habe ich echt nur gemacht als meine Kleine noch jung war und jeden Haufen von Tieren und Menschen in den Weinbergen gefressen hat. Damit hats dann aufgehört.

Gibt es für Deinen Hund denn irgend etwas essbaren wofür er alles tun würde?

Leberwurst? Feuchtfutter?

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das habe ich mir beinahe gedacht, das es mit meinem Tining nicht passt, wenn ich den anderen Hund sehe, dann versuche ich es natürlich mit in die andere Richtung gehen und dazwischen laufen und natürlich flott im gehen bleiben, das er gar nicht die Zeit hat, sich hinzuschmeissen. Aber manchmal begegnet man sich halt unverhofft und das nicht nur im Feld sondern auch im Stadtteil. Zu der Wurst, nee leider nicht, der Kerl kannte Wurst und Leckerchen oder gar Kauknochen gar nicht, bevor er zu uns kam. Damit kann ich ihn gar nicht locken, es funktioniert nur mit Loben und Streicheleinheiten.

Das mit der Dose werde ich lassen, ich denke mir, wenn mein timing nicht stimmt, mache ich vielleicht alles nur schlimmer.

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Vielleicht liegt es daran,

dass Du Deinen Hund immer vor Dir

nach seinen Wünschen die anderen Dinge tun lässt die IHM wichtig sind?

Wer geht hier mit WEM spazieren (H oder HH) und bestimmt Anfang und Ende der Aktivitäten?

Müsste man mal genauer hinschauen?

Die Leinenführigkeit ist ein Teil des Grundgehorsames,

und vielleicht muss der stark verbessert werden, eine andere Qualität erreichen?

LG :winken:

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    • Leinenführigkeit ist verflixt anstrengend!

      Zur Zeit übe ich mit Laika , 14,5 Jahre, ganz intensiv Leinenführigkeit, ununterbrochen, bei jedem Gang , bei dem die Leine dran ist. Sie wird ja auch immer dementer und verschnüffelt sich auch gedankenverloren mal vom Gehweg auf die Strasse runter, deshalb geht ohne Leine neben Strassen gar nicht mehr. Da sie zu geschätzten 95%taub geworden ist und nun auch noch die Sehkraft merklich nachlässt, ist mir eine wirklich korrekte Leinenführigkeit sehr wichtig, damits nicht zu ungewollten Rucken kommt,welche sie zusätzlich verunsichern. Die Restgeräusche, die sie noch wahrnimmt, kann sie nicht mehr zuordnen und auch optische Reize fallen ihr immer schwerer, sie auf Distanz genau zu erkennen. So wird jeder Spaziergang dort, wo sich "viel rührt"  immer mehr zum verunsichernden Faktor für sie und sie neigt dann dazu,  nur noch Umwelt meidend hinter mir zu schleichen und sich hilflos auf mich zu fixieren, was aber dann verhindert, dass sie sich unbefangen mit den Reizen auseinandersetzen könnte. Das ist dann ein Bild des Jammers. Wenn immer möglich, fahren wir ins freie Gelände, wo sie offline laufen kann. Da mäuselt sie mit Nicky fröhlich mit , läuft auch unbefangen voraus - aber immer geht das halt nicht , vor allem, weil ich inzwischen fast nur noch einzeln laufe, damit jeder sein eigenes Tempo haben kann, das er braucht. Und sie ist nunmal nicht mehr so fit wie der Krümel.   Also dachte ich mir, mit perfekter Leinenführigkeit kann ich ihr mehr Sicherheit bieten und damit auch ein klein wenig mehr Freude, auch auf angeleinten Spaziergängen.   Ich sag Euch was: Leinenführig zu sein ist mega-hammer-anstrengend!!!!! Da sie sowieso meist innerhalb eines 3 Meter Radius um mich rum bleibt (ausser beim Mäuseln), ziehen wir nun immer mit gaaanz leichter 3 Meter Leine los, die sie kaum spürt.  Wir gehen erst los, wen sie soweit ist und ich und ich schaue akribisch darauf, die richtige Position einzuhalten.   Aaaalso, das sieht so aus: Ich gehe ganz knapp hinter ihr los, wenn sie los geht und bleibe genau in dem Bereich.  Estwas eitlich versetzt, hinter ihr, sodass sie problemlos auch vorne kreuzen kann, ohne die Leine zu spüren. Sie überprüft ob ich noch da bin, immer mal wiedr  mit einer minimalen seitlichen Kopfbewegung und für sie ist das dann, wenn sie mal gespannt hat, dass das zuverlässig ausgeführt wird, ein ganz wesentlicher Sicherheitsfaktor, sodass sie wieder anfängt mit locker schwingender Rute vorne dran zu traben, spontan zu interessanten Schnüffelstellen abzubiegen, mal stehen zu bleiben und nur zu gucken und zu horchen, auch mal umzudrehen, weil sie ne interessante Schnüffelstelle überlaufen hat usw.   Aber ich sag Euch was: Das erfordert so ne Menge an Konzentration und Selbstbeherrschung, auch achten auf die Körpersprache, um nicht störende, unbewusste Signale zu geben, das ist der Hammer! Es ist aber schön, zu erleben, wie sie das annimmt und wieder lieber auch an der Leine durch die Siedlung schlendert, so als wäre sie frei, weil die Leine niemals auf Spannung kommt, nie stoppend oder mitziehend ruckt und sie dabei ungestört in ihrer Ömmiwelt versinken kann. Wenn sie mich braucht, weil irgendwas sie trotzdem verunsichert, kommt sie nahe neben mich und bleibt stehen. Ich dann auch und wir gucken, so lange, bis sie mich mit aufgestellten, statt angeklappten Ohren anguckt: "Ich bin soweit,Du auch?" und dann setzen wir uns beide wieder in Bewegung. Sie vorne dran. Wenn ich wirklich ein Signal geben muss, zB. zum Stehenbleiben, weil von hinten ein Fahrrad kommt oder ähnliche Situationen auftauchen, reicht ein sanftes ausstreichen der Leine, das sie spürt und sofort guckt sie um und stoppt. Sie war sehr ausgeprägt Angsthund, als sie bei mir einzog und mit der Demenz scheinen allte Ängste wieder hochzukommen und zusätzlich das Nachlassen der Sinne machts nicht leichter. Aber wo ein Wille, da ein Weg - und den gehen wir nun, wenn wir nicht fortfahren können - auf diese Weise gemeinsam weiter.   Da wird mir erst nochmal deutlicher bewusst, was wir von unseren Hunden verlangen, wenn wir sie leinenführig haben möchten. Nicht rucken, nicht ziehen, immer auf den Menschen achten, wann der stehenbleibt, abbiegt, umdreht usw.......................echt heftig!   Danke allen meinen Hunden, die diese Leistung im Miteinander erbracht haben, oder sich zumindest echt bemühten!      

      in Plauderecke


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